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Sekt und Ponys

Christian
 

<NRPG>
Hallo zusammen,

wow - da sind ja schon einige sehr schöne RPGs zusammen gekommen. Und das in so kurzer Zeit.
Ich freue mich, mehr von euch zu lesen!
Daher hier noch ein paar Bälle, für alle :)

Ich habe allerdings davon abgesehen, schon etwas zu Katharinas ungewöhnlichen Scanner-Werten an MD 5 zu schreiben. Ich neige dazu, Handlungsstränge schnell zu vereinnahmen, möchte an dieser Stelle aber explizit euch allen erst einmal die Gelegenheit geben, etwas dazu zu schreiben.

LG
Effi
</NRPG>

<RPG>

#Ort: San Francisco Fleet Yards, Aussichtsdeck Werft 12
#Zeit: MD 0.1933
#Ball: Freiball

"Da bist du ja endlich, па́па!"
So wurde Aleksander von seiner Tochter begrüßt, die mit einem Glas in der Hand auf ihn zukam. Dass sie überhaupt heute hier war, war Ergebnis eines mittleren Dramas. Zuerst hatte sie sich ewig nicht entscheiden können, was sie anziehen sollte. Das ganze Zimmer war voll mit Kleidungsstücken gehangen. Dabei hatte sie nun mit dem weinroten, hochgeschlossenen aber halb rückenfreien Kleid nicht das an, was sie sich am vorherigen Abend ursprünglich rausgelegt hatte. 
Am heutigen Morgen dann war das Geschrei groß gewesen, als Ji-Yeong einen frischen, großen Pickel ausgerechnet auf der Stirn entdeckt hatte. Sie hatte sich die Tränen verkniffen und gesagt, dass sie nicht mitkommen würde. Erst als Aleksander dann gesagt hatte "Gut, dann bleibst du eben da", hatte sie sich brummelnd mit ihrer Großmutter eingeschlossen und verschiedene Hausmittel und Schminkutensilien ausprobiert, um des Ungetüms Herr zu werden. Aber was hätte Aleksander auch sagen sollen? Er hatte schlecht nicht nicht kommen können, was Ji-Yeong auch wusste. Gleichzeitig hatte er seine Tochter aber auch nicht zwingen wollen zu kommen - sie musste ihre eigenen Entscheidungen treffen und sollte sich auch wohlfühlen. Veranstaltungen wie diese waren schon langweilig genug.
"Ja, entschuldige. Ich hatte noch ein paar Dinge zu erledigen. Onkel Marcus kommt auch gleich." Er runzelte die Stirn, als er das Glas betrachtete. "Ist das etwa Sekt?"

"Ich hatte es eigentlich für dich genommen. Aber dann warst du nicht da..."

"Gönn' dem Kind zur Feier des Tages ein Glas, Aleksander" mischte sich da Levka ein. Die ältere Dame hatte sich mit Rock, Bluse und einem Halstuch gekleidet und sah, aus Sicht ihres Sohnes, fesch aus. Aber natürlich fiel sie damit hier auf - was sie aber nicht störte. "Muss ich dich daran erinnern, was du in ihrem Alter..."

"Nein, Mutter. Musst du nicht" rollte Aleksander mit den Augen. "Überlasse diesen Teil der Erziehung bitte mir!" Es folgte ein ernstes Blickduell mit Großmutter Levka, dann sah er wieder zu Ji-Yeong. 
"Ein Glas. Weil heute ein besonderer Tag ist."

"Onkel Marcus!" lenkte Ji-Yeong da vom Thema ab und sah an ihrem Vater vorbei, zu dem Mann in Admiralsuniform, der nun ebenfalls wieder das Aussichtsdeck betrat.

"Hallo Ji-Yeong" sagte dieser und umarmte seine Patentochter.
"Na, wie gefällt dir das Schiff?"

"Es ist groß" stellte die Vierzehnjährige nüchtern fest.

"In der Tat" amüsierte sich der Angesprochene. Die gute Laune sollte aber nicht lange vorhalten.

"Ich habe vorhin Tante Helena gesehen. Hast du schon...?"
 
"Nein. Ich habe nicht mit ihr gesprochen" antwortete Marcus, reservierter. Manchmal hatte er das Gefühl, dass Aleksander der einzige aus der Familie Solowyov war, der respektierte, dass er und Helena getrennte Wege gingen.

"Vielleicht..." setzte Ji-Yeong neu an, wurde aber von ihrem Vater unterbrochen. "Yi-Yeong - es reicht" sagte er, ernst, was seine Tochter zum innehalten und schmollen veranlasste.
"Entschuldige, Marcus" wandte er sich an seinen besten Freund, der nur seufzte. 
"Schon gut"

"Ich werde ein paar Hände schütteln" verkündete Aleksander dann. "Kommst du mit, Ji-Yeong?" fragte er seine Tochter. "Ich könnte etwas weibliche Begleitung brauchen."
Die Angesprochene nuschelte etwas Unverständliches und würdigte ihren Vater keines Blickes, hakte sich aber doch ein, um mitzugehen. Das wollte sie sich nun doch nicht nehmen lassen. 

<NRPG> So - der CO ist, samt Tochter, nun auch auf der Party. Falls jemand das Bedürfnis hat, ihnen über den Weg zu laufen. </NRPG>
 
***

#Ort: USS Galathea, Konferenzraum I, Deck 1
#Zeit: MD 2.0925 (15. Januar 2416)
#Ball: Freiball

"...persönliches Computer-Logbuch des Captain, Sternzeit - Computer: Sternzeit einfügen -: Wir haben das Sonnensystem der Erde gestern verlassen und befinden uns auf dem Weg zu Sternenbasis 621, wo wir weitere Vorräte und Crewmitglieder aufnehmen werden. Ich bin stolz, Captain dieses Schiffes zu sein und freue mich auf die Abenteuer, die vor uns liegen. Für 09:30 Uhr habe ich das erste Treffen meines Senior Staffs einberufen, um die finalen Kommandostrukturen zu klären und einige Aufgaben zu verteilen. Die Crew muss sich erst aufeinander einspielen und da..." 
Das Fiepen der Tür ließ Aleksander aufsehen. "Computer: Logbucheintrag pausieren."
Der Russe richtete sich auf und zog seine Galauniform-Jacke glatt, die er heute ja noch trug. Er war nicht eitel - auch wenn seine Tochter wohl anderes behaupten würde - sondern der Meinung, dass ein Offizier stets im Äußeren wie Verhalten die Sternenflotte zu repräsentieren hatte. Und ein kleines Bisschen war er auch nervös.
"Herein" 

Die Tür öffnete sich und seine EO betrat den Raum. Aleksander kam nicht umhin, den Schritt der Polin als 'schneidig' zu bezeichnen. Ja, die Uniform tat ihr gut - auch wenn sie im Lederoutfit sehr ansehnlich gewesen war, wirkte die Sternenflottenuniform dagegen wie eine zweite Haut. Es war Aleksander so, als wäre sie in den wenigen Stunden an Bord bereits aufgeblüht - kein Vergleich mehr zu der grimmigen, zynischen Frachterkapitänin mehr... Ok, der Zynismus war vermutlich immer noch vorhanden.
"Sir!" grüßte sie, sachlich und mit unbewegtem Gesichtsausdruck.

Aleksander antwortete mit einem freundlichen Lächeln und deutete rechts neben sich. "Überpünktlich. Und vorbereitet, wie ich sehe" sagte er, als er das PADD in ihren Händen wahrnahm. "Nehmen Sie bitte Platz."

"Danke, Captain" antwortete Ewa und setzte sich zur Rechten ihres kommandierenden Offiziers.

"Irgendwelchen besonderen Vorkommnisse, bis jetzt?"

"Sie meinen bis auf die 23 defekten Schallduschen, davon 18 in Familien-Quartieren und die nicht funktionierenden Replikatoren auf Deck 10, Sir?" fragte sie bissig. "Alles in Ordnung."
Tatsächlich hatte die EO die letzte Stunde damit verbracht, Zivilisten zu versichern, dass man sich um alles kümmern würde und das leichte technische Schwierigkeiten dieser Art vorkamen, wenn ein Schiff gerade frisch das Dock verließ. Aleksander hatte Recht damit gehabt, als er gesagt hatte, sie würde diesen Teil des Jobs hassen. Und zweimal hatte sie auch bereits ihre Entscheidung verflucht, Ja gesagt zu haben - ok, technisch gesehen hatte sie gar nicht "Ja" gesagt, war aber trotzdem hier - würde sich aber nicht ins Bockshorn jagen lassen. Nicht von ein paar Zivilisten mit defekten Duschen, die zu faul waren, zu einem anderen Replikator zu gehen.
 
"Ah, das übliche" nickte Aleksander. "Warten Sie erst die Meldungen über defekte Klos ab. Und irgendwem wird das Licht zu grell sein." prophezeite der CO. Immerhin war er selbst schon EO gewesen und kannte solche Anfangsschwierigkeiten.

"Na danke" brummte Ewa, setzte dann aber wieder ihre stoische Miene auf, als weitere Offiziere den Raum betraten.

Nach und nach kamen Ensign Grwydro Aru, Lieutenant junior grade Srivani Mukherjee, die Lieutenants Dr. Helena Rubis und Dr. Olivia Winterbottom, Lieutenant junior grade Nahima Thomson und Lieutenant junior grade Sergej Medvedev in den Raum. Glenn Yael Hadar hatte ebenfalls eine Einladung erhalten und wirkte ein wenig verloren zwischen all den Sternenflottenuniformen. Lieutenant Melek kam, zusammen mit Lieutenant junior grade V'rrir, zum Schluss. 

Als alle Platz genommen hatten, sah Aleksander einmal aufmerksam in die Runde. Irgendwie fand der CO es amüsant, dass Sergej und Yael als die beiden 'Großen' dieser Runde ganz am Ende des Tischs Platz genommen hatten, während die Inderin gleich vorne, bei ihm und Ewa saß. Und Srivani direkt gegenüber dann die Halbindianerin, die bemüht war, alles richtig zu machen und ja nichts zu verpassen.
"Danke, dass Sie alle hergekommen sind - und noch einmal willkommen an Bord." Auch wenn die Offiziere technisch gesehen keine Wahl gehabt hatten, als zu diesem Meeting zu erscheinen, konnte man trotzdem höflich sein. "Bevor wir beginnen - möchte jemand noch etwas zu Trinken?" Er selbst hatte noch eine halbe Tasse gelben Tee vor sich stehen. 
Als alle verneinten, fuhr er fort.

"Wie Sie sicherlich wissen, gibt es an Bord jedes Raumschiffs den sogenannten Senior Staff, der die Entscheidungen an Bord fällt und den anderen Offizieren vorsteht. Laut Statuten der Sternenflotte gehören diesem auf jeden Fall der Erste Offizier, der OPS, sowie CSO, CWI, CING und CM an." Tatsächlich erwähnte er dies noch einmal so, da hier einige Junior-Offiziere vor ihm saßen, die sich nicht notwendigerweise bereits damit beschäftigt haben mussten. Und so lange er Zeit hatte, gab er lieber - vielleicht schon bekannte - Informationen weiter, als dass sie jemandem fehlte. Ein gut geführtes Schiff brauchte, seiner Meinung nach, klare Strukturen und gut geteilte Informationen.
"Es steht dem kommandierenden Offizier frei, weitere Personen in diesen Kreis zu berufen - und deswegen sind Sie hier." Wieder ein Blick im Kreis.
"Ensign Grwydro Aru, Lieutenant V'rrir - ich berufe Sie bis auf weiteres in den Senior Staff dieses Schiffs" erklärte er mit seiner 'offiziellen' Stimme. War seine übliche Sprechweise von Freundlichkeit und Umgänglichkeit geprägt, hatte dieser Tonfall etwas Bestimmtes und war durchaus dazu geeignet, weniger erfahrene Offiziere unwillkürlich in Habacht fallen zu lassen. Tatsächlich war Aleksander im Sprechen geschult und wusste genau, was er mit seiner Stimme anstellen - oder anrichten - konnte.

"Olivia, du wirst als Counselor in eine beratende Funktion berufen. Insbesondere ermächtige ich dich der Moderation." Aleksander hatte sich überlegt, ob er Olivia dutzen oder sietzen sollte. Es war albern, privat und dienstlich hin und her zu wechseln und ging selten gut. Daher würde er Helena wohl auch dienstlich dutzen. Bei Olivia hätte er sich wohl dagegen entschieden, aber nach dem Gespräch gestern... 

Er wandte sich nun dem Cardassianer zu. "Mr. Hadar, Sie sind diesem Schiff als wissenschaftlicher Austauschoffizier zugeteilt. Da ich diese Zusammenarbeit wertschätze, berufe ich Sie ebenfalls in beratender Funktion in meinen Senior Staff." Er konnte ihr schlecht die gleichen Rechte einräumen wie seiner Vorgesetzten, das würde zu Verwicklungen führen. Aber so war hoffentlich ein guter Mittelweg gefunden.

"Weiterhin wird der Chef-Steward, sobald diese Position besetzt ist, dem Senior Staff angehören um Lt. Cmdr. Zima dabei zu unterstützen, die Belange der Zivilisten und Diplomaten an Bord zu vertreten.
Wir werden wöchentliche Regelmeetings abhalten, bei Bedarf auch häufiger."

<NRPG> Falls jemand reagieren will :) *Ball hinleg* </NRPG>

Damit übergab er auch an seine EO. "Lt. Cmdr., bitte."
Diese ergriff auch prompt das Wort. "Ich habe vorläufige Schichtpläne für die nächsten Wochen ausgearbeitet und Sie ihnen zugestellt. Die Abteilungsleiter haben dabei die Schichtpläne für die Mannschaften in ihrem Bereich erhalten. Bitte prüfen Sie diese und geben Sie mir bis morgen, 0900, Rückmeldung, wenn es Änderungsbedarf gibt. Wir werden vorerst ein Drei-Schichten-Rotationssystem verwenden. Captain Solowyov und ich werden die Tagesschichten auf der Brücke untereinander aufteilen. Während der Nachtschicht wird, zumindest bis wir die Sternenbasis 621 erreichen, abwechselnd einer der Abteilungsleiter die Brücke haben, damit Sie Erfahrung sammeln können. Bitte planen Sie die Schichten ihrer Abteilung entsprechend."
Nun lächelte die Rothaarige leicht, als sie in überraschte bis geschockte Gesichter blickte. So würde den Offizieren an Bord nicht langweilig werden. Und wenn man einmal eine ausreichende Zahl an Brückendiensten als diensthabender Offizier hinter sich gebracht hatte, konnte man besser verstehen, wo in anderen Abteilungen der Schuh drückte.

Dann sah sie Sergej an. "Lt. Medvedev - ich habe einige Berichte über defekte tertiäre Schiffssysteme erhalten und an ihre Abteilung weiter geleitet. Leider betreffen diese Defekte die Zivilisten, die mit ihren Sorgen zu mir kommen. Sollte ich auch morgen noch mit denselben Anliegen belästigt werden, werde ich persönlich in den Maschinenraum kommen und fragen, was da so lange dauert."

"Aye, Ma'am" bestätigte Sergej, konnte sich ein leichtes Brummen nicht verkneifen.
"Die Priorisierung der Reparaturen werde ich aber nach üblichen Gesichtspunkten vornehmen." So ganz klein beigeben tat der Russe nun auch wieder nicht.

"Nun, wenn der Warpkern damit droht, uns um die Ohren zu fliegen, erwarte ich sowieso Meldung, Lieutenant" gab die Polin spitz zurück.

"Überhaupt sollten wir die Schiffssysteme überprüfen" schaltete sich Aleksander nun wieder ein. "Natürlich gab es eine Qualitätssicherung vor der Übergabe, aber in der Praxis treten anfangs immer Probleme auf, wenn so viele Systeme auf einmal von der Crew im alltäglichen Gebrauch bedient werden. Das kann kein Test im Vorfeld leisten." Aleksander war lange genug beim Flottenkommando gewesen, um sich diesbezüglich keiner Illusion hinzugeben.
"Lt. Medvedev, Sie werden diesbezüglich alle Anstrengungen koordinieren. Ich denke, Sie können am Besten einschätzen, welche Tests sinnvoll zusammen und welche getrennt ausgeführt werden sollten, um möglichst viele Probleme zu finden. Lt. Melek, ich möchte, dass Sie unseren Chefingenieur dabei unterstützen und den Ressourcenverbrauch so planen, dass wir möglichst schnell möglichst viele Tests durchführen können." Ein kurzer Blick zu seinem 2O / OPS, der nickte, dann wieder zu Sergej. "Planen sie vor Allem einmal einen Vollast-Lauf des Warpkerns ein, ebenso ein Abschalten des primären Warpkerns und Umschaltung auf die Notversorgung durch den sekundären Warpkern ein. Weiterhin möchte ich die Umschaltung auf einen gesicherten Energieversorgungskreis durch den sekundären Reaktor jeweils für Wissenschaft und Medizin getestet wissen."

"Aye, Sir" bestätigte der russische Bär. Da würde einiges an Arbeit auf seine Abteilung zukommen. Zumal der Skipper sicher noch nicht fertig war. Aber besser jetzt als dass ihnen irgendwas Wichtiges in einer Krisensituation um die Ohren flog.

"Helena..." Aleksander wandte sich an die CM ".. ich möchte, dass ihr eine Not-OP simuliert. Denk dir was Herausforderndes aus, wofür du viel Energie und Geräte brauchst. Das ganze Protokoll - von Aufnahme bis Nachsorge." Wenn jemandem in der Crew was passierte, sollte dieser Person auch geholfen werden können. Dabei zweifelte er nicht an Helenas Fähigkeiten oder denen ihrer Abteilung - er wollte aber technische Ausfälle womöglich vermeiden.

"Lt. Mukherjee - ich nehme an, Sie werden die Laborausstattung sowieso einmal testen. Planen Sie aber vor Allem auch Tests der Eindämmungs- und Sicherheitskraftfelder, insbesondere unter Notstrom-Bedingungen. Bei jedem Kommando-Lehrgang werden Schauergeschichten darüber erzählt, was an Bord so passieren kann, wenn 'mal wieder' die Eindämmungsfelder bei einem wissenschaftlichen Experiment versagen. Herumlaufende Babyeinhörner oder schluckauferzeugende Seifenblasen mögen ja noch lustig sein - metallfressende Tribbels, tödliche Krankheiten und vampirische Energiewesen sind es nicht. Sollte hier auf diesem Schiff so etwas jemals vorkommen, können Sie sicher sein, dass ich genau nachfragen werden, wie so etwas passieren konnte.." In diesem Moment wirkte der Skipper so todernst, dass die kleine Inderin schlucken musste. "Aye, Sir."

"Das Gleiche gilt für die Kraftfelder im Arrest-Bereich, Lt. Thomson. Wenn da was rauskommt, was nicht rauskommen soll, werden Sie im Nachgang persönlich eine Zelle auf Ausbruchssicherheit testen, bis 
ihnen keinen Weg mehr einfällt."
"Wir werden alles testen, Sir!" beeilte sich die junge Frau zu sagen. Der Tonfall Aleksanders bereitete ihr Gänsehaut. Das war der Tonfall des Offiziers, der die Kirk aus der Krise geführt hatte. Sie hatte noch immer keinen vollständigen Überblick darüber, wer den Captain alles schon in solchen Situationen erlebt hatte... sie wusste aber, dass der Commander auch anders konnte.

"Gut. Weiterhin möchte ich, dass sie uns ein Ziel aussuchen, um unsere Waffensysteme zu testen. Nur Phaser und Photonentorpedos. Wie sie gesehen haben, wurden wir nur mit einem Drittel der üblichen Quantentorpedos bestückt, der Rest wurde an der Front gebraucht. Da wollen wir keinen verschwenden. Legen Sie die Pläne Commander Zima zur Überprüfung und Freigabe vor.
Weiterhin werden Sie für einen simulierten Angriff unserer Shuttles auf das Schiff sorgen, um die Schildkonfiguration zu testen. Lieutenant V'rrir, Sie unterstützen."

"Natürrrlich, Sirrr" schnurrte die Katze, die das ganze Meeting bisher eher entspannt betrachtet hatte.

"Noch Fragen? Andere Themen?"

<NRPG>Hat noch jemand etwas? </NRPG>

"Gut. Alle bis auf Lt. Cmdr. Zima und Lt. Winterbottom können nun gehen." Er lächelte und entließ die Offiziere - bis auf die beiden Angesprochenen.
Als alle draußen waren, sah Ewa ihn fragend an.

Der CO faltete die Hände, sah zwischen den beiden Frauen hin und her.
"Ich möchte, dass sie einige überraschende Notfallübungen ausarbeiten, durchführen und Bewertungen durchführen. Ich selbst möchte die Pläne zwar in den Akten haben, werde Sie aber im Vorfeld nur soweit lesen, wie ich muss - zum Beispiel weil eine Übung die Abwesenheit des CO beinhaltet oder ähnliches." Er atmete durch.
"Das ist vielleicht nicht fair, eine uneingespielte Crew so früh mit so etwas zu konfrontieren - aber Oktens Wiege wird nicht fair zu uns sein. Und so lernen wir hoffentlich wichtige Lektionen bevor es akut wird." Er blickte zu Olivia. "Bitte behalte den allgemeinen Stress-Level im Blick. Ich möchte die Crew auch nicht überfordern."

<NRPG> So... damit habt ihr auch eine Begründung für seltsame Vorkommnisse an Bord. Have fun :) </NRPG>

***

# Ort: USS Galathea – Korridore, Deck 09 
# Zeit: MD 1.1900

# Ball: Olivia

<NRPG>

Fehler! Ein schwerer Fehler wie sich wenig später herausstellte, denn ihr Weg wurde ruckartig abgebremst als sie mit irgendwem zusammenstieß.

„Entschuldigung“, sagte sie und blickte in das Gesicht, was sie nun gerade am aller wenigstens gebrauchen Konnte, „Aleksander.“

Die Frage war, wieviel hatte er von ihrem kleinen Familienstreit mitbekommen?
Emma blickte zu dem großen Mann auf und schien ihn zu mögen, denn sie grapschte mit den klebrigen Fingern direkt mal nach der Hand des Kommandanten, fand das jedoch binnen einer Sekunde nicht mehr spannend und wischte doch lieber die klebrige Kinderhand an seiner Uniform sauber, hielt sie in die Höhe und schien zufrieden, „Guck…. Sauber! Pony?“

Ne klar, sie konnte ihrem Kommandanten ganz gewisse weißmachen, dass sie Fachlich total kompetent war, nur gegen einen Teenager und ein Kleinkind verlor.
Toller Start!
</NRPG>

Da standen Sie also nun - gemeinsam auf dem Flur. Und das erschrockene "Aleksander" sagte dem Skipper, dass alte Kamellen vermutlich doch nicht gänzlich ausdiskutiert waren. Am Vormittag hatte man sich auf das dienstliche berufen und dann wieder an die Arbeit gehen können. Nun war das bedeutend schwieriger. 

"Hallo Olivia" sagte er schlicht und wandte sich dann erst einmal lächelnd dem Kleinkind zu, dass gerade seine Finger an seiner Uniform sauber gewischt hatte. Nun, dafür gab es Replikatoren - und schließlich hatte er selbst eine Tochter groß gezogen. Er wusste, dass Flecken sich manchmal einfach nicht vermeiden ließen.
"Und du musst Emma sein. Ja, hallo. Willkommen an Bord" grüßte er die Zweijährige. Er reichte ihr die Hand. Emma zögerte, umpackte dann doch zwei Finger, schüttelte diese - und lachte. "Pony?" fragte sie im Anschluss.

"Nein, wir haben jetzt kein Pony", bemühte sich Olivia in Geduld. Sie blickte zu ihrem CO. "Sie ist ganz vernarrt, aber mit dem Umzug..."

Aleksander nickte, verstehend. "Hat sie bestimmte vorlieben, was Ponys angeht?"

"Öhm..." Nun war Olivia doch etwas überrascht. "Ich glaube, bunt und kuschlig würde es gerade tun. Es sei denn, auf dem Schiff gibt es einen Streichelzoo?"

Aleksander lachte leicht, etwas, was Emma zum Glucksen brachte. "Nein. Wir haben zwar vieles an Bord, aber das nicht."
Der CO überlegte einen Moment und betätigte seinen Kommunikator.
"Solowyov an Petty Officer Ghil"
["Ghil hört. Womit kann ich dienen, Sir?"] erklang die fröhliche Stimme der Trill.
"Seien Sie bitte so gut und replizieren Sie ein Pony-Kuscheltier. Gerne bunt. Beamen Sie es dann zu mir in den Flur."
["Sir?"] Die Adjutantin war nun doch etwas verwundert.
"Wir haben hier eine junge Passagierin, die ganz traurig darüber ist, dass es hier keine Ponys gibt" erklärte er. "Und es sollen sich doch alle wohlfühlen."
["Verstehe. Kommt sofort, Sir. Ghil Ende."]
"So - Pony kommt gleich" wandte er sich wieder an Olivia und Emma.

Olivia hatte eine Augenbraue gehoben. "Du bist schon ein wenig verrückt. Wer war das eigentlich?"
"Petty Officer Miri Ghil, meine Adjutantin. Auf einem Schiff dieser Größe, zumal mit Zivilisten, hielt ich es für eine gute Idee, so jemanden zu haben."

"Und natürlich eine Frau" kommentierte Olivia, mit einem Tonfall, der in Aleksanders Ohren seltsam klang.

"Ich würde ja sagen, das sei Zufall.." begann er. ".. war es aber nicht. Ich glaube tatsächlich daran, dass es gut ist, gemischt geschlechtliche Teams zu haben, weil man die Dinge dann doch nochmal aus anderen Blickwinkeln beleuchtet."

"mmh"

"So..." Aleksander bemühte sich das Thema zu wechseln. "... die andere junge Frau war dann wohl Elisabeth?"

"Du hast es also doch mitbekommen?" seufzte Olivia und wurde wider Willen leicht rot. 

"Sicherlich nicht alles" wiegelte Aleksander ab, ließ die genauen Details aber offen. "Du weißt, ich könnte sie von der Sicherheit suchen und zurückbringen lassen - aber das würde die Situation sicher nicht verbessern." Klar ein Scherz. "Teenager. Nicht immer einfach."

"Wem sagst du das" nickte Olivia und seufzte. "Momentan würde ich sie manchmal gerne... Aber sie hat viel durchgemacht und ist nun dabei, erwachsen zu werden."

"Na, vermutlich steht mir mit meiner Tochter auch noch einiges bevor" sagte Aleksander nachdenklich.

"Wie alt ist sie denn?" wollte Olivia wissen. Die Frage war nun erst einmal mehr oder minder unverfänglich.

"Vierzehn." antwortete ihr Gegenüber. "Ich wollte sie gerade von ihrer Großmutter abholen."
In diesem Moment hörte man das Geräusch eines Transportvorgangs und in einem halben Meter Abstand manifestierte sich ein plüschiges Kuschelpony auf dem Boden, mit langen, bunten Haaren und knuddeligen Knopfaugen. "Ah!" Aleksander tat den Schritt nach vorne und hob das Pony auf, um es Emma hinzuhalten. "Hier, bitte!"

"Pony!" gluckste die Kleine und strahlte Aleksander an."

<NRPG>so... wie geht es nun mit den Beiden... oder Dreien... weiter? ;) </NRPG>

</RPG>

<SUM>
#Ort: San Francisco Fleet Yards, Aussichtsdeck Werft 12
#Zeit: MD 0.1933
#Ball: Freiball

Nachdem die Formalitäten erledigt sind, kommt Aleksander auch auf die Party, wo er bereits von seiner Tochter empfangen wird. Nach einem kurzen Wortwechsel schmollt diese etwas, begleitet aber ihrem Vater bei seinem 'Bad in der Menge'.

***

#Ort: USS Galathea, Konferenzraum I, Deck 1
#Zeit: MD 2.0925 (15. Januar 2416)
#Ball: Freiball

Aleksander benennt die Mitglieder seines Senior Staffs und verteilt einige Aufgaben. Vor Allem sollen die Systeme auf Funktionstüchtigkeit getestet und Übungen abgehalten werden.

***

# Ort: USS Galathea – Korridore, Deck 09 
# Zeit: MD 1.1900

# Ball: Olivia

Emma findet vermutlich einen persönlichen Helden, denn der CO besorgt ihr ein Pony. Zwar ist es nur ein Kuscheltier, aber man kann es drücken und lieb haben.
Derweil sprechen Olivia und Aleksander über Teeanger und deren Probleme. Manche Dinge bleiben aber (noch) unausgesprochen.

</SUM>

<NRPG>
Die Informationen zum Senior Staff könnt ihr übrigens auch auf der Homepage, unter http://www.sf-germany.org/einheiten/uss-galathea/das-schiff/posten-und-raenge/#Senior_Staff_Command_Crew noch einmal nachlesen.
</NRPG>

übermittelt von

Christian / Effi

aka.

Cmdr. Aleksander Solowyov
CO USS Galathea
Pony-Beauftragter