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Das unheilvolle Orakel

Fynn Ansome
 

<NRPG>
Hallo!
Etwas Soap zu spaeter Stunde.
Ich habe mich bemueht, die Station SB 621 etwas auszumalen, die war in Zukunft wohl oefter Mal besuchen werden.
Viel Spass! :)
 
</NRPG>
 
<RPG>
 
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# Ort: Starbase 621, Deck 46
# Zeit: SpD 1.2200
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Im Alpha-Quadranten, nahe der Grenze zum Mizar-Sektor aber doch deutlich innerhalb der Grenzen des Tzenketh-Sektors lag, umgeben von durch Sternenlicht durchbrochener Dunkelheit, eine Raumstation der Sierra-Klasse. Sie war um ein vielfaches kleiner als zum Beispiel das Raumdock, dass die Erde umkreiste: Sternenbasis 001 und doch ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt.
 
Aus Richtung Terra Nova gesehen lag die Station zwischen 13 Ceti und einer weitestgehend unerforschten Region mit dem Namen Oktens Wiege. Oktens Wiege, wie der gesamte Tzenketh-Sektor, stellte eine exopolitisch und kompositorisch weitestgehend unerfasste Region des Weltraums dar, die unvorstellbare Schaetze und Moeglichkeiten aber auch unbekannte Gefahren und Herausforderungen barg. Von Sol aus auf den galaktischen Kern blickend sued-westlich von Sternenbasis 621, hinter Oktens Wiege, lagen die beruechtigten Badlands. Ein unwirtlicher Ort der waehrend des Dominionkrieges eine wichtige Rolle gespielt hatte. Ausserdem war hier 45 Jahre zuvor die U.S.S. Voyager verschwunden.
 
Alte Geschichten.
 
Unterhalb der Kommandosektion der Station ganz oben, mit ihren hoch aufragenden Antennen und Tuermen, befand sich die weit ausholende Habitatssektion.
 
Auf der grossen, auslaufend geschwungenen Huelle der pilzfoermigen Habitatssektion von Starbase 621 prangte meterhoch und gut beleuchtet das Emblem der Vereinten Foederation der Planeten.
Ein 'finishing touch' und Geschenk der Crew, die die Station damals aufgeruestet hatte.
 
Unterhalb des Habitats lagen, sich nach unten (oder oben, je nach dem von wo aus man guckte) streckend noch das Raumdock in das nur kleinere Schiffe hinein passten, die Kernsektion die ebenfalls teilweise fuer Zivilisten zuegaenglich war und darunter die Maschinensektion. Dort befanden sich unter anderem der Energiekern (riesig, verglichen mit handelsueblichen Warpkernen) und hochentwickelte Sensorphalanxen, die den Tiefenraum erforschten.
 
Zwischen Habitat und Raumdock sowie Kern- und Maschinensektion gab es je einen Bereich der Station, der die beiden Sektionen strukturell miteinander verband. Diese Bereiche waren nicht in Decks unterteilt und bis auf ein paar Wartungsschaechte und normalen Jeffreysroehren gab es keine Zugaenge zu den Turboliften, die vom Kommandozentrum der Station (dem SOC, Station Operation Center) bis hinunter in die Maschinensektion genau zwei Minuten und 32 Sekunden benoetigten. Vorausgesetzt, sie wurden ziwschendurch nicht aufgehalten und konnten volle Fahrt aufnehmen.
 
<NRPG: Die Station hat hier ein Layout erhalten: http://www.sf-germany.org/einheiten/uss-galathea/stellarkatographie/sternenbasis-621/ >
 
Auf Deck 46, nur zugaenglich von Deck 41 durch einen gesonderten, eigentlich ausrangierten Turbolift, gab es einen grossen Raum, der technisch gesehen noch ziviler Bereich war und das erste Deck der Maschinensektion darstellte. Frueher einmal, vor dem Refit der Staion, war es ein Bankettsaal gewesen.
 
In diesem Raum, in dem das Licht nur sporadisch funktionierte und an einigen Stellen flackerte; in dem es keine nennenswerten Ausruestungsgegenstaende oder ueberhaupt irgendetwas gab, waren zwei Fenster nebeneinander in die Aussenhuelle eingelassen. Beide Scheiben aus transparentem Aluminium hatten schon eine sehr lange Zeit lang keinen Putzlappen mehr gesehen. Vor diesen Fenstern war eine Art Sitzkreis aus Kissen aufgebaut worden, in dessen Mitte einige luminiszierenden Kristalle standen. Auf dem groessten Kissen, mit dem Ruecken zu den Fenstern, sass ein alter Mann.
 
Gud, seines Zeichens vissianischer Cogenitor, hatte schon vor vielen Jahren maennliche Pronomen angenommen um sich in eine primaer bi-geschlechtliche Gesellschaft zu integrieren, bezeichnete sich gerne als Orakel und wurde in seiner Akte als Scharlatan, gelegentlicher Betrueger und notorischer Luegner gefuehrt. Gud war etwa 61 Jahre alt, hatte angegrautes braunes Haar und eine Narbe, die von seinem Kinn ueber die linke Wange und die Wulst an seinem Auge fuehrte. Wenn man ihn fragte, erklaerte er mit tiefer, tragender Stimme, die Wunde ruehre von einem Kampf mit einem Orioner her. Den er natuerlich gewonnen hatte.
 
Seltsamer Weise, oder vielleicht hatte der Irrsinn Methode, kamen Gud beinahe ausschliesslich unheil- und verhaengnisvolle Schauergeschichten als Weisssagungen ueber die Lippen.
Doch wie schon seit je her in der Geschichte Galaxie, glaubten vor allem jene, die glauben wollten.
 
Gud sass auf seinem Kissen, hatte die Augen geschlossen, die Haende in den Schoss gefaltet und stoehnte leise. Vielleicht grunzte er auch. Auf dem kleineren Kissen ihm gegenueber sass eine junge Bajoranerin mit dem Rang eines Ensign, und fuerchtete sich.
 
"Ich sehe....", keuchte Gud und legte das Gesicht in angestrengte Falten.
 
"...einen Schatten. Einen Schatten aus Ihrer Vergangenheit. Etwas finsteres und boeses wird kommen, Taia."
 
Taia bebte am ganzen Koerper. Es hatte sie einiges an Ueberwindung und einen Grossteil ihrer Replikatorrationen fuer den Monat gekostet um Gud zu treffen. Doch sie hatte von der Cousine ihres Frisoers, deren Freund jemanden kannte gehoert, dass es sich lohnen wuerde. Erst nachdem sie bezahlt hatte, hatte sie den Weg zu Gud erfahren und nun da sie vor ihm sass, zweifelte sie, ob sie die Replikatorrationen nicht doch lieber fuer Hasperat und Jumja-Sticks haette ausgeben sollen.
 
"Ich sehe auch... ein Schiff. Gross und glaenzend. Vulkanisch, vielleicht. Oder eines der Sternenflotte. Gross, jedenfalls."
 
Seine Stimme war rau wie ein Reibeisen und bei B und P machten seine Lippen zusaetzliche, schmatzende Geraeusche.
 
"Es ist ein.. ja... ein ZEICHEN!"
 
Er hatte abrupt die Augen so weit aufgerissen, dass das Weisse darin deutlich zu sehen war und starrte Taia an.
 
"Fliehen Sie, Taia! Fliehen Sie, sobald Sie das Zeichen sehen! Sonst wird Sie grosses Unheil ueberkommen!", rief er heiser.
 
Taia quiekte und schlug sich die Haende vor den Mund.
 
"U..Unheil?", fragte sie nuschelnd hinter vorgehaltenen Haenden.
 
"Ihr Verderben, Taia. Ich sehe Ihr Ende. Es kommt auf leisen Fuessen, Sie werden es nicht kommen sehen.", fluesterte Gud unheilschwanger und hob eine Hand an seinen Hals, fuhr sich mit dem Daumen langsam ueber die Kehle.
 
Die junge Bajoranerin sprang auf, nickte und rannte hinaus.
 
// Das ging schnell.//, dachte Gud waehrend er Taia nachsah. Dann rieb er sich die Haende angesichts der Reichtuemer, die er sich nun wuerde replizieren koennen und kicherte gackernd.
 
</RPG>
<NRPG: Falls jemand bei Ankunft auf der Station Lust hat, sich eine unheilvolle Weisssagung machen zu lassen.>
 
<SUM>
# Ort: Starbase 621, Deck 46
# Zeit: SpD 1.2200
 
Gud, das unheilvolle Orakel, erschreckt eine junge Bajoranerin.
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