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Ausfälle

Nessy
 

Hier was kurzes, wollte eigtl. mehr schreiben aber besser als nix :-)

<RPG>
# Zeit: MD03.0315
# Ort: Shuttle Typ II

<quote>
Es sah also wirklich so aus, also hätten die beiden blonden Grazien aus
der psychologischen Abteilung den Plan ausgeführt ohne sich auf atomarer
Eben zu zerlegen, das überraschte Ewa nun doch irgendwie.

Langsam erhob die Pilotin sich aus dem Stuhl des Steuermannes, und
setzte sich mitten im Shuttle ganz einfach auf den Boden.

Helena hatte dies mit skeptischen Blick quotiert, war aber sofort in
ihre Arztrolle verfallen, „Geht es Ihnen gut“, wendete sie sich nun mit
einfühlsamer Stimme an die XO.

Diese verdrehte innerlich die Augen, da schwang zu viel mütterliche oder
ärztliche Sorge mit in der zuckersüßen Stimme. „Ich stehe kurz vor dem
Ableben. Ich leide an einem schweren Belianischen – Grippeanfall und bin
nicht mehr in der Lage die Rettungsmission weiter zu führen. Außerdem
können sie mich nicht aufs Schiff beamen, Störungen durch den Asteroiden
auf dem das gesuchte Shuttle gelandet ist.“

Ewa verschränkte die Arme vor der Brust und wartete auf die wohlwollende
Pflege ihrer Ärztin und war neugierig darauf, wie die Anderen das
Problem hier meistern würden.
</quote>

Sergej musterte den Vorfall kurz und döste weiter. Er saß im hinteren
Teil des Shuttles, wo das Licht angenehm dämmrig war. Mitten in der
Nacht aufzustehen war nicht unbedingt sein Plan heute gewesen, zumal er
abends wieder die Dienstzeit überzogen hatte.

Darum hatte er die Einweisung und den Start überwiegend schweigend
mitgemacht, bis auf "Ja Sir" an den richtigen Stellen. In der
Zwischenzeit machte er sich so seine Gedanken. Es war nicht zu
übersehen, dass dieses Shuttle einen erheblichen Teil der
Führungsmannschaft beförderte. Folglich würde sowohl die fachliche
Leistung als auch die Zusammenarbeit bewertet werden. Das legte die
Vermutung nahe, dass verschiedene Probleme auftreten würden, die jeweils
auf die Fachbereiche zugeschnitten waren. Wobei Helena offenbar als
erste an der Reihe war. Für die CSO würde es vermutlich irgendeine Art
Bedrohungssituation geben, für die CWI irgendwas zu untersuchen... und
seine Anwesenheit bedeutete, dass irgendwas kaputt gehen würde.

Die positive Seite der Medaille war dass es kaum wirklich gefährlich
werden konnte. Das Szenario würde irgendeine Art Notausgang enthalten,
falls sie in der realen Welt dringender gebraucht werden würden.

Er sah kurz zur EO und der Medizinerin hinüber. Er wusste, er sollte
mehr Einsatz entwickeln aber er konnte die Situation noch nicht wirklich
ernst nehmen. Mit einem Seufzer dachte Sergej an sein Bett, das ihn
gerade jetzt dringend brauchte. Diese Übung war doch Humbug. Als ob es
mit den Kinderkrankheiten der Galathea nicht genug Arbeit gäbe.

Langsam dämmerte er ein. Ewa bekam es zum Glück nicht mit da sie ja die
Kranke mimte. Nahima hatte das Steuer übernommen, wobei sie vorerst
nicht mehr tun musste als zuschauen, wie der Autopilot den Kurs hielt.

Im Halbschlaf bekam er mit wie sie sich dem Asteroiden näherten. Niemand
war überrascht, dass das Objekt sich nicht vernünftig abtasten ließ.
Also näher heran... sie würden wohl einfach auf althergebrachte Weise
suchen müssen. Das Summen des Antriebs war soo ... beruhigend ...

Ohne Vorwarnung wurde es still. Sergej fuhr hoch. Lange Konditionierung
hatte dafür gesorgt dass plötzliche Stille fast so gut für Adrenalin
sorgte wie ein lauter Knall. Er hatte es nicht geträumt - der
Hauptantrieb hatte ausgesetzt, und das Shuttle sauste seiner Trägheit
gehorchend dem Asteroiden entgegen.

Der CING begriff schnell. //Blin, wir hätten genauer prüfen müssen, wie
die Didrichsen verloren ging. Garantiert das gleiche was uns jetzt
passiert ist. Das gibt Punktabzug...//

Noch während ihm diese Gedanken durch den Kopf gingen, war er schon an
das nächste Diagnosepult gesprungen, um überhaupt erstmal rauszukriegen
wie groß das Problem war.

"Manövrierdüsen gehen noch!", war seine erste Erkenntnis. "Wir können
zumindest in eine Umlaufbahn um den Brocken einschwenken."

"Danke!", rief Nahima von vorne und nahm die nötigen Eingaben vor.
"Shuttle an Galathea! ... Shuttle an Galathea?"


# Zeit: MD4.1915
# Ort: Chaos-Deck 9

<quote>
Es dauerte keine drei Sekunden da hatte sich der Russe auch schon aus
der Wand gepellt und sich zu voller Größe vor der Psychologin aufgebaut,
„Das ist kein…“
Olivia versuchte sich an einem verzaubernden Lächeln, „Ich weiß, ich
habe geraten.“

Gerade bevor der CING seiner Verstimmung Luft machen konnte, betrat die
wundervolle Helena die Bühne des Chaos und traute ihren Augen nicht. Sie
hatte mit Olivia auf den Umzug anstoßen wollen und darauf das sie noch
immer nicht die Kisten ausgepackt hatte, dafür hatte sie eine sehr edle
Flasche Wein besorgt, aber nun hatte sie wahrhaftig erst einmal
kontrollieren müssen das diese Flasche auch wirklich noch verschlossen war.

„Habe ich irgendwas verpasst?“
</quote>

Sergej sah wie sie die Weinflasche kontrollierte, und kommentierte:
"Stellen Sie mir auch einen kalt, den kann ich nachher gebrauchen.."

Noch während Helena eruierte ob das jetzt ein Scherz oder Ernst gewesen
sein sollte, wandte er sich Olivia zu. "Entschuldigen Sie bitte, aber
wenn Sie keine Ahnung haben lassen Sie doch einfach die Finger von
meinem Werkzeug." Er griff die Phasenklemme und verschwand umgehend
wieder in seinem Loch.

Olivia stand da und sah auf den massigen Rücken. Sie fühlte sich
verletzt, obwohl die Stimme der Logik ihr sagte, dass das halt einfach
normal war wenn jemand im Stress war. Durfte ein rangniederer Offizier
sie so abkanzeln? Helena warf ihr einen bedeutungsvollen Blick zu, den
Olivia mit einem Schulterzucken beantwortete.

Bevor eine von ihnen etwas sagen konnte, flackerte das Licht im Gang. Es
ging nur ganz kurz aus und leuchtete dann wieder. Sergej kam wieder aus
seinem Loch gekrochen und blickte Helena an.

"Ihr Quartier Lieutenant?", er zeigte auf die offen stehende Tür.

Helena schüttelte den Kopf. Olivia meldete sich. "Das ist mein Quartier,
Lt. Medvedev." Sie konnte nicht verhindern dass ihre Stimme ganz leicht
frostig klang.

"Fein", lächelte der Russe. "Theoretisch sollte sich die Tür jetzt mit
Ihrem manuellen Türcode öffnen und schließen lassen. Versuchen sie mal."

"Manueller Türcode?", Helena hoffte gerade nichts Dummes zu fragen.

"Ja, äh, eine vierstellige Zahl. Das ist einer der Sicherheitscodes die
Sie erhalten haben."

"Ah okay..." Langsam trat Helena an ihre Tür heran. Als es den anderen
langsam dämmerte, dass sie diesen Code vergessen hatte, fiel er ihr
wider Erwarten wieder ein.

bib - bib - bib - bib - ziiisch, schloss sich die Tür.

//Emma!//, dachte sie sofort und gab den Code noch mal ein, woraufhin
die Tür brav wieder aufging.

"Sie haben es hingekriegt!" sagte sie erfreut.

Sergej schüttelte resigniert den Kopf. "Njet, nicht wirklich. Ich habe
die Quartiere vom Datennetz getrennt, damit gehen die Türen erstmal
wieder per Hand. Jetzt müssen die Bitschubser rausfinden was mit dem
Steuerungsprogramm nicht stimmt. Bis dahin geht hier erst mal nichts was
der Computer steuert..."

Jetzt wo er es aussprach war er nicht sicher ob das eine Verbesserung
der Situation darstellte. Cmdr. Zima würde nicht erfreut sein.

Er sah zu den Gruppen von Zivilisten, die anscheinend kurz davor waren
eine spontane Gangparty anzufangen. "Sie haben nicht zufällig eine
schlaue Idee, wie wir das jetzt den Leuten verklickern?"

<NRPG: *Bällchen* an ela und Sunny>

</RPG>
<SUM>
# Zeit: MD03.0315
# Ort: Shuttle Typ II
- Bei der Annäherung an den Asteroiden fällt der Antrieb des Shuttles aus.

# Zeit: MD4.1915
# Ort: Chaos-Deck 9
- Sergej schaltet die Quartiertüren auf Handbetrieb, bis das eigentliche
Problem gefunden ist.
</SUM>

**submitted by
Johannes
aka Lt.(jg) Sergej Medvedev