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Alarm auf der Brücke

Katharina
 

<NRPG>
Hej,

endlich auch von mir ein erstes RPG. Ihr habt ja alle schon so super
vorgelegt.

Liebe Grüße

ashes (Katharina)
</NRPG>

<RPG>
#Ort: San Francisco Fleet Yards, Aussichtsdeck Werft 12, synchrones
Erd-Orbit, Sol-System
#Zeit: MD 0.1842

Es war umwerfend. Nahima genoss den Anblick der USS Galathea, die hinter
dem polarisierten Glas sichtbar wurde.
Sie fiel lautstark in die Rufe und das Klatschen mit ein und konnte die
allgemeine Aufbruchsstimmung förmlich spüren.
Als sie von den Crewmen um sich herum ein paar hochgezogene Augenbrauen
und auf sie gerichtetet Blicke warnahm, schraubte sie ihre Begeisterung
ein wenig herunter.
Natürlich. Gala-Uniform und Sektgläser. Sie konnte auch förmlich leise
Klatschen.

Die schlanke Frau mit den rabenschwarzen langen Haaren ließ ihren Blick
von der Bühne weg und durch die Menge schweifen. Nicht weit von ihr
stand ein Cardassianer, in der typischen Militäruniform. Ein
Austauschoffizier vielleicht? Hätte sie sich doch bloß schonmal im
Vorfeld über die restliche Crew informiert.
Trotz der schwierigen Vergangenheit zwischen Cardassianern und den
Kolonisten auf Dorvan V, waren ihre Erfahrungen mit dieser Spezies
bisher neutral verlaufen. Sie hatte nicht viel übrig für Hörensagen und
war gespannt, ob er auf der USS Galathea mitfliegen würde.

Als Nahima sah, wie ein noch recht junger, schlaksiger Trill mit braun
gelockten Haaren auf den Cardassianer zueilte und ihm einen Teller vom
Buffet in die Hand drückte, musste sie schmunzeln.
Die auffällige Brille, die der Ensign trug würde sie auf jeden Fall
wieder erkennen, wenn er ihr später auf dem Schiff begegnen sollte.

Nicht weit entfernt fiel ihr eine blonde Vulkanierin auf. Zumindest den
spitzen Ohren nach zu urteilen, schien sie vulkanisches Blut in den
Adern zu haben. Sie hatte noch nie zuvor eine so interessante Frau
gesehen. Die eisblauen Augen blitzten aus einem sehr sympathischen
Gesicht heraus. Gerade als sie überlegte auf die unbekannte Lt.
zuzulaufen, hatte diese wohl ihrerseits ein bekanntes Gesicht entdeckt
und steuerte auf eine kleine, zierliche Italienerin mit schwarzen Haaren
zu. Die beiden umarmten sich. Sie schienen sich schon länger zu kennen.

Schulterzuckend wandte sich Nahima dem Buffet zu, um dem Sekt ein wenig
Grundlage zu verschaffen. Dabei vergass sie, sich beim Loslaufen
umzuschauen und rannte ungeschickt gegen eine Säule.
Zumindest dachte sie, es handle sich um einen festen, unbeweglichen
Gegenstand im Raum, bis sie nach oben in das Gesicht eines sehr großen
Mannes schaute. Dem Rang nach Lt jg., gelbe Streifen an der Uniform.
Seine grauen, stahlharten Augen schienen tief in ihre Seele zu blicken.
"Entschuldigung, Sir!" gab sie ganz perplex von sich und verdrückte sich
schnurstracks in der Menge, ehe der zukünftige CING der USS Galathea
etwas erwidern konnte.

// So ein Mist. Warum bin ich nicht stehen geblieben? Naja,
wahrscheinlich erinnert er sich später gar nicht mehr an mich. //

Da sie bei ihrer spontanen "Flucht" den Weg zum Buffet aus den Augen
verloren hatte, versuchte sich Nahima neu zu orientieren. Dabei fiel ihr
eine kleine, wirklich sehr sehr kleine Offizierin auf, die in Richtung
Werftausblick lief, um sich das Schiff von Nahem anzuschauen. Ein Blick
zurück auf die Warteschlange zum Essen bestätigte ihre Vermutung dass
diese eher länger als kürzer zu werden schien. Sie beschloss deshalb
sich lieber zu der Inderin zu gesellen.

"Wirklich ein schönes Schiff, nicht wahr?" begann die CSO, in der
Hoffnung, die Lt. jg. damit nicht zu überrumpeln.

Die sanfte Stimme der Frau die sich neben sie gestellt hatte, riss
Srivani aus ihren Gedanken und ließ sie augenblicklich den Kopf in den
Nacken legen. Sie musste meistens nach oben schauen, wenn man sie
ansprach, deshalb kam diese Bewegung schon fast reflexartig.
Um den Größenunterschied zu kompensieren, zog sich die sportlich
aussehende Offizierin schnell einen der herumstehenden Hocker näher und
setzte sich.

"Äh ... ja. Entschuldigung. Ich war in Gedanken. Ja wunderschön. Ich
kann es kaum erwarten, dass wir starten." antwortete die CWI mit einem
freudigen Blitzen in den grün-braunen Augen.
Sie lächelte dabei freundlich zu ihrer Gesprächspartnerin herüber.

"Srivani Mukherjee. Ich werde die Wissenschaftsstation an Bord leiten."

"Freut mich sehr." erwiderte die Halbindianerin. "Nahima Thomson. Ich
werde für die Sicherheit an Bord sorgen."

Beide Frauen reichten sich die Hände.

***

#Ort: USS Galathea, Quartier Nahima Thomson, Deck 04
#Zeit: MD 3.2300

Nahima lag mit offenen Augen auf ihrem Bett. Sie fand nach den ersten
Tagen ihrer Reise zu Sternenbasis 621 auf einmal keinen Schlaf.
Und das obwohl sie nach ihrer Schicht noch ein Sprinttraining mit
Crewmen Richards eingelegt hatte. Die Muskeln in ihren Beinen brannten,
aber ihr Geist wurde einfach nicht müde.

Sie hatte noch nicht viele ihrer Sachen ausgepackt. Auf einer hölzernen
Kommode standen aber eine handvoll Bilder ihrer Familie.
Darunter eines mit ihren Eltern zum 21. Geburtstag. Sie saßen zu dritt
draußen im Sonnenschein auf der Terrasse ihres Vaters und umarmten sich
gegenseitig. Die CSO musste schmunzeln und bemerkte dabei erst wie
nervös und angespannt sie tatsächlich die letzte Zeit über gewesen war.

Sie blickte hinüber zu einem weiteren Bild, welches sie in jungen Jahren
zeigte, strahlend vor der versammelten Crew des Handelsschiffes ihrer
Mutter. Die zierlichen Teenager-Arme zu einer starken Pose angewinkelt,
während der damalige Pilot Pete ihr das halblange Haar von hinten
zerzauste. Sie vermisste diese "wilden" Zeiten als junges Mädchen unter
vorwiegend männlicher Crew, ständig unterwegs. Eine Zeit mit zahllosen
Begegnungen, sowohl guter als auch bedrohlicher Art. Aber ebenso eine
Zeit geprägt von langem Warten auf Andockerlaubnis, Güterkontrollen oder
sich verzögernden Ladevorgängen. Manche Dinge erschienen mit Kinderaugen
betrachtet wesentlich romantischer und spannender, als sie es in
Wirklichkeit waren.

Sie musste lauthals lachen, als sie das Bild von sich und Ahanu
betrachtete, wie sie einen Stiefel voller Wasser genau über seinem Kopf
ausschüttete. Die darauf folgenden Prügelei mit ihrem 5 Jahre älteren
Cousin würde sie nie vergessen. Und auch die strafenden Blicke ihrer
Eltern nicht, als sie mit zerrissenen Klamotten und staubigen Haaren
nach Hause kam.

So viele schöne Erinnerungen, und so viel Unbekanntes, das vor ihr lag.
Nahima freute sich schon riesig auf die bevorstehende Zeit, die Crew,
die Welten, die sie entdecken würden.
Ein wenig mürrisch aber entschlossen wischte sie ihre Bedenken beiseite.
Den Posten für Sicherheit und Taktik zu vereinen war nicht ungewöhnlich,
wenn auch für sie überraschend. Aber schließlich
hatte der Captain sie genau hierfür angefordert und sie vertraute ihm.
Er schien sich seiner Sache sicher. Also würde sie ihn nicht enttäuschen.

***

#Ort: USS Galathea, Brücke
#Zeit: MD 5.1123

"Captain. Unsere Langstreckenscanner registrieren ungewöhnliche
Energieentladungen", meldete Nahima sich zu Wort.
Das Display vor ihr blinkte an mehreren Stellen energisch auf.

"Waffenfeuer?" hakte Aleksander nach.

"Das lässt sich auf diese Entfernung nicht eindeutig bestimmen, Sir."
antwortete die CWI von ihrer Station aus. Sie hatte die Sensorenmeldung
ebenfalls vorliegen.

"Wir müssten von unserem Kurs abweichen, um der Sache auf den Grund zu
gehen, Captain. Bei unserer derzeitigen Geschwindigkeit, verlieren wir
etwa 2 Stunden." brummte Lt. jg. V’rrir.
</RPG>

<SUM>
#Ort: San Francisco Fleet Yards, Aussichtsdeck Werft 12, synchrones
Erd-Orbit, Sol-System
#Zeit: MD 0.1842

Nahima taucht in die Feierlichkeiten ein, hat eine unsanfte erste
Begegnung mit dem CING und lernt die CWI kennen.

#Ort: USS Galathea, Quartier Nahima Thomson, Deck 04
#Zeit: MD 3.2300

Die CSO findet keinen Schlaf und denkt über ihre Vergangenheit und die
Zukunft nach.

#Ort: USS Galathea, Brücke
#Zeit: MD 5.1123

Ungewöhnliche Scannerwerte alarmieren die Brückencrew.
</SUM>