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50 Shades of... Black

Christian
 

<NRPG>
Hallo ihr Lieben,

danke an Alle, die in dieser Zeit die RPG-Fahne hochhalten!

Wie bereits im Discord besprochen, hat Helena zwar viele Fähigkeiten -
Bilokation ist jedoch bisher keine davon.
Daher gehen wir einfach davon aus, dass die Verbindung mit Helena zum Thema
Beben und Spalte via Funk stattfand.

Asteroid – Klasse II Shuttle: Srivani, Yael, Grwydro, (Ewa)
Asteroid – Shuttle Didrichsen (Klasse II, Typ 8): Ella, (Olivia)
Asteroid – vor der Didrichsen: Helena, Nahima und Sergej
USS Galathea: Aleksander, (Melek)

Gerne würde ich allerdings bei der Übungsmission weiter kommen und sie
langsam zu einem Abschluss bekommen - mit Mo und Fynn bekommen wir nämlich
zwei neue Spieler, deren Charaktere auf der SB 621 auf uns warten werden.
Und wir haben ja auch noch einen seltsamen Kontakt zu MD 5 ;)
Ich möchte nichts abwürgen, nur mit dem Spielen, was wir haben - es sind ja
jetzt genug Probleme auf dem Tisch, die wir lösen können und sollten ;)

Dieses RPG konzentriert sich ganz auf die Übungsmission.
Ich weiß, dass ich noch andere Bälle habe - diese werde ich hoffentlich bald beantworten können.

</NRPG>

<RPG>

# Ort: Asteroid, Außenmission
# Zeit: MD 3.0355

<QUOTE>
Mit einem beherzten Schnitt, durchtrennte sie das Seil, das sie mit
Helena und Sergej verband. Sie konnte das Stirnrunzeln des CING hinter
seinem Helm nur erahnen und erklärte sich über die Funk-Verbindung.

['Ich werde versuchen es abzulenken. Versuchen sie das Shuttle zu
erreichen. Vielleicht haben wir so eine Chance.']

Einfacher gesagt als getan, während das um sie herum kreisende Wesen
immer näher kam.

Nahima schluckte ihre Nervosität hinunter und versuchte sich zu
konzentrieren. Sie ging tief in die Hocke, so nah wie möglich an die
Oberfläche zu ihren Füßen, auf der sich jede Menge loser Staub befand.
So schnell es ging hantierte sie an einer der Steuerhilfsdüsen ihres
Raumanzuges herum und stellte sie in einem steilen Winkel, der vom Boden
nach oben zeigte und wartete auf den richtigen Augenblick.

['Jetzt!'] gab sie per Funk das Signal.

Damit startete sie die Steuerdüse und blies dem Wesen, gerade als es
direkt vor ihr erschien eine große Wolke Kohlenstaub entgegen.
</QUOTE>

Während Sergej - zu Nahimas Glück - an Ort und Stelle blieb, ging Helena leicht in die Hocke und nutzte die Graphitwolke, um mit einem beherzten Sprung zum Shuttle zu gelangen. Da die CSO in der Mitte der Kette gewesen war, war dies nach dem Durchtrennen des Halteseils problemlos möglich. Diese Zerstörung würde wiederum den Rückweg nicht unbedingt einfacher machen - aber darüber würde man später reden müssen. Jetzt war es erst einmal wichtig, den Verbleib und Zustand von Ella zu klären.
Der CM war durchaus bewusst, dass im Inneren weitere Gefahren lauern konnten - aber vermutlich würde sie das Risiko eingehen müssen, durch die Schleuse in das Schiff zu gelangen. Dort würde hoffentlich noch niemand lauern.

So stand Helena nun auch nicht vor der Shuttletür - wo sie sich auf ein aktives Kraftfeld verlassen müsste, um einen Druckverlust zu vermeiden - sondern nutzte die geringe Schwerkraft um auf das Shuttle zu gelangen, wo sie der Schleuseneinstieg befand.
Schnell öffnete die Ärztin das Steuerpanel und sah das vertraute Aufleuchten der LCARS-Konsole. Beherzt drückte sie auf Öffnen... und wurde erst mit Flackern, dann einer kurzen Fehlermeldung (die viel zu schnell wieder verschwand um sie wirklich zu lesen) und im Anschluss einem schwarzen Bildschirm 'belohnt'.
Im gleichen Moment gingen in der Didrichsen die Lichter aus, als der (simulierte) Kurzschluss alle Systeme abschaltete - aber die Impulsspulen hätten wohl ohnehin sehr bald ihren Dienst versagt.
Gut, alle Systeme bis auf die Holoprojektoren und den Warpkern, der sich auf Grund des Programms nur 'tot stellte'.

["Die Schiffselektronik ist ausgefallen"] meldete Helena über Funk, nur für den Fall, dass die anderen ihr zuhörten.
["Ich versuche die manuelle Entriegelung der Schleuse"]
Langsam wurde es anstrengend. Warum noch gleich hatte sie sich von Aleksander überreden lassen, Teil dieser Mission zu werden? Wenn Sie gewusst hätte, dass sie anstatt auf einer gemütlichen Krankenstation zu sitzen, auf einem Asteroiden Schwerstarbeit leisten musste, um in einer simulierten Übungsmission ein Shuttleschott zu öffnen, hätte sie sich das vielleicht noch einmal überlegt...
'Nein, hätte ich nicht' gestand sie sich ein, während sie die Verriegelung mit beiden Händen zur Seite drehte. Zischend öffnete sich das Schott und sie spürte den kurzen Windstoß, als die Atmosphäre in der Schleuse entwich.

Die Sensorwerte ihres Visiers zeigten immer noch verrauschte Werte, doch zumindest direkt vor ihr schien kein Lebewesen zu sein. Und auch das Licht ihrer Anzugslampe enthüllte keine Überraschungen - und so ließ sie sich in den kleinen Raum gleiten.

["Ivan?"] fragte sie, besorgt, als sie merkte, dass niemand ihr folgte. Unwillkürlich hatte sie Sergejs persönlichen Spitznamen benutzt - es war kürzer, gab die Besorgnis wieder und würde von ihm verstanden werden. ["Lt. Thomson? Alles in Ordnung?"]

["Uns geht es gut. Allerdings sind wir hier noch etwas beschäftigt."] vermeldete der CING, sah die CSO an - und stieß sie dann zur Seite, als das angreifende Wesen seine Verwirrung abschüttelte und mit seinen großen, dicken Armen nach den Offizieren schlug.

["Wir versuchen Ihnen so schnell wie möglich zu folgen, Ma'am"] ergänzte Nahima und rollte sich trotz der Schwerelosigkeit elegant ab. Noch immer hielt sie das Messer in der Hand, doch ihre Gedanken rasten. Wie würde sie das 'Monster' nur los werden können?

***

# Ort: Asteroid, Typ II Shuttle
# Zeit: MD 3.0357

Ewa lag noch immer in ihrer Ecke und betrachtete das Treiben der Crewmitglieder, um deren Zusammenarbeit und Lösungsstrategien zu bewerten. Auch wenn sich die Jungoffiziere - entgegen den Erwartungen - nicht wie kopflose Hühner verhielten, war die EO doch nicht ganz zufrieden. Es schien ihr so, als würde man nur von Problem zu Problem denken - und andere Dinge zu vergessen. Wie zum Beispiel, dass sie offiziell als Teil des Außenteams mit an Bord war, auch wenn sie krank simulierte. Nun hatte sie sich aus der Befehlskette genommen, um sich nicht selbst zu prüfen - dass man sie allerdings nun ignorierte würde sicherlich eine Bemerkung im Bericht finden. Immerhin hätte sie in der letzten halben Stunde auch sterben können. Gut vermutlich hätten die Sensoren Alarm geschlagen - dennoch. Konnte man sich da bei den Sensorstörungen sicher sein?
Kurzzeitig überlegte sie, ob sie einen Krampfanfall simulieren sollte, beschloss dann aber, dass sie keine Lust auf unnötiges, gespieltes Drama hatte. Die Mission war wohl ohnehin schwer genug. Vermutlich würde Melek gleich eines der Programm-Module auswählen, die dazu gedacht waren, die Crew an Bord des Shuttles zu beschäftigen. Tatsächlich wusste sie selbst nicht genau, was kommen würde - man hatte gemeinsam einen Pool von möglichen Ereignissen für diese und kommende Übungen erdacht und ausgearbeitet. So blieben aber auch für sie noch ein paar Überraschungen übrig.

Sie hasste Überraschungen.

***

<NRPG> So - nachdem ja irgendwann die Funkverbindung zur Galathea wieder funktioniert, beschreibe ich hier mal, warum :) </NRPG>

# Ort: USS Galathea, Hauptbrücke
# Zeit: MD 3.0340

"Sir?"

"Ja, Ensign Garvey?" Aleksander sah von dem in seinem Stuhl integrierten Display auf, auf dem er sich die aufgezeichneten Manöverdaten der notgelandeten Shuttles angesehen hatte und blickte zu dem rothaarigen Iren, der aktuell die technische Konsole auf der Brücke besetzte.

"Das Team denkt, dass wir einen Weg haben, zumindest das Kommunikationsproblem zu lösen" meldete dieser.

"Fahren Sie fort" forderte Aleksander auf.

"Die Störzohne ist abgegrenzt, wenn auch nicht scharf. Wir könnten modifizierte Kommunikationssonden am Rand des Störfeldes positionieren. Es wäre lediglich nötig, sie mit einem phasenverschobenen Marconi-Modul, das wir mit einem vulkanischen Iota-Strahlenkonverter..."

Aleksander hob die Hand, um den Redefluss des Ingenierus zu stoppen. Nun hatte der Commander zwar Kommunikation studiert und war auch mit einigen technischen Grundlagen vertraut, diese Erklärung hängte ihn aber viel zu schnell ab. Und er gehörte nicht zu der Sorte Führungsoffizier, der sich eine halbe Stunde lang einen Vortrag ernst nickend anhörte, um so zu tun, als habe er diesen verstanden. Natürlich musste man den Leuten auch Raum geben, ihre Kompetenz zu zeigen und stolz auf die Arbeit sein zu dürfen - aber da gab es bessere Wege als nicht-verständliche technische Vorträge nachts um 20 vor vier auf der Brücke, während einer Übungsmission.
"Danke, Ensign. Was mir wichtiger ist - glauben Sie, dass es funktioniert?"

"Das Team ist davon überzeugt" antwortete der Ire, vorsichtig.

"Und Sie sind derzeit mein technischer Offizier auf der Brücke. Was ist ihre Einschätzung, Ensign?"

Der Ire blinzelte. "Ich denke, die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es funktioniert, aber nicht sicher. Vor Allem könnte es bei längerem Strahlenbeschuss wieder zu Ausfällen kommen. Das ist für meinen Geschmack alles ein wenig... sehr zusammengeschustert."

"Haben wir derzeit Alternativen?"

"Nein, Sir... nicht ohne mehr Zeit."

"Wie lange wird die Umrüstung brauchen?"

"Mit zwei Personen etwa 8 Minuten pro Sonde."

Aleksander lächelte leicht.
"Dann lassen Sie zwei Sonden umrüsten und sagen Sie dem Team, sie sollen sich lieber 10 Minuten Zeit nehmen und das System doppelt prüfen. Starten Sie die Sonden, sobald sie fertig sind - das sollte uns Zeit verschaffen, bis Sie eine bessere Lösung erarbeitet haben."

"Ja, Captain. Danke, Captain" sagte der Ire und schien erleichtert. Vielleicht hatte er Angst gehabt, dass seine Bedenken negativ aufgefasst werden könnten?

"Ich danke Ihnen für Ihre Einschätzung, Mr. Garvey" antwortete der CO.
"Haben wir auch schon Neuigkeiten, was die Verbesserung der Senoren angeht?"

"Wir arbeiten noch daran, Sir."

"Gut. Lassen Sie es mich wissen, wenn es Fortschritte gibt."

<NRPG>
Guglielmo Marconi, seit 1924 1. Marchese von Marconi (* 25. April 1874 in Bologna; † 20. Juli 1937 in Rom), war ein italienischer Radiopionier und Unternehmensgründer der Wireless Telegraph & Signal Company, die später zur Marconi Company wurde. Im Jahr 1909 bekam er für seine praktischen Arbeiten im Bereich der Funktelegrafie gemeinsam mit Ferdinand Braun, der die theoretischen Grundlagen dazu erarbeitete, den Nobelpreis für Physik.
https://de.wikipedia.org/wiki/Guglielmo_Marconi
</NRPG>

***

# Ort: Asteroid, Shuttle Didrichsen
# Zeit: MD 3.0357

Vorsichtig öffnete Helena das innere Schleusenschott der Didrichsen - wieder per manueller Entriegelung, denn Strom schien es nicht zu geben. Mit einem Mal wurde ihr bewusst, wie sehr die Menschen sich doch auf die Illusion von Licht und Wärme in ihren Raumschiffen verließen und wie schnell diese zerstört werden konnte. Nur wenige Zentimeter Außenhülle trennten sich vor der atmosphärenlosen, unbarmherzigen Schwärze des Alls. Und nun, da hier kein Licht brannte, kein Display eine Konsole erleuchtete und nicht einmal eine Warnlampe ihren Dienst tat, war das Innere des Shuttles ganz schön gespenstig.
Immerhin machte es ihr diese gruslige Atmosphäre leicht, den Helm auf zu behalten, obgleich die Sensoren eine atembare Atmosphäre anzeigten. Na immerhin war sie noch nicht zu spät gekommen, um Ella vor dem Erstickungstod zu bewahren. Die CM hielt in der Bewegung inne, als sie sich an die Außenmissionsprotokolle erinnerte, und nahm mit ihrem Trikorder einen Scan vor. Tatsächlich zeigte dieser 'seltsame' Verbindungen in der Atmosphäre an - Flurkohlenwasserstoff-Moleküle, die nicht da sein sollten, ebenso wie eine Methankonzentration und komplexe biologische Verbindungen.

["Ich bin in der Didrichsen. Alles dunkel. Atmosphäre vorhanden, aber möglicherweise kontaminiert"] machte sie Meldung an alle, die sie hören konnten.
Zögerlich zog Helena ihre Phaserpistole, überprüfte, ob diese noch auf 'Betäuben' stand, und wagte sich weiter vor, der Brücke entgegen. Tatsächlich würde das Protokoll zwar erst eine Sicherung des Maschinenraums vorsehen - aber was sollte sie sichern? Das Shuttle stand auf der Oberfläche eines Asteroiden, war offensichtlich ohne Energie - und sie selbst war alleine. Es war wahrscheinlicher, dass die Gesuchte sich auf der Brücke befand (sonst würde sie Geräusche eines Reparaturversuchs hören) und möglicherweise medizinische Hilfe benötigte. Dort konnte sie mehr tun als vor funktionslosen Maschinenteilen.

Wenige Schritte später erreichte sie die Brücke, die zur Hälfte offen stand - meist kein gutes Zeichen. Von drinnen konnte sie ein schwaches, bläuliches Glühen wahrnehmen. Immerhin verhinderte der geschlossene Atemkreislauf ihres Anzugs, dass sie den Geruch des Erbrochenen wahrnahm.
Vorsichtig spähte sie hinein und sah die blonde Finnin an eine Konsole gelehnt am Boden sitzen - so weit wie möglich von einer charakteristischen Pfütze von erbrochenem Weg. Sie trug ein kurzärmliges Uniformkleidchen in Offiziersschwarz mit blauem Streifen und dazu schwarze Schaftstiefel. Die Uniform der Ensign wies (sorgfältig gefakte) Spuren von Verbrennungen durch eine elektrische Entladung auf, auf den ersten Blick schien sie jedoch unverletzt. Ungewöhnlich war allerdings die blaue, schwach leuchtende, blaue Gallertmasse, die einen Teil von Ellas Gesicht bedeckte. Die Counselor in Ausbildung atmete sichtbar, hatte aber die Augen geschlossen.

Die CM ließ den Lichtstrahl weiter durch die Brücke wandern und blieb mit diesem an Olivia haften. Die Weltraumelfe verzog das Gesicht zu einem leichten Lächeln, kreuzte die Hände über der Brust und verkündete leise, aber bestimmt: "Ich bin nicht da."
Helena nickte und erwiderte das Lächeln. Irgendwie war das beruhigend.

Im nächsten Moment riss Ella die Augen auf!

<NRPG>*hepp*</NRPG>

***

# Ort: Asteroid, vor der Didrichsen
# Zeit: MD 3.0358

Nahima ließ sich nach hinten fallen, in die Brücke, drückte sich in der niedrigen Gravitation des Asteroiden in den Handstand hoch - und trat dem grob geformten Wesen vor die Brust. Leider sorgte das dafür, dass sie sich von dem schwarzen 'Golem' abdrückte, anstatt diesen wirklich nach hinten zu werfen. Das erklärte immerhin, wer von ihnen beiden schwerer war. Manchmal war Physik doof.
Die CSO vollführte einen Flickflack in der Beinahe-Schwerelosigkeit um dann wieder sanft auf dem scharfkantigen Boden zu landen. Das hatte also auch nicht funktioniert. Sie versuchte dieses Wesen schon seit Minuten zu umgehen und auszuschalten. Bisher ohne Erfolg.
Sie wollte das Wesen nicht vernichten - das war nicht der Weg der Sternenflotte - aber so langsam gingen ihr die Optionen aus. Nahima drückte sich vom Boden ab und schwebte davon. Wie schon zuvor folgte ihr das grobschlächtige, schwarze Wesen mit dem blauen Glühen unterhalb der Oberfläche ein kurzes Stück weit, ehe er sich umwandte und wieder zur Didrichsen zurück kehrte - als würde er das Shuttle bewachen.

["Es scheint nicht so, als würde das etwas bringen"] brummte Sergej über die Funkverbindung.
Sie hatten auch schon versucht, das Wesen abzulenken, damit der CSO ebenfalls in das Shuttle eindringen konnte. Aber anscheinend hatte die fremde Lebensform aus dem Eindringen der CM gelernt: Nicht nur, dass das Wesen seine Richtung änderte und auf jenen zu stürmte, der versuchte in das Shuttle zu kommen - auch die seltsamen Ranken hatten begonnen sich zu verändern und blockierten nun den Zugang zur Schleuse.

["Doch... ich verausgabe mich"] entgegnete Nahima zynisch. Tatsächlich schien das fremde Wesen überhaupt keine Erschöpfung zu kennen, während die Bewegung in der Schwerelosigkeit an ihrer Ausdauer zehrte. Es brauchte offensichtlich auch keine Atmosphäre und konnte sich ohne Schutzanzug im All aufhalten. Vermutlich war es sogar fraglich, ob ein Phaser hier helfen würde.

["Ich versuche es noch einmal."] Der CING verlor langsam die Geduld. Mit kurzen Sprüngen näherte er sich der Didrichsen. Graphit staubte auf, legte sich wie ein schwarzer Film auf Alles. Doch noch bevor er die Seitentür erreichen konnte, sah er den dunklen Schatten des grobschlächtigen Humanoiden auf sich zuspringen. Sergej wich zurück und hob die mächtigen Oberarme - im nächsten Moment wurde er von einem der riesigen, steinernen Gliedmaßen förmlich zur Seite gewischt.
Während die massige Gestalt des Russen nach hinten flog, setzte das Steinwesen nach. Schon sah Sergej, wie sich die Fäuste des Schwarzen nach oben reckten, in der Intention ihn zu Boden zu schmettern....
Da! - mit einem lauten Schrei warf sich Nahima von der Seite auf den Wächter, brachte ihn kurz ins Straucheln. Die CSO drückte sich von der schwarzen Außenhaut ab, kam wieder auf dem Boden auf, sprang hoch - und vollführe einen Drehkick gegen die harte Haut des Steinmannes. Sie glich die Bewegung mit einem Rückwärtssalto aus und taktierte den Wächter erneut mit einer schnellen Folge an Tritten. Der schwarze Riese stolperte, brach mit dem linken Fuß in eine Höhlung ein. Die dunkelhaarige Offizierin packte erneut das Messer fester und stieß sich ab. Wie ein Pfeil schoß sie auf diesen zu.... da traf sie mit einem Mal die schwarze Faust, die vor dem schwarzen Untergrund nur schwer zu sehen war. Hart wurde sie zu Boden geworfen. Der Aufprall trieb ihr die Luft aus den Lungen. Die Systeme ihres Anzuges schrillten auf, verkündeten den Stress, den der scharfkantige Untergrund auf den Anzug ausübte.

//Ok. Das war's// Nahimas Blickfeld wurde von dem massigen Schatten ausgefüllt, der sich direkt vor ihr aufbaute. Der Aufprall hatte ihr die Luft aus den Lungen getrieben. Sie war müde und erschöpft - hatte nicht die Kraft, auszuweichen.
Im nächsten Moment erfüllte kalter, weißer Nebel die Luft. Er legte sich auf den schwarzen Stein des Koloss. Auch wenn das Wesen offensichtlich die Kälte des Alls nicht fürchtete - das Pulver, dass sich wie eine zweite Haut auf die steinerne Oberfläche des Wächters legte, schien diesen doch zu beeinträchtigen.

Nahima rollte sich ächzend zur Seite und stand auf. Hinter dem Wächter sah sie die große Gestalt des CING aufragen - einen Hochleistungsfeuerlöscher in den Händen.

***

# Ort: USS Galathea, OPS-Büro
# Zeit: MD 3.0447

Lt. Melek ließ den Blick über die Anzeigen seiner Konsole schweifen, von der aus er die Übung überwachte - aus ganz unterschiedlichen Gründen:
Als OPS gehörte es zu seinen Aufgaben, eine Mission zu planen und zu überwachen. Als zweiter Offizier wäre es seine Aufgabe gewesen, ein Außenteam anzuführen - genau dies hatte aber vermieden werden sollen. Gleichsam war es wichtig, die Missionsparameter zu überwachen, um den Offizieren sowohl eine Herausforderung zu bieten, als auch für ihre Sicherheit zu sorgen.

Auf der Galathea selbst wurde fleißig gearbeitet. Zwar gab es die ein oder andere Reibung - aber das war bei einer neuen Crew zu erwarten. Man würde dies später auswerten.
Aktuell arbeitete man an einer Lösung, um die Crew und die Schiffe vom Asteroiden zurück zu holen. Und es schien, als würden die technische und wissenschaftliche Abteilungen hier hoch motiviert arbeiten.

Den Gesprächen zufolge hatte man nun die seismischen Störungen ausgemacht und vermutete die richtige Quelle. Natürlich war das Gerät als Teil der Übung platziert worden - und nicht wirklich Teil einer Prä-WARP-Zivilisation... auch wenn alle Messwerte darauf hinweisen würde. Denn so stellte dies ein Dilemma dar, dass den Umgang der Offiziere mit den Direktiven der Flotte prüfen würde.
Der Zweite Offizier war gespannt, wie man dies lösen würde. Denn tatsächlich blieb auch nicht mehr viel Zeit - das Gerät war so eingestellt, dass die Erdstöße die Spalte kontinuierlich erweitern würde. Würde man das Gerät abschalten? Das Shuttle starten und so potentiell jemanden zurück lassen? Eine andere Lösung finden?

Seltsam war nur der nicht geplante Angriff der Wächterkreaturen eine knappe Stunde zuvor gewesen - hier würde er im Debriefing den Grund eruieren müssen. Auf die Antwort war er schon gespannt...


***

# Ort: Asteroid, Klasse II Shuttle
# Zeit: MD 3.0448

"Wir werden gerufen... die Galathea" meldete der Trill am Kommunikationspult des kleinen Shuttles.
"Ich stelle durch."

Im nächsten Moment sah man das immer noch leicht gestörte Bild von der Brücke der Sovereign, von der Commander Solowyov irgendwie zu ihnen hinunter blickte. Einem gestrengen Vater gleich - so jedenfalls die Assoziation, die Srivani unwillkürlich hatte.
"Capain" grüßte sie.

"Lieutenant." grüßte er zurück. "Ich hoffe, Sie werden mir gleich den aktuellen Stand berichten. Zuvor jedoch habe ich Neuigkeiten für sie:
Das technische Team an Bord konnte fünf Sonden so modifizieren, dass sie ein stabiles Transporterfeld zwischen sich aufbauen können. Wenn wir diese auf die Oberfläche des Asteroiden schießen und verankern, können wir also immerhin ein Shuttle zurück holen - sollten alle Stricke reißen.
Wie sieht es bei Ihnen derweil aus? Es scheint, als gäbe es seismische Aktivitäten in ihrer Nähe?"

<NRPG> So... eventuell sollten wir aber erst einmal klären, was auf der Didrichsen passiert, ehe wir noch weiter in die Zukunft springen :) </NRPG>

</RPG>

<NRPG>
So - damit ging es in der Übungsmission hoffentlich ein gutes Stück weiter, dem Höhepunkt entgegen. Ich bin gespannt, wie es weiter geht.
</NRPG>

<SUM>

# Ort: Asteroid, Außenmission
# Zeit: MD 3.0355

Helena nutzt die Ablenkung der CSO, um zum Shuttle zu kommen. Sie entscheidet sich für die Einstiegsschleuse - was sich als gute Idee herausstellt, als ein Ausfall der Systeme an Bord des Shuttles simuliert wird.

***

# Ort: Asteroid, Typ II Shuttle
# Zeit: MD 3.0357

Ewa fühlt sich etwas ingoriert und macht sich weiter Notizen. Sie entscheidet sich allerdings dagegen, auf sich aufmerksam zu machen - immerhin wird Lt. Melek wohl gleich die nächste Phase der Mission starten.

***

# Ort: USS Galathea, Hauptbrücke
# Zeit: MD 3.0340

Auf der Galathea findet man einen Weg, die Kommunikation mit dem gelandeten Shuttle wieder herzustellen.

***

# Ort: Asteroid, Shuttle Didrichsen
# Zeit: MD 3.0357

Helena dringt weiter in die Didrichsen vor, die nun ohne Strom ist. Im Brückenmodul findet sie die von einer fremden Lebensform besessene Ella.

***

# Ort: Asteroid, vor der Didrichsen
# Zeit: MD 3.0358

Nahima und Sergej bemühen sich mehrere Minuten lang, Helena in die Didrichsen zu folgen. Doch der steinerne Wächter hält sie davon ab - wie auch die Ranken, die nun die Luftschleuse versperren. Beide Offiziere machen unangenehme Bekanntschaft mit den steinernen Fäusten des schwarzen Koloss - ehe die beiden sich revanchieren.

***

# Ort: USS Galathea, OPS-Büro
# Zeit: MD 3.0447

Melek überwacht noch immer die Übung. Er ist froh darüber, dass man auf dem Asteroiden das Dilemma mit den ersten Direktiven erkannt hat.

***

# Ort: Asteroid, Klasse II Shuttle
# Zeit: MD 3.0448

Aleksander meldet sich bei der Shuttle-Crew und wünscht einen Bericht. Gleichzeitig teilt er mit, dass man eine Lösung gefunden hat, im Notfall zumindest eines der beiden Shuttle zurück zu beamen.

</SUM>


Effi

aka

Cmdr. Aleksander Solowyov
CO USS Galathea