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Die Übung und das Drachen zähmen

Miriam J.
 

 

Hallo Zusammen,

 

ich habe die Übung weitergeschrieben und hoffe, dass für euch alle so irgendwie passt und ihr aus meiner Idee auch etwas Tolles entwickeln könnt. Ich habe extra nicht zu viel vorgegeben um euch nicht einzuschränken, am Ende sollten wir nur alle wieder aufs Schiff kommen, aber wie heißt es so schön der Weg ist das Ziel.

 

 

 

Ich habe auch noch ein zweites Szenario kreiert, erstens weil ich mich mal an euren Chars versuchen wollte und zweitens um eine Ausweichmöglichkeit zu bieten falls irgendwer so gar nichts mit der Übung anfangen kann.

 

Ich hoffe wirklich, dass ich alle Char richtig getroffen habe, wenn nicht bitte bei mir melden.

 

Es ist leider etwas länger geworden, bei den nächsten Post fasse ich mich wieder kürzer.

 

So, dann viel Spaß beim Lesen und seid gnädig mit mir ich rutsche ab und zu etwas ins ausgefallene ab.^^

 

Versteht meine Post aber nur als Intermezzo bevor wir uns dann auch der tollen Idee mit ungewöhnlichen Scannerwerten widmen.

 

Liebe Grüße Miri

 

P.S. ich weiß das ich noch ein paar Bälle offen habe, aber die schreib ich beim nächsten Mal, sonst wäre das RPG noch länger geworden.

 

 

 

 

 

 

 

</RPG>

 

# Zeit: MD 3.0245

 

# Ort: Maschinenraum

 

# Ball: Freiball

 

Nach und nach trudelten die Offiziere ein, nicht so schnell wie Ewa sich das vorgestellt hatte, aber auch nicht so langsam wie sie befürchtet hatte, das sprach jetzt dann doch ein klein wenig für die Offiziere. Vielleicht würden sie es dann doch schaffen das Sonnensystem zu verlassen, ohne selbst das Schiff in die Luft zu jagen.

 

Na ja, die Chancen standen da wohl doch nicht besonders gut, wenn man es mal realistisch betrachtete. Noch einmal huschte der Blick der Polin über die Anwesenden, die Welpen – die waren es die ihr Sorgen machten. Frischfleisch wenn man so wolle, frisch von der Akademie oder danach für ein paar Jahre auf einem netten, sauberen, ruhigen Posten geparkt – aber alle samt keine Ahnung davon das das All etwas dunkles böses war was nur darauf wartet ihnen das letzte bisschen Luft aus den Lungen zu quetschen.  

 

Nun blieb es also an ihr die Welpen stubenrein zu bekommen, wie irgendwie IMMER der ganze Scheiß an ihr kleben blieb, aber irgendwer musste die Drecksarbeit ja nun mal machen und ja… wenn sie es tat, denn hatte sich die Chancen auf zwei verstreichende Wochen, bevor irgendein Depp ganz ausversehen die Selbstzerstörung betätigte, gerade leicht erhöht.

 

Wenigstens blieb ihr der OPS erspart, dieser war zu einer enorm wichtigen Aufgabe abgestellt worden und das bedeutetet sie konnte sich später mit ihm befassen und den Typen mal etwas näher kennenlernen bevor sie mit ihm einige Stunde eingesperrt in einem Shuttle verbringen musste.
Immer noch musterte Ewa die Anwesenden, die sich militärisch aufgereiht hatte mit kühlem Blick. Einen Moment wollte sie die Anwesenden noch zappeln lassen, als eine butterweiche weibliche Stimme neben ihr sich irgendwie selbständig machte.

 

„Wir sind sooo froh, dass Sie nun alle hier sind“; begrüßte Olivia die Anwesenden mit einem freundlichen Lächeln.

 

Damit war der wundervolle Zauber der Kälte von Ewa im Schein der blonden Elfe verpufft und hatte sich in eine rosa Wolke aus Feenstaub verwandelt.

 

Ein Blick haftetet auf der CNS die sich aber aus irgendeinem Grund nicht von der bösen polnischen Hexe einschüchtern ließ. Waren Weltraumelfen immun gegen den dunkeln Zauber der eisigen EOs?

 

Noch einmal versuchte Ewa sich an einem kühlen neutralen Bick, „Wie Sie sicher wissen befindet sich die Sternenflotte im Krieg und auch wenn unsere Mission uns weit von diesem Geschehen wegführt, lauert im All einiges was uns lebendig verschlingen will.“

 

Hach, der Hauch des Grauens war wieder hergestellt…. Zumindest für den Bruchteil einer Sekunde bis Ms. Winter – Weltraum – ich bin zu allen freundlich  - und kann alle verstehen – Elfe sich einfach aus ihren extrem hochhackigen Schuhen schälte, diese nun in den zierlichen Händen hielt und barfuß neben der perplexen Ewa stand.

 

Ms. Winterelf – würde sie zusammen mit dem ersten Zivilisten der ihr heute noch auf die Nerven ging ins All beamen – Papierkram hin, Papierkram her.

 

Ewa räusperte sich und versuchte sich nichts anmerken zu lassen, „Ensign Mäkinen unser Counserlor in Ausbildung und die nette Assistentin von Ms..“, Ewa stockte kurz, denn ihr fielen sehr viele unfreundliche Bezeichnungen ein, aber nicht der richtige Name, „Ms Winterbottom“, gut das ihr Gehirn ihr wohlgesonnen war.

 

„Sie hat einen Erkundungsflug mit der Didrichsen unternommen und gilt seit 20 Minuten als vermisst.“

 

Ewa blickte sich um, bevor sie die Daten der jungen Frau und die Daten des Shuttles an die Stelle projizierte an der vorhin noch die Uhr zu sehen gewesen war.

 

„Unsere Aufgabe wird es sein, der Shuttle zu finden, Ensign Mäkinen zu retten und das Shuttle unversehrt zurück auf das Schiff zu fliegen.“ Ein leises Seufzen unterdrücke die EO nun doch, „Ms. Winterbottom werden wir dabei igrorieren, sie protokoliert die Übung, sammelt Daten und bewertet die Übung fachsicher.“

 

Mit einem freundlichen Lächeln nickte die nicht mehr ganz so junge Psychologin, „Es handelt sich hierbei um eine Standard- Übung der Sternenflotte und eine standardisierte Auswertung. Bitte machen Sie sich keine Sorgen, das alles ist streng vertraulich.“

 

Ewa schüttelte den Kopf, warum beruhigte die Frau denn immer alle Personen um sich herum, das machte ihren eigenen Job als XO der Übungen gerade nicht leichter.

 

„Also, Ms. Winterbottom. Sie sollten dann vielleicht?“

 

Olivia nickte, hielt noch immer die Schuhe in der Hand und bei einem Schritt nach vorn, bewegte sich der extrem leichte weiße Stoffe ihres Kleides fast so als wäre es aus fließendem Wasser gewebt worden.

 

Mit einer Berührung ihres Kommunikators wurde Olivia auch schon zu Ella gebeamt, während das Shuttle sich weiter von dem Mutterschiff entfernte.

 

Typischer Weltraum – Elfen Abgang.

 

 

 

 

 

# Zeit: MD 3.0315

 

# Ort: Shuttle Typ II

 

# Ball: Freiball Übungsmission

 

Die kleine Gruppe befand sich nun auf dem Schutte, wobei sie diese fliegende Blechdose erst einmal aus dem Hangar buchsieren mussten. Dank einem ganzen Haufen von Technik, sollte das für heute nicht die aller schwerste Aufgabe sein.

 

„Die Sensoren haben die Didrichsen gefunden“, verkündete Ewa und beobachtete wie die Leute die Daten begutachteten. Das Shuttle der jungen Psychologin befand sich mittlerweile gestrandet auf einem Asteroiden.

 

Es sah also wirklich so aus, also hätten die beiden blonden Grazien aus der psychologischen Abteilung den Plan ausgeführt ohne sich auf atomarer Eben zu zerlegen, das überraschte Ewa nun doch irgendwie.

 

Langsam erhob die Pilotin sich aus dem Stuhl des Steuermannes, und setzte sich mitten im Shuttle ganz einfach auf den Boden.

 

Helena hatte dies mit skeptischen Blick quotiert, war aber sofort in ihre Arztrolle verfallen, „Geht es Ihnen gut“, wendete sie sich nun mit einfühlsamer Stimme an die XO.

 

Diese verdrehte innerlich die Augen, da schwang zu viel mütterliche oder ärztliche Sorge mit in der zuckersüßen Stimme. „Ich stehe kurz vor dem Ableben. Ich leide an einem schweren Belianischen – Grippeanfall und bin nicht mehr in der Lage die Rettungsmission weiter zu führen. Außerdem können sie mich nicht aufs Schiff beamen, Störungen durch den Asteroiden auf dem das gesuchte Shuttle gelandet ist.“

 

Ewa verschränkte die Arme vor der Brust und wartete auf die wohlwollende Pflege ihrer Ärztin und war neugierig darauf, wie die Anderen das Problem hier meistern würden.

 

 

 

 

 

# Zeit: MD 4.1900

 

# Ort: Büro OPS

 

# Ball: Ashes

 

Es war wieder einer dieser Tage in denen man am besten das Bett erst gar nicht verlassen hätte. Dieses Sprichwort das man zuerst mit dem falschen Fuß aufgestanden war, dass war nicht einmal ausreichend für den heutigen Tag. Die Zivilisten nervten, sie meldeten sich immer wieder mit Wünschen, Beschwerden und Kleinigkeiten die repariert werden sollten, weil das Überleben der zivilen Rasse davon abhängen würde und am Ende stellte sich nur wieder heraus, dass irgendeine gelangweilte Hausfrau versucht hatte zu kochen. Ja, die Zivilisten kamen auf seltsame Ideen! Jahrzehntelang reichte es den Replikator zu benutzen, aber wenn man auf einmal in einer Nussschale durchs All schipperte, dann musste man versuchen die Küche zum ersten Mal in seinem Leben zu benutzen und das nur um die gute Ewa vollends in den Wahnsinn zu treiben.

 

Alle samt sollte man ins All beamen…. Gut, vielleicht auf einem einsameren Planeten aussetzen und auf dem Rückweg wieder einsammeln. Ach ne, ging ja nicht bis dahin hatten sie es geschafft auch einen Planeten mit 90 Prozent Wasser auf der Oberfläche mit einem Ofen zu entzünden.

 

Irgendwie musste sie diesen Tag ausblenden, abharken und ablegen. Die gedankliche Schublade verriegeln und den Schrank dann einfach ins All beamen, an einen unbewohnten Ort falls er sich in einen Backofen verwandelte und irgendwas gleich mit entzündete.

 

Kurz hatte Ewa überlegt ob sie den Kommandanten fragen sollte, ob man seine Mutter nicht für eine Grundeinweisung in die Kuchenbenutzung abkommandieren konnte? Es war jedoch keine gute Idee mit der Mutter des Kommandanten zu sprechen, solch eine Gespräch konnte IMMER nur auf zwei Arten enden. Entweder die Mutter hasste einen und man hatte sich zeitgleich auch mit dem Chef verscherzt, oder sie mochte einen und man wurde auf dem Sofa mit fettigem Gebäck und Kinderfotos gefoltert und sie wollte ihren Commander ganz bestimmt nicht in Windeln gewickelt auf einem Bärenfell spielen sehen. Allein der Gedanken daran jagte Ewa einen Schauer nach dem Anderen über den Rücken.

 

Sport! Sport war eine angemessene Ablenkung. Es galt also nur noch den passenden Partner für diese Freizeitvergnügen zu finden und das war nicht so leicht, wenn man die Leute mit denen man diente noch nicht so gut kannte. Und mit einem Zivilisten teilte sie sicherlich nicht ihre kostbare Holodeckzeit.

 

Ewa gab sich also dem Vorurteil hin das CSOs in der Regel gut in sportlichen Dingen waren und so fiel ihre unglückselige Wahl auf die Leiterin der Sicherheit vor deren Schreibtisch sich Ewa mittlerweile zu volle Größe aufgebaut hatte.

 

„Lieutenant Thomson“, das erste leise räuspern hatte die Sicherheitschefin überhört, da sie in ihre Arbeit vertieft war, eine löbliche Eigenschaft. Vielleicht hatte sie ja doch einen passenden Sportpartner gefunden. Die dunklen Augen fixierten Ewa bevor Thomson sich zum Gruß erhob, sie war sich noch nicht so ganz sicher, was sie von der Vorgesetzten halten sollte. Auf dem Schiff gab es Gerüchte das Ewa seit ihrer Ankunft nicht ein einziges mal gelächelt haben sollte.

 

Nahima fragte sich, ob sie irgendetwas vergessen hatte und damit die Aufmerksamkeit der EO auf sich gezogen hatte, auch eine Sachlage die laut der bösen Zungen auf dem Schiff nichts Gutes ankündigte.

 

„Ich mach es kurz und knapp“, setzte Ewa an“; und blickte sich noch einmal im dem Büro um, „ Ich suche einen Partner zum Klettern. Ich weiß, dass ihre Schicht gleich vorüber ist, also wenn sie Interesse haben?“

 

Wie sehr es Ewa doch hasste, irgendwen, irgendetwas zu fragen, sie kam sich immer als Bittstellerin vor, ABER sie würde mit diesen Leuten zusammenarbeiten und war um Kontakt bemüht, immerhin war die Sicherheitschefin ganz klar kein Zivilist und allein diese Tatsache wertete sie doch enorm auf.

 

Die CSO setzte zu einer Antwort an, wurde jedoch von ihrem Kommunikator jäh abgewürgt, es war einer der wenigen Moment wo sie für eine solche sonst nervtötende Unterbrechung fast dankbar was, denn so konnte sie noch einmal gedanklich ihre Antwort durchgehen.

 

[„Wir haben ein Problem ´mit der technischen Verrieglung auf den Decks neun und zehn. Es scheint fast so als hätten sich alle Türen entriegelt.“] Nahima schnaubte, [„Verstanden, ich bin auf dem Weg.“]

 

Ewa stand einen Moment lang da und starrte gegen die Wand, „Das heißt jetzt laufen die Zivilisten noch planloser über mein Schiff? Und nicht einmal die Türen halten die kleinen Monster von Nachwuchs und die flauschigen Haustiere zurück?“

 

„Ich befürchte wir müssen unsere Verabredung um ein paar Stunden nach hinten verschieben“, stellte die halbe Indianerin fest und seufzte, während sie sich erhob.

 

„Mein Quartier ist auch dort“, stellte Ewa nachdenklich fest, „Ich hoffe mein Haustier ist nicht rausgelaufen, das könnte unangenehm werden.“
Zusammen setzten die beiden Frauen sich in Bewegung, „Ich hätte gar nicht gedacht, dass sie ein Haustier haben.“ Der Blick der CSO war wirklich ein wenig nachdenklich, sie fragte sich ob Ewa eher der Katzen.- oder  der Hundetyp war.

 

 

 

 

 

 

 

# Zeit: MD4.1915

 

# Ort: Büro Deck neun

 

# Ball: Ashes, Auri, Mac, Nicole, Danimax, Ela, Danimax

 

Emma saß auf ihrem schönen rosa Teppich und hatte die Ponyfreunde und Einhornfreunde um sich herum im Kreis aufgestellt. Mit einer kleinen Kunststofftasse gab sie den Stofftieren zu trinken und freute sich über die Unterhaltung. Ihre Freunde hatten immer so viele Dinge zu berichten. Olivia war eingeschlafen, das hatte die kleine Maus kontrolliert in dem sie der Tante gegen die Nase gestupst hatte, als keine Reaktion erfolgte, hatte sie ganz aus Versehen den Kaffee über ein PADD gekippt eines der mutigeren Einhorn- Stofftiere daneben gesetzt und hatte sich ins Kinderzimmer verdrückt, das mutige Einhorn würde später die ganze Schuld auf sich nehmen und sie beschützen – wie immer.

 

Ihre Mama war unterwegs und würde ganz bald wiederkommen, das hatte sie versprochen. Bald dauerte aber leider doch oft echt lang.

 

Das rosa Einhorn mit der Glitzermähne wollte aber trotz allem, dem mutigen Freunds beistehen, also schlich Emma wieder ins Wohnzimmer, nahte sich dem Sofa und der schlafenden Tante, als die Tür sich öffnete.

 

Sie konnte ja auch mit ihrem Freund auf dem Korridor spielen, ganz so wie die Erwachsenen es immer taten, die liefen den ganzen Tag über in lustigen Schlafanzügen über das Schiff und spielten immer in Gruppen lustige Spiele. Sie wollte auch neue Freunde finden, damit sie zusammen mit den Ponys spielen konnte.

 

Noch während Emma ihren Plan richtig toll fand, stand sie mitten auf dem langen Korridor und entfernte sich unerlaubter Weise von der familiären Gruppe, vor allem aber entfernte sie sich unbemerkter Weise und schlich auf den rosa Kindersocken in unendliche Weiten die noch nie ein Kleinkind zuvor allein betreten hatte. .

 

Mit großen Augen blickte Emma sich um, das Stofftier als treuer Begleiter unter den Arm geklemmt und immer auf der Suche nach neuen Wundern, oder Spielkammeraden da war sie jetzt nicht ganz so wählerisch.

 

 

 

 

 

# Zeitgleich - Quartier Ms. Zima

 

Das leise knacken, gefolgt von einem zischenden Geräusch ließ die Echse verschlafen ein Auge öffnen. Das neue und vor allem große Quartier sagte ihr zu, es war nett hier auf dem großen Bett zu liegen und gemütlich von Beute zu träumen, auch wenn diese Frau die ihm immer das Essen hinstellte immer zu versuchte ihn von dem Bett, (wie sie den Ort mit dem samtweichen Decken nannte) zu schieben und auf das seltsame vibrierende Kissen zu schicken.

 

Der Kopf des mächtigen Tieres schnellte nach oben als er Geräusche vernahm. Die Naben die sich über seinem starken Körper verteilten, zeugten davon, dass er so manches Tier aus seinem Revier vertrieben hatte und in den Jahren auf dem Frachtschiff, hatte er so manchen Kampf gegen tierisches Gesindel gewonnen, das sich auf seinem Schiff, auf seinem Zuhause breitmachen wollte. Mit einem gewaltigen rumps sprang das Tier vom Bett und hob dem Kopf in die Höhe. Ratten konnte es nicht riechen, was es als sehr schade empfand, zwei drei der dicken Viecher konnte es locker vor dem Abendessen verschlingen, ohne dass seine Bedienstete es bemerken würde, sprich das Fleisch was sie ihm hinstellte passte dann immer noch locker in den immer zu hungrigen Magen.

 

Die langen Krallen bohrten sich in den Teppich, während das niedliche Tierchen sich dazu entschloss, in Weiten vorzudringen, das noch nie ein Haustier zuvor gesehen hatte -  es verließ unerlaubter weise das warme Bett und machte sich auf die Suche nach Beute.

 

 

 

 

 

# Korridor Deck 9

 

Emma patschte noch immer jede Wand mit den kleinen Fingerchen an, Warum? Weil die langweiligen Erwachsenen ihr immer sagten, sie wollte nicht alles anfassen, aber jetzt! Jetzt war keiner hier der langweilen konnte und ihr Einhornfreund hielt das auch für eine sehr gute Idee und wirklich Jeder wusste doch das Einhörner immer Recht hatten.

 

Etwas knurrendes und schabendes hinter einer Ecke machte ganz lustige Geräusche, weswegen die kleine Emma quietschend vor Freude los lief, die kleinen Beinchen schien ihr jedoch einen Strich durch die Rechnung machen zu wollen, weswegen sie kurz nach der Ecke über die eigenen Füße stolperte und direkt vor der mächtigen Echse zum Liegen kam. Das Tier fuhr blitzschnell herum und ließ vor der Wand ab, die es zuvor mit den langen scharfen Krallen markiert hatte ab und bewegte sich auf das Kind zu, den Blick auf die Beute fixiert…

 

 

 

 

 

# Ecke vor dem Chaos

 

Weitere Türen öffneten sich und verschlafene Zivilisten irrten auf den Korridor herum, um ihre Haustiere wieder einzufangen oder andere Dinge  zu tun die sich Ewa nicht erschließen wollten.

 

Sie schnaubte, während die Sicherheitschefin sich von ihren Leuten die auch gerade eingetroffen waren informieren ließ.

 

[„Zima an Medvedev. Auf Deck 9 gibt es ein Problem mit den Türen. Sie sind in exakt drei Minuten hier und in 5 haben Sie das Problem behoben, oder ich lasse sie alle Shuttle zerlegen und wiederzusammenbauen, haben Sie mich verstanden?“]

 

 Nö, hatte der Russe nicht wirklich, denn er stecke gerade mit dem Kopf in einer Wandverkleidung und versuchte einige Kinderkrankheiten zu vertreiben.

 

Was er aber doch verstanden hatte, war das wieder irgendetwas nicht funktioniert und das seine Person gefordert war. Mit einer knappen Antwort speiste er die EO ab und machte sich auf dem Weg.

 

Während die Polin sich ausmalte wie die Shuttle in Einzelteilen auf dem Hangar sortiert nach Bauteilen lagen, stieß die CSO Ewa kurz an um sich ihre Aufmerksamkeit zu sichern.

 

„Meine Leute sorgen dafür, dass erst mal alle Zivilisten wieder in ihre Quartiere gehen und helfen dabei die Katzen und Hunde einzufangen die sich hier rumtreiben.“

 

Ewa wollte gerade zu einer Antwort ansetzen, da schoss ihr eine sehr bekannte, sehr große Echse um die Ecke. Ihr Haustier rannte so schnell wie selten und zischte zwischen den beiden Frauen hindurch, so dass diese zur Seite springen mussten und für einen Augenblick staunend hinter dem Tier her blickten.

 

„Sagen Sie bitte, dass sie das auch gesehen haben und mich Ms Winterbottom nicht einliefern lässt“, stellte Ewa vollkommen perplex die Frage der Frage nach ihrem geistigen Zustand in den Raum.

 

Erhielt jedoch eine eher nonverbale Antwort als Nahima losrannte um die Verfolgung der Echse samt kleiner rosa Reiterin, welche vor Freude quietschte aufnahm.

 

So kam Ewa nun doch noch zu ihrem Sport als auch sie die Verfolgung aufnahm….

 

 

 

 

 

# Korridor des Chaos – Deck 9

 

Das Vieh war verdammt schnell, so das Ewa und Nahima ihre liebe Mühe hatte mit dem Zweiergespannt aus quietschender Prinzessin und Echse überhaupt mit zuhalten ans Einholen war für den Moment nicht zu denken.

 

„Das funktioniert so nicht“, rief die Sicherheitschefin während des Laufens und zermarterte sich das Hier nach einer Lösung, „Wir sollten sie ein eine Ecke treiben.“
Ewa nickte, verfluchte aber auch zeitgleich den Ingenieur der dieses Schiff konstruiert hatte, denn offensichtlich war diese nicht gerade ein Freund von Fang – Ecken gewesen.

 

„Vielleicht bekommen wir es in den Turbolift gescheucht“, setzte Ewa nach, die mittlerweile hörbar außer Atem war.

 

Für einen Moment hatte die EO nach Luft gejapst und ihren Blick abgewendet, nun aber da sie dem Tier, samt Reiter um eine weitere Ecke gefolgt waren, bot sich vielleicht doch eine andere Lösung – Sternenflottenoffiziere.

 

Man sagte solchen Offizieren doch nach, dass sie blitzschnell in der Lage waren Dinge zu regeln, dann sollten sie es doch gleich mal beweisen.

 

„Halten Sie die Echse auf“; rief Ewa laut ohne die Geschwindigkeit mit der sie sich bewegte zu vermindern.

 

„Und das Kind… haltet das Kind auf“, rief die CSO ebenso laut und beschleunigte sogar noch etwas.

 

Die Angesprochen Offiziere bleiben Abrupt stehen, sie blickten erst sich an, dann zu den rufenden Personen, fast schien es so als hätten die Wangen der kleinen Wissenschaftlerin einen leicht rötlichen Ton angenommen, während ihr Stellvertreter einen eher grimmiger Gesichtsausdruck zur Schau stellte. Beide Gesichter schienen jedoch eine stumme Antwort zu formulieren: was für eine Frechheit.

 

Lange konnte sie sich mit diesem Gedanken jedoch nicht befassen, denn Beide musste zur Seite springen um der herannahenden Echse auszuweichen, die sie erst jetzt wahrgenommen hatten.

 

Ohne groß über ihr Handeln nachzudenken schlossen sie sich den beiden Offizieren an und verfolgen nun ebenfalls das drachenartige Reittier, dabei machte die kleine zierliche Wissenschaftlerin eine sehr überraschende und sportliche Figur.

 

 

 

 

 

#Turbolift auf dem Weg zu Deck 9

 

Aktuell ahnte der junge Trill noch nicht was sich auf ihn zubewegte, er hatte wichtige Nachrichten für die EO und hatte sie auf Deck neun ausfindig gemacht, zumindst hatte der nette Avatar des Schiffes ihm dies verraten und so hatte er frech vermutet das seine Vorgesetzte in ihrem Quartier war. Der junge COMM wollte vor dem Feierabend kurz noch die Dokumente übergeben und dann überlegen was er mit dem restlichen Abend anstellen würde. Gut gelaunt stand er im Turbolift und wartete bis er Deck neun erreicht hatte, gedanklich befasste er sich schon mit der Frage nach dem Abendessen, er konnte ja nicht ahnen das auf Deck neun ein Drache samt reitender Prinzessin genau auf ihn zuhalten würden.

 

 

 

 

 

# Ursprung des Chaos – Deck 9 - Korridor

 

Olivia war nun auch endlich erwacht, der Wortschwall, die Fetzen einer Disskussion hatten sie aus ihrem wohl verdienten Schlaf gerissen. Die nicht mehr ganz so junge Frau staunte nicht schlecht darüber das die Tür ihres Quartieres offen stand, schlaftrunken wankte sie zum Eingang und blickte auf den Korridor, es schien fast so als würden alle Türen offen stehen. Kopfschüttelnd lief sie auf das Kinderzimmer zu um zu kontrollieren ob Emma auch geweckt wurde. Die Decke lag ordentlich über dem kleinen Körper, zumindest schien es für Olivia so, denn die kleine Emma hatte vorsorglich ihr Kissen unter die Decke gestopft. Den falschen Tatsachen erlegen, betrat Olivia den Flur, wo sie zuerst einmal eine kurze Schulung für das Sicherheitspersonals geben musste, denn diese wunderten sich doch wahrhaftig das die Zivilisten nicht einfach ihren Befehlen folgten in brav in ihre Quartiere wackelten, sondern sich zu kleinen Gruppen sammelten und gemeinsam dem wilden Treiben auf dem Korridor zusahen. Top Unterhaltungsprogramm was den Leuten hier geboten wurde.

 

Während nun die Sicherheitsoffiziere es mit einer anderen Strategie versuchte, versuchte Olivia dem CING bei einer Reparatur zu helfen. Okay, sie hatte einfach nur erfahren wollen, was los war und lief allein aus diesem Grund barfuß in einem sehr dünnen weißen Kleid auf den großen Russen zu, dieser jedoch bemerkte sie nicht gänzlich, da er zur Hälfte in der Wand verschwunden war.

 

„Ich brauch einen Phasenklemme“, Olivia blickte in den Werkzeugkoffer und versuchte sich krampfhaft an ihren Technikgrundkurs zu erinnern. Es war ein muffiger Raum in dem sie gelernt hatten, da waren Werkzeuge, aber wie sie hießen? Gern hätte Olivia sich nun belogen und gesagt, dass sie nur vieles vergessen hatte, aber nein -  schon damals war sie nur ganz knapp durch diesen Kurs gekommen. Streng nach dem Motto Mut zur Lücke griff sie nach irgendwas runden und reichte es der Pranke die fordert aus der Wand geschossen kam.

 

Es dauerte keine drei Sekunden da hatte sich der Russe auch schon aus der Wand gepellt und sich zu voller Größe vor der Psychologin aufgebaut, „Das ist kein…“
Olivia versuchte sich an einem verzaubernden Lächeln, „Ich weiß, ich habe geraten.“

 

Gerade bevor der CING seiner Verstimmung Luft machen konnte, betrat die wundervolle Helena die Bühne des Chaos und traute ihren Augen nicht. Sie hatte mit Olivia auf den Umzug anstoßen wollen und darauf das sie noch immer nicht die Kisten ausgepackt hatte, dafür hatte sie eine sehr edle Flasche Wein besorgt, aber nun hatte sie wahrhaftig erst einmal kontrollieren müssen das diese Flasche auch wirklich noch verschlossen war.

 

„Habe ich irgendwas verpasst?“

 

 

 

</RPG >

 

 

 

<SUM>

 

# Zeit: MD 3.0245

 

# Ort: Maschinenraum

 

# Ball: Freiball

 

Olivia und Ewa geben die Daten der Übung und das Ziel bekannt, bevor Olivia sich zu ihrer Kollegin auf das Shuttle beamen lässt.

 

 

 

# Zeit: MD 3.0315

 

# Ort: Shuttle Typ II

 

# Ball: Freiball

 

Die Übung verlegt sich ins All, wo das kleine Tema auf einmal führungslos auf einem Shuttle festsitzt.

 

 

 

# Zeit: MD 4.1900

 

# Ort: Büro OPS

 

# Ball: Ashes

 

Ewa sucht einen Partner für den Sport und beschließt die Sicherheitschefin zu fragen, ob sie gemeinsam trainieren wollen, leider kommt es dann doch anderes als gehofft und beide Damen müssen den Feierabend noch etwas aufschieben.

 

 

 

# Zeit: MD4.1915

 

# Ort: Büro Deck neun

 

# Ball: Ashes, Auri, Mac, Nicole, Danimax, Ela, Danimax – Freiball

 

Die Türverrieglung auf Deck neun hat eine Fehlfunktion, die dazu führt das alle Türen der Zivilisten und anderen Quartiere in diesem Bereich sich öffnen und so die lieben Kinder und Haustiere der Leute für einen ganzen Haufen an Chaos sorgen. Unsere tapfere Crew versucht sich den Gegebenheiten zu stellen. Während die eine Gruppe versucht, Drachen zähmen leicht gemacht nach zu spielen, versuchte die Zweite dem Chaos durch fachmännische Reparaturarbeiten Herr zu werden.

 

 

 

</SUM >

 

 

 

übermittelt von Sunny (Miri)

 

 

 

aka

 

 

 

Lt. Olivia Winterbottom

 

CNS USS Galathea

 

 

 

 

 

Lt. Cmdr. Ewa Zima

 

XO USS Galathea

 

Re: Fitness und Übung

Nicole
 

<NRPG>


Danke an Ela für das gemeinsame Schreiben!

Grüße 

Nicole

</NRPG>

<RPG>

# Ort: Nikobar
# Zeit: MD 1.1900
 
Das Yoga hatte gut getan. Srivani hatte anschließend geduscht und sich umgezogen. Nun hatte sie ausreichend Hunger um einen ersten Ausflug in die Nikobar zu probieren. Sie fürchtete zwar, dass sie nicht die Einzige mit dieser Idee war, jedoch Hunger hatte sie jetzt und nicht erst in 2 Stunden, wenn es vermutlich etwas ruhiger wurde. Dementsprechend wurde sie fast erschlagen vom Geräuschpegel der Bar, als sich die Türen vor ihr öffneten. Voll war gar kein Ausdruck! Vorsichtig drückte sich Srivani in den Raum hinein, blieb dann stehen und blickte sich um, als sie plötzlich von hinten angerempelt wurde.
 
"Oha, Entschuldigung." Srivani drehte sich rum und blicke schon aus Gewohnheit nach oben, war aber erstaunt, als das Gesicht ihres Gegenübers deutlich niederiger angesiedelt war, als gewohnt. 
 
"Ich hab nicht damit gerechnet, wie voll das heute hier sein würde. Dabei wollte ich doch nur etwas essen." erklärte Helena Rubis mit einem Seufzen.
 
Auch Vani nickte und lächelte. "Geht mir auch so. Ich hab Hunger!"
 
"Wissen Sie was? Ich nehm die Medizinermesse, da wird sich hoffentlich ein Platz finden - es sind ja alle hier." Die CM grinste. "Kommen Sie mit? Achja, Lt. Rubis, CM auf diesem Schiff."
 
"Lt. Srivani Mukherjee, CWI.  Freut mich Sie kennen zu lernen. Da es hier sowieso keinen Platz gibt, nehme ich die Einladung gerne an", antwortete die kleine Frau und folgte der Ärztin wieder nach draußen.
 
Vani schob die Yogamatte in eine Vorrichtung an der Sporttasche um diese bequemer tragen zu können. 
 
"Man vergisst bei einem so großen Schiff gelegentlich wie viele Personen hier sind. Die Menge in der Bar hat mich dann doch eher überrascht", sagte Srivani nachdem die beiden Frauen auf dem Weg zum nächsten Lift waren. Helena nickte und sah ihre Begleiterin neugierig an. Offensichtlich waren bei den Äußerlichkeiten die Gene ihres indischen Vaters die dominanteren gewesen, denn das einzige was hier ein wenig abwich, war das Grün in den braunen Augen. Die Ärztin erinnerte sich an die Akte, welche sie überflogen hatte, sobald sie Zugriff auf die Crew-Daten der Galathea erhalten hatte.
 
"Naja, alle sind neu hier, die Bar ist der perfekte Ort, andere zu treffen. Leute, die man kennt oder auch neue Leute." Helena lachte "Außerdem muss auch erstmal ausprobiert werden, ob die Bar gut ist. Warten Sie nur ab, wenn das Essen nicht schmeckt, werden wir uns die Tische dort bald aussuchen können."
 
Srivani simmte in das Lachen mit ein "Das kann sein, aber mir wäre es lieber, wenn es schmeckt."
 
Gerade betraten die beiden kleinen Frauen die Mensa der Mediziner. Die Zahl der Anwesenden war überschaubar. "Ich sag doch, die testen alle die neue Bar." Schnurstraks steuerte Helena einen Tisch an und die CWI folgte ihr.
 
"Das ist mein Tisch. Kommen Sie, setzen wir uns."
 
"Ihr Tisch?" Srivani blickte erstaunt auf. Das können Sie schon nach einem Tag sagen?"
 
Helena zuckte mit den Schultern und grinste verlegen. "Naja... zumindest heute Mittag hab ich hier gesessen. Nicht dass es hier Stammplätze gibt...."
 
"Zumindest noch nicht", sagt Vani und lächelte dabei und nahm gegenüber Helenas Platz.
 
Ein Essen hatten die beiden schnell gewählt und hungrig machten sie sich über ihre jeweiligen Portionen her.
 
"So ein erster Tag ist immer spannend und aufregend. Das macht hungrig." Helena lächelte ihre Begleiterin an. 
 
Srivani lächelte ebenfalls. "War bei Ihnen schon viel los?"
 
Da schüttelte Helena den Kopf. "Bei uns hat sich heute keiner weiter blicken lassen, so dass ich genug Zeit hatte mich einzurichten. Aber so wie ich gehört habe, hatte Dr. Flatz wohl gut zu tun."
 
"Es tut mir leid, ich habe mir zwar schon ein paar Akten angeschaut, aber der Name Flatz sagt mir gar nichts, wer ist das?" 
 
"Oh, mit ihm werden Sie wohl eher selten zu tun haben. Wir haben an Bord eine Klinik für die Zivilisten, während die Krankenstation den Angehörigen der Sternenflotte vorbehalten ist. Dr. Flatz ist für die Zivilistenklinik verantwortlich. Und da gab es wohl den ein oder anderen Zwischenfall. Die ersten aufgeschürften Knie bei den mitreisenden Kindern und einen Armbruch, Raumkrankheit... das übliche eben. Aber wie war es heute bei Ihnen? Haben Sie Ihre Geräte in Betrieb genommen?"
 
"Ja, die Laborgeräte auf der Wissenschaftsstation sind bereits alle in Betrieb und auf ihre Funktion getestet. Die anderen Labors sind teilwese auch schon geprüft und im Laufe der nächsten Tage folgt der Rest. Und dann natürlich auch noch der Belastungstest. Vor allem bei den Eindämmungsfeldern. Aber das plane ich gemeinsam mit Dr. Yael und sobald die Pläne da sind, möchte ich mit Ihnen dann die Zeiten für die Belastungstests abstimmen. Nicht dass Sie genau das Gerät brauchen, welches ich dann gerade teste...", man merkte das Srivani noch voller Energie war und motiviert an ihre Aufgabe heranging, "Nur mein Quartier ist noch nicht fertig eingerichtet. Da sind noch ein paar Dinge auszupacken... ."
 
"Vergessen Sie nicht darauf auch abzuschalten und sich um Ihre Freizeit und Gesundheit zu kümmern", mahnte Helena die Wissenschaftlerin freundlich, die sie dann nur anblinzelte. Es dauerte einen Moment bis Vani realisierte das Dr. Rubis nicht die Ernährung und Bewegung meinte, sondern die Einrichtung eines Rückzugsortes. Immerhin kann sich auch das Fehlen eines solchen Ortes auf die körperliche Gesundheit auswirken. Vani nickte.
 
"Auspacken steht noch auf dem Plan, keine Sorge. Die ganze Aufregung sorgt ohnehin dafür dass mein Schlaf derzeit eher kurz ist. Einer der Gründe warum ich heute in der Fitnesshalle war." 
Auf den fragenden Blick Helenas erklärte Srivani dann:" Yoga. Auf der Station habe ich jeden Abend eine halbe Stunde Yoga gemacht um mich zu entspannen und mich fit zu halten. Ich möchte den Rythmus nicht unterbrechen...oder nicht länger als unbedingt nötig."
 
"Vernünftig", bestätigte Hel und wünschte sich das mehr Offiziere dieser Meinung waren. Etliche Verletzungen oder Krankheiten könnten vermieden werden, würden sie sich nur regelmäßig sportlich betätigen. Die kleine Frau vor ihr schien jedoch interessant zu sein. "Aber ich geb es zu, ich habe auch noch nicht ausgepackt." Helenas Blick fiel auf den Nachtisch. Nachdenklich griff sie nach der Schüssel Quark mit Beeren. Als sie ihren Löffel in das Dessert tauschte sprach sie weiter. "Ich hab im Moment alles noch in Kisten. Ich hab ganz vergessen, wie klein die Quartiere auf einem Raumschiff sind. Bis vor kurzem habe ich noch in einer etwas geräumigeren Wohnung gelebt. Oh... hmmmm" Sie steckte den Löffel in den Mund und schloss genießerisch die Augen. "Das sollten Sie probieren, das ist köstlich!" Sie deutete mit dem Löffel auf den Quark.
 
"Ich frag mich ja" sie grinste Srivani an "ob das Essen in der Medizinermensa und in der Wissenschaftlermensa gleich gut ist. Was denken Sie?"
 
Vani legte den Kopf kurz schief und überlegte. 
"Ich lade Sie gerne mal in die Wissenschaftlermensa ein, wenn Sie das möchten", antwortete die Wissenschaftlerin mit einem einladenden Lächeln.
Vani aß ebenfalls genüsslich von dem Dessert.
"Wir haben auch einen Replimat, für den Fall das man wegen der Experimente mal die Essenszeiten der Mensa verpasst."
 
"Oh ich denke, das ist alle mal besser, als wenn das Experiment verspeist werden muss, weil die Messe schon zu hat." Helena musste lachen "Also abgemacht, das nächste mal essen wir in der Wissenschaft." 
Die CWI nickte zur Bestätigung und überlegte einen Moment worüber sie reden könnten. 
 
"Hatten Sie denn schon Zeit, das Schiff zu erkunden?" fragte Vani schließlich. 
 
"Das Schiff ist gefühlt riesig, fast eine kleine Stadt. Nur das Quartier ist mir gefühlt etwas zu klein. Ich weiß gar nicht wo ich alles hinstellen soll." Helena lachte "Ich fürchte ich brauche allein ein zweites Quartier für meine Bibliothek. Aber der Rest des Schiffes ist zum Verlaufen. Ich hatte schon überlegt, dass wir eigentlich jemanden bräuchten der Rundgänge anbietet. Die Top10 der Anlaufstellen an Bord in unter 20 Minuten oder so. Aber ich glaube es wird sich niemand finden, der dies anbietet. Also werde ich wohl irgendwann selber auf Erkundungstour gehen. Sie haben ja zumindest schon die Fitnesshalle gefunden."
 
Vani nickte. "Nicht nur das Fitness-Studio. Aber, ja, in den nächsten Woche werde ich die anderen Bereiche des Freizeitdecks erkunden. Je nachdem wie meine Pflichten es zulassen."

</RPG>

<SUM>
# Ort: Nikobar
# Zeit: MD 1.1900

Lt. Mukherjee sucht nach dem Yoga die Niko Bar auf, nur um festzustellen dass diese voll ist. Sie begegnet Lt. Rubis und die beiden Frauen beschließen in der Medizinermesse essen zu gehen.

</SUM>
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Die ersten Tage an Bord

Mac MacKenzie
 

So,

ich jetzt dann auch endlich mal. Bälle dürft ihr euch selber suchen ;p

<RPG>
 
# Ort: San Francisco Fleet Yards, Aussichtsdeck Werft 12, synchrones Erd-Orbit, Sol-System
# Zeit: MD 0.1910
 
<QUOTE>
„Keine Sorge, auch wenn es der Posten des COMMs es vielleicht vermuten ließe, ich bin kein steter, nervender Plauderer, den sie jetzt ungewollt an der Backe haben. Für den Fall, dass Ihr Plan eigentlich war, dieses Bankett so schnell wie möglich über sich ergehen zu lassen, dann geht es ihnen mehr wie mir, als sie es jetzt vermuten. Und wenn Ihnen nicht danach ist, von einem Föderationsmitglied ein kleines Stück Heimatgefühl entgegen zu nehmen, kann ich das vollends verstehen. Ich wühle mich stattdessen auch gerne noch einmal durch die Meditation über einen kaminroten Schatten. Von daher, nichts für ungut, ich versuche nur, das Beste aus diesem Fest raus zu holen. Sprich leckeres Essen und ein paar Brocken cardassianisch. Die haben da hinten übrigens auch Zabufleisch und Fischsaft. Scheinbar wussten sie in der Küche, dass  Sie kommen.“
</QUOTE>
Yael war sich nicht sicher was er von dem Trill halten sollte. Einerseits tat es gut nach fast vier Monaten die eigene Sprache wieder zu hören und andererseits redete der Trill fast schon wieder zu viel. "Ich weiß, aber ich esse ungern im stehen. Das ist nicht - gemütlich." suchte er nach dem richtigen Wort. "Oh, das ist allerdings wahr. Man weiß nie wo man jetzt das Glas abstellen soll damit man sich um das Essen kümmern kann, nicht wahr?" stimmte Grwydro zu. "Oder trinken sie etwa auch nichts?" fragte er dann weiter als er sah das Yael auch kein Glas in der Hand hielt. 
Yael legte den Kopf schief und schmunzelte leicht. "Wie sie bemerkt haben kommen hier nicht oft Kellner vorbei. Ich warte noch darauf das sich jemand mit einem Glas Wasser hier her verirrt." begann er dann und ließ seinen Blick wieder Richtung Buffet schweifen. "Sie meinten es gäbe Fischsaft? Vielleicht sollte ich mich doch einmal an das Buffet wagen." stellte der Cardassianer dann in den Raum. 
"Ist ihnen aufgefallen das sich recht viele hier persönlich zu kennen scheinen?" fragte er dann und deutete in die Richtung von Olivia und Helena die sich kurz zur Begrüßung umarmten. Grwydro drehte den Kopf in besagte Richtung und runzelte kurz die Stirn ehe er die Szene mit einem Schulter zucken ignorierte. 
"Hmhm. Ich denke das kommt mit dem Rang je länger man dabei ist desto mehr Leute lernt man kennen und desto öfter läuft man sich eben über den Weg. Und was unseren CO angeht, ich glaube der kennt verdammt viele Leute." 
Yael nickte zustimmend. Den Eindruck hatte er ebenfalls gewonnen. Ob dies gut oder schlecht war würde sich noch zeigen müssen. "Mag sein." kommentierte er jedoch nur. "Was meinen sie Mr. Aru. schlagen wir uns gemeinsam zum Fischsaft durch ehe ich elend verdurste oder sollen wir uns trennen und jeder versucht auf eigene Faust sein Glück?" fragte Yael dann. 
 
 
# Ort: USS Galathea, Krankenstation (Deck 7) 
# Zeit: MD 1.0745
 
Das Gewusel auf der Krankenstation hielt sich in Grenzen. Jeder wusste was er zu tun hatte und tat es auch. Die Klinik auf Deck 8 war da ein ganz anderes Kaliber und so achtete Helene nicht wirklich auf den Weg den sie zurücklegte sondern starrte gedankenverloren auf das PADD in ihrer Hand. Zumindest bis ihr Fuß die unschöne Bekanntschaft mit etwas hartem machte. Verwirrt wanderte ihr Blick vom PADD auf die Transportkiste. 
"Was ist das?" fragte sie mehr in den Raum als tatsächlich an eine Person gerichtet. 
"Meine Eigenblutreserven. Offenbar ist ein Fehler in der Logistik passiert und man hat sie mir in mein Quartier gebracht anstatt hier her." erklärte er und nun wanderte Helenas Blick zu dem Cardassianer. Sie erinnerte sich daran ihn auf den Bankett gesehen zu haben. 
"Und sie sind?" fragte sie obwohl sie den Namen bereits im Hinterkopf hatte. "Ah, Verzeihung! Dr. Yael Hadar. Der Austauschoffizier in der Wissenschaft." stellte er sich vor. "Stimmt, da war was. Da haben sie ja Glück das ich eine Fortbildung in cardassianischer Anatomie und Biochemie gemacht habe." meinte sie und scannten den Barcode auf dem Container ab. Ihr PADD zeigte ihr das die Angaben von Yael offenbar richtig waren. Dann warf sie einen etwas längeren Blick auf die Rangabzeichen an Yaels cardassianischer Uniform. "Sie sind Glen, nicht wahr? Das entspricht unserem ... Lieutenant?" fragte sie dann etwas unsicher. 
"Lieutenant junior grade." korrigierte er. "Möchten sie - wenn ich schon hier bin - auch gleich die Einstandsuntersuchung machen, Doktor? Wenn es nicht passt komme ich auch gern ein andermal wieder." fragte er dann. 
 
 
# Ort: USS Galathea, Wissenschaftstationen (Deck 12) 
# Zeit: MD 1.1005
 
<QUOTE>
Nun war es Srivani die nickte. „Ich habe die Geräte auf ihre Funktionen überprüft. Aber ich denke wir sollten auch andere Tests vorbereiten. Haben Sie Vorschläge?“ Vani begab sich während des Gespräches zu ihrem Schreibtisch und öffnete ein Dokument.
</QUOTE>
Yael dachte kurz nach. Er hatte ebenfalls einige der Geräte in den Laboren getestet oder testen lassen. "Ich muss zugeben das ich die Spezifikationen des Schiffs noch nicht gänzlich gelesen habe, aber soweit ich mich erinnere hat die USS Galathea verbesserte astrometrische Langstrecken-Sensoren, sowie neue spektrale und molekulare Analysekomponenten. Auf cardassianischen Schiffen ist es Vorschrift die Sensoren regelmäßig zu kalibrieren. Falls so etwas hier auch nötig ist, bin ich mir zwar sicher die Techniker haben dies bereits getan, aber es schadet sicher nicht das zu überprüfen." führte er dann aus und Vani nickte während sie sich das ganze notierte. "Vielleicht sollten wir einfach mit einem gemeinsamen Rundgang durch die verschiedenen Labore beginnen und uns unterwegs notieren was uns sonst noch einfällt." schlug Vani dann selbst vor und übertrug die Datei auf ein PADD. Zu ihrer Überraschung lächelte Yael kurz und nickte dann zustimmend. "Eine gute Idee, dann können wir gemeinsam unsere Mitarbeiter auch gleich kennen lernen." stimmte er zu und ließ Vani den Vortritt. Die beiden waren ein seltsames Paar. Der hochgewachsene Cardassianer mit der eher kleinen Frau neben sich.
"Fangen wir mit den Multifunktionslaboren an?" fragte Yael als sie das Büro verlassen hatten. Es drängte ihn zwar das astrometrische Labor zu besuchen und vor allem genauer unter die Lupe zu nehmen, aber er nahm seine Pflichten ernst und die Multifunktionslabore waren ohnehin. 
"Ja, die sind am nächsten und dort könne wir dann auch gleich einen ersten Test der Eindämmungsfelder machen." stimmte sie erneut zu, notierte sich etwas auf dem PADD und gemeinsam machte sich das ungleiche Paar auf den Weg. 
 
 
# Ort: Quartier Yael (Deck 03)
# Zeit: MD 1.1830
 
Yael betrat sein Quartier und seufzte. Der Raum beleidigte sein Ästhetik-Empfinden mit seinen ganzen Ecken und Winkeln. Immerhin war das Licht gedämpft und zum ersten Mal an diesem Tag konnten sich seine Augen entspannen. Der Benzite hatte nicht zuviel versprochen in dem er meinte das Quartier wäre an cardassianische Verhältnisse angepasst. Die Temperatur würde jeden Russen an Bord zu sofortigen Schweißausbrüchen verleiten während Yael die Wärme sehr angenehm fand. Melek hatte ihm eröffnet das er aufgrund der cardassianischen Umweltbedingungen ein Einzelquartier bekommen würde und Yael hatte protestieren wollen sich dann aber kurzfristig anders entschieden. Einerseits hätte er nichts gegen Gesellschaft in Form eines Mitbewohners andererseits war er nicht auf Cardassia. 
Der Tag unter den grellen Licht und unter fremden Personen (und Spezien) war anstrengend genug und er war froh das er zumindest in seinem Quartier ein wenig Ruhe und Erholung finden würde.
 
Er musterte die zwei kleinen Transportkisten. Viel besaß er nicht oder eher viel hatte er nicht von Cardassia her gebracht. Bilder seiner Familie und die Ahnensteine. Er würde noch einen passenden Platz brauchen an dem er alles aufbauen konnte. Etwas das bei der Architektur des Raumes eine besondere Herausforderung darstellte. 
 
Yael öffnete die erste Kiste und fischte ein Kästchen mit einem Datenkristall hervor. Mit diesem trat er an sein Terminal und setze ihn in den passenden Slot. "Galathea, spiele die Symphonie No. 7 von Ilris Vin'ris von meinem Datenkristall ab." verlangte er schließlich. "Soll ich die Datei in meiner Datenbank hinterlegen?" fragte die Computerstimme zurück während die ersten Klängen einer cardassianischen Baumflöte erklangen. Yael zögerte kurz. "Ja, bitte. In meine private Sammlung unter Musik." Es ertönte ein bestätigendes Piepsen und unter den Klängen der Musik begann Yael den restlichen Inhalt seiner Kisten auszupacken.
 
 
# Ort: Maschinenraum
# Zeit: MD 3.0235
 
Yael hatte sich mit den Berichten über die Eindämmungsfelder beschäftigt. Die Techniker sagten das alles in Ordnung war und die Felder funktionierten beim Test auch einwandfrei nur dieses eine Feld im zweiten Multifunktionslabor wies eine geringe Phasenvarianz auf die er sich nicht erklären konnte. Sie war innerhalb der Toleranzschwelle aber dennoch ... Er hatte extra die 'Nachtschicht' übernommen um an diesem Problem zu arbeiten. Die Meldung zur Übung riss ihn daher aus seiner Arbeit. Auch wenn sich ein wenig darüber ärgerte seine Arbeit nicht beenden zu können begab er sich zum besagten Maschinenraum. Ein Befehl war ein Befehl und er sah durchaus den Sinn in solchen Übungen. Auf dem Weg zum Maschinenraum fragte er sich kurz ob er auf seine Vorgesetzte hätte warten sollen, andererseits war er nun schon unterwegs. Obwohl er nicht rannte sondern nur schnell lief war er der Erste der im Maschinenraum ankam was ihn doch etwas verwunderte. Allerdings waren wohl die meisten anderen auch aus dem Schlaf gerissen worden und nicht wie er vom Arbeitsplatz. Vani kam ans nächstes und er nickte ihr knapp zu. Vielleicht sollte er sich später bei ihr für das nicht warten entschuldigen. Er wollte es sich nicht gleich zu Beginn mit ihr verscherzen und bislang schienen sie gut zusammen zu arbeiten. 
 
Während er auf den Rest der Offiziere wartete nutzte Yael die Gelegenheit sich ein wenig umzusehen und sich zu fragen warum ausgerechnet hier diese Übung stattfand. War es um zu testen ob jeder den Raum fand? Immerhin gab es 3 Maschinenräume an Bord und in der Eile konnte es sicher passieren das jemand auf dem falschen Deck landete. Oder würde die Übung noch mehr beinhalten als nur das pünktliche auftauchen? Er hoffte inständig das es nicht mit irgendwas technischem zu tun hatte. Er kannte sich aus im kalibrieren von Sensoren und das Problem mit dem Eindämmungsfeld würde er sicherlich auch noch lösen aber wenn jemand von ihm verlangen würde irgendwelche Gelpacks zu tauschen oder EPS Leitungen zu verlegen - dann gute Nacht - wie die Menschen zu sagen pflegten. 
 
 
</RPG>
 
<SUM>
 
Ort: San Francisco Fleet Yards, Aussichtsdeck Werft 12, synchrones Erd-Orbit, Sol-System
# Zeit: MD 0.1910
yael und Grwydro unterhalten sich noch etwas bis Yael Durst bekommt.
 
 
# Ort: USS Galathea, Krankenstation (Deck 7) 
# Zeit: MD 1.0745
Yaels Eigenblutreserven wurden falsch geliefert und er bringt sie daher persönlich zur Krankenstation. Dabei läuft er Helena vor die Füsse.
 
 
# Ort: USS Galathea, Wissenschaftstationen (Deck 12) 
# Zeit: MD 1.1005
Yael hat einen Vorschlag und die beiden machen sich dann gemeinsam auf um die einzelnen Labore zu besichtigen.
 
 
# Ort: Quartier Yael (Deck 03)
# Zeit: MD 1.1830
Der Cardassianer bekommt ein Einzelquartier wegen spezieller Umweltbedingungen und ist darüber durchaus froh. Dann packt er seine wenigen Habseligkeiten aus und hört Musik.
 
 
# Ort: Maschinenraum
# Zeit: MD 3.0235
Yael macht sich seine eigenen Gedanken über die Übung.
 
 
</SUM>
 
---
 
submitted by 
 
Mac
aka
Yael Hadar

Yoga, Frühstück - und vermisste Botaniker?

Christian
 

<NRPG>
Hallo zusammen,

obgleich ich eigentlich gar keine Zeit habe, konnte ich nicht anders, als mich in den Reigen der (übrigens wunderbaren) RPGs der letzten Tagen einzureihen.
Ich bin sehr gespannt, wie es weiter geht. Ihr seid toll.

Und @Sunny: Ich bin auf deine erste "Mission" gespannt. Ist ja quasi für alle eine Übung ;)
</NRPG>

<RPG>

# Ort: USS Galathea, Deck 10, Fitnesszentrum
# Zeit: MD 1.1735
# Ball: Srivani

Nicht lange, nachdem die indisch-stämmige CWI das Fitnesszentrum betreten hatte, betrat eine weitere Person diese. Tatsächlich hatte die ältere Dame mit dem grauen Dutt die junge Frau auf dem Flur erspäht und 'verfolgt'. Hier jedoch störte die - mit flachen Schuhen, einem einfachen, dunklen Rock, einer hellen Bluse und einem bunt-gemusterten Halstuch bekleidete - Osteuropäerin nicht, sondern nahm an der Seite Platz, wo sie den Blick schweifen ließ und die Einrichtung begutachtete. Immer wieder glitt der Blick der klaren blauen Augen jedoch zu Srivani, die sich in verschiedene Yoga-Posen schob, was durch lange Übung erstaunlich leicht und schwebend wirkte.

Zuerst mochte der CWI gar nicht auffallen, dass sie einen 'Fan' hatte - irgendwann hielt sie dann aber doch inne und blickte zu der älteren Frau. Diese machte einen rüstigen Eindruck, auch wenn die Gesichtszüge von Entbehrungen und auch Leid gezeichnet waren. Doch die Fältchen an Augen und Mund verrieten, dass sie eine Frau war, die auch lachen konnte. Tatsächlich, so der Eindruck Srivanis, wirkte sie sogar ein wenig... befreit, in ihrem Blick lag Interesse und Neugier. 
Für einen Moment überlegte die Halb-Risanerin und erhob sich dann fließend aus ihrer zu diesem Zeitpunkt sitzenden Pose. "Kann ich Ihnen irgendwie helfen?" fragte sie, nicht forsch, sondern offen und näherte sich der älteren Frau.

Levka Solowyova schien dies für einen Augenblick unangenehm und sie lächelte entschuldigend. "Verzeihung, ich wollte Sie nicht stören, junge Frau" sagte sie auf Föderationsstandard, wenn gleich dieser einen deutlichen Akzent aufwies - sie neigte dazu, das R etwas zu rollen und Wortenden zu verschlucken. "Ich habe Ihre Übungen gesehen... war das dieses Yoga?"

Die Inderin war sich darüber bewusst, dass es auch im 25. Jahrhundert noch einige Ecken des Weltalls gab, in denen Leute lebten, die Yoga als seltsam oder gar anstößig ablehnten. Im Ton der alten Dame hörte sie aber nichts davon raus, sondern eher Interesse, obgleich es ihr wirklich unangenehm schien, dass Srivani nun extra ihretwegen diese Übungen unterbrochen hatte. Für einen Augenblick war die CWI versucht, anzumerken, dass sie so jung gar nicht mehr war... allerdings kam ihr dann in den Sinn, dass diese Frau vermutlich alle unter 40 so titulieren würde.
"Ja, das ist richtig" beantwortete sie die Frage der Frau. "Ich mache das schon lange Jahre. Es ist entspannend und hält mich fit." Sie lächelte. 

Levka nickte, nachdenklich. Für einen Moment senkte sie den Blick - und sah dann wieder auf, die blauen Augen von innerem Leuchten erfüllt.
"Meinen Sie, so etwas wäre auch etwas für mich - in meinem Alter?"

 <NRPG> *ball hinleg* </NRPG>

***

# Ort: USS Galathea, Deck 09, Familienquartier Winterbottom
# Zeit: MD 1.1943
# Ball: Olivia

Als Olivia in den Hauptraum des Quartiers zurück kam, saß Aleksander am Tisch und wartete auf sie. Das erkannte sie schon allein daran, dass auf dem Tisch zwei Teller mit Kuchen standen, von denen keiner angerührt worden war.
"Emma spielt" bemerkte sie und nahm dann Platz. "Du hättest ruhig schon anfangen können."

"Ich weiß" sagte Aleksander nur. Da war es wieder dieses warme, einnehmende Lächeln, dass ihr damals schon aufgefallen war. Der Russe besaß die Gabe, dass man sich in seiner Gegenwart gut und wichtig fühlen konnte. 

Olivia schüttelte nur den Kopf, konnte sich aber ein leichtes Lächeln nicht verkneifen. Sie griff nach einem der Teller und zog ihn etwas näher zu sich, um das Schweigen zu überbrücken. Sie konnte spüren, wie ihrem Gegenüber verschiedene Gedanken durch den Kopf gingen - und dass er einen Anfang suchte.

"Aleks..." "Olivia.."
Beide hatten gleichzeitig angefangen zu sprechen, stutzten und lachten dann.

"Ich bitte zuerst" sagte Aleksander dann ernst. So ernst, dass Olivia nickte.
"Gut" Der Russe setzte sich unwillkürlich etwas aufrechter hin. "Ich freue mich wirklich, dich wieder zu sehen, Olivia - und auch, dich an Bord zu haben. Als Marcus mir die Besatzungsliste vorlegte... ich hatte ein wenig Angst, wie diese Begegnung verlaufen würde, aber wie du siehst, habe ich nicht interveniert. Und ich bin froh, dass die Vergangenheit nicht zwischen uns steht - 25 Jahre sind eine lange Zeit."
Er brach sich auch ein Stück Kuchen ab, von seinem Stück. "Ich habe das mit deinem Mann gelesen und bedaure deinen Verlust. Nach allem was ich las, hätte ich ihn auch gerne kennen gelernt. Bitte nimm mein aufrichtiges Beileid entgegen."

Olivia spürte, dass er es ernst meinte und sagte nichts, nickte nur. Die Erinnerung war noch immer schmerzlich für sie - und sie wollte eigentlich nicht darüber reden. Das allerdings schien auch Aleksander zur spüren, denn er wechselte das Thema. "Mit Elisabeth und Emma hast du ja anscheinend auch alle Hände voll zu tun." Ein feines Schmunzeln begleitete die Worte. "Wenn ich wieder mal mit Ponies oder so aushelfen kann lass es mich bitte wissen."

"Ach, ich wende mich einfach gleich an deine Assistentin" entgegnete die Weltraumelfe, aber in ihren Augen blitzte etwas Schalk.
Und tatsächlich beantwortete Aleksander das mit einem Lachen. "Touché".

"Ich habe dich auf der Feier auch mit einer jungen Frau gesehen..." begann nun Olivia ihrerseits das Gespräch. "Deine Tochter?"
Da es sich um eine Zivilistin handelte, gab es zwar einen Eintrag im Schiffsregister, aber nicht notwendigerweise eine Akte - und sie war noch damit beschäftigt, erst einmal die Crewmitglieder kennen zu lernen.

"Ja, Ji-Yeong. Sie ist 14." Er sprach mit dem Stolz eines Vaters. "Und wenn ich mir Elisabeth so ansehe... also das, was ich mitbekommen habe.. habe ich wohl noch einiges vor mir."

"Ja, das hast du" sagte Olivia. Auch ohne Ji-Yeong zu kennen - da würde noch einiges kommen.

"Meine Mutter ist übrigens auch an Bord" ergänzte Aleksander.

"Oh - dann kann ich sie ja jetzt endlich mal kennen lernen" bemerkte die Blondine. Während sie und Aleksander damals zusammen gewesen waren, hatte Aleksander nicht wirklich Kontakt zu seinen Eltern gepflegt und es hatte sich so auch nie ergeben, dass Olivia und Levka sich kennengelernt hatten.
"Und... dein Vater?" fragte sie, etwas vorsichtiger.

"Verstorben" Das Gesicht des CO verdüsterte sich etwas. "Schon '05. Der Alkohol."
Dann wurde er ernster, sprach sanft aber bestimmt weiter. "Und bevor du fragst - nein, Ji-Yeongs Mutter ist nicht an Bord. Sie hat sich schon vor Jahren getrennt und ist irgendwo unterwegs."
Die CNS spürte, dass dies bei Aleksander ein wunder Punkt war, der Schmerz verursachte - und auch, dass der CO sich in diesem Moment verschloss. Vorher war er ihr gegenüber fast so offen wie ein aufgeschlagenes Buch gewesen.

"Ich... verstehe" sagte Olivia nur.

"Der Kuchen ist wirklich gut" wechselte Aleksander dann das Thema, nachdem sich für einige Momente Stille über den Raum gelegt hatte.
"Du backst häufiger?"

In diesem Moment hörte man das charakteristische Geräusch von trippelnden Kinderfüßen, als Emma aus dem Nebenraum kam. In einer Hand ein Spielzeugpferd, in der anderen ein Holzklotz.
"Mama?" fragte sie und sah sich um. "Spielen!"

<NRPG>So... damit kann das Gespräch nochmal fortgeführt oder auch abgebrochen werden. Und ja, Aleksander hilft im Zweifel auch noch etwas bei der Kinderbespaßung ;) </NRPG>

***

# Ort: USS Galathea, Deck 07, Primäre Krankenstation
# Zeit: MD 2.1512
# Ball: Helena

"тетя 'elena?" 
Die CM hörte die Worte im gleichen Moment, als einer ihrer Mitarbeiter ihren Blick suchte und zur Tür der Krankenstation zeigte. In dieser stand eine ihr wohlbekannte Vierzehnjährige, die sich mit einer Hand am Türrahmen festhielt. Obgleich Ji-Yeong mit ihren Stiefeletten (die sie seit einem halben Jahr fast nur noch trug), dem kurzen Faltenrock, dem asymmetrischen Wollpulli und vor allem Schminke die Fassade zu wahren suchte, wusste die Ärztin, dass etwas nicht stimmte. Für ihr geübtes Auge sah ihre 'Adoptiv-Nichte' hundeelend aus.

"Ji-Yeong!" Helena bedeutete ihren Mitarbeitern, dass sie sich persönlich um die junge Frau kümmern würde und ging ihr rasch entgegen. "Was ist denn los?" Ihr Russisch war gut genug, um die Anrede zu verstehen, aber nicht um ein komplexes Gespräch zu führen. Daher verwendete Föderationsstandard - was für die mehrsprachig aufgewachsene Ji-Yeong aber auch kein Problem war.
"Mir ist schlecht.." sagte sie leise. "Schon seit gestern. Und nun tut mein Kopf weh... und mir ist schwindlig" beschrieb sie die Symptome. "Und Bauchkrämpfe habe ich auch" Sie bemühte sich, nicht zu schniefen.

"Oh weh" sagte Helena. "Komm, setz' dich da mal hin."
Dem ersten Teil der Beschreibung folgend, hätte sie auf Raumkrankheit getippt. Dazu passten die Bauchkrämpfe allerdings nicht. Andererseits - Ji-Yeong hatte sich ihr nicht anvertraut, aber soweit sie wusste, hatte die junge Frau bereits ihre Tage bekommen. Raumkrankheit und Regelschmerzen zusammen wären natürlich fies.  
"Weiß dein Vater davon?" wollte sie wissen.

"Nein" schüttelte Ji-Yeong den Kopf und tat, wie ihr geheißen. "Er hat so viel zu tun, ist ja sein Schiff... und so"

Noch ehe Helena etwas sagen konnte, bemerkte sie ein leises Räuspern, das von Dr. Sutek kam, einem ihrer Mediziner - Vulkanier durch und durch.
"Verzeihung, Doktor - bei allem Respekt: Das ist die Krankenstation und dies ist eine Zivilistin. Dafür sind die Ärzte in der Klinik zuständig" merkte er, ein wenig indigniert, an. Vorschrift war schließlich Vorschrift - und wenn sich die Krankenstation mit den Wehwehchen all der Zivilisten an Bord befassen würde, wäre keine Kapazität da, sich um die Crewmitglieder zu kümmern, die in Ausübung ihrer Pflicht erkrankten oder verletzt wurden.

Ji-Yeong sah Helena mit großen Augen an. "Ich will aber nicht zu 'Ärzten in der Klinik'. Ich will zu dir, тетя!" verkündete sie, etwas schwach.

<NRPG>So, bitte - was zu tun *G* Ich habe ja schonmal angedeutet, was es sein könnte - aber fühle dich bitte frei, dich nicht daran zu halten.</NRPG>

***

# Ort: USS Galathea, Deck 01, Bereitschaftsraum des CO
# Zeit: MD 2.1810
# Ball: Freiball

"... und hier sind die Berichte, Sir. Ich habe Sie vorsortiert und kategorisiert" vermeldete die Trill und reichte dem CO ein PADD.

"Danke Petty Officer" Aleksander nahm das PADD entgegen und überflog kurz das Inhaltsverzeichnis der Dokumente.

"Keine Ursache, Sir." Miri Ghil strahlte. Sie arbeitete gerne als Adjutantin und sah das Schiff als Chance für aufregende Abenteuer, bei denen sie vor Allem dabei statt mittendrin sein konnte. 
"Lt. Cmdr. Zima hat einen Plan für die erste Übung eingereicht" 

"Gibt es einen Vermerk, dass ich besonders daran teilnehmen soll?"

"Öhm.." Die Petty Officer überflog den Kopf der Datei. "Nein, Sir."
"Gut - dann legen Sie den Plan im Archiv ab und sagen Sie meiner Ersten Offizierin, dass sie nach eigenem Ermessen beginnen kann."

"Sie wollen das nicht lesen, Sir?" fragte die Trill ein klein wenig verwirrt.
"Nein. Zu viele Mitwisser machen die Validierung der Übung schwierig. Und wenn ich meinen Offizieren nicht vertraue, wird das eine lange und schwierige Reise."

"Aye, Sir" nickte die Trill.

"Ich habe das Treffen mit dem Zivilpersonal des Freizeitdecks auf morgen, 11 Uhr, angesetzt. 45 Minuten."

"Gut. Erinnern Sie mich bitte morgen um 10:50 Uhr noch einmal daran."

"Gerne" Miri machte sich Notizen.
"Kann ich sonst noch etwas tun, Sir?"

"Ja, in der Tat. Ich möchte, dass Sie Termine vereinbaren - jeden Tag ein Frühstück mit einem meiner Offiziere. Nehmen wir den Panorama-Speisesaal dafür. Dann wird der auch mal genutzt."

"Alle Offiziere, Sir? Das sind außer Ihnen 57 Personen."

"Ich weiß, wie viele Personen sich in meiner Crew befinden, Petty Officer" antwortete der CO. Der Tonfall hatte nur einen Hauch von Schärfe gegenüber vorher, doch es reichte, dass die Trill den Kopf einzog. Sie ahnte, dass sich unter der freundlichen und eher gemütlichen Maske durchaus Temperament verbarg.
"Und ja, ich werde eine Zeitlang keinen Mangel an morgendlicher Gesellschaft haben. Termine jeweils um 07.30 Uhr, eine Stunde. Stimmen Sie sich mit Lt. Cmdr. Zima bezüglich der Dienstpläne ab. Bevorzugen Sie die Offiziere, die ich noch nicht von früher kenne, bei den Terminen. Und lassen Sie jeweils ein Frühstück richten, dass der Spezies beziehungsweise dem Kulturkreis meines Gegenübers entspricht - dazu ein paar Standards, für den Fall, dass jemand nicht auf heimische Küche steht."
So oder so würde er damit aber schon einen Gesprächsaufhänger haben und die Möglichkeit, jemanden näher kennen zu lernen.

"Ich werde mich darum kümmern, Sir."

<NRGP>So, damit hat jeder mal die Möglichkeit, ein Frühstück mit dem CO zu erleben. Ich lege das mal als Langzeit-Freiball hin - bei 57 Frühstücken muss ja nicht jedes sofort passieren. Und @ela: Danke für die Inspiration.</NRPG>

***

# Ort: USS Galathea, Hauptbrücke
# Zeit: MD 3.0231

Exakt 4 Minuten nach der Notfallnachricht, die auch ihn geweckt hatte, trat Aleksander aus dem Turbolift. Nahima, die in dieser Nacht die diensthabende Offizierin auf der Brücke war, sprang von ihrem Platz - einem der beiden Stühle neben dem Captains Chair - auf und verkündete irgendwie automatisch "Captain auf der Brücke!"

Aleksander war nun nicht unbedingt bester Stimmung - war er doch quasi gerade erst zu Bett gegangen - und gab ein leicht bissiges "Danke, Lieutenant, weiß ich" zurück. Er kannte die Tradition die dahinter steckte, hatte aber nicht vor, diese auf der langen Reise auch zu leben. Auf Dauer wurde das albern. "Wie ist die Lage?"

"... Es wurde soeben ein Shuttle als vermisst gemeldet, Sir. Die 'Didrichsen'." meldete die CSO, unsicher, wie sie den Kommentar verstehen sollte.

"Ein vermisster Botaniker, also..." Aleksander ging zum Captains Chair.

"Sir?" Nahima war nun doch etwas verwirrt. Schließlich hatte sie doch gesagt, dass es sich um ein Shuttle handelte.

"Didrik Ferdinand Didrichsen war ein Dänischer Botaniker und Teilnehmer der ersten Galathea-Expedition der dänischen Krone. Unsere Typ-8 Shuttles sind nach den Botanikern dieser Expeditionen benannt." erklärte er, sah Nahima dann an. "Haben Sie nicht etwas vergessen?"

"Äh..." Die Gedanken der jungen Frau rasten. Oh Gott! - hatte sie etwas falsch gemacht? Hatte sie nun alles verdorben und der Captain war unzufrieden mit ihr?

"Ich bin sicher, Sie wollen mir die Brücke übergeben und sich dann in den Maschinenraum begeben, in den sie gerufen wurden. ... Die Übung?"

"Äh.. ja, natürlich, Sir" Da hatte sie sich doch tatsächlich aus dem Konzept bringen lassen. Nahimas Wangen glühten rot.
"Meldung durchgeführt, Rückübergabe der Brücke an Sie, Captain."

"Danke, Lieutenant - sie dürfen die Brücke verlassen" griff Aleksander der sonst notwendigen Frage zuvor.
"Und.. Lieutenant? Ich würde mich beeilen - ich glaube Cmdr. Zima ist nicht sehr zimperlich, was Zu-spät-kommer angeht."

Während Nahima schluckte und fluchtartig in den Turbolift stürzte, nahm Aleksander Platz. Irgendjemand musste die Brücke besetzen - auch während einer Übung. Wenn ein Shuttle vermisst wurde, beinhaltete die Übung vermutlich einen Außeneinsatz - und Ewa hatte ihm so ziemlich gleich in den ersten Minuten an Bord klar gemacht, dass es a) ihre Aufgabe als EO war, für die Sicherheit des CO zu sorgen, dass sie b) keine Lust hatte, ständig seinen Hintern zu retten und c) ein guter CO doch bitte gefälligst auf der Brücke blieb, während seine Offiziere draußen spielten. 
Aleksander hatte das amüsiert zur Kenntnis genommen und ihr mitgeteilt, dass er ihr Worte bei seinen Entscheidungen berücksichtigen werde.
Das hieß in diesem Fall aber auch, dass die Versammlung im Maschinenraum auf ihn würde verzichten müssen. 

"Solowyov an Zima: Ich habe die Brücke von Lt. Thomson übernommen. Sie ist auf dem Weg zu ihnen. Alle Stationen in Bereitschaft - ihre Show, Commander."

</RPG>

<NRPG>
Soweit erst einmal von mir. Ich habe Katharinas wunderbare Vorlage zu einem Ereignis an MD 5 nicht vergessen, mich aber dagegen entschieden, hierzu schon etwas zu schreiben, damit wir uns erst einmal der Übung widmen können. Ich habe da aber noch einen Knoten im Taschentuch - dann auch mit Bällen für Grwydro und Yael ;).
Auf jeden Fall: Bitte weiter so. Bin sehr begeistert von den RPGs.
</NRPG>

<GLOSSAR>
тетя - russ. "Tante"
</GLOSSAR>

<SUM>
# Ort: USS Galathea, Deck 10, Fitnesszentrum
# Zeit: MD 1.1735
# Ball: Srivani

Die Yoga-Übungen der CWI bleiben nicht unbeobachtet. Und tatsächlich wird sie gefragt, ob Yoga nicht auch für andere geeignet sein könnte...

***

# Ort: USS Galathea, Deck 09, Familienquartier Winterbottom
# Zeit: MD 1.1943
# Ball: Olivia

Aleksander nutzt die Ponyvorstellung nicht zur Flucht sondern bleibt und wartet auf Olivia, um über die Vergangenheit wie auch die Gegenwart zu sprechen.

***

# Ort: USS Galathea, Deck 07, Primäre Krankenstation
# Zeit: MD 2.1512
# Ball: Helena

Ji-Yeong geht es nicht gut, weswegen sie die Krankenstation aufsucht, um von ihrer 'Tante' Hilfe zu erhalten. Etwas, was Dr. Sutek nicht gerne sieht.

***

# Ort: USS Galathea, Deck 01, Bereitschaftsraum des CO
# Zeit: MD 2.1810
# Ball: Freiball

Aleksander hat sich von seiner Adjutantin die Berichte des Tages zusammen stellen lassen und äußert dann den Wunsch, dass PO Ghil jeden Tag ein Frühstück mit einem der anderen Offiziere an Bord organisieren möge.

***

# Ort: USS Galathea, Hauptbrücke
# Zeit: MD 3.0231 

4 Minuten nach der Alarmierung löst Aleksander Nahima auf der Brücke ab, die in dieser Nacht dort Dienst hatte. Die CSO / TAK verhaspelt sich dabei und ist sich unsicher, ob sie den CO verärgert hat. Mit roten Wangen hastet sie in den Turbolift, gen Maschinenraum... 

</SUM>

übermittelt von
Christian "Effi" Hellinger

ala

Cmdr. Aleksander Solowyov
CO USS Galathea
Frühstücks-Captain

Nächtliche Ruhestörung

Daniel Maximini
 

Moin,

so, mir haben auch nochmal die Finger gebrannt, daher hier noch ein kleiner Text. Na gut. Ein großer Text. ;) Ein sehr großer Text.

 

<RPG>

# Ort: USS Galathea, Deck 12, Quartier Grwydro Aru
# Zeit: MD 2.2023

 

Diese eine Kiste galt es noch auszupacken, dann war Grwydros neues Domizil auf Deck 12 fertig eingerichtet. Er war froh, dass man seinem Wunsch eines Quartiers nahe der Hydroponischen Gärten nachkommen konnte. Und dennoch wies schon sein Zimmer bereits eine ansehnliche Anzahl an Topfpflanzen auf. Diverse gornische Orchideen und telarianische Heckenkirschen zierten bereits die Regale und Kommoden, zudem stand neben dem Bett eine mehr als zwei Meter großer brasilianischer Flammenbaum, dem Grwydro bereits eine Lichterkette verpasst hatte. In dieser letzten Kiste befand sich nun noch weiterer Schmuck für den Feuerbaum sowie weitere Dekorationsgegenstände. Kurz blickte er die kleine Statue an. Eine Inkastatue. Jetzt nicht zwingend Brasilianisch, aber Peru war ja nun nicht weit entfernt. Zum Baum zumindest passte die Figur, welche die alte Inkagottheit Quaxotilukatopecec, den Herrn des wärmenden Feuers darstellte, zumindest hervorragend. Vermutlich, weil der faustgroße Rubin, die in die Stirn der Götterstatue eingelassen war fast die gleiche Farbe hatte wie die Blätter des Feuerbaums.  Wieder griff er in die Kiste. Nach einer Reihe kleinerer Dekoartikel und Bilderrahmen war er beim letzten Gegenstand angekommen. Mit skeptischem Blick zog er ein eigenartiges, aber harmonisch klimperndes Windspiel aus der Truhe.

 

„Woher habe ich das denn?“ stutzte er. Hatte ihm Pondox wieder ein Geschenk gemacht? Grwydro hielt es in die Höhe und fuhr über die Klangstäbe, die auf den ersten Blick aus Opal zu bestehen schienen. Der geradezu orgasmische Klang des Windspiels rief ihm alle Erinnerungen wieder zurück. Wie konnte er das nur vergessen. Er hielt das berühmte „Zaidimas“ in der Hand. Das Perlmutt schimmernde Material war eine Metalllegierung aus seltenen Materialien des Orias-Systems. Die beim Aufprall aufeinander entstehenden Schallwellen hatten eine solch eigenartige Frequenz, dass sie bei vielen Spezies – darunter auch Trills und Menschen – ein Gefühl völligen Glücks und Zufriedenheit auslöste. Als Orias von den Cardassianern erobert wurde, wurden die meisten dieser Windspiele zerstört, da sie viele Cardassianer abhängig machte und damit als „nicht zweckmäßige Droge“ verstanden wurde. Doch dieses eine Windspiel hatte überlebt. Aini Aru hatte das Windspiel als „Abschiedsgeschenk“ vom damaligen Botschafter Vorri’Yan erhalten. „Dies ist das Windspiel der Südlichen Eiskönige von Orias“ hatte Vorri’Yan ihr damals gesagt. „König Lojanta von Orias soll dafür sogar einen blutigen Krieg geführt haben. Es soll deins sein. Soll dich der Klang immer an unsere gemeinsame Zeit der Liebe erinnern…" tat es. Neben den ganzen anderen Geschenken, die Aini kurze Zeit danach in goldgepresstes Latinuum umgewandelt hatte. Welche tragische Liebe. Wer konnte auch ahnen, dass Vorri’Yans Ehefrau doch noch lebte. Nicht, dass sie je in Gefahr gewesen wäre…

 

Grwydro schämte sich ein wenig ob Ainis Taten, als er das Windspiel ebenfalls im Feuerbaum auf hing. Nur kurz, denn das Windspiel schlug unfreiwillig erneut aneinander und es fiel Grwydro für die Dauer des Ausklingens nicht leicht, noch trübsinnige Gefühle im Kopf zu halten. Danach entschied er sich aber für einen kleinen Spaziergang, auch um auf andere Gedanken zu kommen.

 

Wie von Geisterhand geführt, gelangte er so als erstes in den nahegelegenen Hydroponischen Garten. Ein erwarteter und dennoch auch erhoffter Anblick erwartete ihn dort. Diverse Regale und Kletterpflanzenringe waren gefüllt mit grünem Blätterwerk, umnebelt von dünnen Gischtwolken. Es lag ein feuchter, aber sehr purer, natürlicher Geruch in der Luft. Als wäre man in einem Gewächshaus. Grwydro musste lächeln. Weder seine Mutter, noch seine Schwester hätte er aus diesem Raum so schnell wieder heraus bekommen. Und auch er genoss das eigenartige Klima des Gartens. Erst spät bemerkte er, dass er hier gar nicht alleine war.

„Oh, wir Botaniker haben jetzt einen eigenen Offizier?“ riss ihn eine männliche Stimme aus den Gedanken? Nun sah er den Mann. Er war etwas kräftiger, zwischen 40 und 50 Jahre alt, mit schüttem Haar und einem freundlichen Lächeln. Die Uniform verriet, dass er einem chief petty officer gegenüber stand.

„Da muss ich sie enttäuschen, ich bin nur zu Besuch hier. Ich bin der neue von Gegenüber, Ensign Aru. Ich wollte mal gucken, was so in meiner Nachbarschaft zu finden ist.“

„Hätte mich auch gewundert, wenn sich die Herren von da oben urplötzlich für die Gärten interessiert hätten.“ lächelte der Mann und gab Grwydro die Hand. „Ich bin Chief Rush. Sie können aber gerne Vernon zu mir sagen. Unser kleines Team hier sorgt dafür, dass an Bord niemand erstickt.“

Der Trill erwiederte den Handschlag. „Ich bin Grwydro, ich bin erfreut.“

Vernon verzog das Gesicht ein wenig. „Gwid-droh?… Wie… wie wird der Name geschrieben?“

Aru schmunzelte. „G – R – W – Y – D – R – O…. das R ist Stumm.“

„Das hat es nicht besser gemacht... Ich versuch es mir zu merken, aber ich kann es nicht versprechen, Junge.“ lachte der Chief. „Wir haben hier ein paar Iren an Bord, die hätten mit deinem Namen vermutlich ihre Freude.“

„Sie wären vielleicht enttäuscht. Ich bin ein Trill, kein Mensch. Auch wenn ich nicht ausschließen will, dass es menschliche Sprachen gibt, in denen mein Name etwas bedeutet. Und sicher, dass wir ohne Sie ersticken würden? Die Umweltkontrollen werden doch seit sicher 200 Jahren von Gelpacks gesteuert.“

„Ha!“ Chief Rush fühlte sich scheinbar in seiner Ehre als Botaniker verletzt. „Das lehren sie euch auf der Akademie nicht, stimmts? Natürlich kommt die Atemluft aus den Gelpacks. Aber die sind nicht vollends synthetisch. Damit diese Dinger die künstliche Fotosynthese hin bekommen, brauchen sie ein entsprechend funktionierendes Gel. Daher der Name Gel-Pack. Und das wird hier hergestellt. Unsere Aufgabe hier ist es auch, dass solche Packs länger halten oder dass der Ausstoß des Sauerstoffs die richtige Mischung für alle Rassen an Bord hat. Und davon ausgesehen… wenn die Dinger mal ausfallen sollten, retten all diese Pflänzchen uns hier wirklich das Leben. Wir nennen es „manuelles Backup“ für den Fall der Fälle. Das Schiff ist in der Lage, im Sabotagefall das ganze Luftsystem in diese Abteilung umzuleiten. Und diese Blümchen hier sorgen dann für eine 1 A Fotosynthese. Dann stinkt es hier zwar, aber besser das, als friedlich schlummernd einzuschlafen und nie wieder aufzuwachen. Fotosynthese muss ich dir aber nicht erklären, mein Junge. Oder doch?“

 

Der Trill zwinkerte „Das wäre schlimm. Meine Mutter ist Botanikerin, der könnte ich nicht mehr unter die Augen treten, wenn ich das nicht wüsste.“ Grwydro mochte diesen polternden Mann. Die Leidenschaft für seine Station war ihm nicht abzusprechen. „Aber auf jeden Fall schön zu wissen, dass der Fachmann gegenüber arbeitet. Ich hab ein paar Kaitosa-Zwergbäume bei mir im Quartier. Die sollen nicht gerade Pflegeleicht sein, würde mich freuen, wenn ich da den ein oder anderen Tipp erhalte.“

„Hui, Kaitosa-Bäumchen. Da hat dir deine Mama aber ein teures Geschenk für die Reise gemacht…“

„Äh… ja, genau….“

„Bei den Bäumchen halte dich am besten an Crewman Yani Marenyan aus meinem Team. Die hat auch so ein Pflegebäumchen. Nicht ganz so teuer. Aber genau so aufwendig. Das ist ja eh so ne kleine Kunst mit diesen Bonsai. Hast du sie schon kennen gelernt?“

„Ich habe, um ehrlich zu sein noch niemanden wirklich „kennen gelernt.“. Mit einigen Leute habe ich beim Buffet kurz geplauscht, aber ich könnte nicht behaupten, dass ich hier schon jemanden wirklich kennen würde.“

„Ach herje. Lass dir das von einem alten Herrn wie mir gesagt sein, Junge. Das erste, was du auf jedem neuen Schiff machen solltest ist, dich über die Leute zu informieren, mit denen du den ganzen Tag auf deiner Station verbringst. Das werden für einige Zeit die wichtigsten Leute in deinem Leben sein.“

„Ein weiser Rat von einem weisen, alten Mann.“ grinste Grwydro, wissend, dass ein Teil von ihm vermutlich älter war als Chief Rush. „Tatsächlich ein guter Vorschlag. Das werde ich dann gleich mal tun. Ich werde aber wohl dennoch das ein oder andere mal hier vorbei kommen. Wenn du nichts dagegen hast, Vernon.“

„Klar, Junge. Weise Ratschläge gibt’s hier für Umme.“

 

Kurze Zeit später war der Trill wieder in seinem Quartier. Er hatte sich an seinem Schreibtisch breit gemacht, packte sein Pad und ging dem Ratschlag des Chiefs nach. Entsprechend hatte er die offiziellen Offiziersinformationen aus der Datenbank geladen. Mal sehen, mit wem er die nächsten Monate bis Jahre seinen Alltag verbringen würde. „Fangen wir oben an…“

 

Der Kapitän... war keiner. Der Kommandeur hatte „nur“ den Rang eines Commanders. Commander Aleksander Solowyov, um genau zu sein. Von der Erde, genauer aus einer Region, die sich Baschkortostan nannte. Offensichtlich ein Mann aus einfachen Verhältnissen. Er kam zur Sternenflotte, weil er Admiral Stierer das Leben rettete. Danach offenbarte sich Grwydro eine Vita, wie man sie häufig bei Offizieren zu lesen bekam. Steiler Aufstieg, damit zusammenhängend der Zusammenbruch der Familienverhältnisse und Lebenskrise. Aus Rücksicht auf seine Tochter Ji-Yeong begnügt er sich über Jahre mit einer Schreibtischstelle. Doch sein guter Freund, Admiral Marcus Stierer zwingt ihn letztendlich zu seinem Glück. Der USS Galathea. Für den Trill klang das nach einem Menschen, der vermutlich sehr Familiär eingestellt war, sehr bodenständig. Dafür sprach auch, dass er Ji-Yeong mit auf die Galathea genommen hatte, obwohl sie inzwischen fast alt genug gewesen wäre, auf eigenen Beinen zu stehen. Zumindest nach Trill-Maßstäben. Solowyow wirkte für ihn wie ein Mensch, der alles für einen tun würde, wenn man denn zur Familie gehört. Grwydro ertappte sich dabei, dass er den Commander auf eine Weise analysierte, wie Aini es vermutlich mit ihren Opfern gemacht hätte. War das noch sein Habit? Oder übernahm gerade der Symbiont in ihm?

 

Er versuchte sich dadurch abzulenken, dass er sich ansah, was dieses „Russland“ für ein Land sein soll. Die Ergebnisse seiner „Bildersuche“ war zunächst verstörend. Was ist das denn für ein Land? Offensichtlich nahmen Grautöne dort eine wichtige Rolle ein, zudem Politiker, die mit nacktem Oberkörper mit Bären ringen und offensichtlich außer Kontrolle geratene Trinker in gehockter Haltung und mit drei seltsamen weißen Streifen als Modeerscheinung an Hose und Jacke. Auffallend waren auch die vielen Verweise auf eine hohe radioaktive Verstrahlung. Stirnrunzelnd korrigierte Grwydro die Suchparameter. Offensichtlich hatte sich die Bezeichnung Russlands in den letzten Jahrhunderten das ein oder andere mal geändert. Und eins der vorherigen Versionen war in die Popkultur übergegangen. Jetzt, wo er nach dem aktuellen Russland suchte, sah er ein dicht bewaldetes Land, Moore und riesige Steppen. Mit all seiner Schönheit wirkte dieses Russland auf eine eigenartige Art und Weise einsam. Und irgendwie passte das, was er über Commander Solowyov gelesen hatte, gut zusammen. Grwydro blickte noch einmal auf Bilder des Commanders. Ja. In seinem Gesicht konnte man es irgendwie sehen. Ein Hauch Einsamkeit. Grwydro sah sich zwei drei weitere Bilder an, auch Bilder seiner Anfangszeit bei der Sternflotte. Wieder wurde er stutzig. Er wechselte beständig zwischen zwei Bildern hin und her. Und schloss die Personenfile letztendlich mit den Worten. „Memo an mich, wir sprechen mit dem Commander nicht über gutes Essen… da könnte ich in ein Wespennest stechen…“

 

Er bewegte sich in den Personenfiles weiter. Jeglicher Schreibkram für den Commander übernahm Petty Officer Miri Ghil. „Oh, eine Trill“ lächelte Grwydro. „Heimat Olé“. Nicht, dass er mit Miri auf Amtswegen viel Kontakt haben würde. Sie war in ihrer Rolle kein Crewmitglied, sondern eher diejenige, die den Commander an seinen Terminkalender erinnern würde. Dennoch schön, einen weiteren Trill an Bord zu wissen. Aber nein, er wollte auf der Brücke bleiben. Also sah er sich das Profil der ersten Offizierin an.  

 

Lt. Commander Ewa Natasza Zofia Zima. Ebenfalls ein Mensch. Aus einer Region namens Polen. Wieder sagte Grwydro diese Region gar nichts und er betätigte die Suchfunktion des Rechners. Er sah ähnliche Bilder wie zuvor bei Russland und änderte seufzend die Suchparameter. Daten aus dem 21sten Jahrhundert waren bei der Kulturrecherche wirklich problematisch. Dafür, dass man die Zeit „Das Informationszeitalter“ nannte, waren die meisten Informationen gefärbt oder schlichtweg falsch. Und das, was durch diverse Kulturkreise propagiert wurde, hatte ihre Effekte bis ins 24ste Jahrhundert. Die meisten Regionen waren in der Lage, die Faktenlage eindeutig erkennbar zu halten, aber was Grwydro nun über Asien und Osteuropa recherchierte, ließ ihn den Kopf schütteln. Wahre Informationen wurden zur Kunst. Vielleicht hielt er sich doch besser an die Personen. Wie eben Lt. Cmr. Zima. Rote Haare, grüne Augen... diese Kombination hätten ihr auf Trill spannende Möglichkeiten eröffnet. Doch auch ihre Geschichte las sich zunächst eher traurig. Sie hatte zuhause früh Verantwortung übernehmen müssen, kam dann zur Sternenflotte, alles lief gut, bis sie ihren Captain schlug und ihre Karriere beenden musste. Sie arbeitete als freie Frachtkapitänin, bis sie von Commander Solowyow für die Galathea reaktiviert wurde.

 

Grwydro setzte das Pad ab. Hatte er das gerade wirklich gelesen? Seine Gedanken rasten. Der Commander und der erste Offizier hatten also beide ein hohes Amt an Bord dieses Schiffes erhalten, um sie damit quasi ins Leben zurück zu integrieren? Zurück aus einem selbst gewählten Exil? Er würde darauf achten, ob die anderen solche Vitas auch hatten, aber eine Risiko wähnte er jetzt schon. Diese beiden Personen waren nun verantwortlich für einen großen Haufen Leute – einschließlich Grwydro selbst. Und sie alle folgten dem Aufruf, weil jemand anderes das für eine gute Idee hielt. Im Umkehrschluss hieß dass, dass all diese Personen sich erst einmal entscheiden würden müssen, ob dies auch wirklich eine gute Idee war. Ergo würden diese Beiden vermutlich erst einmal sehr mit sich selbst beschäftigt sein. Vielleicht ging genau deswegen ging diese Reise genau ans entgegen gesetzte Ende des Krieges mit den Klingonen. Bloß nicht direkt alles übers Knie brechen... moment... wenn nachher alle Leute an Bord eine solche Vita hatten... was machte er dann an Bord?

 

Grwydro schüttelte die Gedanken aus dem Kopf. „konzentrier dich, Aru.“ forderte er sich selbst auf. „Ich will hier recherchieren und nicht den Teufel an die Wand malen. Bleib bei Fakten und weg von Spekulationen.“ Wieder widmete er sich dem Pad zu. Er war sich sicher, dass er in der weiteren Personenakte von Lt. Cmr. Zima alles notwendige finden würde, um seinen Gedankengang als Blödsinn zu entlarven. Na bitte. Gelernte Botanikerin und Kampfsportlerin. Er würde sich sicher gut mit ihr verstehen. Oder wäre zumindest eine Herausforderung, wenn sie wieder einen Offizier schlagen wollte.

 

Der Trill folgte einem inneren Impuls und schaute sich als nächstes an, wer wohl der Counselor des Schiffes wäre. „Aha. Lt. Dr. Olivia Winterbottom. Wie erwartet eine Betazoidin… nein… halt... was? Zur Hälfte Vulkanisch???“ Beim Gedanken an einen vulkanischen Counselor lief Grwydro ein eiskalter Schauer über den Rücken. „Bitte, lass sie auf Betazed aufgewachsen sein...“ Nein. Der Gefallen tat die Psychologin dem Trill nicht. Er atmete durch. „Fokus, Grwydro. Die hat eine psychologische Ausbildung bei der Sternenflotte hinter sich. Die hätte sie nie erfolgreich abgeschlossen, wenn sie sich wie ein Vulkanier verhalten würde.“ Dennoch, sein Willen, hier mal den CNS aufzusuchen, war nicht gerade groß. Er las weiter ihr Profil. Und da war es wieder. Gut laufende Karriere, Beurlaubung wegen Krankheit des Gattens, ein trauriges Ende... und die darauf folgende Versetzung auf die USS Galathea. Entnervt warf er das Pad auf den Schreibtisch. „Das meinen die doch nicht ernst!!!!“

 

Es dauerte zwei Minuten und einen heißen Raktajino, bis er sich wieder den Personalakten widmete. Er schaute sich mal den Chef Ingenieur an. CINGs waren eigentlich immer irgendwie Bastler, die ganz in ihre Schiffe verliebt waren. Nerds. So wie er selbst. Meist positive, gut gelaunte Leute und meist etwas verschroben, aber intelligenter als alle anderen an Bord zusammen. Mal sehen, ob das auch auf Lt. Jg. Sergej Borisowitsch Medvedev zutraf. Der Name ließ es schon vermuten, auch er kam aus Russland. Und wuchs in einfachen Verhältnissen auf. Und tatsächlich, eine Grundauf positive Akte. Ein Bastler und Liebhaber von alten Rennwagen, der sein Handwerk richtig gut verstand. Das las sich sympathisch. Sein Bauchgefühl sagte ihm, dass er Commander Solowyov wohl kennen dürfte. War der nicht auch auf der USS Gandhi? Er grübelte schon, ob hier vielleicht ein wenig vetternwirtschaftliches Kirschenpflücken gemacht wurde. Anderseits... das würde dann ja auch Grwydros Einstellung auf der Galathea in ein gutes Licht stellen. Anscheinend hatte er dann etwas an sich, dass in diese Familienreise gut rein passen würde. Aber er hatte doch weder Solowkov noch die anderen je kennen gelernt?

 

Weiter gings mit dem Arzt. Lt. Doctor Helena Rubis. Auch sie war von der Erde, aus Italien. Davon hatte er gehört, ein Land in Form eines Stiefels und Modetechnisch wie Kulinarisch eine Offenbarung sondergleichen. Mal sehen, ob die Doktorin auch so viel Klasse hatte. Die Akte las sich gut... und natürlich war sie auch auf der USS Ghandi. Wie hätte es... oh... was war das? Die Exfrau von Admiral Stierer?? Dem besten Freund von Commander Solowkov? Was passierte hier an Bord nur? Ihm kam sein Gedanke vom Anfang noch einmal in den Sinn. Der Commander wirkte wie ein Mensch, der für seine Familie alles tun würde, solange er nur jemanden für Familie ansah? Das hier WAR seine Familie. Scheinbar hatte der Commander alle Leute an Bord geholt, die ihm in seinem Leben irgendwann mal wichtig waren. Umgeben von Getreuen in die Weiten des Weltraums, möglichst weit weg vom Krieg. Standen die Aktien im Krieg gegen die Klingonen denn so schlecht? Oder war das sogar eine dieser Missionen, wo jemand ein großes Geheimnis mit sich trägt und das einzige Ziel ist es, dies so lange wie möglich vom Feind fern zu halten? Grwydro nahm einen großen Schluck seines Raktajinos. „Jetzt geht die Phantasie aber gänzlich mit mir durch...“ ärgerte er sich über sich selbst.

 

Als nächstes war Grwydro beim CSO, dem Chief Sicherheits Offizier Lt. Jg. Nahima Thomson angekommen. Bevor er irgendetwas anderes las, blätterte er in der Vita erst einmal, ob ihn irgendwo der Name USS Gandhi ansprang. Tatsächlich nicht. Ein leichtes „Aaaah“ war zu vernehmen, dann widmete er sich dem Rest des Profils. Sie war Kanadierin und wie Grwydro befand schon ziemlich attraktiv. Begabt im Waffenlosen Kampf, hat ein Faible für Sprachen... „Wow... tolle Frau“ murmelte Grwydro und kam zur Passage, wo Nahima auf der USS Kirk Dienst machte. Und dort auf Commander Solowkov traf. Der Trill raufte sich die Haare. „Ouh Scheiße. Hier brauche ich es nur bei einer Person zu verkacken und sie hassen mich ALLE! Wo bin ich da nur hin geraten? Das ist ein einziger großer Familienausflug und ich bin der Reserve-Warpkern.“

 

Es musste an Bord doch irgendwen geben, der NICHT Blutsbruderschaft mit dem Commander geschworen hatte. Er rief sich das Profil des Cardassianers auf, den er beim Bankett angequatscht hatte. Der würde ja wohl sicher nicht vorher unter Solowyov gedient haben. Glen Yael Hadar, so sein Name und cardassianischer Rang. Grwydro wunderte sich. Er hätte erwartet, dass solch ein militärisches Volk den Taktischen Offizier würde stellen wollen, Aber er war nur der second CWI. Grwydro war sich nicht sicher, ob er bei seinem vielen Umgang mit Cardassianern je einen Wissenschaftler kennen gelernt hatte, der nicht entweder Militärexperte, Chemiker oder Biologe mit Spezialisierung auf Kampfstoffe gewesen war.  „Exogeologe mit einer Diplomarbeit über die Unterwassergeologie Cardassias...“ Der Trill stutzte. „Yael ist ein Prospektor. Wieso schicken die einen Prospektor auf ein Förderationsschiff, dass in eine Welt unterwegs ist, die die Cardassianer längst kennen? Und dann auf so einen Posten. Das klingt nicht so, als wollten sie ihn wirklich hier haben. Und die Cardassianer wiederum haben irgendwen geschickt, den sie entbehren konnten... die arme Socke... und ich mache mir Sorgen, dass ich es hier bei jemandem verkacken könnte... mal sehen, wen sie ihm überhaupt als Wissenschaftsoffizierin vor die Nase gesetzt haben...

 

„Ah... CWI ist Lt. Jg. Srivani Mukherjee... Mukherjee... moment mal... den Namen kenne ich doch...“ Grwydro legte das Pad kurz bei Seite und grübelte. „... aber woher?...“ Er blickte sich in seinem Zimmer um, als wäre er in der Hoffnung, dass irgendein Gegenstand in seinem Zimmer ihn beim Erinnern helfen würde. Auch wenn seine Augen kurz an der kleinen Risaner Palme haften blieb, lag ihm die Antwort auf der Zunge. „Habe ich die vielleicht an der Akademie kennen gelernt?... Es klingt Indisch... ich kann mich an keine Inderin erinnern...“ Er guckte auf das Pad. Das Bild der Wissenschaftlerin kam ihm tatsächlich vertraut vor. Aber sie war kein junger Fähnrich, sie konnte nicht zur gleichen Zeit wie er auf der Akademie gewesen sein. Ihm fiel die Körpergröße von 1,42 Meter auf. „Das gibt’s doch nicht. Mir kommt Name und Aussehen vertraut vor. Aber ich bin mir auch sicher, niemals eine so kleine, erwachsene Frau kennen gelernt zu haben, An sowas hätte ich mich doch erinnert...“ Grwydro raufte sich die Haare. Es lag ihm förmlich auf der Zunge und dennoch fiel ihm nichts ein. Er wollte sich das Profil noch weiter ansehen, als ihn das Geräusch des COM-Gerätes unterbrach.

[„Lt. Cmdr. Zima hier. Wir haben eine Notfallübung. Bitte erscheinen Sie umgehend im Maschinenraum“]

Grwydro blickte auf einen Chronometer. MD 3.0230... er hatte über den Studien seiner zukünftigen Familie völlig die Zeit vergessen.  

[„komme sofort“] antwortete er noch, dann traf es ihn wie einen Hammer. „Ohweh. Jetzt kenne ich die Leute also. Und sie werden alle da sein, alle auf einem Fleck. Und ich bin der Frischling ohne Erfahrung... ich... ich werde verkacken...“ Grwydro war wacher als noch zuvor. Kurz sammelte er sich noch einmal. „Na komm. Das sind doch alles nur deine eigenen Interpretationen. Das wird alles anders sein! Geh raus und lern sie kennen!“ Er neigte dazu, in solchen Situationen mit sich selbst zu reden. Jetzt galt es, mutig zu sein, aufzustehen und zum Maschinenraum zu gehen. Auf dem Weg dorthin kam er noch einmal am Hydroponischen Garten vorbei. Kurz blickte er hinein, sah Vernon und rief ihm nur ein „STECK DIR DEINE ALTHERREN-RATSCHLÄGE AN DEN HUT!!“ entgegen, bevor er Richtung Maschinenraum abdampfte und einen verdutzten Chief zurück ließ.   

</RPG>

 

<SUM>

# Ort: USS Galathea, Deck 12, Quartier Grwydro Aru
# Zeit: MD 2.2023


Grwydro richtet sich zuhause ein, lernt das Schiff ein wenig kennen und informiert sich über die zukünftigen Crewmitglieder.

 

</SUM>

 

 

 

Nächtliche Ruhestörung

elamatrix
 

<RPG>

#Ort: San Francisco Fleet Yards, Aussichtsdeck Werft 12
#Zeit: MD 0.2038

"Guten Abend Helena." hinter der CM der Galathea räusperte sich eine Männerstimme gedämpft. Marcus Stierer, Admiral der Sternenflotte, Freund von Aleksander Solowyov und nebenbei ihr Ex-Mann hatte inzwischen keine offiziellen Verpflichtungen mehr auf der feierlichen Indienststellung der USS Galathea. Er dürfte an sich gehen, doch er blieb, schon allein um mit seinem Freund zu feiern. Er war jetzt nicht mehr hier als der Admiral, sondern als Marcus. Nicht, dass dies den meisten Anwesenden hier wirklich auffiel. Für sie war das ein Admiral, ob privat oder nicht spielte dafür keine Rolle.

Für Helena spielte dies jedoch sehr wohl eine Rolle. Einst hatte sie diesen Mann geliebt und für ihn einiges geopfert. Ohne ihn hätte sie vermutlich weiter auf einem Sternenflottenschiff gedient. Jedoch hätte sie dann wohl nie in "ihrer" Klinik gearbeitet. Es war in Ordnung, wie es gekommen was. Sie war mit ihrer Vergangenheit ausgesöhnt.

Die CM drehte sich zu Marcus herum und lächelte während sich die beiden kurz umarmten.

"Guten Abend Admiral." Sie lächelte immer noch, als Marcus kurz das Gesicht verzog.

"Du kannst es nicht lassen, hm?" und auch er lächelte.

"Du willst also tatsächlich wieder ins All?"

Helena nickte. "Du weißt doch, Aleks kann man kaum etwas abschlagen, wenn er etwas unbedingt will." Marcus lachte auf. "Da hast du wohl recht." Doch dann wurde er wieder ernst, fast ein wenig besorgt.

"Pass gut auf dich auf, da draußen. Du weißt, es ist Krieg."

"Ich weiß, aber nicht dort, wo wir hinfliegen, dort erwartet uns das Unbekannte - vielleicht"

Trotzdem war es auch für einen Admiral ein Unterschied, ob man einfach Mitglieder der Sternenflotte auf so eine Mission schickte oder Personen, mit denen man Gefühle verband, auch wenn diese keine Liebe mehr waren.

"Pass gut auf dich auf. Und auf Ji-Yeong." Er lachte wieder. "Die Kleine hats faustdick hinter den Ohren. Sie hat ihren Vater losgeschickt, seinen Traum zu begraben und das Kommando abzulehnen um mir für ihn vorher mitzuteilen, dass er natürlich die ehrenvolle Aufgabe übernehmen würde, dieses neue Schiff zu kommandieren."

Hel lachte, "Das hat sie? Davon hat Aleks nichts gesagt. Aber die "Kleine" wird groß und ich fürchte sie wird sich auch von dir nicht mehr lang so nennen lassen."


# Ort: Quartier Helena
# Zeit: MD 3.0230

Es war finster als der Weckruf ertönte. Helena saß sofort in ihrem Bett und blickte sich kurz etwas unwohl um. Die erste/zweite Nacht im neuen Quartier auf einem neuen Schiff, in fremder Umgebung, da brauchte sie doch etwas Zeit um die Orientierung wiederherzustellen. Dann sprang sie aus dem Bett und griff nach der bereitliegenden Uniform. Als Ärztin mit Bereitschaftsdiensten war sie es gewohnt von einer Sekunde auf die andere aus dem Schlaf gerissen zu werden um Entscheidungen zu treffen.

"Computer, Bericht" rief sie, während sie in ihre Hose schlüpfte.

[Nachricht von Lt. Cmdr Zima betreffend einer Notfallübung.]

Hel quetschte einen Fluch durch die zusammengepressten Lippen und zog ihr Oberteil über.

Sie mochte keine nächtlichen Überraschungen nur so zum Spaß. Sie mochte ihren Nachtschlaf! Aufs Kämmen verzichtete sie, bei ihrer Frisur würde es nicht groß auffallen, wenn sie ein wenig zerstrubbelter als üblich waren. Sie schnappte sich ihren Kommunikator und rannte, ihn an die Brust steckend los.

Nur wenige Meter weiter wurde sie etwas unsanft gestoppt, als sie gegen etwas großes, schweres und hartes rannte.

"Alexa, Licht!" geblendet schloss sie die Augen, als das Quatierlicht auf 100% anging und sden Blick auf ihr ganz persönliches Umzugschaos freilegte. Grummelnd musterte sie die Umzugskiste, gegen die sie gerannt war. keine einzige Delle. Aber ihr Knie und Arm taten weh. Sie rieb sich im rausgehen die beiden schmerzenden Stellen und nahm sich vor, gleich am Morgen aufzuräumen. Oder Übermorgen....

Nun würde sie erstmal zusehen, dass sie pünktlich zur Übung kam, in der Hoffnung, dass im Anschluss wenigstens ein bisschen Zeit übrig bleiben würde um etwas Schlaf zu finden.

</RPG>
#Ort: San Francisco Fleet Yards, Aussichtsdeck Werft 12
#Zeit: MD 0.2038

Marcus unterhält sich kurz mit Helena und bittet sie auf sich und auf Ji-Yeong aufzupassen


# Ort: Quartier Helena
# Zeit: MD 3.0230

Helena wird für die Übung aus dem Tiefschlaf gerissen und es zeigt sich der Wert von Ordnung.
<SUM>

Fitness und Übung

Nicole
 

<NRPG>

Ich kann es dann doch nicht lassen und spiel in gefühlt 10 verschiedenen Zeitlinien zeitgleich. XD

Viel Spaß beim Lesen.

 

Grüße aus Wien

Nicole

</NRPG>

# Ort: USS Galathea – Korridore, Deck 09
# Zeit: MD 1.1720
# Ball: Freiball

Srivani hatte eine Fitnessmatte und eine Sporttasche unter dem Arm und war in Freizeitkleidung unterwegs. Sie hielt es für wichtig ihre Uniform nur während der Dienstzeit zu tragen und die Freizeit-Version gefiel der kleinen Frau nicht wirklich. Gekleidet in einer Kurtis ging sie beschwingten Schrittes war sie auf dem Weg zum Fitnessstudio.

Dort angekommen zog sie sich schnell ihre Yogahose und das Top an und betrat den Trainingsbereich, wo sie ihre Matte vor einem der Spiegel ausrollte. Vani begann mit einigen einfachen Übungen um sich aufzuwärmen und zu entspannen, bevor sie zu den komplexeren Positionen überging.

 


<RPG>
# Ort: USS Galathea – Maschinenraum

# Zeit: MD 3.0230
# Ball: Freiball

Vani las die Meldung über die Übung und blickte dann von ihrem PADD auf. Sie war gerade dabei die ersten Belastungstests der Laborgeräte nochmal zu prüfen, aber das musste wohl warten. Ihr Blick wanderte durch die Wissenschaftsstation auf der Suche nach Dr. Yael. Als sie ihn nicht sah, nahm sie an das er bereits auf dem Weg war, denn vor wenigen Augenblicken war er noch im Büro gewesen.

Also verließ Srivani die Station und machte sich auf den Weg zum Maschinenraum wo sie sich einfinden sollten.

Überraschenderweise schien sie die Zweite der Führungsoffiziere zu sein.
Die kleine Frau sah Ms. Winterbottom in einem hübschen Kleid und auf den Ballen und Zehen wippend neben Lt. Cmdr. Zima und Dr. Yael stehen. Vani nickte den Damen und ihrem Kollegen zu und wartete mit ihnen gemeinsam auf den Rest.

Obwohl Srivani keine Betozoid war, fühlte sie die Unzufriedenheit von Ewa. Offensichtlich war ihr nicht recht, dass die Führungsoffiziere noch nicht vollzählig waren. Als Vani auf die Zeit blickte, bemerkte sie, dass noch alles im Rahmen einer Übung in Ordnung war, konnte aber auch verstehen, warum Lt. Cmdr. Zima lieber wäre, es wären bereits alle hier.

Als nächstes betraten die medizinischen Führungsoffiziere den Maschinenraum. Ms. Winterbottom und Lt. Rubis begrüßten sich freundschaftlich, als die kleine Inderin das Gefühl hatte Ewa würde gleich losrennen und die Offiziere persönlich einsammeln und hierher zerren.

 </RPG>

<SUM>

# Ort: USS Galathea – Korridore, Deck 09
# Zeit: MD 1.1720
# Ball: Freiball

Lt. Mukherjee macht sich auf den Weg zum Fitnessstudio um dort Yoga zu üben.

# Ort: USS Galathea – Maschinenraum
# Zeit: MD 3.0230
# Ball: Freiball

Srivani und Dr. Yael kommen als erste bei der Übung im Maschinenraum an und warten mit Ms. Winterbottom und Lt. Cmdr. Zima auf die anderen Führungsoffiziere.

 

 

</SUM>

 

 

Übung der Schlafmützen

Miriam J.
 

 

 

<RPG>

# Ort: USS Galathea – Korridore, Deck 09

# Zeit: MD 1.1910

# Ball: Aleksander (Effi)

 

Die Augen des Kleinkindes weiteten sich, als sie das kuschelige Fell erblickte, das war ein Pony nach Emmas Geschmack, sie grapschte mit den immer noch klebrigen Fingerchen danach. Vielleicht war das alles nur lang ausgetüftelte Taktik von Kleinkindern, wenn die Finger immer zu klebten, dann hielten Ponys, Zauberstäbe und Modellflugzeuge viel besser an ihnen. Dieser Gedanke zauberte Olivia ein Lächeln auf die Lippen. Emma wollte das Stofftier hochheben, es schien jedoch doch etwas zu schwer für das Mädchen zu sein. Schnell eilte die kompetente Weltraumelfe der Nichte zur Hilfe, löste jedoch mit eben benannter Hilfe einen Heulkrampf aus der die Psychologin dazu brachte das Tier sofort wieder los zu lassen. Aleksander war wohl selbst für einen Moment von der Tonlage und der Lautstärke überrascht. Man vergaß solche unlieben Dinge mitunter doch sehr schnell wenn die lieben Kleinen erst einmal groß waren, wahrscheinlich ein natürlicher Instinkt, denn sonst wären so einige Rassen schon lang aus der Geschichte des Universums verschwunden – unwiderruflich getilgt.

 

Wieder huschte der Blick der Blondine zu ihrem CO, „Wir müssen das neue Familienmitglied wohl erst mal nach Hause bringen. Wie es aussieht ist es zu groß als das Emma es mitschleifen kann.“ So konnten sich die Pläne auch wieder ändern, Grundvoraussetzung bei der Kindererziehung - Flexibilität.

Sie blickte Emma an, die ihren neuen Freund hinter sich her zog, so dass der Stoff des Tieres über den Boden schlürfte.

„Komm mein Schatz, das Pony ist müde vom hertraben. Wir bringen es ins Bett und gehen uns dann das schöne Schiffchen angucken.“
Aleksander war immer noch verwundert, wie die Anwesenheit von Kleinkindern selbst eine Olivia dazu veranlasste ihren Sprachgebrauch anzupassen. Der Kommandant stand für einen Augenblick etwas verwundert da und blickte den beiden Damen hinterher.

„Du kannst auf einen Kaffee oder ein Stück Kuchen mittkommen“; erklärte Olivia während sie sich schon zu ihrem Quartier umgedreht hatte und von dannen schritt, die kleine Emma an ihrer Hand, der neue Freund hintern ihnen schleifend.

Aleksander war sich nicht sicher ob das eine gute Idee war und suchte für einen kurzen Moment nach einer Ausrede, das war vielleicht ein wenig viel für ein erstes privates Aufeinandertreffen.

„Komm schon. Ich habe Zitronenkuchen und außerdem habe ich auch nicht lang Zeit für dich. In einer Stunde haben wir einen Termin auf dem Holodeck zum Ponyreiten.“

Ein leises Stimmchen raunte ihm etwas von einem dejavue ins Ohr, an solche Situationen erinnerte er sich, aber irgendwie würden sie in den kommenden Monaten miteinander auskommen und irgendwann würden sie diese unglaublich unangenehme Gespräch führen müssen, also setzte der Russe sich von leichtem Unwohlsein begleitet in Bewegung, „Ich habe nicht vor mit dir unsere Beziehung nachträglich zu bewerten und ich erwarte auch keine Auswertung deinerseits“, stellte die Blondine fest als das Schott sich hinter Aleksander schloss.

„Bist du in meinem Kopf?“
Olivia zuckte mit den Schulter, „Wenn mich dein Unbehagen geradezu anschreit, dann kann ich nicht weghören. Setz dich und nimm dir vorher ein Stück Kuchen. Ich muss mit Emma das Stoffpony ins Bett bringen und es mit den 45 Anderen bekannt machen und ja es sind jetzt exakt 46.“

Die Damen verschwanden kurz ins Kinderzimmer, was zwar ein Traum aus rosa war, aber ähnlich elegant dekoriert wie der Rest des Quartieres.

 

 

 

# Ort: USS Galathea – Therapieräume Ms. Winterbottom  

# Zeit: MD 2.1630

# Ball: Von mir an mich? Schon wirr ^^ (Falls irgendwer eine Gespräch über kleine und große Problemchen führen will einfach melden.^^

 

Ewa saß mit verschränkten Armen auf dem Sofa der CSN und das bereits seit fast einer Stunde. Sie hatte hier sein müssen, das war zwar nur eine Formalität ihrer Wiedereinstellung, aber diese zehn Pflichtstunden waren fast so unangenehm wie die Gespräche mit den Zivilisten. Es gab echt Leute die beschwerten sich darüber das sie nur kaltes Wasser in der Dusche hatten, sie sollten sich doch über kaltes Wasser freuen. Warmes Wasser war ein Luxus und wenn diese Luxusartikel mal vorübergehend nicht verfügbar war, dann konnte man sich auf diesem Luxusdampfer beim besten Willen anderes behelfen, also ihr auf die Nerven zu gehen. Im Grunde sollten diese Leute sich doch darüber freuen das sie überhaupt Wasser zu freien Verfügung hatten.

 

Das waren Themen mit denen diese Ms. Winterbottom sich beschäftigen sollte und nicht damit sie in zehn Pflichtstunden zu therapieren.

Wobei?! Bis jetzt hatte sie auch nicht viel  getan, für das sicher stattliche Gehalt was die Sternenflottte dem Püppchen in weißem Sommerkleid zahlte.

Ein leises Knurren konnte Ewa gerade noch so unterdrücken. Sie hatte sicher bald ihre Zeit abgesessen, „Wie lange noch?“

Olivia blickte von ihrem Pad auf, „Noch zehn Minuten, dann haben sie es für heute geschafft.“

Ewa nickte und schwieg weiter, sie musste hier sitzen, aber sie musste nicht sprechen, das war der beste Vorschlag den Ms. Weltraumelfe ihr unterbreitet hatte, auch wenn Ewas Skepsis sich die gesamte Zeit über gemeldet hatte, das alles war sicher irgendwie ein Trick. Das Problem mit dieser Erkenntnis war nur leider, dass sie keinen blassen Schimmer davon hatte wie der Trick funktionierte.

„Ich habe Ihnen schon bestätigt, dass sie die erste Stunde abgeleistet haben“; Ewa nickte trocken als sie das PADD entgegen nahm, „Ich dachte wir sitzen hier noch ein paar Minuten?“

Olivia zuckte mit den Schultern, „Wenn Sie wollen, dann sind wir für heute fertig.“

Das Kommando zur Flucht! Eigentlich!

„Es war nicht fair!“, erwiderte die Polin stattdessen, „Ich musste gehen nur weil er…“

Ein Schnaufen untermalte ihre Worte, von denen Ewa selbst überrascht war.

Olivia legte den Kopf leicht schief, „Ich verstehe was Sie meinen. Aber dennoch sind sie wieder hier.“

Ewa prustet laut in den Raum hinein.

Kopfschüttelnd erhob die XO sich und bewegte sich zur Tür, nur die Worte von Olivia hielten sie für einen kurzen Moment lang auf, „Ich habe morgen um elf noch einen Termin frei.“

Ewa belegte die Therapeutin mit bösen Blicken, „Ich habe eine Woche bis zu meinem nächsten Pflichttermin.“
Olivia nickte bekräftigend, „Natürlich, ich wollte nur anmerken, dass ich morgen um elf einen Termin frei habe.“

Ewa schüttelte den Kopf und verließ den Raum.

Nun nachdem die böse Hexe die Bühne verlassen hatte eilte Ella in den Therapieraum, „Und hatte ich recht? Sie kommt doch bestimmt morgen nicht und wir brauchen ihr nicht die Vorschläge für den Adjutanten unterbreiten.“ Die junge CNS Anwärterin war mit PADDS beladen, übermotiviert und ungeschickt auf dem Sofa gelandet.

„Sie wird morgen um elf hier sein“, bestätigte Olivia und begann die Vorschläge ihrer Schülerin durchsehen.
„Sie hat also echt gesagt, dass sie Hilfe braucht“, fragte Ella unsicher nach.
„Nein, das erklären WIR ihr beim nächsten Termin.“

Die junge Finnin dachte nach, „Mischen wir uns da nicht zu sehr ein?“

Oliv befasste sich mit den Daten und blickte nur kurz auf um Ella mit einem Lächeln zu belegten, „Im Normalfall schon, aber bei ihr liegt der Fall etwas anders, wir müssen sie nur davon überzeugen das ein Adjutant hilfreich ist und sie unterstützt und das vielleicht noch so, dass sie meint es wäre ganz allein ihre Idee.“
Ella dachte angestrengt nach, „Wir könnten auch abwarten bis sie es von allein merkt.“

Mot setzte sich ebenfalls mit einem Teller leicht verwestem Essen auf das Sofa, „Sie ist psychologisch nicht mal in der Lage zu erkennen wann es anstrengend ist. Sie dürfen nicht vergessen, dass sie sich in den letzten Jahren bei der Sternenflotte mit  den schwierigen Aufgaben befasst hat. Ich bin mir nicht mal sicher, ob sie in dieser Zeit mit Zivilisten Kontakt hatte.“
„Das ist ein Scherz“, quietschte Ella erschrocken und erntetet nur ein leichtes Kopfschütteln ihrer Kollegen.

„Also wen haben sie als Favoriten für unsere Hexe ausgesucht“, fragte Olivia freundlich, was aber trotzdem nichts daran änderte das Ella zusammenzuckte.

„Das war nur… ein…also… das sollte keiner hören“, versuchte Ella sich schüchtern zu verteildigen.

„Ich weiß, die Frau jagt dir eine Heiden Angst ein und ein Spitzname mildert das Grauen etwas, außerdem kannst du so gedanklich den Frust abbauen, dass du meinst diese Gefühle könnten deinen Job beeinflussen.“
Oh, wie sie es manchmal hasste, von Psychologen umgeben zu sein, „Vielleicht etwas…. Aber ich arbeite dran.“

Mot stocherte noch immer in seinem Essen, „Ich bin auch froh, dass sie dein Patient ist.“

 

 

 

# Ort: USS Galathea – Maschinenraum

# Zeit: MD 3.0230

# Ball: Freiball

 

Ewa hätte ja liebend gern eine Übung einberufen ohne den Leuten etwas davon zu sagen, aber die gutmütige Ms. Winterbottom war da irgendwie anderer Ansicht. Sie war der Meinung das man erst mal langsam anfangen sollte, eine Aussage die Ewa überhaupt nicht verstehen konnte, ein Krieg, ein Feind, oder eine übermächtige angreifende Macht – fing ja auch nicht mal langsam an das Schiff zu zerstören und seine Besatzung zu töten, ihnen das Leben mit dein eisigen Händen aus den Leibern zu quetschen.

Sie musste dringend den Kontakt mit den Zivilisten meiden, das steigerte ihr Wohlbefinden nicht gerade, besonders dieser Lehrer, der immer mit irgendeiner Kleinigkeit an sie herantrat war Testobjekt Nummer eins auf ihrer Liste falls jemals, irgendwer ganz dringend am lebenden Objekt einmal testen musste, ob man eine Person ins All beamen konnte.

Okay, das war nur ein kleiner sarkastischer Anflug ihres Gehirns um die Wartezeit zu verkürzen. Sie konnte keine zivilen Lehrer ins All beamen lassen, der Papieraufwand war einfach viel zu groß.

„Sie liegen nicht gut in der Zeit“, stellte Ewa trocken fest, während sie nüchtern ihre Arme hinter dem Rücken verschränkt hatte.

Olivia hingegen, die in ihrem Lieblingskleid ein wenig die Blicke der Techniker auf sich zog, wippte von den Zehn auf die Ballen der Füße, „Laut Sternenflotten- Vorschrift liegen sie noch gut in der Zeit.“

„Die Sternenflotte ist viel zu großzügig bei der zeitlichen Freiheit für solch eine Übung.“

Olivia blickte noch immer auf die große digitale Zeitangabe die an die Wand projektiert wurde. Sie hatte vor drei Minuten die Führungsoffiziere und ihre Vertreter über ein Notfallprotokoll mitteilen lassen, dass sie einen Einsatz hatten und das Shuttle abflugbereit war, sie aber vorher sich im Maschinenraum sammelten und auf besonderen und sehr ausdrücklichen Wunsch von Ms. Winterelf auch das es eine Übung war.

Gut, alle samt schliefen nach den ersten aufregenden Tagen an Board, sicher den Schlaf der Gerechten, ABER das war doch irgendwie der aller beste Zeitpunkt für solch eine Übung.

„Sollten sie nicht langsam ihr PADD zücken um sich Notizen zu machen, wann die Schlafmützen hier auftauchen“, fragte Ewa ohne die Miene zu verziehen.

Olivia blickte auf die Uhr, „Ich wette das sie pünktlich sind.“

Ewa wendete sich nun zu dem blonden Weltraumelfe, „Was wenn nicht?“
„Wenn wirklich mehr als eine Person zu spät kommt, dann erlasse ich Ihnen eine Sitzung und wenn alle Pünktlich sind, dann kommen Sie drei Mal mehr.“
Ewa war sich siegessicher, „Gut, wenn Sie gern verlieren wollen.“

 

</ RPG>

 

< SUM>

# Ort: USS Galathea – Korridore, Deck 09

# Zeit: MD 1.1910

# Ball: Aleksander (Effi)

Das Pony wird erst einmal im Quartier untergebracht und mit den anderen Stofftieren bekannt gemacht. Außerdem erklärt Olivia das sie kein großes Bedürfnis hat über die alte Beziehung zu sprechen und diese nachträglich zum Thema zu machen.

 

# Ort: USS Galathea – Therapieräume Ms. Winterbottom  

# Zeit: MD 2.1630

Ewa bringt ihre erste Pflichtsitzung hinter sich und weiß gar nicht genau was die CNS des Schiffes mit ihr vorhaben.

 

# Ort: USS Galathea – Maschinenraum

# Zeit: MD 3.0230

# Ball: Freiball

Olivia und Ewa führen mitten in der Nacht ihre erste Übung durch und schließen eine Wette darüber ab ob wer zu spät kommt.

</ SUM>

 

übermittelt von Sunny (Miri)

 

aka

 

Lt. Olivia Winterbottom

CNS USS Galathea

 

 

Lt. Cmdr. Ewa Zima

XO USS Galathea

Re: In fremder Umgebung

Daniel Maximini
 


Hallöle
So, weiter gehts am Bankett. Ich kann den Cardassianer ja nicht mit dem Teller einfach so stehen lassen. ;)

<RPG>

 # Ort: San Francisco Fleet Yards, Aussichtsdeck Werft 12, synchrones Erd-Orbit, Sol-System

# Zeit: MD 0.1901

 

Der Trill naschte weiter von seinem seinen Teller, als sei das Essen die einzige Freude, die er hier hatte... außer vielleicht den Cardassianer als Stehtisch zu benutzen. Er schien es fast ein wenig zu genießen, hier seinen Schabernack zu treiben. Als Yael auf Grwydros Anfrage auch nur ein knappes „Vielleicht“ äußerte, folgte ein schmunzeln. „Da ist sie ja schon, die berühmte Cardassische Eloquenz.... ah... moment...“ Er hob kurz den Finger, als wolle er damit den Gegenüber bitten, sich jetzt nicht vom Fleck zu bewegen. Dann blickte er sich kurz um, riss dem Cardassianer den eben noch übergebenen leeren Teller wieder aus der Hand und drückte das Gesteck zusammen mit seinem, in Windeseile geleerten Teller einer Kellnerin in die Hand. Schon war er zurück bei Yael. „Entschuldigung, wo ist nur mein Benehmen. Es hätte sich natürlich gebührt, mich erst einmal vorzustellen, bevor ich Sie so mir nichts, dir nichts anquatsche. Ich bin Ensign Aru, der neue COMM der USS Galathea...“ wieder erhob er kurz den Finger, als wolle er den Gegenüber bitten, sich möglichst nicht zu bewegen. Seine Pupillen wanderten kurz nach rechts oben, dann lächelte er. „Ach ja... Salaan, Gacaliye Gul, waxaan rajaynayaa inaan kula kulmo.“ Es folgte ein ehrbares Kopfnicken.

„Sharafta waa inay ahaataa qaybtayda“ antwortete Yael, um die cardassische Begrüßungsfloskel zu vollenden. „Gar nicht mal schlecht, ihr Cardassisch.“

„Tja. Vermutlich eins der besten der Föderation... was keine Prahlerei ist, sondern eher ein Hinweis darauf, dass es kaum jemanden gibt, der es spricht. Während dem Dominionkrieg brauchte es diverse Erlaubnisse und Charakterprüfungen, um es überhaupt lernen zu dürfen. Ein Aufwand, den kaum jemand eingehen wollte. Ich konnte es glücklicherweise schon vorher. Entsprechend können Sie mir glauben, die hoffnungsvolle Freude darüber, es vielleicht endlich in Natura anwenden zu können, kommt aus reinstem Herzen.“

„Soso. Yael blieb auch weiterhin Wortkarg. Auch das sorgte wieder für ein Schmunzeln beim Trill.

„Keine Sorge, auch wenn es der Posten des COMMs es vielleicht vermuten ließe, ich bin kein steter, nervender Plauderer, den sie jetzt ungewollt an der Backe haben. Für den Fall, dass Ihr Plan eigentlich war, dieses Bankett so schnell wie möglich über sich ergehen zu lassen, dann geht es ihnen mehr wie mir, als sie es jetzt vermuten. Und wenn Ihnen nicht danach ist, von einem Föderationsmitglied ein kleines Stück Heimatgefühl entgegen zu nehmen, kann ich das vollends verstehen. Ich wühle mich stattdessen auch gerne noch einmal durch die Meditation über einen kaminroten Schatten. Von daher, nichts für ungut, ich versuche nur, das Beste aus diesem Fest raus zu holen. Sprich leckeres Essen und ein paar Brocken Cardassianisch. Die haben da hinten übrigens auch Zabufleisch und Fischsaft. Scheinbar wussten sie in der Küche, dass Sie kommen.“

 

</RPG>

 

<SUM>
#Ort: San Francisco Fleet Yards, Aussichtsdeck Werft 12, synchroner
Erd-Orbit, Sol-System
#Zeit: Mittwoch, 13. Januar 2416, 19:01 Uhr (MD 0.1901)

Grwydro versucht das Eis zwischen ihm und Yael etwas zu brechen.


</SUM>

Streiflichter der Vergangenheit

elamatrix
 

Hallo ihr lieben,

hier lernt ihr jetzt mal eure neue CM kennen. Und da ich grad tierisch blind bin (mir fehlen grad 5 Dioptrien um das auszugleichen) bitte ich etwaige Fehler zu entschuldigen. ich seh sie nicht....
<RPG>
#Ort: Wohnung Dr. Helena Rubis
#Zeit: Dezember 2415

Eigentlich hatte Helena bei ihrer Freundin nochmal vorbeischauen wollen,
ehe sie auf die Galathea ging und ins Weltall zu verschwinden. Sie hielt
nichts davon sich nur via Funk zu melden und zu verabschieden. jedoch
fand sich einfach kein Quentchen Zeit, um einen Besuch zu planen. Ihre
Eltern hatten (verständlicherweise) angemeldet, dass Sie Weihnachten bei
der Familie verbrachte. Die tage davor und danach waren angefüllt damit,
dass sie einen würdigen(!) Nachfolger für sich in der Klinik fand und
dem Packen der Habseligkeiten - sowohl in der Klinik als auch daheim.
Außerdem würde sie einen Teil der Sachen irgendwo unterstellen müssen.
Büro und Wohnung boten einfach deutlich mehr Platz, als es ein Quartier
auf einem Raumschiff bieten könnte.

Entsprechend stand Helena zwischen Kisten, als ihr wieder in den Sinn
kam, endlich ihre Freundin anzurufen. Es tat ihr leid, diese hier allein
zu lassen, die letzten Monate waren nicht leicht für sie gewesen. Sie
hatte sogar Glück, denn die Psychologin antwortete fast sofort auf ihren
Anruf.

"Hallo Olivia!" rief Helena daher, als das Bild aufflammte. Sie legte
den Kerzenständer beiseite, setzte sich vor die Kamera einfach auf eine
der rumstehenden Kisten und ließ die Füße baumeln.

[Du packst?] kommentierte Olivia das offensichtliche mit leichter
Verwunderung.

"Ja, ich wollte gar nicht so mit der Tür ins Haus fallen." Ein bisschen
aufgeregt war die baldige CM der USS Galathea. "Aber ich wurde gebeten,
den Posten der CM auf einem Raumschiff anzunehmen. Unendliche Weiten,
fremde Zivilisationen und so weiter.... Die USS Galathea wird im neuen
Jahr in Dienst gestellt und...."

Olivia unterbrach den Redeschwall ihrer Freundin. [WAS? Das ist nicht
dein ernst! Mein Vater versucht mich die ganze Zeit auf das Schiff zu
schwatzen weil er findet, ich müsste hier raus!]

Jetzt war Hel sprachlos und sah Olivia an. Dann ging ein breites Lächeln
über ihr Gesicht. "Ich find die Idee super!" rief sie. "Es würde gut für
dich sein.... und für mich!"


#Ort: San Francisco Fleet Yards, Aussichtsdeck Werft 12, synchroner
Erd-Orbit, Sol-System
#Zeit: Mittwoch, 13. Januar 2416, 19:00 Uhr (MD 0.1900)

Helena fühlte sich am Buffet wohl, das Essen schmeckte und sie konnte nach und nach mit so manchem ihrer zukünftigen Kollegen ein paar belanglose Worte wechseln. Das richtige Kennenlernen würde noch kommen, aber es war irgendwie schön zumindest ein Gesicht den Akten zuordnen zu können. Außerdem hatte Marcus keine Zeit für das Buffet. Nicht, dass sie ihm aus dem Weg gehen würde, jedoch wollte sie das Zusammentreffen lieber noch etwas hinausschieben, denn der Gedanke an ihn und dass sie schlussendlich nun doch wieder auf einem Raumschiff Dienst versehen würde stimmte sie melancholisch und nachdenklich. Der Gedanke, was gewesen wäre wenn... Als neben ihr plötzlich sich ein Riese von Mann am Essen bediente staunte sie jedoch nicht schlecht.

"Ivan???" rief Helena aus und Sergej drehte sich um, grad wollte er etwas aufgebracht berichtigen, dass er mitnichten Ivan war, nur weil er Russe war. Nicht jeder Russe hieß Ivan. Nur jeder zweite vielleicht! Da fiel sein Blick nach unten auf die kleine Italienerin.

"Helena!"

Der Ärger wich aus seinen Augen, denn ... diese kleine Frau durfte ihn so nennen.

Dabei war das alles nur eine Verwechslung gewesen.... Es war damals auf der USS Ghandi gewesen, er hatte sich gerade an den Plasma-Relais vergangen, als hinter ihm die Tür zum Maschinenraum aufglitt. Er war völlig in Gedanken und hochkonzentriert, weil das zu tauschende Relais summte und er sich noch fragte, was das sollte und ob es ihm wohl gleich um die Ohren fliegen würde. Bevor dies passieren konnte, wollte er es lieber abtrennen und sicherheitshalber austauschen, doch eher er dazu ansetzen konnte zuckte er zusammen.

"Ivan Ivanovich, Sie haben Ihren Untersuchungs- und Impftermin verpasst. Sie werden mir jetzt zur Krankenstation folgen und wagen Sie keine Widerrede."

Sergeij richtete sich ruckartig auf. Ein lautes Donnern kündete vom Kontakt zwischen Kopf und etwas Metallischem.

"Crewman Medvedev Ma'am, zu Diensten" brummte der Riese während er sich den schmerzenden Kopf rieb und die aufgebrachte Italienerin interessiert musterte. Er nahm sich vor, seinen Termin bei ihr lieber nicht zu verschwitzen. Mit dieser Furie wollte er sich lieber nicht anlegen.

Helena hatte sich im Anschluss tausendmal entschuldigt und er hatte Ivan darüber informiert, dass er sich lieber vor der Kleinen hüten sollte. Seitdem kannten sie sich - und das "Ivan" hatte sich zwischen ihnen gehalten, jedoch war Helena tatsächlich die Einzige, die ihn so nennen durfte.

</RPG>


<SUM>
#Ort: Wohnung Dr. Helena Rubis
#Zeit: Dezember 2415

Helena informiert Olivia darüber, dass sie den Posten der CM auf der Galathea angenommen hat

#Ort: San Francisco Fleet Yards, Aussichtsdeck Werft 12, synchroner
Erd-Orbit, Sol-System
#Zeit: Mittwoch, 13. Januar 2416, 19:00 Uhr (MD 0.1900)

Sergej und Helena treffen sich am Buffet und Sergeij erinnert sich daran, woher sie sich kennen, und warum er Ivan ist.

</SUM>

Kleine Frau - große Aufgabe

Nicole
 

<NRPG>

Ich hoffe das sprengt niemandes Ideen, hab mich bemüht es so offen wie möglich zu lassen. Und, ja, ich halt mich noch zurück beim Spielen anderer Charaktere, möchte sie zuerst besser kennenlernen.

Sonst schöne Grüße aus Wien an alle und viel Spaß beim Lesen.

Nicole

</NRPG>

<RPG>
#Ort: San Francisco Fleet Yards, Aussichtsdeck Werft 12, synchroner
Erd-Orbit, Sol-System
#Zeit: Mittwoch, 13. Januar 2416, 18:42 Uhr (MD 0.1842)

<QUOTE>

"Nein, nach der Grundausbildung war ich zwei Jahre auf der Sovek. Und
selbst?"

Sergej kam nicht zum Antworten, denn eine weitere Person mischte sich
ins Gespräch ein. "Hallo!" erklang eine Stimme hinter ihnen. Beide
drehten sich automatisch zum Neuankömmling herum, nur um in eine
Kameralinse zu blicken. Tom, der genau auf diese Reaktion gerechnet
hatte, zog den Auslöser durch und machte zwei schnelle Bilder. Dann erst
hielt er seinen Presseausweis in die Höhe. "Federation Prawda. Erlauben
Sie dass ich Sie zusammen vor der Galanthese (oder so ähnlich) ablichte?"

Nach einem Augenblick schockierten Schweigens polterte Sergej los.
"Sagen sie mal Mann... Gehts noch!? Wie wäre es denn gewesen, wenn Sie
erst fragen und dann abdrücken?"

"Nix für ungut", sagte Tom schnell und trat den schnellen Rückzug an
Sergej folgte ihm, er war noch nicht fertig mit dem Kerl. Doch nur
Augenblicke später war der Fotograf in der Menge verschwunden.

</QUOTE>

Vani sah den beiden etwas überrascht nach und zuckte dann mit der Schulter. Es war ihr zwar nicht recht, dass der Fotograf erst abdrückte und dann fragte, allerdings bezweifelte sie auch dass sie bei der „Jagd“ eine große Hilfe war. Sie wandte sich erneut dem Schiff zu nur um wenig später von einer Frau angesprochen zu werden.

<QUOTE>

"Wirklich ein schönes Schiff, nicht wahr?" begann die CSO, in der
Hoffnung, die Lt. jg. damit nicht zu überrumpeln.

Die sanfte Stimme der Frau die sich neben sie gestellt hatte, riss
Srivani aus ihren Gedanken und ließ sie augenblicklich den Kopf in den
Nacken legen. Sie musste meistens nach oben schauen, wenn man sie
ansprach, deshalb kam diese Bewegung schon fast reflexartig.
Um den Größenunterschied zu kompensieren, zog sich die sportlich
aussehende Offizierin schnell einen der herumstehenden Hocker näher und
setzte sich.

"Äh ... ja. Entschuldigung. Ich war in Gedanken. Ja wunderschön. Ich
kann es kaum erwarten, dass wir starten." antwortete die CWI mit einem
freudigen Blitzen in den grün-braunen Augen.
Sie lächelte dabei freundlich zu ihrer Gesprächspartnerin herüber.

"Srivani Mukherjee. Ich werde die Wissenschaftsstation an Bord leiten."

"Freut mich sehr." erwiderte die Halbindianerin. "Nahima Thomson. Ich
werde für die Sicherheit an Bord sorgen."

Beide Frauen reichten sich die Hände.

</QUOTE>

Vani sah sich die Frau genauer an und bemerkte, trotz der Galauniform dass sie durchaus gut trainiert war.

„Ich bin schon gespannt was uns dort draußen alles erwartet. Lt. Thomson, ich sehe dass Sie sich für Ihre Aufgabe fit halten?“, fragt Srivani, ein wenig unsicher wie sie die Frau ansprechen sollte, entschied sie sich für die formelle Variante um auf Nummer sicher zu gehen.

„Ja, vor allem Crossfit und Ausdauersport. Wäre nicht gut, käme mir jemand davon der Ärger macht.“

„Das stimmt wohl. Auch ich versuche mich fit zu halten, allerdings mache ich eher Yoga oder tanze“, gab die Wissenschaftlerin preis.

Die beiden Frauen unterhalten sich eine Weile über verschiedene Sportarten und wie man sich am besten fit hält. Vani bemerkte aus dem Augenwinkel, dass der Ansturm auf das Buffet langsam nachlässt.

„Ich werde mich mal um einen weiteren Aspekt der Fitness kümmern“, sagte Vani mit einem leicht entschuldigenden Lächeln, „Möchten Sie mich zum Buffet begleiten?“ Mit diesen Worten setzte sich die kleine Frau in Bewegung in Richtung Buffet, annehmend dass die Sicherheitsoffizierin sie begleitete.
Bei dem Buffet angekommen wählte Vani einige indische und risanische Speisen aus, sowie eine Anzahl an anderen Speisen um eine Balance zwischen den Nährstoffen aufrecht zu halten. Danach hielt sie Ausschau nach einem Platz zum Essen.

 

#Ort: San Francisco Fleet Yards, Aussichtsdeck Werft 12
#Zeit: MD 0.1933

#Ball: Freiball

 

Srivani gesellte sich zu den Party-Gästen und war für einen Moment enttäuscht die Galauniform tragen zu müssen, denn dies wäre eine gute Gelegenheit gewesen für eines ihrer Party-Outfits. Andererseits hatte die Uniform den Vorteil, dass sie sich nicht entscheiden musste war sie tragen sollte.

 

Ihr Blick wanderte durch die Menge auf der Suche nach ihrem Captain. Sie war sich sicher, dass Commander Solowyov irgendwo in der Menge ein paar Hände schüttelte. Allerdings ist die Suche für eine Frau ihrer Körpergröße bei einer solchen Menge nicht einfach.

Vani sah ein Mädchen mit einem roten Kleid, welches hochgeschlossen war, wenn man davon absah, dass es den Rücken freigab. Neben dem Mädchen erkannte die kleine Frau die Uniform des Commanders.

Als Vani sich in Richtung der beiden zu bewegen begann, hörte sie das jemand ihren Namen rief. Sie seufzte innerlich und drehte sich der Stimme zu.

 

# Ort: USS Galathea, Wissenschaftstationen
# Zeit: MD 1.0957

<QUOTE>
Als sie das Büro betritt begrüßt Vani den Cardassianer der sich bereits dort befindet mit einem Kopfnicken und meldet an die Brücke, dass die Stationen bereit sind.
„Ich nehme an Sie sind Dr. Yeal Hadar?“, fragt die kleine Frau den Mann.

Für einen Moment glaubte der Cardassianer einem Kind gegenüber zu stehen, dann setzte die Erkenntnis ein. Es war eine Sache in der Akte zu lesen das seine neue Chefin 1,42m groß war und eine andere sie vor sich stehen zu haben. Er neigte den Kopf um ihr besser in die Augen sehen zu können. "Yael. Dr. Yael Hadar." berichtigte er dann streckte ihr seine Hand entgegen so wie er es in den letzten drei Monaten gelernt hatte. Er verstand diese Geste des Körperkontaktes mit anderen Personen zwar immer noch nicht aber er war gewillt sich anzupassen. "Es freut mich sie kennen zu lernen, Lieutenant Mukherjee." schob er dann nach und versuchte sich in einem freundlichen Lächeln. Sie war seine Chefin und das allein zählte. Er wollte es sich nicht gleich am ersten Tag mit ihr verderben, immerhin würden sie viel Zeit miteinander verbringen müssen.

</QUOTE>

„Verzeihung, Dr. Yael“, korrigierte sie und verfluchte sich gedanklich für den Fehler.  
//Mein erstes Gespräch mit meinem Stellvertreter und schon unterläuft mir ein Fehler…und dann ausgerechnet bei seinem Namen. //

Sie reichte ihm die Hand.
„Auch mir ist es eine Freude Sie kennen zu lernen. Ich habe gesehen, dass Ihr Spezialgebiet die Geologie ist?“

Der Cardassianer nickte und ergänzte,“ Geologie und Geophysik, sowie noch einige andere Wissenschaften, die in diesen Bereichen hilfreich sind.“

Nun war es Srivani die nickte. „Ich habe die Geräte auf ihre Funktionen überprüft. Aber ich denke wir sollten auch andere Tests vorbereiten. Haben Sie Vorschläge?“ Vani begab sich während des Gespräches zu ihrem Schreibtisch und öffnete ein Dokument.


#Ort: USS Galathea, Konferenzraum I, Deck 1

#Zeit: MD 2.0925 (15. Januar 2416)

#Ball: Freiball

 

Vani betrat mit den anderen den Konferenzraum. Die junge Frau war ein wenig nervös. Auch wenn sie bereits auf der Sovek bei verschiedenen Besprechungen dabei war und während T’Kelkus Genesung auch Teil des Seniorstaffs war, ist es dennoch ungewohnt für sie.

Aufmerksam lauschte sie den Worten des Commanders. Als dieser bekannt gab das Dr. Yael in beratender Funktion zum Seniorstaff gehören würde, nickt sie kurz.  

<QUOTE>

"Lt. Mukherjee - ich nehme an, Sie werden die Laborausstattung sowieso einmal testen. Planen Sie aber vor Allem auch Tests der Eindämmungs- und Sicherheitskraftfelder, insbesondere unter Notstrom-Bedingungen. Bei jedem Kommando-Lehrgang werden Schauergeschichten darüber erzählt, was an Bord so passieren kann, wenn 'mal wieder' die Eindämmungsfelder bei einem wissenschaftlichen Experiment versagen. Herumlaufende Babyeinhörner oder schluckauferzeugende Seifenblasen mögen ja noch lustig sein - metallfressende Tribbels, tödliche Krankheiten und vampirische Energiewesen sind es nicht. Sollte hier auf diesem Schiff so etwas jemals vorkommen, können Sie sicher sein, dass ich genau nachfragen werden, wie so etwas passieren konnte…" In diesem Moment wirkte der Skipper so todernst, dass die kleine Inderin schlucken musste. "Aye, Sir."

</QUOTE>

Sie ist froh, dass sie bereits dabei ist die Tests zu planen und tauscht einen kurzen Blick mit dem Cardassianer. Vani nickte ihm mit einem leichten Lächeln zu, nachdem sie sich von dem kurzen Schock erholt hatte.

Als der Commander fragte ob es noch anderes zu besprechen gab, signalisierte Vani dass sie sprechen wollte.

„Lt. Rubis, ich möchte Sie gerne in die Planung der Tests in den Labors miteinbeziehen. Da wir uns die Geräte teilen, möchte ich sicher stellen dass diese frei sind, wenn sie von Ihrer Abteilung gebraucht werden.“

</RPG>

<SUM>

#Ort: San Francisco Fleet Yards, Aussichtsdeck Werft 12, synchroner
Erd-Orbit, Sol-System
#Zeit: Mittwoch, 13. Januar 2416, 18:42 Uhr (MD 0.1842)

Vani unterhält sich mit dem CING bis ein Fotograf das Gespräch unterbricht und Sergej dem Mann folgt. Danach gesellt sich CSO Nahima Thomson zu der Wissenschaftlerin. Die beiden Frauen machen sich bekannt und unterhalten sich eine Weile.

 

#Ort: San Francisco Fleet Yards, Aussichtsdeck Werft 12
#Zeit: MD 0.1933

#Ball: Freiball

 

Srivani mischte sich unter die Partygäste um dort mit dem Commander zu sprechen, wurde aber von jemandem abgelenkt.

 

# Ort: USS Galathea, Wissenschaftstationen
# Zeit: MD 1.0957

Vani entschuldigt sich für ihren Fauxpas und versucht das erste Gespräch zu retten.

 

#Ort: USS Galathea, Konferenzraum I, Deck 1

#Zeit: MD 2.0925 (15. Januar 2416)

#Ball: Freiball

 

Vani nimmt die Befehle für Belastungstests der Labors entgegen und bittet die CM um Unterstützung bei der Zeiteinteilung der Tests der Laborgeräte.



</SUM>

 

 

Sekt und Ponys

Christian
 

<NRPG>
Hallo zusammen,

wow - da sind ja schon einige sehr schöne RPGs zusammen gekommen. Und das in so kurzer Zeit.
Ich freue mich, mehr von euch zu lesen!
Daher hier noch ein paar Bälle, für alle :)

Ich habe allerdings davon abgesehen, schon etwas zu Katharinas ungewöhnlichen Scanner-Werten an MD 5 zu schreiben. Ich neige dazu, Handlungsstränge schnell zu vereinnahmen, möchte an dieser Stelle aber explizit euch allen erst einmal die Gelegenheit geben, etwas dazu zu schreiben.

LG
Effi
</NRPG>

<RPG>

#Ort: San Francisco Fleet Yards, Aussichtsdeck Werft 12
#Zeit: MD 0.1933
#Ball: Freiball

"Da bist du ja endlich, па́па!"
So wurde Aleksander von seiner Tochter begrüßt, die mit einem Glas in der Hand auf ihn zukam. Dass sie überhaupt heute hier war, war Ergebnis eines mittleren Dramas. Zuerst hatte sie sich ewig nicht entscheiden können, was sie anziehen sollte. Das ganze Zimmer war voll mit Kleidungsstücken gehangen. Dabei hatte sie nun mit dem weinroten, hochgeschlossenen aber halb rückenfreien Kleid nicht das an, was sie sich am vorherigen Abend ursprünglich rausgelegt hatte. 
Am heutigen Morgen dann war das Geschrei groß gewesen, als Ji-Yeong einen frischen, großen Pickel ausgerechnet auf der Stirn entdeckt hatte. Sie hatte sich die Tränen verkniffen und gesagt, dass sie nicht mitkommen würde. Erst als Aleksander dann gesagt hatte "Gut, dann bleibst du eben da", hatte sie sich brummelnd mit ihrer Großmutter eingeschlossen und verschiedene Hausmittel und Schminkutensilien ausprobiert, um des Ungetüms Herr zu werden. Aber was hätte Aleksander auch sagen sollen? Er hatte schlecht nicht nicht kommen können, was Ji-Yeong auch wusste. Gleichzeitig hatte er seine Tochter aber auch nicht zwingen wollen zu kommen - sie musste ihre eigenen Entscheidungen treffen und sollte sich auch wohlfühlen. Veranstaltungen wie diese waren schon langweilig genug.
"Ja, entschuldige. Ich hatte noch ein paar Dinge zu erledigen. Onkel Marcus kommt auch gleich." Er runzelte die Stirn, als er das Glas betrachtete. "Ist das etwa Sekt?"

"Ich hatte es eigentlich für dich genommen. Aber dann warst du nicht da..."

"Gönn' dem Kind zur Feier des Tages ein Glas, Aleksander" mischte sich da Levka ein. Die ältere Dame hatte sich mit Rock, Bluse und einem Halstuch gekleidet und sah, aus Sicht ihres Sohnes, fesch aus. Aber natürlich fiel sie damit hier auf - was sie aber nicht störte. "Muss ich dich daran erinnern, was du in ihrem Alter..."

"Nein, Mutter. Musst du nicht" rollte Aleksander mit den Augen. "Überlasse diesen Teil der Erziehung bitte mir!" Es folgte ein ernstes Blickduell mit Großmutter Levka, dann sah er wieder zu Ji-Yeong. 
"Ein Glas. Weil heute ein besonderer Tag ist."

"Onkel Marcus!" lenkte Ji-Yeong da vom Thema ab und sah an ihrem Vater vorbei, zu dem Mann in Admiralsuniform, der nun ebenfalls wieder das Aussichtsdeck betrat.

"Hallo Ji-Yeong" sagte dieser und umarmte seine Patentochter.
"Na, wie gefällt dir das Schiff?"

"Es ist groß" stellte die Vierzehnjährige nüchtern fest.

"In der Tat" amüsierte sich der Angesprochene. Die gute Laune sollte aber nicht lange vorhalten.

"Ich habe vorhin Tante Helena gesehen. Hast du schon...?"
 
"Nein. Ich habe nicht mit ihr gesprochen" antwortete Marcus, reservierter. Manchmal hatte er das Gefühl, dass Aleksander der einzige aus der Familie Solowyov war, der respektierte, dass er und Helena getrennte Wege gingen.

"Vielleicht..." setzte Ji-Yeong neu an, wurde aber von ihrem Vater unterbrochen. "Yi-Yeong - es reicht" sagte er, ernst, was seine Tochter zum innehalten und schmollen veranlasste.
"Entschuldige, Marcus" wandte er sich an seinen besten Freund, der nur seufzte. 
"Schon gut"

"Ich werde ein paar Hände schütteln" verkündete Aleksander dann. "Kommst du mit, Ji-Yeong?" fragte er seine Tochter. "Ich könnte etwas weibliche Begleitung brauchen."
Die Angesprochene nuschelte etwas Unverständliches und würdigte ihren Vater keines Blickes, hakte sich aber doch ein, um mitzugehen. Das wollte sie sich nun doch nicht nehmen lassen. 

<NRPG> So - der CO ist, samt Tochter, nun auch auf der Party. Falls jemand das Bedürfnis hat, ihnen über den Weg zu laufen. </NRPG>
 
***

#Ort: USS Galathea, Konferenzraum I, Deck 1
#Zeit: MD 2.0925 (15. Januar 2416)
#Ball: Freiball

"...persönliches Computer-Logbuch des Captain, Sternzeit - Computer: Sternzeit einfügen -: Wir haben das Sonnensystem der Erde gestern verlassen und befinden uns auf dem Weg zu Sternenbasis 621, wo wir weitere Vorräte und Crewmitglieder aufnehmen werden. Ich bin stolz, Captain dieses Schiffes zu sein und freue mich auf die Abenteuer, die vor uns liegen. Für 09:30 Uhr habe ich das erste Treffen meines Senior Staffs einberufen, um die finalen Kommandostrukturen zu klären und einige Aufgaben zu verteilen. Die Crew muss sich erst aufeinander einspielen und da..." 
Das Fiepen der Tür ließ Aleksander aufsehen. "Computer: Logbucheintrag pausieren."
Der Russe richtete sich auf und zog seine Galauniform-Jacke glatt, die er heute ja noch trug. Er war nicht eitel - auch wenn seine Tochter wohl anderes behaupten würde - sondern der Meinung, dass ein Offizier stets im Äußeren wie Verhalten die Sternenflotte zu repräsentieren hatte. Und ein kleines Bisschen war er auch nervös.
"Herein" 

Die Tür öffnete sich und seine EO betrat den Raum. Aleksander kam nicht umhin, den Schritt der Polin als 'schneidig' zu bezeichnen. Ja, die Uniform tat ihr gut - auch wenn sie im Lederoutfit sehr ansehnlich gewesen war, wirkte die Sternenflottenuniform dagegen wie eine zweite Haut. Es war Aleksander so, als wäre sie in den wenigen Stunden an Bord bereits aufgeblüht - kein Vergleich mehr zu der grimmigen, zynischen Frachterkapitänin mehr... Ok, der Zynismus war vermutlich immer noch vorhanden.
"Sir!" grüßte sie, sachlich und mit unbewegtem Gesichtsausdruck.

Aleksander antwortete mit einem freundlichen Lächeln und deutete rechts neben sich. "Überpünktlich. Und vorbereitet, wie ich sehe" sagte er, als er das PADD in ihren Händen wahrnahm. "Nehmen Sie bitte Platz."

"Danke, Captain" antwortete Ewa und setzte sich zur Rechten ihres kommandierenden Offiziers.

"Irgendwelchen besonderen Vorkommnisse, bis jetzt?"

"Sie meinen bis auf die 23 defekten Schallduschen, davon 18 in Familien-Quartieren und die nicht funktionierenden Replikatoren auf Deck 10, Sir?" fragte sie bissig. "Alles in Ordnung."
Tatsächlich hatte die EO die letzte Stunde damit verbracht, Zivilisten zu versichern, dass man sich um alles kümmern würde und das leichte technische Schwierigkeiten dieser Art vorkamen, wenn ein Schiff gerade frisch das Dock verließ. Aleksander hatte Recht damit gehabt, als er gesagt hatte, sie würde diesen Teil des Jobs hassen. Und zweimal hatte sie auch bereits ihre Entscheidung verflucht, Ja gesagt zu haben - ok, technisch gesehen hatte sie gar nicht "Ja" gesagt, war aber trotzdem hier - würde sich aber nicht ins Bockshorn jagen lassen. Nicht von ein paar Zivilisten mit defekten Duschen, die zu faul waren, zu einem anderen Replikator zu gehen.
 
"Ah, das übliche" nickte Aleksander. "Warten Sie erst die Meldungen über defekte Klos ab. Und irgendwem wird das Licht zu grell sein." prophezeite der CO. Immerhin war er selbst schon EO gewesen und kannte solche Anfangsschwierigkeiten.

"Na danke" brummte Ewa, setzte dann aber wieder ihre stoische Miene auf, als weitere Offiziere den Raum betraten.

Nach und nach kamen Ensign Grwydro Aru, Lieutenant junior grade Srivani Mukherjee, die Lieutenants Dr. Helena Rubis und Dr. Olivia Winterbottom, Lieutenant junior grade Nahima Thomson und Lieutenant junior grade Sergej Medvedev in den Raum. Glenn Yael Hadar hatte ebenfalls eine Einladung erhalten und wirkte ein wenig verloren zwischen all den Sternenflottenuniformen. Lieutenant Melek kam, zusammen mit Lieutenant junior grade V'rrir, zum Schluss. 

Als alle Platz genommen hatten, sah Aleksander einmal aufmerksam in die Runde. Irgendwie fand der CO es amüsant, dass Sergej und Yael als die beiden 'Großen' dieser Runde ganz am Ende des Tischs Platz genommen hatten, während die Inderin gleich vorne, bei ihm und Ewa saß. Und Srivani direkt gegenüber dann die Halbindianerin, die bemüht war, alles richtig zu machen und ja nichts zu verpassen.
"Danke, dass Sie alle hergekommen sind - und noch einmal willkommen an Bord." Auch wenn die Offiziere technisch gesehen keine Wahl gehabt hatten, als zu diesem Meeting zu erscheinen, konnte man trotzdem höflich sein. "Bevor wir beginnen - möchte jemand noch etwas zu Trinken?" Er selbst hatte noch eine halbe Tasse gelben Tee vor sich stehen. 
Als alle verneinten, fuhr er fort.

"Wie Sie sicherlich wissen, gibt es an Bord jedes Raumschiffs den sogenannten Senior Staff, der die Entscheidungen an Bord fällt und den anderen Offizieren vorsteht. Laut Statuten der Sternenflotte gehören diesem auf jeden Fall der Erste Offizier, der OPS, sowie CSO, CWI, CING und CM an." Tatsächlich erwähnte er dies noch einmal so, da hier einige Junior-Offiziere vor ihm saßen, die sich nicht notwendigerweise bereits damit beschäftigt haben mussten. Und so lange er Zeit hatte, gab er lieber - vielleicht schon bekannte - Informationen weiter, als dass sie jemandem fehlte. Ein gut geführtes Schiff brauchte, seiner Meinung nach, klare Strukturen und gut geteilte Informationen.
"Es steht dem kommandierenden Offizier frei, weitere Personen in diesen Kreis zu berufen - und deswegen sind Sie hier." Wieder ein Blick im Kreis.
"Ensign Grwydro Aru, Lieutenant V'rrir - ich berufe Sie bis auf weiteres in den Senior Staff dieses Schiffs" erklärte er mit seiner 'offiziellen' Stimme. War seine übliche Sprechweise von Freundlichkeit und Umgänglichkeit geprägt, hatte dieser Tonfall etwas Bestimmtes und war durchaus dazu geeignet, weniger erfahrene Offiziere unwillkürlich in Habacht fallen zu lassen. Tatsächlich war Aleksander im Sprechen geschult und wusste genau, was er mit seiner Stimme anstellen - oder anrichten - konnte.

"Olivia, du wirst als Counselor in eine beratende Funktion berufen. Insbesondere ermächtige ich dich der Moderation." Aleksander hatte sich überlegt, ob er Olivia dutzen oder sietzen sollte. Es war albern, privat und dienstlich hin und her zu wechseln und ging selten gut. Daher würde er Helena wohl auch dienstlich dutzen. Bei Olivia hätte er sich wohl dagegen entschieden, aber nach dem Gespräch gestern... 

Er wandte sich nun dem Cardassianer zu. "Mr. Hadar, Sie sind diesem Schiff als wissenschaftlicher Austauschoffizier zugeteilt. Da ich diese Zusammenarbeit wertschätze, berufe ich Sie ebenfalls in beratender Funktion in meinen Senior Staff." Er konnte ihr schlecht die gleichen Rechte einräumen wie seiner Vorgesetzten, das würde zu Verwicklungen führen. Aber so war hoffentlich ein guter Mittelweg gefunden.

"Weiterhin wird der Chef-Steward, sobald diese Position besetzt ist, dem Senior Staff angehören um Lt. Cmdr. Zima dabei zu unterstützen, die Belange der Zivilisten und Diplomaten an Bord zu vertreten.
Wir werden wöchentliche Regelmeetings abhalten, bei Bedarf auch häufiger."

<NRPG> Falls jemand reagieren will :) *Ball hinleg* </NRPG>

Damit übergab er auch an seine EO. "Lt. Cmdr., bitte."
Diese ergriff auch prompt das Wort. "Ich habe vorläufige Schichtpläne für die nächsten Wochen ausgearbeitet und Sie ihnen zugestellt. Die Abteilungsleiter haben dabei die Schichtpläne für die Mannschaften in ihrem Bereich erhalten. Bitte prüfen Sie diese und geben Sie mir bis morgen, 0900, Rückmeldung, wenn es Änderungsbedarf gibt. Wir werden vorerst ein Drei-Schichten-Rotationssystem verwenden. Captain Solowyov und ich werden die Tagesschichten auf der Brücke untereinander aufteilen. Während der Nachtschicht wird, zumindest bis wir die Sternenbasis 621 erreichen, abwechselnd einer der Abteilungsleiter die Brücke haben, damit Sie Erfahrung sammeln können. Bitte planen Sie die Schichten ihrer Abteilung entsprechend."
Nun lächelte die Rothaarige leicht, als sie in überraschte bis geschockte Gesichter blickte. So würde den Offizieren an Bord nicht langweilig werden. Und wenn man einmal eine ausreichende Zahl an Brückendiensten als diensthabender Offizier hinter sich gebracht hatte, konnte man besser verstehen, wo in anderen Abteilungen der Schuh drückte.

Dann sah sie Sergej an. "Lt. Medvedev - ich habe einige Berichte über defekte tertiäre Schiffssysteme erhalten und an ihre Abteilung weiter geleitet. Leider betreffen diese Defekte die Zivilisten, die mit ihren Sorgen zu mir kommen. Sollte ich auch morgen noch mit denselben Anliegen belästigt werden, werde ich persönlich in den Maschinenraum kommen und fragen, was da so lange dauert."

"Aye, Ma'am" bestätigte Sergej, konnte sich ein leichtes Brummen nicht verkneifen.
"Die Priorisierung der Reparaturen werde ich aber nach üblichen Gesichtspunkten vornehmen." So ganz klein beigeben tat der Russe nun auch wieder nicht.

"Nun, wenn der Warpkern damit droht, uns um die Ohren zu fliegen, erwarte ich sowieso Meldung, Lieutenant" gab die Polin spitz zurück.

"Überhaupt sollten wir die Schiffssysteme überprüfen" schaltete sich Aleksander nun wieder ein. "Natürlich gab es eine Qualitätssicherung vor der Übergabe, aber in der Praxis treten anfangs immer Probleme auf, wenn so viele Systeme auf einmal von der Crew im alltäglichen Gebrauch bedient werden. Das kann kein Test im Vorfeld leisten." Aleksander war lange genug beim Flottenkommando gewesen, um sich diesbezüglich keiner Illusion hinzugeben.
"Lt. Medvedev, Sie werden diesbezüglich alle Anstrengungen koordinieren. Ich denke, Sie können am Besten einschätzen, welche Tests sinnvoll zusammen und welche getrennt ausgeführt werden sollten, um möglichst viele Probleme zu finden. Lt. Melek, ich möchte, dass Sie unseren Chefingenieur dabei unterstützen und den Ressourcenverbrauch so planen, dass wir möglichst schnell möglichst viele Tests durchführen können." Ein kurzer Blick zu seinem 2O / OPS, der nickte, dann wieder zu Sergej. "Planen sie vor Allem einmal einen Vollast-Lauf des Warpkerns ein, ebenso ein Abschalten des primären Warpkerns und Umschaltung auf die Notversorgung durch den sekundären Warpkern ein. Weiterhin möchte ich die Umschaltung auf einen gesicherten Energieversorgungskreis durch den sekundären Reaktor jeweils für Wissenschaft und Medizin getestet wissen."

"Aye, Sir" bestätigte der russische Bär. Da würde einiges an Arbeit auf seine Abteilung zukommen. Zumal der Skipper sicher noch nicht fertig war. Aber besser jetzt als dass ihnen irgendwas Wichtiges in einer Krisensituation um die Ohren flog.

"Helena..." Aleksander wandte sich an die CM ".. ich möchte, dass ihr eine Not-OP simuliert. Denk dir was Herausforderndes aus, wofür du viel Energie und Geräte brauchst. Das ganze Protokoll - von Aufnahme bis Nachsorge." Wenn jemandem in der Crew was passierte, sollte dieser Person auch geholfen werden können. Dabei zweifelte er nicht an Helenas Fähigkeiten oder denen ihrer Abteilung - er wollte aber technische Ausfälle womöglich vermeiden.

"Lt. Mukherjee - ich nehme an, Sie werden die Laborausstattung sowieso einmal testen. Planen Sie aber vor Allem auch Tests der Eindämmungs- und Sicherheitskraftfelder, insbesondere unter Notstrom-Bedingungen. Bei jedem Kommando-Lehrgang werden Schauergeschichten darüber erzählt, was an Bord so passieren kann, wenn 'mal wieder' die Eindämmungsfelder bei einem wissenschaftlichen Experiment versagen. Herumlaufende Babyeinhörner oder schluckauferzeugende Seifenblasen mögen ja noch lustig sein - metallfressende Tribbels, tödliche Krankheiten und vampirische Energiewesen sind es nicht. Sollte hier auf diesem Schiff so etwas jemals vorkommen, können Sie sicher sein, dass ich genau nachfragen werden, wie so etwas passieren konnte.." In diesem Moment wirkte der Skipper so todernst, dass die kleine Inderin schlucken musste. "Aye, Sir."

"Das Gleiche gilt für die Kraftfelder im Arrest-Bereich, Lt. Thomson. Wenn da was rauskommt, was nicht rauskommen soll, werden Sie im Nachgang persönlich eine Zelle auf Ausbruchssicherheit testen, bis 
ihnen keinen Weg mehr einfällt."
"Wir werden alles testen, Sir!" beeilte sich die junge Frau zu sagen. Der Tonfall Aleksanders bereitete ihr Gänsehaut. Das war der Tonfall des Offiziers, der die Kirk aus der Krise geführt hatte. Sie hatte noch immer keinen vollständigen Überblick darüber, wer den Captain alles schon in solchen Situationen erlebt hatte... sie wusste aber, dass der Commander auch anders konnte.

"Gut. Weiterhin möchte ich, dass sie uns ein Ziel aussuchen, um unsere Waffensysteme zu testen. Nur Phaser und Photonentorpedos. Wie sie gesehen haben, wurden wir nur mit einem Drittel der üblichen Quantentorpedos bestückt, der Rest wurde an der Front gebraucht. Da wollen wir keinen verschwenden. Legen Sie die Pläne Commander Zima zur Überprüfung und Freigabe vor.
Weiterhin werden Sie für einen simulierten Angriff unserer Shuttles auf das Schiff sorgen, um die Schildkonfiguration zu testen. Lieutenant V'rrir, Sie unterstützen."

"Natürrrlich, Sirrr" schnurrte die Katze, die das ganze Meeting bisher eher entspannt betrachtet hatte.

"Noch Fragen? Andere Themen?"

<NRPG>Hat noch jemand etwas? </NRPG>

"Gut. Alle bis auf Lt. Cmdr. Zima und Lt. Winterbottom können nun gehen." Er lächelte und entließ die Offiziere - bis auf die beiden Angesprochenen.
Als alle draußen waren, sah Ewa ihn fragend an.

Der CO faltete die Hände, sah zwischen den beiden Frauen hin und her.
"Ich möchte, dass sie einige überraschende Notfallübungen ausarbeiten, durchführen und Bewertungen durchführen. Ich selbst möchte die Pläne zwar in den Akten haben, werde Sie aber im Vorfeld nur soweit lesen, wie ich muss - zum Beispiel weil eine Übung die Abwesenheit des CO beinhaltet oder ähnliches." Er atmete durch.
"Das ist vielleicht nicht fair, eine uneingespielte Crew so früh mit so etwas zu konfrontieren - aber Oktens Wiege wird nicht fair zu uns sein. Und so lernen wir hoffentlich wichtige Lektionen bevor es akut wird." Er blickte zu Olivia. "Bitte behalte den allgemeinen Stress-Level im Blick. Ich möchte die Crew auch nicht überfordern."

<NRPG> So... damit habt ihr auch eine Begründung für seltsame Vorkommnisse an Bord. Have fun :) </NRPG>

***

# Ort: USS Galathea – Korridore, Deck 09 
# Zeit: MD 1.1900

# Ball: Olivia

<NRPG>

Fehler! Ein schwerer Fehler wie sich wenig später herausstellte, denn ihr Weg wurde ruckartig abgebremst als sie mit irgendwem zusammenstieß.

„Entschuldigung“, sagte sie und blickte in das Gesicht, was sie nun gerade am aller wenigstens gebrauchen Konnte, „Aleksander.“

Die Frage war, wieviel hatte er von ihrem kleinen Familienstreit mitbekommen?
Emma blickte zu dem großen Mann auf und schien ihn zu mögen, denn sie grapschte mit den klebrigen Fingern direkt mal nach der Hand des Kommandanten, fand das jedoch binnen einer Sekunde nicht mehr spannend und wischte doch lieber die klebrige Kinderhand an seiner Uniform sauber, hielt sie in die Höhe und schien zufrieden, „Guck…. Sauber! Pony?“

Ne klar, sie konnte ihrem Kommandanten ganz gewisse weißmachen, dass sie Fachlich total kompetent war, nur gegen einen Teenager und ein Kleinkind verlor.
Toller Start!
</NRPG>

Da standen Sie also nun - gemeinsam auf dem Flur. Und das erschrockene "Aleksander" sagte dem Skipper, dass alte Kamellen vermutlich doch nicht gänzlich ausdiskutiert waren. Am Vormittag hatte man sich auf das dienstliche berufen und dann wieder an die Arbeit gehen können. Nun war das bedeutend schwieriger. 

"Hallo Olivia" sagte er schlicht und wandte sich dann erst einmal lächelnd dem Kleinkind zu, dass gerade seine Finger an seiner Uniform sauber gewischt hatte. Nun, dafür gab es Replikatoren - und schließlich hatte er selbst eine Tochter groß gezogen. Er wusste, dass Flecken sich manchmal einfach nicht vermeiden ließen.
"Und du musst Emma sein. Ja, hallo. Willkommen an Bord" grüßte er die Zweijährige. Er reichte ihr die Hand. Emma zögerte, umpackte dann doch zwei Finger, schüttelte diese - und lachte. "Pony?" fragte sie im Anschluss.

"Nein, wir haben jetzt kein Pony", bemühte sich Olivia in Geduld. Sie blickte zu ihrem CO. "Sie ist ganz vernarrt, aber mit dem Umzug..."

Aleksander nickte, verstehend. "Hat sie bestimmte vorlieben, was Ponys angeht?"

"Öhm..." Nun war Olivia doch etwas überrascht. "Ich glaube, bunt und kuschlig würde es gerade tun. Es sei denn, auf dem Schiff gibt es einen Streichelzoo?"

Aleksander lachte leicht, etwas, was Emma zum Glucksen brachte. "Nein. Wir haben zwar vieles an Bord, aber das nicht."
Der CO überlegte einen Moment und betätigte seinen Kommunikator.
"Solowyov an Petty Officer Ghil"
["Ghil hört. Womit kann ich dienen, Sir?"] erklang die fröhliche Stimme der Trill.
"Seien Sie bitte so gut und replizieren Sie ein Pony-Kuscheltier. Gerne bunt. Beamen Sie es dann zu mir in den Flur."
["Sir?"] Die Adjutantin war nun doch etwas verwundert.
"Wir haben hier eine junge Passagierin, die ganz traurig darüber ist, dass es hier keine Ponys gibt" erklärte er. "Und es sollen sich doch alle wohlfühlen."
["Verstehe. Kommt sofort, Sir. Ghil Ende."]
"So - Pony kommt gleich" wandte er sich wieder an Olivia und Emma.

Olivia hatte eine Augenbraue gehoben. "Du bist schon ein wenig verrückt. Wer war das eigentlich?"
"Petty Officer Miri Ghil, meine Adjutantin. Auf einem Schiff dieser Größe, zumal mit Zivilisten, hielt ich es für eine gute Idee, so jemanden zu haben."

"Und natürlich eine Frau" kommentierte Olivia, mit einem Tonfall, der in Aleksanders Ohren seltsam klang.

"Ich würde ja sagen, das sei Zufall.." begann er. ".. war es aber nicht. Ich glaube tatsächlich daran, dass es gut ist, gemischt geschlechtliche Teams zu haben, weil man die Dinge dann doch nochmal aus anderen Blickwinkeln beleuchtet."

"mmh"

"So..." Aleksander bemühte sich das Thema zu wechseln. "... die andere junge Frau war dann wohl Elisabeth?"

"Du hast es also doch mitbekommen?" seufzte Olivia und wurde wider Willen leicht rot. 

"Sicherlich nicht alles" wiegelte Aleksander ab, ließ die genauen Details aber offen. "Du weißt, ich könnte sie von der Sicherheit suchen und zurückbringen lassen - aber das würde die Situation sicher nicht verbessern." Klar ein Scherz. "Teenager. Nicht immer einfach."

"Wem sagst du das" nickte Olivia und seufzte. "Momentan würde ich sie manchmal gerne... Aber sie hat viel durchgemacht und ist nun dabei, erwachsen zu werden."

"Na, vermutlich steht mir mit meiner Tochter auch noch einiges bevor" sagte Aleksander nachdenklich.

"Wie alt ist sie denn?" wollte Olivia wissen. Die Frage war nun erst einmal mehr oder minder unverfänglich.

"Vierzehn." antwortete ihr Gegenüber. "Ich wollte sie gerade von ihrer Großmutter abholen."
In diesem Moment hörte man das Geräusch eines Transportvorgangs und in einem halben Meter Abstand manifestierte sich ein plüschiges Kuschelpony auf dem Boden, mit langen, bunten Haaren und knuddeligen Knopfaugen. "Ah!" Aleksander tat den Schritt nach vorne und hob das Pony auf, um es Emma hinzuhalten. "Hier, bitte!"

"Pony!" gluckste die Kleine und strahlte Aleksander an."

<NRPG>so... wie geht es nun mit den Beiden... oder Dreien... weiter? ;) </NRPG>

</RPG>

<SUM>
#Ort: San Francisco Fleet Yards, Aussichtsdeck Werft 12
#Zeit: MD 0.1933
#Ball: Freiball

Nachdem die Formalitäten erledigt sind, kommt Aleksander auch auf die Party, wo er bereits von seiner Tochter empfangen wird. Nach einem kurzen Wortwechsel schmollt diese etwas, begleitet aber ihrem Vater bei seinem 'Bad in der Menge'.

***

#Ort: USS Galathea, Konferenzraum I, Deck 1
#Zeit: MD 2.0925 (15. Januar 2416)
#Ball: Freiball

Aleksander benennt die Mitglieder seines Senior Staffs und verteilt einige Aufgaben. Vor Allem sollen die Systeme auf Funktionstüchtigkeit getestet und Übungen abgehalten werden.

***

# Ort: USS Galathea – Korridore, Deck 09 
# Zeit: MD 1.1900

# Ball: Olivia

Emma findet vermutlich einen persönlichen Helden, denn der CO besorgt ihr ein Pony. Zwar ist es nur ein Kuscheltier, aber man kann es drücken und lieb haben.
Derweil sprechen Olivia und Aleksander über Teeanger und deren Probleme. Manche Dinge bleiben aber (noch) unausgesprochen.

</SUM>

<NRPG>
Die Informationen zum Senior Staff könnt ihr übrigens auch auf der Homepage, unter http://www.sf-germany.org/einheiten/uss-galathea/das-schiff/posten-und-raenge/#Senior_Staff_Command_Crew noch einmal nachlesen.
</NRPG>

übermittelt von

Christian / Effi

aka.

Cmdr. Aleksander Solowyov
CO USS Galathea
Pony-Beauftragter


Kennenlernen

Nessy
 

<RPG>
#Ort: San Francisco Fleet Yards, Aussichtsdeck Werft 12, synchroner
Erd-Orbit, Sol-System
#Zeit: Mittwoch, 13. Januar 2416, 18:42 Uhr (MD 0.1842)

// Kennste eine, kennste alle. //

Tom hatte aufgehört zu zählen, wieviele Indienststellungen von Schiffen
er schon begleitet hatte. Es war doch immer wieder das gleiche. Die
Admiräle hielten ihre Reden. Übergabe der Plakette. Alle plündern das
Buffet. Grüppchen bilden sich. Schließlich allgemeiner Aufbruch, wobei
immer ein renitentes Grüppchen von Leuten zurückblieb, die nicht
begriffen dass die Party zuende war. Vorhersagbar. Langweilig.

Die ersten Male hatte er noch jedes Mal versucht, besondere Motive zu
finden. Ein ausgefallener Blumenschmuck. Ein besonderes Lichtspiel auf
der Schiffshülle. Eine ungewöhnliche Perspektive für ein Portrait. Große
Fotokunst. Nur um hinterher mit anzusehen wie der Chefred genau diese
Bilder ohne große Diskussion beiseiteschob.

Irgendwann hatte er es begriffen. Er schoss einfach die erwarteten
Bilder: Portraits der Admiräle; Totale der Menge am Buffet; das neue
Schiff. Es war Routine, austauschbare Gesichter auf immer wieder
gleichen Motiven. Trotzdem machte es ihm Spaß, auf das perfekte Bild zu
warten. Es war immer wieder erstaunlich, wie der Presseausweis und die
Kamera ihn unsichtbar werden ließen, praktisch zum Teil der
Inneneinrichtung machten.

So war er nun hier bei der Einweihung der USS Galapagos (oder so
ähnlich). Bis zur Übergabe der Plakette hatte er die Pflichtaufnahmen im
Kasten. Die Admiräle hätte man auch einfach aus dem Archiv nehmen
können. Nun entspannte Tom sich ein wenig und studierte unauffällig die
Charaktere.

Es war der übliche Mix aus alten Haudegen und Grünschnäbeln. Letztere
teilten sich wiederum in die Kategorien "versucht mit allen zu reden"
und "versucht mit niemandem zu reden". Was ihn etwas überrascht hatte
war, dass Captain Solowyow und Admiral Stierer anscheinend gut bekannt
waren. Was ihm ein paar dankbare Schnappschüsse von beiden im Gespräch
erlaubt hatte. Wahrscheinlich waren das schon die Bilder, die es in den
Artikel schaffen würden. Trotzdem machte er weiter, rein aus
professioneller Routine.

Da gab es zum Beispiel einen Trill, der anscheinend versuchte sich
unsichtbar zu machen. Klick! Das war wohl nix!

Ein blonde Vulkanierin oder Halbvulkanierin. Sie musterte ihn mit kühlem
Blick. Klick! Im Kasten.

Dort hatte er die rothaarige Zima, EO (sie sah nicht aus als ob sie
jemals lächelte). Von ihr hatte er vorhin während der Rede schon zwei
gute Nahaufnahmen gemacht. Er ließ den Blick weiter schweifen ....

Bingo! Foto-Gold!

Während die meisten am Buffet anstanden, stand am Fenster die kleine
Inderin, die ihm vorhin schon aufgefallen war. Neben ihr ein Bär von
einem Mann, mindestens zwei Meter groß. Beide schauten versonnen auf die
USS Galactica (oder so ähnlich). Was für ein Bild. Die Frau ging ihm ja
gerade so bis zum Bauchnabel! Der Kerl musste aufpassen dass er auf
seine Kollegin nicht drauf trat... Schnell brachte Tom die Kamera in
Stellung und machte einen Schnappschuss mit dem Tele.

<quote>
Srivani überlegte einen Moment ob sie ebenfalls gleich zum Buffet gehen
und in der Schlange warten sollte, entschied sich jedoch dagegen. Sie
ging in genau die andere Richtung und blickte aus dem Fenster hinaus auf
die Galathea. Ihr neues Zuhause. Das Schiff, mit dem sie neue Welten
entdecken und wissenschaftliche Rätsel lösen wird. Aufregung und
Vorfreude durchströmten Vani nun.

//Ob diese Emotionen der Grund waren, warum Aini Aru so abenteuerlich
lebt? //, fragte sich die Frau.
</quote>

Einige Momente träumte sie vor sich hin. Was sie wohl da draußen finden
würden? Unbekannte, neue Lebensformen? Freunde, Verbündete? Neue
Einsichten ins Leben? Es gab so unendlich viel zu entdecken, und jede
Antwort die man fand, war gleichzeitig Quelle neuer Fragen.

Auf einmal merkte sie dass nicht allein aus dem Fenster schaute. Sie sah
nach rechts und erblickte einen muskulösen Unterarm. Den Kopf hebend,
fand sie den dazugehörigen Oberarm und die Schulter und dann, ganz weit
oben in der Höhe, einen bulligen kurzgeschorenen Kopf. Auch er musterte
die Galathea und hatte noch nicht bemerkt dass er angeschaut wurde. Die
Nase wirkte etwas russisch.

"Ein wunderschönes Schiff, nicht wahr?" sprach sie den Mann an. Sie war
neugierig wer das war. Sein Kopf ruckte herum, er suchte kurz, ehe er
bemerkte dass seine Gesprächspartnerin eine halbe Etage tiefer zu finden
war.

"Von ferne sehen neue Schiffe immer schön aus", brummte er. "Bis man
dann rausfindet, was sie diesmal wieder weggespart oder 'verbessert' haben."

Sie guckte wohl etwas verwirrt, denn nach einem Moment fügte er hinzu:
"Verzeihung. Sergej Medvedev. Aus Moskau. Ich werde Chefingenieur auf
der Galathea."

"Freut mich sehr" erwiderte sie ehrlich erfreut. "Ich bin Srivani
Arandis Vimala Mukherjee. Chefwissenschaftlerin."

"Srivani Arrr.... öhm" versuchte er den Namen sich zu merken.

"Lieutenant Mukherjee", vereinfachte sie das Problem für ihn.

"Ah okay", nickte der Russe. "Sagen sie mal verzeihen sie die Frage,
aber wie alt sind Sie eigentlich?"

"Ich weiß, ich bin ziemlich klein geraten" lächelte die Frau. "Ich bin
28. Keine Sorge, ich habe die ganze Akademie hinter mir, genau wie sie."

"Hm." Sergej schien nicht so recht zu wissen was er nun sagen sollte.
"Willkommen an Bord jedenfalls. Ihr erstes Schiff?"

"Nein, nach der Grundausbildung war ich zwei Jahre auf der Sovek. Und
selbst?"

Sergej kam nicht zum Antworten, denn eine weitere Person mischte sich
ins Gespräch ein. "Hallo!" erklang eine Stimme hinter ihnen. Beide
drehten sich automatisch zum Neuankömmling herum, nur um in eine
Kameralinse zu blicken. Tom, der genau auf diese Reaktion gerechnet
hatte, zog den Auslöser durch und machte zwei schnelle Bilder. Dann erst
hielt er seinen Presseausweis in die Höhe. "Federation Prawda. Erlauben
Sie dass ich Sie zusammen vor der Galanthese (oder so ähnlich) ablichte?"

Nach einem Augenblick schockierten Schweigens polterte Sergej los.
"Sagen sie mal Mann.. Gehts noch!?" Wie wäre es denn gewesen wenn Sie
erst fragen und dann abdrücken?"

"Nix für ungut", sagte Tom schnell und trat den schnellen Rückzug an
Sergej folgte ihm, er war noch nicht fertig mit dem Kerl. Doch nur
Augenblicke später war der Fotograf in der Menge verschwunden.

Der CING blieb stehen und blickte sich suchend um. Der andere war in der
dichten Menge verschwunden die sich um das Buffet drängte. Wo war er
bloß hin?

Genau in diesem Moment rannte von hinten eine Frau in ihn hinein. Sein
nicht ganz freundlicher Blick schien ihr Angst zu machen. Mit den Worten
"Entschuldigung, Sir!" verkrümelte sie sich wieder. Der Vorfall brachte
Sergej wieder etwas zur Besinnung. Da hatte er wohl keinen guten ersten
Eindruck hinterlassen.

Was brachte es, sich über diesen blöden Reporter aufzuregen. Er ließ den
Blick über die fröhlichen Gesichter schweifen und beschloss, sich
erstmal was zu essen zu besorgen. Wie hieß es schließlich, Hunger macht
garstig.


# Ort: USS Galathea, Hauptmaschinenraum
# Zeit: MD 1.1745

Mit einem wohligen Seufzen betrachtet Sergej die fertig sortierte
Todoliste auf dem Bildschirm. Zeit, für heute Feierabend zu machen.

In Gedanken ließ er den ersten Arbeitstag noch mal Revue passieren. Er
war früh etwas eher gekommen, um sich einen Eindruck vom Maschinenraum
zu verschaffen bevor er voller Leute war. Die Galathea war tatsächlich
ein schönes, modernes Schiff. Man sah an vielen Stellen, dass die
Sovereign-Klasse eine auswentwickelte Serie war, bei der die
Kinderkrankheiten weitestgehend ausgemerzt waren und viele Details
einfach gut gelöst waren. Das waren solche Sachen wie die Verblendungen,
die nicht mehr verschraubt sondern mit einem Klickverschluss befestigt
waren; oder die ODN-Knoten, die jetzt eine freundliche mehrfarbige
Statusleuchte besaßen.

Anschließend hatte er einige Worte mit seinen Leuten gewechselt. Die
Crew war sehr durchwachsen; die meisten guten Leute waren an der Front,
und viele der Crewmembers waren ... nun ja.. eher "B-Material". Da gab
es Theoretiker mit zwei linken Händen, die man beschwatzt hatte hier
anzufangen. Ein älterer Petty Officer, technisch unglaublich beschlagen
aber er hatte "Rücken", "Knie", sah schlecht und was nicht noch alles.
Den Vogel abgeschossen hatte aber eindeutig Crewman Schneider. Sie hatte
ihm sofort frei heraus eröffnet, dass sie im vierten Monat schwanger war
und jederzeit ausfallen konnte.

Gegen Mittag ging es dann auch schon los. Trotz aller
qualitätssichernden Maßnahmen gab es auf einem Schiff dieser Größe
natürlich noch tausende Dinge die noch Nacharbeit bedurften, und die den
Leuten nach und nach auffielen, während sie ihre Stationen in Betrieb
nahmen. Er delegierte so gut er konnte, und schrieb den Rest erstmal
auf. Inzwischen umfasste die Liste schon knapp 200 mehr oder weniger
wichtige Probleme.

Somit war der Nachmittag wie im Flug vergangen, doch jetzt nahte der
Dienstschluss. Die ganzen Probleme würden morgen auch noch da sein. Er
schloss die Todoliste und rief den Deckplan des Freizeitdecks auf. Was
es da nicht alles gab. Ein Casino. Eine Schwimmhalle. Eine Bar gab es
natürlich auch. Mal sehen ob man dort etwas zu essen bekam.

Doch es kam wie es kommen musste. Sein Kommunikator piepste. Bedauernd
nahm er das Gespräch an.

"Medvedev hier?"

["Hallo Lieutenant. Hier ist Lt. Thompson von der Sicherheit und Taktik."]

Thompson... sagte ihm nichts. Sicher war sie auf dem Empfang gestern
gewesen, doch er konnte kein Gesicht zuordnen.

"Was kann ich denn für Sie tun?"

["Ich weiß es ist fast Dienstschluss, aber könnten sie noch mal hoch auf
die Hauptbrücke kommen und sich was ansehen?"]

"Hm", brummte er. "Das kann nicht bis morgen warten?"

["Leider nein. Wir haben ein paar merkwürdige Sensorwerte vom
Navigationsdeflektor. Nicht das wir einen Asteroiden übersehen oder so."]

"Kharasho, ich komme", seufzte Medvedev.

<NRPG: *Bällchen* an Katharina>

</RPG>

<SUM>
#Ort: San Francisco Fleet Yards, Aussichtsdeck Werft 12, synchroner
Erd-Orbit, Sol-System
#Zeit: Mittwoch, 13. Januar 2416, 18:42 Uhr (MD 0.1842)
- Sergej und Srivani wechseln zwei kurze Worte, werden jedoch dabei
gestört. (unmittelbar vor der Begegnung von Srivani mit Nahima)


# Ort: USS Galathea, Hauptmaschinenraum
# Zeit: MD 1.1745
- Kurz vor Dienstschluss wird Sergej auf die Brücke gerufen um sich
merkwürdige Sensoranzeigen anzusehen.
</SUM>

**submitted by
Johannes
a.k.a. Sergej Borisowitsch Medvedev, CING USS Galathea

Alarm auf der Brücke

Katharina
 

<NRPG>
Hej,

endlich auch von mir ein erstes RPG. Ihr habt ja alle schon so super
vorgelegt.

Liebe Grüße

ashes (Katharina)
</NRPG>

<RPG>
#Ort: San Francisco Fleet Yards, Aussichtsdeck Werft 12, synchrones
Erd-Orbit, Sol-System
#Zeit: MD 0.1842

Es war umwerfend. Nahima genoss den Anblick der USS Galathea, die hinter
dem polarisierten Glas sichtbar wurde.
Sie fiel lautstark in die Rufe und das Klatschen mit ein und konnte die
allgemeine Aufbruchsstimmung förmlich spüren.
Als sie von den Crewmen um sich herum ein paar hochgezogene Augenbrauen
und auf sie gerichtetet Blicke warnahm, schraubte sie ihre Begeisterung
ein wenig herunter.
Natürlich. Gala-Uniform und Sektgläser. Sie konnte auch förmlich leise
Klatschen.

Die schlanke Frau mit den rabenschwarzen langen Haaren ließ ihren Blick
von der Bühne weg und durch die Menge schweifen. Nicht weit von ihr
stand ein Cardassianer, in der typischen Militäruniform. Ein
Austauschoffizier vielleicht? Hätte sie sich doch bloß schonmal im
Vorfeld über die restliche Crew informiert.
Trotz der schwierigen Vergangenheit zwischen Cardassianern und den
Kolonisten auf Dorvan V, waren ihre Erfahrungen mit dieser Spezies
bisher neutral verlaufen. Sie hatte nicht viel übrig für Hörensagen und
war gespannt, ob er auf der USS Galathea mitfliegen würde.

Als Nahima sah, wie ein noch recht junger, schlaksiger Trill mit braun
gelockten Haaren auf den Cardassianer zueilte und ihm einen Teller vom
Buffet in die Hand drückte, musste sie schmunzeln.
Die auffällige Brille, die der Ensign trug würde sie auf jeden Fall
wieder erkennen, wenn er ihr später auf dem Schiff begegnen sollte.

Nicht weit entfernt fiel ihr eine blonde Vulkanierin auf. Zumindest den
spitzen Ohren nach zu urteilen, schien sie vulkanisches Blut in den
Adern zu haben. Sie hatte noch nie zuvor eine so interessante Frau
gesehen. Die eisblauen Augen blitzten aus einem sehr sympathischen
Gesicht heraus. Gerade als sie überlegte auf die unbekannte Lt.
zuzulaufen, hatte diese wohl ihrerseits ein bekanntes Gesicht entdeckt
und steuerte auf eine kleine, zierliche Italienerin mit schwarzen Haaren
zu. Die beiden umarmten sich. Sie schienen sich schon länger zu kennen.

Schulterzuckend wandte sich Nahima dem Buffet zu, um dem Sekt ein wenig
Grundlage zu verschaffen. Dabei vergass sie, sich beim Loslaufen
umzuschauen und rannte ungeschickt gegen eine Säule.
Zumindest dachte sie, es handle sich um einen festen, unbeweglichen
Gegenstand im Raum, bis sie nach oben in das Gesicht eines sehr großen
Mannes schaute. Dem Rang nach Lt jg., gelbe Streifen an der Uniform.
Seine grauen, stahlharten Augen schienen tief in ihre Seele zu blicken.
"Entschuldigung, Sir!" gab sie ganz perplex von sich und verdrückte sich
schnurstracks in der Menge, ehe der zukünftige CING der USS Galathea
etwas erwidern konnte.

// So ein Mist. Warum bin ich nicht stehen geblieben? Naja,
wahrscheinlich erinnert er sich später gar nicht mehr an mich. //

Da sie bei ihrer spontanen "Flucht" den Weg zum Buffet aus den Augen
verloren hatte, versuchte sich Nahima neu zu orientieren. Dabei fiel ihr
eine kleine, wirklich sehr sehr kleine Offizierin auf, die in Richtung
Werftausblick lief, um sich das Schiff von Nahem anzuschauen. Ein Blick
zurück auf die Warteschlange zum Essen bestätigte ihre Vermutung dass
diese eher länger als kürzer zu werden schien. Sie beschloss deshalb
sich lieber zu der Inderin zu gesellen.

"Wirklich ein schönes Schiff, nicht wahr?" begann die CSO, in der
Hoffnung, die Lt. jg. damit nicht zu überrumpeln.

Die sanfte Stimme der Frau die sich neben sie gestellt hatte, riss
Srivani aus ihren Gedanken und ließ sie augenblicklich den Kopf in den
Nacken legen. Sie musste meistens nach oben schauen, wenn man sie
ansprach, deshalb kam diese Bewegung schon fast reflexartig.
Um den Größenunterschied zu kompensieren, zog sich die sportlich
aussehende Offizierin schnell einen der herumstehenden Hocker näher und
setzte sich.

"Äh ... ja. Entschuldigung. Ich war in Gedanken. Ja wunderschön. Ich
kann es kaum erwarten, dass wir starten." antwortete die CWI mit einem
freudigen Blitzen in den grün-braunen Augen.
Sie lächelte dabei freundlich zu ihrer Gesprächspartnerin herüber.

"Srivani Mukherjee. Ich werde die Wissenschaftsstation an Bord leiten."

"Freut mich sehr." erwiderte die Halbindianerin. "Nahima Thomson. Ich
werde für die Sicherheit an Bord sorgen."

Beide Frauen reichten sich die Hände.

***

#Ort: USS Galathea, Quartier Nahima Thomson, Deck 04
#Zeit: MD 3.2300

Nahima lag mit offenen Augen auf ihrem Bett. Sie fand nach den ersten
Tagen ihrer Reise zu Sternenbasis 621 auf einmal keinen Schlaf.
Und das obwohl sie nach ihrer Schicht noch ein Sprinttraining mit
Crewmen Richards eingelegt hatte. Die Muskeln in ihren Beinen brannten,
aber ihr Geist wurde einfach nicht müde.

Sie hatte noch nicht viele ihrer Sachen ausgepackt. Auf einer hölzernen
Kommode standen aber eine handvoll Bilder ihrer Familie.
Darunter eines mit ihren Eltern zum 21. Geburtstag. Sie saßen zu dritt
draußen im Sonnenschein auf der Terrasse ihres Vaters und umarmten sich
gegenseitig. Die CSO musste schmunzeln und bemerkte dabei erst wie
nervös und angespannt sie tatsächlich die letzte Zeit über gewesen war.

Sie blickte hinüber zu einem weiteren Bild, welches sie in jungen Jahren
zeigte, strahlend vor der versammelten Crew des Handelsschiffes ihrer
Mutter. Die zierlichen Teenager-Arme zu einer starken Pose angewinkelt,
während der damalige Pilot Pete ihr das halblange Haar von hinten
zerzauste. Sie vermisste diese "wilden" Zeiten als junges Mädchen unter
vorwiegend männlicher Crew, ständig unterwegs. Eine Zeit mit zahllosen
Begegnungen, sowohl guter als auch bedrohlicher Art. Aber ebenso eine
Zeit geprägt von langem Warten auf Andockerlaubnis, Güterkontrollen oder
sich verzögernden Ladevorgängen. Manche Dinge erschienen mit Kinderaugen
betrachtet wesentlich romantischer und spannender, als sie es in
Wirklichkeit waren.

Sie musste lauthals lachen, als sie das Bild von sich und Ahanu
betrachtete, wie sie einen Stiefel voller Wasser genau über seinem Kopf
ausschüttete. Die darauf folgenden Prügelei mit ihrem 5 Jahre älteren
Cousin würde sie nie vergessen. Und auch die strafenden Blicke ihrer
Eltern nicht, als sie mit zerrissenen Klamotten und staubigen Haaren
nach Hause kam.

So viele schöne Erinnerungen, und so viel Unbekanntes, das vor ihr lag.
Nahima freute sich schon riesig auf die bevorstehende Zeit, die Crew,
die Welten, die sie entdecken würden.
Ein wenig mürrisch aber entschlossen wischte sie ihre Bedenken beiseite.
Den Posten für Sicherheit und Taktik zu vereinen war nicht ungewöhnlich,
wenn auch für sie überraschend. Aber schließlich
hatte der Captain sie genau hierfür angefordert und sie vertraute ihm.
Er schien sich seiner Sache sicher. Also würde sie ihn nicht enttäuschen.

***

#Ort: USS Galathea, Brücke
#Zeit: MD 5.1123

"Captain. Unsere Langstreckenscanner registrieren ungewöhnliche
Energieentladungen", meldete Nahima sich zu Wort.
Das Display vor ihr blinkte an mehreren Stellen energisch auf.

"Waffenfeuer?" hakte Aleksander nach.

"Das lässt sich auf diese Entfernung nicht eindeutig bestimmen, Sir."
antwortete die CWI von ihrer Station aus. Sie hatte die Sensorenmeldung
ebenfalls vorliegen.

"Wir müssten von unserem Kurs abweichen, um der Sache auf den Grund zu
gehen, Captain. Bei unserer derzeitigen Geschwindigkeit, verlieren wir
etwa 2 Stunden." brummte Lt. jg. V’rrir.
</RPG>

<SUM>
#Ort: San Francisco Fleet Yards, Aussichtsdeck Werft 12, synchrones
Erd-Orbit, Sol-System
#Zeit: MD 0.1842

Nahima taucht in die Feierlichkeiten ein, hat eine unsanfte erste
Begegnung mit dem CING und lernt die CWI kennen.

#Ort: USS Galathea, Quartier Nahima Thomson, Deck 04
#Zeit: MD 3.2300

Die CSO findet keinen Schlaf und denkt über ihre Vergangenheit und die
Zukunft nach.

#Ort: USS Galathea, Brücke
#Zeit: MD 5.1123

Ungewöhnliche Scannerwerte alarmieren die Brückencrew.
</SUM>

In fremder Umgebung

das_huegelchen
 

So dann versuch ich mich mal mit einem RPG. Ich hoffe das passt so und ich habe niemanden falsch dargestellt. Falls doch bitte melden.

Gruß

Mac

<RPG>

# Zeit: vor 4 Monaten
# Ort: Cardassia

Yael atmete tief durch bevor er in das Büro seinem Oberkommandierenden trat. Er salutierte und blieb vor dem Schreibtisch des Guls stehen. Sein Blick fixierten einen Punkt über dem Kopf des Guls an der Wand.
Der Gul musterte den jungen Mann einige Zeit und seufzte dann. "Setzen sie sich Hadar." brummte er und Yael entspannte sch kaum merklich und nahm schließlich auf dem Stuhl vor dem Schreibtisch platz.
"Sir." antwortete Yael und die Frage die er nicht stellte schwang deutlich in dem kurzen Wort mit.
"Sie haben Landurlaub, wieso sind sie noch an Bord?" wollte der Gul wissen. Yael verzog keine Mine. "Ich treffe mich erst heute Abend mit meiner Familie. Es gibt keine Grund schon früher runter zu beamen." gab er zurück und der Gul nickte nachdenklich.
"Gut, das erspart mir sie suchen zu lassen. Sie werden nach ihrem Urlaub nicht mehr an Bord kommen. Sie haben andere Befehle." erklärte er und schob ein PADD sowie ein Kästchen über den Tisch.
"Habe ich etwas falsch gemacht, Sir?" fragte Yael zum ersten Mal so etwas wie Emotionen zeigend. Der Gul lächelte knapp. "Nein, eher das Gegenteil. Sie wurden zum Glenn befördert für ihre Untersuchungsergebnisse und die Zentrale findet das sie Cardassia auf andere Weise noch besser dienen können.

Die Emotionen die sich in kurzer Zeit auf Yaels Gesicht wiederspiegelten waren beeindruckend. Der Gul hatte beinah Mitleid mit ihm.

"Verstehe, Sir. Wie lauten meine weiteren Befehle?" fragte Yael obwohl er wusste das diese auf dem PADD standen.

"Sie werden als Austauschoffizier zur Förderation gehen." erklärte der knapp und sah wie Yaels Gesicht aschgrau wurde. Für den jungen Mann musste das wie ein Exil vor kommen. Soweit er wusste war Yael noch nie ausßerhalb der Union gewesen. "Ich bin sicher sie werden ihren Platz dort finden und Cardassia stolz machen." fügte der Gul hinzu während Yael noch einige Sekunden benötigte ehe er den 'Rausschmiss' erkannte. Er griff beim aufstehen nach PADD und dem Kästchen mit seinem neuen Rangabzeichen, dann salutierte er erneut. "Für Cardassia." bestätigte er und verließ das Büro mit wackligen Beinen.

Der Gul seufzte und schüttelte den Kopf. Was musste sich der Junge aber auch mit einer Marak einlassen. Von all den Frauen an Bord ausgerechnet eine aus dieser Familie.


# einige Stunden später

Yael hatte seine Sachen gepackt und wartete im Transporterraum auf seine Freigabe als sich die Tür öffnete und Lani Marak eintrat.
"Du hattest doch wohl nicht gedacht das du abhauen kannst ohne das ich es mitbekomme?" fragte sie und Yael lächelte. "Ich hatte damit gerechnet das du auftauchen würdest deshalb habe ich den Transport verzögert." gab er zurück und schloß sie kurz in seine Arme. "Du willst doch nur um deine Beförderungsparty rum kommen, Glenn Hadar." ärgerte sie ihn weiter und sein lächeln verschwand.
"Nein, aber ich werde es wohl. Ich .. wurde nicht nur befördert, sondern auch versetzt." gab er schließlich zu und und sah wie das Gesagte langsam zu ihr durchdrang. "Versetzt? Warum? Und wohin?" wollte sie dann wissen und er senkte den Kopf. "Austauschoffizier bei der Föderation."
"Wow. Das ist toll! Ich wünschte ich könnte mit dir tauschen. Weißt du wie lange ich schon auf einen Platz im Programm warte?" fragte sie und war ehrlich begeistert. "Von mir aus können wir tauschen. Ich will da nicht hin." brummte er leise so das der Mann an der Konsole ihn nicht verstand. Lani stupste sein Kinn an und zwang ihn sie anzusehen. "Das wird toll, du wirst sehen. Ich beneide dich jetzt schon darum und wehe du schickst mir keine Nachrichten. Ich will alles wissen, hörst du? Alles!"
Das zwang Yael zu einem lächeln und er drückte ihre Hand. "Versprochen." antwortete er und wollte doch nichts lieber als an Bord bleiben.

"Wir sind bereit zum beamen, Sir." kam es von der Konsole und sie beide seufzten. "Dann ist das jetzt ein richtiger Abschied. Leb wohl Yael und vergiß mich nicht,"
"Niemals, Lani Marak. Ich melde mich sobald ich kann."


# kurz darauf

Wieder stand er vor einer Tür und wieder atmete er tief durch. Diesmal jedoch aus einem anderen Grund.
Die Tür öffnete sich und der vertraute Geruch der elterlichen Wohnung drang in seine Nase. Er trat ein und begrüßte seinen Vater mit einem kurzen Nicken während ein Blick zu seiner Mutter genügte um zu wissen in welchem Zustand sie diesmal war.

"Du bist spät, das Essen ist schon fertig und wir haben auf dich gewartet," erklärte sein Vater und Yael zuckte mit dem Schultern. "Ich musste meine Sachen packen, ich wurde versetzt." antwortete er und versuchte sich nichts weiter anmerken zu lassen. "Unser kleiner Bruder kommt endlich auf eine Galor?" witzelte Maran, sein Bruder. Yael schweig und setzte sich an den Tisch ehe er antwortete. "Dein kleiner Bruder geht als Austauschoffizier zur Sternenflotte."

Die Stille die sich plötzlich ausbreitete war zum schneiden.


# Ort: San Francisco Fleet Yards, Aussichtsdeck Werft 12, synchrones Erd-Orbit, Sol-System
# Zeit: MD 0.1900

Yael hatte sich das Schiff angesehen. Es war beeindruckend und so anders als die cardassianischen Schiffe. Immer wieder warf man ihm neugierige Blicke zu. Mit seiner cardassianischen Uniform ragte er aus der Menge der hervor. Um ihn herum wuselte es von Sternenflottenangehörigen in ihren Uniformen. Er war jetzt knappe 3 Monate hier und hatte diese hauptsächlich damit verbracht die vielen Vorschriften zu lernen die es hier zu beachten galt. Alles in allem unterschied sich die Flotte nicht groß vom cardassianischen Militär, es war vielleicht etwas weniger förmlich. Man salutierte nicht und auch wenn man den Vorgesetzten mit Respekt begegnete war alles ein klein wenig lockerer. Yael fand das ganze durchaus angenehm, gleichzeitig wollte er keine Fehler machen. Er repräsentierte hier Cardassia und er er wollte einen guten Eindruck machen. Das Gespräch mit seinem neuen 'Captain' ging ihm durch den Kopf und die Frage ob er zur Taufe dabei wäre. Natürlich hatte er ja gesagt. Zum einen interessierte es ihn wirklich wie dies hier von statten ging und zum anderen empfand er als seine Pflicht dabei zu sein.
Gleichzeitig musste er sich jedoch auch eingestehen das er ein wenig Angst davor hatte. Alle würden dort in ihrer Galauniform erscheinen - alle außer ihm. Auf Cardassia hatte man für solch einen Zirkus nichts übrig. Das würde ihn gleich auf 2 Ebenen aus der Menge hervorheben. Einmal weil er vermutlich der einige Cardassianer dort sein würde und einmal wegen seiner Uniform. Man würde ihn anstarren und hinter seinem Rücken tuscheln und ...
Yael zwang sich diese Gedanken von sich zu schieben. Wenn man vor etwas Angst hatte das war dies erst recht ein Grund es zu tun. Er würde sich davon nicht abbringen lassen. Er war eingeladen und er würde hin gehen. Er würde die Blicke und das Gerede ignorieren!
Er war Cardassianer!

Trotz seines inneren Monologs hielt sich Yael während der Rede des Admirals im Hintergrund. Hin und wieder streifte ihn ein neugieriger Blick aber mehr nicht. Dies war ein Moment für den Captain und den Admiral. Er wollte nicht plötzlich in Mittelpunkt stehen nur weil er war wer er war. Der Moment gehörte anderen.
Als das Buffet eröffnet wurde blieb er immer noch stehen und beobachtete die 'Meute' die sich über das Essen her machte. Anstatt es ihnen jedoch gleich zu tun besah er sich weiter das Schiff auf dem er künftig seinen Dienst verrichten würde. Dort drüben würde sein neues Quartier sein, sein neues Büro, neue Kollegen und eine neue Chefin. Sein Blick schweifte wieder über die Anwesenden. Er hatte sich die Akten der anderen Offiziere angesehen und konnte dank seines Gedächtnisses die meisten von ihnen bereits zuordnen. Lt.jg. Srivani Mukherjee konnte er in der Menge jedoch nicht ausfindig machen. Er hatte gehofft sie vielleicht hier bereits treffen zu können und ein paar Worte mit ihr zu wechseln aber vielleicht war es auch besser so.

"Kein Hunger?" wurde er plötzlich auf cardassianisch gefragt und ärgerte sich ein wenig darüber das sich jemand einfach so an ihn heranschleichen konnte. Er drehte den Kopf um die Person in Augenschein zu nehmen und benötigte einen Moment um das Gesicht mit der Akte in seinem Kopf in Einklang zu bringen. Er musterte den Trill einige stumme Sekunden. "Nicht wirklich." antwortete Yael schließlich auf Standard und wurde von dem grinsen des Trill überrascht. "Sehr gut, dann halten sie mal während ich mir eine zweite Portion holte." meinte dieser nur und drückte Yael einen Teller in die Hand um anschließend wieder in Richtung Buffet zu verschwinden.

Verwirrung war ein milder Ausdruck für das was Yael gerade empfand und so blieb er tatsächlich einfach nur stehen und wartete bis Grwydro wieder mit einem zweiten Teller zurück kam. "Sie sind der Cardassianer der mit uns mitfliegt, oder? Austauschprogramm?" versuchte er zwischen zwei Bissen herauszufinden und Yael legte den Kopf leicht schräg. "Offensichtlich." blieb er kurz angebunden was Grwydro jedoch nicht zu stören schien. "Das ist gut, vielleicht können sie mir ja helfen mein cardassianisch ein wenig aufzupolieren. Ich fürchte ich hatte in letzter Zeit nicht häufig die Gelegenheit es einzusetzen." meinte der Trill nur und Yael sah fasziniert zu wie Grwydro gleichzeitig reden und seinen Teller leeren konnten. Der nun leere Teller wanderte in Yaels Hand und der halb volle den er ihm vorhin in die Hand gedrückt hatte wanderte zu Grwydro.

"Vielleicht." wich Yael aus und fragte sich was der Trill wohl tatsächlich von ihm wollte.


# Ort: USS Galathea, Wissenschaftstationen
# Zeit: MD 1.0957

<QUOTE>
Als sie das Büro betritt begrüßt Vani den Cardassianer der sich bereits dort befindet mit einem Kopfnicken und meldet an die Brücke, dass die Stationen bereit sind.
„Ich nehme an Sie sind Dr. Yeal Hadar?“, fragt die kleine Frau den Mann.
</QUOTE>

Für einen Moment glaubte der Cardassianer einem Kind gegenüber zu stehen, dann setzte die Erkenntnis ein. Es war eine Sache in der Akte zu lesen das seine neue Chefin 1,42m groß war und eine andere sie vor sich stehen zu haben. Er neigte den Kopf um ihr besser in die Augen sehen zu können. "Yael. Dr. Yael Hadar." berichtigte er dann streckte ihr seine Hand entgegen so wie er es in den letzten drei Monaten gelernt hatte. Er verstand diese Geste des Körperkontaktes mit anderen Personen zwar immer noch nicht aber er war gewillt sich anzupassen. "Es freut mich sie kennen zu lernen, Lieutenant Mukherjee." schob er dann nach und versuchte sich in einem freundlichen lächeln. Sie war seine Chefin und das allein zählte. Er wollte es sich nicht gleich am ersten Tag mit ihr verderben, immerhin würden sie viel Zeit miteinander verbringen müssen.

</RPG>

<SUM>

# Zeit: vor 4 Monaten
# Ort: Cardassia
Yael wird befördert und bekommt den Befehl als Austauschoffizier zur Sternenflotte zu gehen. Er verabschiedet sich anschließend von einer guten Freundin und isst mit seiner Familie zu Abend währenddessen er seine Versetzung bekannt gibt.


# Ort: San Francisco Fleet Yards, Aussichtsdeck Werft 12, synchrones Erd-Orbit, Sol-System
# Zeit: MD 0.1900
Yael hält sich im Hintergrund und wird dann von Grwydro Aru angesprochen und zum Smalltalk genötigt.


# Ort: USS Galathea, Wissenschaftstationen
# Zeit: MD 1.0957
Yael begrüßt seine neue Chefin so wie man es ihm in den letzten 3 Monaten beigebracht hatte und versucht freundlich zu sein.

</SUM>

---

submitted by

Mac
aka
Yael Hadar

Toller Start

Miriam J.
 

Hallo Zusammen, 
ich versuch mich dann auch mal an meinem ersten Post und entschuldige mich, wenn es sich etwas holprig liest, ich muss auch erst mal in meinen Char finden. Ich hoffe nach Effis Start - Posts und den ersten Beiden super RPGs habe ich einen passenden Dritten geschafft. 
Liebe Grüße 
Sunny

 

<RPG >

# Zeit: MD 0.1842

# Ort: San Francisco Fleet Yards, Aussichtsdeck Werft 12

 

In ihrer mittlerweile doch recht langen Karriere bei der Sternenflotte, hatte Olivia bis zum heutigen Tag noch nie die Gelegenheit erhalten an einem Stapellauft teilzunehmen. Es war ein Ereignis an das Olivia sich bestimmt ihr ganzes Leben lang zurückerinnern würde.

Die Ansprache war packend und gut gesprochen, kurz waren ihre Gedanken leicht abgeschweift und hatten sich mit der Frage befasst, ob alle Offiziere ihre Ansprachen selbst verfasst hatten, oder ob sie Hilfe hatte, die eine oder andere Passage klang einfach zu glatt als das alte Militär - Mären sie hätte verfassen können. Es waren jedoch Worte die alle Anwesenden zu fesseln schienen und die sicherlich auch ihrem verstorbenen Mann gefallen hätte, sehr gut sogar.

Die Leute um sie herum schienen alle samt so voller Vorfreude, so voller Tatendrang und sie selbst? Olivia war sich immer noch nicht ganz sicher, ob sie diese Mission nicht einfach nur als eine Flucht nutzte. Eine Flucht vor dem Tod ihres Mannes, vor ihrem alten Leben, vor ihrem Schmerz.

Die Blondine atmete tief ein, nur um einen Moment später die Luft wieder entweichen zu lassen.

Das Buffet war offensichtlich eröffnet und erst der kollektive Ansturm auf das Essen riss die junge Frau aus ihren Gedanken. Noch einmal atmete sie tief ein und konzentriert wieder aus. Für den Moment schob sie alle düsteren Gefühle zur Seite und rang sich sogar ein Lächeln ab.

Auch sie reihte sich in den Zombiemarsch zum Essen ein. Aus den Augenwinkeln erkannte sie Aleksander, aber das hier war nicht der Moment für die erste Kontaktaufnahme und das Essen war ein willkommener Vorwand ihm aus den Weg zu gehen.
Kurz fiel ihr Blick auf einen jungen Mann, der sich im Getümmel auch nicht ganz so wohl zu fühlen schien. Er benahm sich einfach zu auffällig unauffällig.

 Erneut huschte ihr Blick zu Aleksander, der sich aber erst einmal mit anderen Dingen befasst, was auch vollkommen nach Olivias Geschmack war. Ihre Beziehung lag so lang zurück, dass es Oliv fast so vorkam als wäre sie es in einem anderen Leben gewesen und mit Sicherheit längst verjährt, aber dennoch? Ein recht unangenehmes Gespräch würde auf sie Beide warten und das hier war weder der richtige Ort noch die richtige Zeit um über die Vergangenheit zu sprechen.

Diese Feier war ein Fest des Aufbruches, ein Fest des Neuanfangs.

Wieder atmete sie tief ein und sah durch Zufalle eine Person für die sie noch nie einen Vorwand benötigte um ihr aus dem Weg zu gehen – Helena.

Mit dem gefüllten Teller in Händen bewegte Oliv sich auf die hübsche Ärztin zu, „Du auch hier?“

Ein freundliches Lächeln zeugte davon, dass diese Worte eher als Scherz gemeint waren. Trotz der beiden gefüllten Teller in den Händen der beiden Frauen, schaffte sie es sich zu umarmen.

„Unter normalen Umständen ist es ja ein modischer Selbstmord mit dem gleichen Outfit auf einer Party zu erscheinen“; scherzte Olivia weiter und strich über ihre Galauniform.

Helena erwiderte das Lächeln, „Ich glaub heute ist es eine Ausnahme“, sie blickte über die Anwesenden, „Wir sehen ja alle recht einheitlich aus“, scherzte sie weite und zwinkerte. „Aber ich bin mir sicher, dass du den neuen roten Schuhen von denen du mir berichtet hast heute sicher nachtrauerst… aber sehe es mal so, bei den Absätzen hätte ich dich morgen wegen eine Bänderzerrung behandeln müssen.“

Olivia nickte als stumme Antwort auf die Worte ihrer Freundin, „Du hast die Schuhe aber gesehen, sag jetzt nicht, dass es das nicht wert gewesen wäre.“

Helena lächelte erneut und harkte sich bei Olivia unter, den Teller jonglierte sie in der freien Hand weiter und  zog die Blondine mit sich, etwas näher zum Fenster, die Aussicht wurde einem ja auch nicht alle Tage geboten.

Das Schiff wirkte riesig und zugleich atemberaubend, beeindruckend. Untermalt von dem guten Essen und dem netten Ambiente wirkte das alles noch feierlicher. Kurz huschte der Blick der CNS über die Anwesenden und blieb für einen kurzen Moment auf einer jungen Frau haften, deren Alter sie nicht wirklich abschätzen konnte. Man hatte sie hier hereingelassen, also schien das alles schon zu stimmen und so konnte Olivia ihren mütterlichen Instinkt noch mal gerade so unterdrücken.

„Weist du schon wer uns begleiten wird?“; fragte die halbe Betazoidin neugierig nach.

Helena zuckte mit den Schultern, „Ein paar medizinische Akten habe ich mir schon zu Gemüte geführt.“

Olivia grinste, „Ich weiß du bist nicht gern unvorbereitet.“

 

 

 

# Zeit: MD 1.1900

# Ort: USS Galathea – Korridore

Die erste Schicht hatte Olivia mehr oder weniger ohne Zwischenfälle hinter sich gebracht, sie hatte es sogar geschafft sich mit den Leuten ihrer Abteilung bekannt zu machen und wenigstens ganz kurz in ein paar Akten blicken können. Für den morgigen Tag hatte Bud ihre neue Bürokraft schon ein paar Termine eingetragen, ein wirklich fähiger Mann wie Olivias erster Eindruck war. Vor allem schien er genau zu wissen in welchem Umfeld man sich wohlfühlte und so hatte er ein paar Pflanzen für die Beratungsräume organisiert und dem ganzen Bereich das Sterile genommen – ein wirklich fähiger und so freundlicher Mann.

Trotz allem war Olivia eigentlich froh darüber das sie nun erst mal ein paar Minuten für sich und ihre Familie hatte, zumindest hatte sie das bis vor zehn Minuten noch geglaubt. Ihre Nichte hatte sie jedoch direkt mit einem Teenager – Abgang begrüßt.

„Ich habe die Sachen zum größten Teil ausgepackt und die Katzen gefüttert“, mit diesen Worten drücke Beth ihrer Tochter Olivia in die Arme.

„Und was hast du nun vor“, ihre Unterhaltung hatte sich mittlerweile auf die Korridore verlagert, weil Beth fluchtartig das Weite gesucht hatte.

„Mir das Schiff ansehen“, erklärte der Teenager der übermäßig geschminkt war.

„Ich dachte das machen wir zu dritt“, versuchte Olivia sich an einem versöhnlichen Tonfall.

„Ich muss doch erst mal selbst die Lage abklären und dann können wir uns das hier gern mal zu dritt ansehen“, erklärte Beth und drehte sich noch ein letztes Mal um, schenkte ihrer Tochter ein Küsschen und ließ sich nicht mehr durch den Versuch einer Konversation aufhalten.

Vielleicht sollte Olivia für ihre Nichte auch einen Zwangstermin zum Gespräch wie mit der EO einberufen? Mit einem Kopfschütteln verdränge Oliv diesen Gedanken wieder wollte gerade noch etwas sagen, bemerkte jedoch das sie diesen Kampf verloren hatte, also setzte sie die quengelnde zweijährige auf die Füße, „Was gucken wir uns denn jetzt an?“

Die Zweijährige nuschelte sich irgendetwas unverständliches von Ponys in die Hand an der sie gerade lutschte.

„Ponys? Heute nicht mein Schatz. Wir suchen uns was zu Essen und dann suchen wir deine Mutter!“ Mit diesen Worten drehte Oliv sich erneut um, in Sachen Orientierung war sie nicht das Paradebeispiel und lief los ohne sich wirklich umzublicken.

Fehler!
Ein schwerer Fehler wie sich wenig später herausstellte, denn ihr Weg wurde ruckartig abgebremst als sie mit irgendwem zusammenstieß.

„Entschuldigung“, sagte sie und blickte in das Gesicht, was sie nun gerade am aller wenigstens gebrauchen Konnte, „Aleksander.“

Die Frage war, wieviel hatte er von ihrem kleinen Familienstreit mitbekommen?

Emma blickte zu dem großen Mann auf und schien ihn zu mögen, denn sie grapschte mit den klebrigen Fingern direkt mal nach der Hand des Kommandanten, fand das jedoch binnen einer Sekunde nicht mehr spannend und wischte doch lieber die klebrige Kinderhand an seiner Uniform sauber, hielt sie in die Höhe und schien zufrieden, „Guck…. Sauber! Pony?“

Ne klar, sie konnte ihrem Kommandanten ganz gewisse weißmachen, dass sie Fachlich total kompetent war, nur gegen einen Teenager und ein Kleinkind verlor.

Toller Start!

</ RPG>


< SUM>

# Zeit: MD 0.1842

 

# Ort: San Francisco Fleet Yards, Aussichtsdeck Werft 12

 

Olivia genießt die Feier und das Buffet. Sie nutzt die Party um ein wenig mit Helena zu plaudern und beobachtet dabei die neuen Kollegen.

 

 

# Zeit: MD 1.1900

# Ort: USS Galathea – Korridore

Olivia hat andere Pläne als ihre Nichte und versucht sich daran sie zu überzeugen das sie sich das Schiff zu dritt ansehen, scheiter jedoch kläglich. Leider wird Aleksander zufälliger Zeuge der kleinen Familienauseinandersetzung.

</ SUM>

übermittelt von
 
Sunny (Miri)
 
aka
 
Lt. Olivia Winterbottom
CNS USS Galathea

 

 

Das Bankett und der Start der USS Galathea

Nicole
 

<NRPG>
Hallo zusammen!

Hier meine Zeilen zu dem Part bevor das Schiff ausläuft.

Viel Spaß,
Nicole
</NRPG>

***

<RPG>

#Ort: San Francisco Fleet Yards, Aussichtsdeck Werft 12, synchrones
Erd-Orbit, Sol-System
#Zeit: Mittwoch, 13. Januar 2416, 18:13 Uhr

Eine kleine, junge Inderin in Galauniform bewegt sich auf den Eingang zu dem Aussichtsdeck zu. Srivani war nervös. Nicht einmal hat ihre geringe Körpergröße in Kombination mit ihrem jungen Aussehen dafür gesorgt, dass man sie für ein Kind hielt. Aber nun war sie Lt. Jg. Srivani Mukherjee, CWI auf der USS Galathea.

In Gedanken kontrollierte sie noch ein letztes Mal ob auch alles eingepackt war. Nicht das sie viel hätte. Die kleine Skulptur aus Risa sorgte für ein kurzes Lächeln und rote Wangen. Der kleine Hindu-Schrein war auch bereits in ihrem Quartier. Und mehr hatte sie nicht. Also, nichts dass ihr sonst noch wichtig war.

Vani sah das gerade noch einige andere Crew-Mitglieder der Galathea, oder zumindest nahm Srivani an dass es sich um solche handelte, durch die Sicherheitskontrolle auf das Aussichtsdeck gingen. Die kleine Frau schloss sich der Gruppe an, strich ihre Uniform noch einmal glatt und überprüfte ob ihr geflochtenes Haar auch noch in Ordnung war. Sie hatte die Hoffnung das man sie nicht genauer beachten würde, wenn sie mit einer Gruppe hereinkam.

„Moment, junge Dame“, ertönt eine strenge Stimme hinter ihr.
Vani drehte sich um und sah einen Sicherheitsoffizier vor sich.
„Wo möchtest du denn hin?“
Vani verdrehte innerlich die Augen und holte sicherheitshalber ihr Pad hervor, wo sie die Beförderung und den Befehl sich auf der USS Galathea einzufinden abgespeichert hatte.
„Ich bin Leutnant junior grade Srivani Arandis Vimala Mukherjee und werde meinen Dienst als CWI auf der USS Galathea antreten.“
Der Sicherheitsoffizier musterte die kleine Inderin skeptisch und überprüfte ihre Aussage. Als er feststellte, dass die Person vor ihm tatsächlich eine ausgebildete Offizierin und keine Kadettin auf Abwegen war, entschuldigte er sich und verabschiedete sich förmlich.

Vani betrat die Plattform und hoffte das eine oder andere bekannte Gesicht zu sehen. Doch erkannte sie im ersten Moment niemanden. Als sie nach oben ging um sich zu den Offizieren zu gesellen begann ihre Nervosität wieder hochzukommen. Aber Vani kämpfte dagegen an. Ein einfacher Trick half ihr dabei. Kontrollierte Atmung und das Suchen und gedankliche Ablegen von je einem Ding, dass zu je einem Sinn passt.

Sie nickte höflich den anderen Gästen zur Begrüßung zu und hoffte darauf vielleicht hier jemanden zu kennen.  Nach einer Weile nahm sich Vani einfach etwas zu trinken und hielt Ausschau nach anderen Offizieren in blau.  

</RPG>

< SUM> 

Srivani stößt auf dem Weg zur Aussichtsplattform auf ein ihr bekanntes Hindernis. Man hält sie erneut für ein Kind in Galauniform, als der Irrtum erkannt wird, lässt man sie aber durch.

</SUM>

<RPG>

***

#Ort: San Francisco Fleet Yards, Aussichtsdeck Werft 12, synchrones
Erd-Orbit, Sol-System
#Zeit: Mittwoch, 13. Januar 2416, 18:42 Uhr (MD 0.1842)


"... und so ist es mir nun eine besondere Ehre, Ihnen allen die USS
Galathea vorzustellen."
Der ebenfalls in Gala gehüllte, leicht untersetzte Rear Admiral Marcus Stierer hatte gerade eine Rede gehalten und deutete nun in einer beinahe
theatralischen Geste zum polarisierten Glas hinter sich, dass nun durchscheinend wurde und den Blick auf das dahinter liegende Schiff freigab.
Die Menge jubelte und applaudierte. Und Vani schloss sich den lächelnd klatschenden Offizieren an.

Der Admiral wartete, bis das Klatschen und die aufgeregten Rufe etwas
abgeklungen waren, ehe er fortfuhr.
"Die USS Galathea ist ein Schiff der Sovereign Klasse im Nereus-Refit. Sie wird vom heutigen Tag an unter der Registrierungsnummer NCC-80112-B als Teil der 5. Flotte geführt werden." Wieder wartete er einen Moment. "Darf ich nun den CO der Einheit, Cmdr. Aleksander Solowyov, zu mir bitte?" Er suchte mit den Augen die Menge ab. "Aleksander?"

Der Angesprochene trat aus der Menge hervor und die drei Schritte zum
Redepult hinauf.

//Das ist also der Captain//, dachte sich die junge Frau und beobachtete wie der Mann vom Admiral begrüßt wurde.
Sie lauschte den folgenden Worten und beobachtete dabei vor allem den Captain. Die Inderin versuchte den Mann einzuschätzen unter dessen Kommando sie stand. Erneut tauchte die Frage in ihrem Hinterkopf auf, ob sie ihre Beförderung T’Kelku zu verdanken hatte oder ob es Zufall war oder ob der Captain sie gezielt ausgesucht hatte.

"Ich habe noch etwas für dich..." sagte der Admiral und riss Srivani damit aus ihren Gedanken. "Hier“, sagte der Admiral und überreichte eine Plakette an den Captain, “möge sie dir
und deiner Crew Glück bringen."

Aleksander nahm die Plakette entgegen und hielt sie für alle sichtbar in die Menge, schwenkte sie ein wenig hin und her.

Srivani und einige andere applaudieren erneut. Sie hoffte dass die Rede nicht noch länger dauert, denn langsam wurde sie hungrig.

"Und nun, ohne weitere Umschweife..." ergriff Marcus zum letzten Mal das
Wort: "... das Buffet ist eröffnet."
Bei diesen Worten begann die Menge sich in Richtung der Tische mit den Speisen in Bewegung zu setzen. Srivani überlegte einen Moment ob sie ebenfalls gleich zum Buffet gehen und in der Schlange warten sollte, entschied sich jedoch dagegen. Sie ging in genau die andere Richtung und blickte aus dem Fenster hinaus auf die Galathea. Ihr neues Zuhause. Das Schiff, mit dem sie neue Welten entdecken und wissenschaftliche Rätsel lösen wird. Aufregung und Vorfreude durchströmten Vani nun.
//Ob diese Emotionen der Grund waren, warum Aini Aru so abenteuerlich lebt? //, fragte sich die Frau.

</RPG>

< SUM> 

Srivani hört sich aufmerksam die Rede an und versucht ihren Captain einzuschätzen, den sie nun zum ersten Mal nicht auf Fotos sieht. Als das Buffet eröffnet wird, geht die Frau zu dem Fenster um die Galathea zu bewundern.

</SUM>

***

<RPG>

#Ort: USS Galathea, Wissenschaftstationen
#Zeit: Donnerstag, 14. Januar 2416, 09:50 Uhr (MD 1.0955)

Srivani überprüfte alle Geräte persönlich. Natürlich haben das die Ingenieure bereits getan, aber die Wissenschaftlerin möchte sich so auch gleich einen Überblick verschaffen welche Geräte in welchen Labors auf den verschiedenen Decks vorhanden sind. Klar, sie konnte jederzeit nachsehen oder den Computer fragen. Aber in manchen Dingen verließ sich Vani lieber auf ihr Gedächtnis.

Als sie das Büro betritt begrüßt Vani den Cardassianer der sich bereits dort befindet mit einem Kopfnicken und meldet an die Brücke, dass die Stationen bereit sind.

„Ich nehme an Sie sind Dr. Yeal Hadar?“, fragt die kleine Frau den Mann.

 

<SUM>

Srivani überprüft die Wissenschaftsstationen, meldet deren Funktionstüchtigkeit und begrüßt ihren Stellvertreter.

</SUM>

 

San Francisco, 13. Januar MD 0.1842 - Das Bankett

Daniel Maximini <Daniel_Maximini@...>
 

Nabend

Hier dann mal mein erster Text... ich hoffe, ich hab die Formate alle richtig beachtet.

< RPG >
#Ort: San Francisco Fleet Yards, Quartiere, synchrones Erd-Orbit, Sol-System
#Zeit: Mittwoch, 13. Januar 17:39 Uhr (MD 0.1739)

So gähnend leer wie das Weltall, dass nun vor ihm liegen würde, so erschien dem jungen Mann jetzt in diesem Moment sein Quartier. Die meisten seiner Gegenstände hatte er inzwischen an Bord und damit in sein neues Quartier auf der USS Galathea beamen lassen. In diesem Moment hatte er nur noch das notwendigste dort. Die galante Uniform, die er in etwa einer Stunde zum Bankett anlässlich des Jungfernflugs tragen würde. Die Uniform für den morgigen Tag. Ein blauer Apfel aus dem Mintaka-System. Kissen und Bettdecke, die er morgen früh dann in seinen letzten, noch ungefüllten Reisesack füllen würde. Und noch das Pad, in dem er sich über die Gepflogenheiten der Menschen bei Banketten informierte. Gerade eben hatte er eben jenes Pad mit einem Augenrollen auf das Bett geworfen. Es klang alles so... förmlich und bieder.

Einer dieser Abende, bei der sich Admiräle und Kapitäne gegenseitig zuprosten und Reden halten würden darüber, wie toll doch ihre Ideen wären.  Und bei jedem Tost durfte man freundlich zuprosten und immer schön lächeln und jeder zweiten Person seine Lebensgeschichte erzählen. Natürlich nicht das Interessante. Nicht das, was einem persönlich an ihm selber wichtig wäre. Sondern immer nur, was man bisher doch für seine Karriere getan hätte. Der junge Mann betrachtete sich im Spiegel. Er betrachtete seine hagere Figur, sein junges Aussehen, garniert mit einer überaus auffälligen Brille, seine braunen Krauselocken und seine blauen Flecken, die üblich waren für einen Einwohner des Trill-Planetensystems. Er blickte auf die galante Uniform, die vor ihm an einem Kleiderhaken hing. An den einen kleinen Knopf am Kragen, der ihm sagte, dass er einer derjenigen sein würde, die in jedem dieser zweiten Gespräche vor allem eins sagen müsste. Dass er noch nichts vorzuweisen hatte.
 
Er war Ensign Grwydro Aru. Vor wenigen Tagen noch Kadett auf der Stenenflottenakademie. Ein guter Kadett, keine Frage. Ein guter Ethnologe und Xenologe. Ein annehmbarer Navigator. In der Lage, Acht sprachen nahezu fließend zu sprechen. Und doch wusste er, dass er auf diesem Fest keine Rolle spielen würde. Dabei war er vermutlich älter als viele auf diesem Fest. Sein Blick wanderte von der galanten Uniform hin zu seinem Spiegelbild im Spiegel. Er würde für all diese Menschen, die er gleich treffen und denen er bei ihren Reden treu zuprosten würde nur einer von vielen sein. So viele hatten ihm gesagt, dass er doch stolz sein solle. „Die Galathea ist ein gutes Schiff.“ hörte er von seinen Mitkadetten sehr häufig, als die Nachricht seiner Beförderung eintraf. Hatte jemals jemand etwas anderes gesagt? Hatte nach seiner Beförderung jemals so etwas hören müssen wie „Was? So ein schrottiger Schlepper? Meiner Treu, ich hab aufrichtiges Mitleid?“ Das waren nichts als Worthülsen und der Blick in Grwydros Spiegelbild richtete ihm eine ganz andere Botschaft aus. Er wurde an Bord der Galathea geordert, weil er Qualifikationen hatte, die er sich selbst nie angeeignet hatte. Er hatte diese Beförderung erhalten, weil der Symbiont in seiner früheren Existenz nichts anderes getan hatte, als am Zielort der Galathea bei eben genau solchen Banketten zu erscheinen. Und sich dann nicht in die Ecke zu stellen und anderen beim Reden schwingen zuzusehen, sondern selbst alle Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.
 
Ein Kommunikationssignal riss ihn aus seinen gar mürrischen Gedanken. Wie aus einem Traum erwacht zuckte er kurz und wandelte mit einer Handbewegung den Spiegel in einen Monitor. Es erschien das Gesicht eines etwa fünfzig Jahre alten Napeaner, glatzköpfig und trotz seinem gewinnenden Lächeln eher aus der Kategorie Zwielichtig. Grwydro schien dies aber nicht zu stören.
„Pondox! Was gibt es?“
„Nur Kleinigkeiten. Ich habe den reibungslosen Transport deines Motherlodischen Mooses auf die Galathea in die Wege leiten können. Gerade noch rechtzeitig, wie es aussieht. Du solltest sie morgen bei Abflug im dritten Regal vorfinden“
„Oh. Schön, das freut mich. Wie hast du die Dokumente für die Ökoregularien so schnell bewilligt bekommen? Bei dem Wert des Mooses hatte ich eigentlich erwartet, dass sie uns dafür so richtig durch die Mangel drehen?“
Der Napeaner lächelte „Ich muss mich wirklich immer noch daran gewöhnen, dass du solche albernen Fragen stellst. Nehm es einfach mit. Das Moos ist da, deine Befürchtung, dass es erst geliefert wird, wenn du als alter und grauer Trill aus dem Tzenkethi-Sektor zurück kehrst, ist unbegründet und du kannst deinen Dienst morgen mit einer Sorge weniger antreten. Ich bin sowieso froh dich noch erreicht zu haben, dein Terminplan scheint ja geradezu fürchterliche Aufgaben für dich parat zu halten.“
„Ohja. Das Bankett zum Jungfernflug der Galathea. Ein Sammelsurium an Personen, zu denen ich die nächsten Jahre meines Lebens aufblicken kann. Wissend, dass es nichts an mir gibt, was sie an mir schätzen dürften. Du hast recht, ich werde mich unauffällig in eine Ecke nahe des Buffetts stellen, hoffen, dass mich keiner beachtet, eine gelungene Portion Essen auf meinen Teller packen und mich zurückziehen, sobald es die Etikette erlaubt. In freudiger Erwartung meines Padds, auf dem ich mich den Sachen widme, die wirklich zählen. Der Wissenschaft. Ich hab mir fest vorgenommen, heute noch ein Kapitel Tzenkethische Gesetzgebung durchzulesen.“
Das Lächeln des Napeaners verschwand. „Bist du immer noch beleidigt über die Beorderung auf die Galathea? Herje, du nimmst das einfach viel zu persönlich.“
„Ach was, ich bin doch nicht beleidigt. Ich sehe das entspannter als du denkst. All diese Admiräle und Kommandeure werden weder auf ihren Schreibtischen, noch bei solchen Banketten ein Interesse an meinen Talenten haben. Die sind letztendlich alle auch nur pragmatisch und ich bin sicher nicht so arrogant zu glauben, dass ich in irgendeiner Form besser wäre als irgendein anderer blutjunger Ensign. Sollen sie doch Ainis Erbe in mir sehen. Aber meinen Crewkollegen werde ich hoffentlich schon bald zeigen können, dass ich mehr bin als nur ein Schatten meiner früheren Existenz. Das ist mir viel wichtiger. Ich habe mir fest vorgenommen, für mein Umfeld ein wichtiger Teil ihrer Arbeit zu werden. Basierend auf die Entscheidungen MEINES Lebens.“
Hätte der Napeaner eine Stirn, die man runzeln könnte, hätte er es nun vermutlich getan. „Ist ja in Ordnung, Aru. Versuch es aber bitte nicht übers Knie zu brechen. Wenn du den Leuten deine Identitätskrise schon am ersten Tag auf das Brot schmierst, fällt das zurück wie ein Bumerang. Da kann ich dir dann auch nicht helfen.“
„Identitätskrise? Willst du mich jetzt...“
„Ich will nur sagen, dass du dich entspannen sollst.“ unterbrach Pondox den Wutausbruch des Trills im Ansatz. „Das heute ist nur ein Bankett. Du musst keinem was beweisen und es ist auch überhaupt nicht schlimm, wenn du dir drei vier Tage Zeit lässt, deinem Umfeld zu beweisen, dass du Grwydro Aru bist und nicht jemand anderes. Keinem ist geholfen, wenn du da an Bord auf einmal verkrampfst. Und ich sage dir das nicht zum ersten mal. Wärst du Aini Aru, dann wärst du nicht an Bord der Galathea.“
Grwydro blickte grummelnd zur Seite.
„Und wenn du es vielleicht auch gerade nicht hören willst. Glaub mir, an Aini war nicht alles schlecht.“
Der Trill blickte wieder auf den Monitor, sein Gesicht hatte nun etwas oberlehrerhaftes. „Was du nicht sagst. Erzähl mir noch mehr Dinge, die ich noch nicht weiß.“ garnierte er den Satz mit etwas ironischem Unterton. Beide fingen an zu lachen.
„Na komm, Grwydro, du musst dich für das große Fressen fertig machen. Deine Festtagsuniform wartet auf dich... ich hab da noch was für dich, das nordet dich vielleicht noch ein wenig.“
„Kommt jetzt wieder deine Liebhaberei für klassische Erdenmusik?“
„Du weißt wie ich dazu stehe. Für mich sind Leute wie Bowie, John, Fischer und Ongakuka de Mirai die großen Poeten ihrer Zeit. Viel Spaß damit. Und dir einen schönen Abend sowie Abflug. Bis zum nächsten mal.“
„Machs gut, mein Freund.“ Grwydros neuerliche Handbewegung wandelte den Monitor wieder in den Spiegel. In der Ecke gab ein Display kund, daß er eine Musikfile erhalten hatte. „Computer, spiele erhaltene File ab“
[Spiele File „Billy Joel – Vienna] antwortete die freundliche Systemstimme. Kurz danach erklangen wahrlich beruhigende Melodien und die Worte eines vor Jahrhunderten verstorbenen Erdenmusikers durch das Zimmer. Grwydro hingegen widmete sich der Abenduniform.
 
“Slow down, you crazy child
You're so ambitious for a juvenile
But then if you're so smart, then tell me
Why are you still so afraid?
Where's the fire, what's the hurry about?
You'd better cool it off before you burn it out
You've got so much to do
And only so many hours in a day
But you know that when the truth is told
That you can get what you want or you get old
You're gonna kick off before you even get halfway through
When will you realize, Vienna waits for you.”

“Wer wohl diese Vienna ist?” wunderte er sich noch, als er die Uniform letztendlich anhatte und sich noch einmal im Spiegel betrachtete. Er sah wirklich gut aus in dieser Uniform. Edel. Sie strahlte einen gewissen Stolz aus, die nicht jeder auszustrahlen wusste. Pondox Worte blieben ihn im Ohr. Ja, Aini hätte dem jetzigen Aussehen noch eine persönliche Note hinzugefügt. Sie hätte diesem Ehrenvollen Anblick noch zusätzlich Glamour verliehen. Sie hätte gewusst, wie die Leute heute Abend schon ihn in Erinnerung behalten hätten.
 
Slow down, you're doing fine
You can't be everything you want to be
Before your time
Although it's so romantic on the borderline tonight
Tonight, too bad but it's the life you lead
You're so ahead of yourself that you forgot what you need
Though you can see when you're wrong, you know
You can't always see when you're right.
you're right, You've got your passion, you've got your pride
But don't you know that only fools are satisfied?
Dream on, but don't imagine they'll all come true
When will you realize, Vienna waits for you?

“Ein Blumenkranz. Sie hätte sich einen Kranz aus gelben Kamillenblüten ins Haar gesteckt, passend zur Farbe der Uniform. Dezent, aber eben spielerisch. Dazu ein gewinnbringendes Lächeln aufgesetzt. Ohja, Aini hätte an diesem Bankett ihre Freude gehabt und geglänzt.“ Er blickte auf den Zimmerreplikator. Ein paar gelbe Blüten als Haarschmuck wären wahrlich keine schwierige Besorgung gewesen. Kurz lächelte er. Dann verließ er das Quartier in Richtung Aussichtsdeck, Werft 12.
 
Slow down, you crazy child
And take the phone off the hook and disappear for awhile
It's all right, you can afford to lose a day or two
When will you realize, Vienna waits for you?
 

#Ort: San Francisco Fleet Yards, Aussichtsdeck Werft 12, synchrones Erd-Orbit, Sol-System
#Zeit: Mittwoch, 13. Januar 2416, 18:43 Uhr (MD 0.1843)
#Ball: Bankett zum Jungfernflug.
 
Genau wie geplant, hatte sich Grwydro unauffällig in eine Ecke nahe des Buffets verkrümelt. Bloß nicht auffallen. Wenngleich er hoffte, vielleicht noch einen anderen einstigen Mitkadetten zu entdecken, der ebenfalls sein neues Heim die Galathea nennen konnte. So ganz unter Fremden war ihm dann doch nicht wohl. So schweifte sein Blick umher, aber momentan war niemand bekanntes zu erspähen. Meist sah er auch nur die Rücken der Leute, denn vorne hielt Admiral Marcus Stierer eine weitere Rede.
 ...."Wir kennen uns nun schon lange. Und so möchte ich dich zu deinem Kommando beglückwünschen" sagte Stierer, während er Commander Solowyov die Hand schüttelte.
"Danke, Admiral.. Marcus" antwortete dieser.
"Ich habe noch etwas für dich.." sagte der Admiral und holte unter dem Rednerpult eine Plakette hervor, wie sie jedes Schiff der Sternenflotte trug. Darauf waren Name und Nummer der Einheit eingraviert, ebenso die am Bau beteiligten Konstrukteure und Abteilungsleiter. "Hier - möge sie dir und deiner Crew Glück bringen."
Aleksander Solowyov nahm die Plakette entgegen und hielt sie für alle sichtbar in die Menge, schwenkte sie ein wenig hin und her.
Das war er, der eigentlich bedeutende Moment. Grwydros Blick blieb eine Weile auf der Plakette hängen. All diese Reden... Schall und Rauch. Doch diese Plakette war ein echtes Symbol. Für viele ein Symbol für Heimat, für viele andere ein Symbol der Chance, etwas zu erreichen, nochmals für andere das Symbol für Werte und den Willen, für diese einzustehen. Letztendlich war sie all das zusammen. Und für ihn Symbol dessen, was er wollte. Einer Sache dienen, für die er mit seinen Talenten die bestmögliche Besetzung sein durfte.
"Und nun, ohne weitere Umschweife..." ergriff Marcus zum letzten Mal das Wort: "... das Buffet ist eröffnet."
 
Grwydros Blick hing immer noch auf der Plakette. Kurz zuckte er zusammen, als sein Umfeld plötzlich sich gebündelt in seine Richtung bewegte. Als sei er aus einem Traum erwacht. Dann aber hatte er sich auch schon einen Teller geschnappt und begnügte sich am Buffet... ganz nach Vorschrift. 

</ RPG>

< SUM> 

Grwydro macht sich wider willen zum Bankett auf

</SUM>

Ich hoffe, ihr habt so viel Spaß beim Lesen wie ich beim Schreiben. ^^ Und gönnt euch den Song auch ruhig mal. ^^

Servus
Dannimax

USS Galathea, NCC-80112-B (RPG zum Spielbeginn 3/3)

Christian
 

<NRPG>
Und hier der angekündigte dritte Teil.
</NRPG>
 
<RPG>
 
#Ort: San Francisco Fleet Yards, Aussichtsdeck Werft 12, synchrones Erd-Orbit, Sol-System
#Zeit: Mittwoch, 13. Januar 2416, 18:11 Uhr
 
Es herrschte Aufregung auf dem zwei Ebenen umfassenden Aussichtsdeck der Werft 12 über San Francisco. Eigentlich war dieses Deck eine große Halle mit einer riesigen, polarisierten Schreibe, die einen Blick in die Werft erlaubte - wenn sie nicht, wie gerade jetzt, auf undurchsichtig geschaltet war. Schlanke, organisch wirkende weiße Säulen stützten eine eher ovale Galerie, die über mehrere Treppen zu erreichen war. Auch wenn es diesbezüglich keine festgeschriebene Regelungen gab, hatte es sich doch eingebürgert, dass sich oben eher die Offiziere und unten eher die Mannschaftsränge versammelten - die obere Ebene war kleiner und viele Mannschaftsgrade waren in Anwesenheit so vieler Offiziere meist etwas gestresst.
 
Es war Gala befohlen und so sah man überall die grauen Galauniformen mit den farbigen oder weiß abgesetzten Schultern. Aleksander empfand diese persönlich als hässlich und hing persönlich eher den alten Mustern von vor 50 Jahren an - aber die Zeiten änderten sich und zumindest hier war eben Standard angesagt. Zumal sie Besuch von der Admiralität hatten.
 
Die Räumlichkeiten waren geschmückt, Stehtische und Sitzelemente boten Platz zum Verweilen. Die Buffets waren noch abgedeckt und würden erst später freigegeben werden.
 
["Sicherheit an Cmdr. Solowyov"] erklang es aus dem Kommunikator an der Uniform des Russen, der gerade mit seiner zukünftigen Chef-Medizinerin zusammen stand. Mit einem entschuldigenden Blick zu Helena drückte er auf das Sternenflottenabzeichen an seiner Brust.
"Cmdr. Solowyov hört"
["Wir haben hier eine Ms. Zima, die sagt, sie wolle zu Ihnen."]
Aleksander lächelte. "Das geht in Ordnung, lassen Sie sich durch. Welcher Korridor?"
["3c, Sir."]
"Danke. Ich nehme Ms. Zima in Empfang."
["Aye, Sir. Sicherheit Ende"]
 
"Du entschuldigst mich bitte, Helena? Ich muss noch unsere Erste Offizierin einsammeln" sagte er nonchalant und stellte sein Glas auf einen der kleinen Stehtische.
"Oh? Nun das beginnt ja schon interessant." Sie nickte. "Bis später."
 
Der zukünftige CO der Galathea ging die Treppe hinunter und zum angegebenen Korridor, wo ihn bereits eine etwas sauertöpfisch drein blickende Polin erwartete. Offensichtlich hatte sie keinen Zugang zu einer Galauniform gehabt, denn sie hatte sich zivil zurecht gemacht: Ein halblanges, schwarzes Cocktailkleid, dass ihr bis zu den Knien reichte und den Rücken frei ließ. Das 'kleine Schwarze' akzentuierte ihre Tallie und den Busen, ohne zu viel Preis zu geben. Dazu hatte Ewa Diamantohrringe und eine passende Kette sowie ein Armband angelegt. Die Füße steckten in schwarzen Schuhen mit moderaten Absätzen. Die vormals bräunlich gefärbten, sorgsam geglätteten Haare glänzten nun in einem satten Rot. Den gleichen Farbton hatte die, in Aleksanders Augen durchaus hübsche, Frau mit ihrem Lippenstift aufgegriffen, welcher fast das einzige Makeup war, das sie trug.
Aleksander musterte sie unverhohlen und lächelte. "Das steht Ihnen."
 
Ewas Augen wurden schmal. "Wenn Sie jetzt sagen, ich könnte so etwas häufiger tragen, beiße ich Ihnen den Kopf ab" zischte sie. Allerdings verfehlte die Drohung ein wenig ihre Wirkung, denn ihr gegenüber musste sich ein Kichern sehr verbeißen.
 
"Glücklicherweise kommen Sie etwa 15 Minuten früher als erwartet. Das könnte Ihnen noch Zeit zum Umziehen lassen." sagte er ruhig und betätigte seinen Kommunikator. "Cmdr. Solowyov an Petty Officer Ghil - Bitte bringen Sie das Päckchen zu Eingang 3c."
["Schon unterwegs, Sir."] bestätigte eine fröhliche, weibliche Stimme.
 
"Wer ist 'Petty Officer Ghil'?" wollte Ewa mit hochgezogener Augenbraue wissen.
 
"Meine Adjutantin an Bord."
 
"Mmh. Hätte nicht gedacht, dass Sie der Typ dafür sind" stellte Ewa fest. "Ich brauche so etwas nicht."
 
"Glauben Sie mir - bei rund 1500 Leuten, davon etwa die Hälfte Zivilisten, werden sie auch eher früher als später jemanden wie Petty Officer Ghil wollen."
 
Die Polin 'hmpf'te nur und wandte sich der nächsten Frage zu.
"Sie haben mich also erwartet? Das heißt, der Posten ist tatsächlich noch frei, obwohl ich mich nicht gemeldet habe?"
 
"Ja. Also eigentlich nicht - ist ja ihrer."
 
"Und was, wenn ich nicht gekommen wäre?" fragte sie, ein wenig schnippisch.
 
"Dann hätte ich mich geirrt, Pech gehabt und hätte den nächstbesten EO auf Sternenbasis 621 einsammeln müssen" gab er unumwunden zu.
 
"Sie gehen zu viele Risiken ein, Skipper." sagte sie, streng.
 
"Ich hatte einfach Vertrauen in Sie." antwortete Aleksander schlicht - und ließ Ewa ein wenig sprachlos zurück. Zum Glück konnte dieser Moment nicht wirklich peinlich werden, denn just in diesem Augenblick näherte sich eine dunkelhaarige Trill in Galauniform den beiden Offizieren. Sie verströmte eine Aura von Sonnenschein, die sehr gut zu der Stimme passte, die Ewa aus dem Kommunikator gehört hatte. In Händen hielt sie einen Karton, den sie Aleksander hinhielt.
 
"Wenn Sie den noch einen Moment halten würden, Petty Officer? Danke."
Der Skipper öffnete den Karton und zeigte Ewa eine Galauniform, die in dieser lag. Darauf lag ein PADD.
"Ich hoffe, das ist die passende Größe. Und auf dem PADD finden Sie ihre Wiedereinsetzungspapiere in die Flotte - sie müssen nur quittieren" Ewa sah ihn an, holte dann das PADD heraus, sah kurz darauf und bestätigte es mit ihrem Fingerabdruck. Dann reichte sie es Aleksander. "Damit haben Sie jetzt also eine EO."
Der Skipper nahm dies lächelnd entgegen, griff dann aber in seine Tasche und holte ein kleines Kästchen hervor. "Hier. Das werden Sie brauchen" sagte er und reichte es ihr.
Ewa runzelte die Stirn, nahm das Kästchen entgegen und öffnete es. Auf rotem Samt lagen drei glänzende Pins - zwei volle und ein 'halber'.
"Willkommen zurück, Lt. Cmdr. Zima."
 
***
 
#Ort: San Francisco Fleet Yards, Aussichtsdeck Werft 12, synchrones Erd-Orbit, Sol-System
#Zeit: Mittwoch, 13. Januar 2416, 18:42 Uhr (MD 0.1842)
 
"... und so ist es mir nun eine besondere Ehre, Ihnen allen die USS Galathea vorzustellen."
Der ebenfalls in Gala gehüllte, leicht untersetzte Rear Admiral Marcus Stierer hatte gerade eine Rede gehalten und deutete nun in einer beinahe theatralischen Geste zum polarisierten Glas hinter sich, dass nun durchscheinend wurde und den Blick auf das dahinter liegende Schiff freigab. Die vergleichsweise schlanken Linien des 685,3 m langen Raumschiffs lagen fast zum Greifen nahe - so schien es zumindest.
 
Der Admiral wartete, bis das Klatschen und die aufgeregten Rufe etwas abgeklungen waren, ehe er fortfuhr.
"Die USS Galathea ist ein Schiff der Sovereign Klasse im Nereus-Refit. Sie wird vom heutigen Tag an unter der Registrierungsnummer NCC-80112-B als Teil der 5. Flotte geführt werden." Wieder wartete er einen Moment. "Darf ich nun den CO der Einheit, Cmdr. Aleksander Solowyov, zu mir bitte?" Er suchte mit den Augen die Menge ab. "Aleksander?"
 
Der Angesprochene trat aus der Menge hervor und die drei Schritte zum Redepult hinauf.
"Ah, da bist du ja. Dachte schon, du hättest kalte Füße bekommen." Lachen aus der Menge.
"Wir kennen uns nun schon lange. Und so möchte ich dich zu deinem Kommando beglückwünschen" sagte er, während er seinem Freund die Hand schüttelte.
 
"Danke, Admiral.. Marcus" antwortete dieser.
 
"Ich habe noch etwas für dich.." sagte der Admiral und holte unter dem Rednerpult eine Plakette hervor, wie sie jedes Schiff der Sternenflotte trug. Darauf waren Name und Nummer der Einheit eingraviert, ebenso die am Bau beteiligten Konstrukteure und Abteilungsleiter. "Hier - möge sie dir und deiner Crew Glück bringen."
 
Aleksander nahm die Plakette entgegen und hielt sie für alle sichtbar in die Menge, schwenkte sie ein wenig hin und her.
 
"Und nun, ohne weitere Umschweife..." ergriff Marcus zum letzten Mal das Wot: "... das Buffet ist eröffnet."
 
***
 
#Ort: Bereitschaftsraum des CO, USS Galathea im synchronen Erd-Orbit, Sol-System
#Zeit: Mittwoch, 13. Januar 2416, 19:05 Uhr (MD 0.1905)
 
Während auf dem Aussichtsdeck bereits gefeiert wurde, hatten die Führungsoffiziere noch eine weitere Pflicht zu erfüllen, die Teil der Registrierungszeremonie war. Hierzu hatte Aleksander seine EO und seinen 2O versammelt und war, gemeinsam mit Rear Admiral Marcus Stierer, seiner Adjutantin Lieutenant Commander T'Han und dem Leiter des Bauprojekts, Captain Jules Avignon, an Bord der USS Galathea gebeamt.
Avignon, der derzeit die Zugangscodes besaß, hatte die kleine Gruppe zum Bereitschaftsraum des CO geführt, der in Standardeinrichtung still und friedlich vor ihnen lag. Der geschwungene Schreibtisch glänzte und hatte keinen Kratzer, der Stuhl war sogar noch in Folie verpackt. Es gab kein Bild an der Wand, keine Pflanze in der Raumecke. Der Raum selbst roch sogar 'neu' - eine ganz spezielle Duftnote, die nur schwer zu beschreiben war. Immerhin war der Teppich blau und nicht grau - in Aleksanders Augen durchaus ein Fortschritt.
 
Marcus wartete, bis alle Anwesenden sich aufgestellt hatten, und nickte dann Captain Avignon zu, der tatsächlich eine gelbe und keine rote Uniform trug. "Bitte beginnen Sie mit der Übertragung der Kommando-Codes, Captain."
 
Der hagere Franzose mit dem schütternen, hellbraunen Haaren und tiefen Krähenfüßen im Gesicht nickte ebenfalls. "Natürlich, Admiral."
Er berührte seinen Kommunikator. "Galathea - Übergabe der Kommandosequenzen an neuen kommandierenden Offizier vorbereiten. Mastercode 13-11-98-25-80112-B." befahl er, was mit einem leisen Piepsen quittiert wurde.
Während in der Mitte des Raumes eine bläulich-durchscheinende humanoide Gestalt manifestierte, wandte sich der Ingenieur an Aleksander, Ewa und Melek: "Wie Sie sicher gelesen haben, ist dieses Schiff mit einem holographischen Avatar ausgestattet, der sich auf den Decks 1 bis 4, 6 bis 12, 16 und 17, sowie 21 bis 24 manifestieren kann. Wenn Sie anstatt 'Computer' das Schlüsselwort 'Galathea' verwenden, sprechen Sie direkt mit dem Avatarinterface" erklärte er.
 
"Wie sind die Zugriffsrechte geregelt?" wollte Ewa wissen.
"Es ist sichergestellt, dass bei einer Interaktion mit Galathea die gleichen Zugriffsbeschränkungen gelten wie für das Computer-Sprachinterface. Der Avatar erkennt, wer ihn aufruft und hat mit dem Aufruf auch nur die Dateizugriffsrechte, die der entsprechende Benutzer auch bei direktem Zugriff auf die Computerdatenbank besäße. Der Avatar kann also nicht einmal unabsichtlich Geheimnisse verraten - eben weil er diese nicht kennt, wenn der Benutzer keinen Zugriff darauf hätte."
 
>>Willkommen, Captain Avignon. Es ist schön, Sie zu sehen.<< erklang da die sanfte, angenehme Stimme des Avatars. Die durchscheinende Gestalt war dem künstlerischen Bild der klassischen Neraide nachempfunden, mit langen Haaren, Gesichtszügen, die dem goldenen Schnitt entsprachen, und langen, wallenden Gewändern. Aus einem ästhetischem Blickwinkel heraus betrachtet war sie - zumindest für die meisten Humanoide der Sternenflotte - attraktiv, aber nicht sexualisiert.

>>Übergabe der Kommandosequenzen möglich. Konfiguration initialisiert. Einheit registriert auf NCC-80112-B, 'USS Galathea', Sovereign-Klasse, Nereus-Refit. Bitte den zukünftigen Kommandierenden Offizier registrieren.<<

Jules sah zu Aleksander, der einen halben Schritt nach vorne machte.

"Cmdr. Aleksander Solowyov, designierter kommandierender Offizier der USS Galathea. Code 1611-01-Alpha-Alpha-Picard-16"
 
>>Registriere Aleksander Solowyov, Commander. DNS-Muster ... komplett. Stimmmuster ... komplett.<<
Der Avatar breitete in einer Willkommensgeste die Arme aus und lächelte Aleksander an.
>>Ich freue mich, Sie kennen zu lernen, Captain.<<
Dann blickte Sie zu dem Franzosen.
>>Bitte bestätigen Sie die Übertragung der primären Kommando-Codes an den neuen kommandierenden Offizier Cmdr. Aleksander Solowyov, Captain Avignon.<<
 
"Übertragung bestätigt, Avignon 3-3-6-Thea-Omega-Francisco-11"
 
>>Korrekter Code erkannt. Starte Übertragungssequenz... << Nun wirkte die Neraide ein wenig traurig.
>>Dies ist die initiale Kommandoübertragung nach Registrierung. Aus Sicherheitsgründen ist eine FKOM-Autorisierung erforderlich.<<
 
"FKOM Autorisierung durch Rear Admiral Marcus Stierer, Code 3-3-6-Thea-Omega-Moskau-16"
 
>>FKOM Autorisation erkannt. Stimmuster erkannt. Vielen Dank, Admiral. Übertragung der Kommando-Codes wird fortgesetzt.<<
Es piepste dreimal.
>>Kommando-Codes übertragen an Cmdr. Aleksander Solowyov. Ich überspiele die Details in ihren persönlichen Dateibereich. Herzlichen Glückwunsch.<<
 
"Danke, Galathea" Aleksanders Dank kam von Herzen.
Dann wandte er sich zu Jules um, der ihn grüßte. Aleksander tat es ihm gleich.
"Das Schiff gehört nun Ihnen, Skipper. Passen Sie gut darauf auf." sagte der Franzose.
"Danke, Captain - das werde ich."
Aleksander sah den Franzosen noch einige Momente lang an, warf dann einen Seitenblick zum Admiral und wandte sich dann an seine beiden Offiziere.
"Galathea, Registrierung des Ersten Offiziers vorbereiten..."
 
***
 
#Ort: USS Galathea, Brücke
#Zeit: Donnerstag, 14. Januar 2416, 09:55 Uhr (MD 1.0955)
 
<NRPG>Infos zur Brücke sind auf der Seite http://www.sf-germany.org/einheiten/uss-galathea/das-schiff/bruecke/ abgelegt. <NRPG>
 
"Alle Systeme online, System-Status: grün." meldete Melek, der persönlich die OPS-Konsole übernommen hatte.
Aleksander nickte und erhob sich von seinem Sessel in der Mitte der Brücke. Auch heute trug er Gala - es war ihm richtig erschienen. Immerhin war es ein ganz besonderer Moment, wenn ein Schiff das Dock verließ und zu seiner ersten Mission aufbrach.
 
Ewa, seine EO, blieb dagegen auf ihrem Platz zur Linken des Captain sitzen und hatte die Beine überschlagen. Ihr Blick galt dem Bildschirm in der Armlehne ihres Sessels. "Zivile Decks gesichert und bereit." meldete sie.
Auf der anderen Seite hatte Olivia, die Counselor des Schiffs, Platz genommen und ließ die Stimmung auf der Brücke auf sich wirken.
 
"Wissenschaftsstationen besetzt und bereit" machte die Inderin Meldung.
 
"Krankenstation meldet Bereitschaft" sagte Melek da von der Seite.
 
"Taktische Systeme bereit und gesichert. Sicherheitsabteilung auf 110%" Nahima war sichtlich ein wenig nervös. Es war schon aufregend genug, dass sie die Sicherheitsabteilung leitete. Aber nun hatte sie kommissarisch auch noch die taktische Abteilung erhalten!
 
"Na, 100% reicht mir, Lieutenant" schmunzelte Aleksander und lächelte der jungen Frau aufmunternd zu.
 
"Cmdr. Solowyov an Lt. Medvedev - wie ist der Status im Maschinenraum?" fragte der Skipper seinen CING nach dem Status.
["Der Warpkern schnurrt wie ein Kätzchen und die Impulstriebwerke wollen benutzt werden"] konnte man die charakteristische Stimme des Russen vernehmen. ["Will sagen: Hier sind alle bereit, Captain"]
 
"Wie sieht es mit der Startfreigabe aus, Ensign?" wollte der Skipper nun von seinem COMM wissen. Der Trill hatte gewissenhaft dem Funkverkehr gelauscht und entsprechende Anträge gestellt. "Wir haben Startfreigabe, Captain."
 
"Sehr gut. Lt. V'rrir?"
 
An der CON saß eine schlanke Caitianerin, deren Fell eine cremige, helle Färbung hatte. Sie war etwas länger damit beschäftigt gewesen, das Konsolenlayout an ihre Pfoten anzupassen, aber gerade fertig geworden. "Berrreit, Captain."
 
 "Damit haben alle Stationen Bereitschaft gemeldet" erinnerte Melek gründlich, aber ein wenig überflüssig. Der CO stockte kurz, nickte dann aber. "Danke, Lieutenant."
Wieder sah er zu seinem COMM. "Ensign, öffnen Sie mir einen schiffsweiten Kanal."
 
"Kanal offen, Sir." meldete Grwydro Aru nach einem kurzen Tastendruck.
 
Aleksander verharrte, schloss für einen Augenblick die Augen, atmete durch - und erhob dann die Stimme.
"Guten Tag, hier spricht ihr Captain. Alle Decks haben Bereitschaft gemeldet und wir sind bereit, das Raumdock zu verlassen. Doch zuvor möchte ich noch ein paar Worte an Sie alle richten. Seit jeher stand die Sternenflotte im Zeichen der Erkunder und Entdecker. Auch wenn wir in den letzten Jahren und Jahrzehnten immer wieder feststellen mussten, dass es im All nicht immer friedlich zugeht, so haben wir doch nie unsere Prinzipien vergessen. Was wir wollen, ist die Wunder des Weltraums zu erforschen, fremde Planeten und Zivilisationen zu entdecken, Wissen auszutauschen und ein friedliches Miteinander zu ermöglichen."
Der Skipper hatte nachdenklich zwei Schritte nach rechts getan und ging nun wieder zurück.
"Dabei ist dies nicht erst mit der Sternenflotte geboren worden, sondern beruht auf einer Vielzahl von Traditionen und Kulturen - ich denke da zum Beispiel an die vulkanischen Forschungsschiffe, an caitianische Diplomaten oder risanische Willkommensfestlichkeiten. Die USS Galathea beruft sich in ihrem Namen konkret auf drei Expeditionen einer Erdennation, die im 20. und 21. Jahrhundert stattfanden und die Erforschung von entlegenen Winkeln der Erde mit künstlerischen Werken und diplomatischen Gesandtschaften verbanden. Und so hoffe ich, dass wir zukünftig ganz im Sinne dieser tapferen, gelehrten und begabten Männer und Frauen handeln können und werden - gemeinsam, als Crew auf diesem wunderbaren Schiff.
Ich wünschte, ich könnte Ihnen sagen, dass es immer einfach und sicher sein wird. Doch der Weltraum steckt einerseits voller Wunder, ist andererseits aber auch gespickt mit unerwarteten Ereignissen und Gefahren. Es wird nicht immer alles leicht sein - und wir werden so manches Mal auch einen Sturm überstehen müssen. Jedoch glaube ich, dass dieses Schiff und alle, die sich an Bord befinden, jedes Hindernis überwinden und jede Gefahr überstehen können."
Aleksander hatte den rechten Arm erhoben und griff während des Sprechens nun vor sich in die Luft, als würde er einen Apfel pflücken.
"Lassen Sie uns also gemeinsam jenseits dessen treten, was wir bereits kennen und nach mehr, nach dem Neuen und Unbekannten, greifen!"
 
Der CO ließ den Arm sinken und sah zu seiner Flugleitoffizierin.
"Lt. V'rrir - bringen Sie uns bitte raus. 1/6-stel Impuls. Ausführen."
 
***
 
#Ort: Der Weltraum, Erdorbit
#Zeit: Donnerstag, 14. Januar 2416, 10:00 Uhr (MD 1.1000)
 
Der Weltraum...
 
Langsam glitt das hell-glänzende, von blauem und orangenen Licht umstrahlte, Juwel, dass die USS Galathea war, aus dem Raumdock hinaus. Halteklammern lösten sich, als das massive Schiffe sich in Bewegung setzte und von sicherer Hand aus der Umarmung seiner Geburtsstätte geführt wurde. Kaum dass es die Werft verlassen hatte, legte es sich langsam zur Seite und verließ das Erdorbit in Richtung Mond, bevor der Kurs erneut korrigiert wurde und das Schiff in Richtung des Jupiters beschleunigte.
Zuerst passierte das Schiff die Marsbahn, glitt durch den Asteroidengürtel und passierte den riesigen Jupiter. Während das Licht der Sonne sich auf den Gondeln im Heck reflektierte, zeichnete die wilde, orang-rote Oberfläche des größten Planeten des Sol-Systems fleckige Muster auf die Unterseite der Sovereignklasse. Wenig später passierte man die Umlaufbahn des Saturn, dann des Uranus und hielt schließlich auf den Neptun zu, der auch auf dem Hauptschirm der Brücke bläulich schimmerte.
Ein letztes Mal schwenkte das mächtige, prächtige Schiff auf einen neuen Kurs, dann erglühten die Warpgondeln - und das Schiff verließ das Sonnensystem, bereit für sein erstes Abenteuer...
 
</RPG>
 
<SUM>
 
#Ort: San Francisco Fleet Yards, Aussichtsdeck Werft 12, synchrones Erd-Orbit, Sol-System
#Zeit: Mittwoch, 13. Januar 2416, 18:11 Uhr (MD 0.1811)
 
Knapp 20 Minuten vor Beginn der Registrierungszeremonie der USS Galathea mit nachfolgender Party erhält Aleksander die Nachricht, dass Ewa eingetroffen ist. Er holt sie ab und begrüßt sie zurück in der Flotte. Eine Galauniform hat er auch für sie bereitgestellt - obgleich ihr das kleine Schwarze, mit dem sie gekommen ist, durchaus steht.
 
***
 
#Ort: San Francisco Fleet Yards, Aussichtsdeck Werft 12, synchrones Erd-Orbit, Sol-System
#Zeit: Mittwoch, 13. Januar 2416, 18:42 Uhr (MD 0.1842)
 
Das vielleicht letzte Schiff der Sovereign-Klasse wird auf NCC-80112-B, 'USS Galathea' registriert.
Im Anschluss wird das Buffet eröffnet.
 
***
 
#Ort: Bereitschaftsraum des CO, USS Galathea im synchronen Erd-Orbit, Sol-System
#Zeit: Mittwoch, 13. Januar 2416, 19:05 Uhr (MD 0.1905)
 
Während man auf dem Aussichtsdeck schon feiert, beamen die Führungsoffiziere der Galathea an Bord, um den Computer-Avatar kennen zu lernen und ihre Zugangscodes zu erhalten.
 
***
 
#Ort: USS Galathea, Brücke
#Zeit: Donnerstag, 14. Januar 2416, 09:55 Uhr (MD 1.0955)
 
Alle Decks melden Bereitschaft. Aleksander hält eine Rede für alle an Bord, ehe er Befehl gibt, das Dock zu verlassen.
 
***
 
#Ort: Der Weltraum, Erdorbit
#Zeit: Donnerstag, 14. Januar 2416, 10:00 Uhr (MD 1.1000)
 
Die USS Galathea verlässt das Sol-System. Das Abenteuer beginnt...
 
</SUM>
 
<NRPG>
So - damit ist das Spiel auf der USS Galathea offiziell freigegeben. Wir freuen uns auf eure RPGs!
Es wäre schön, wenn ihr euren Charakter kurz einführt und für die anderen Spieler 'vorstellt'. Dies kann entweder auf der Party am Abend oder während beziehungsweise nach dem Abflug geschehen.
 
Zum Missionsdatum:
Der Abflug in der letzten Szene markiert den eigentlichen Missionsbeginn und ist daher MD 1.
Damit wir aber für diejenigen, die etwas zur Party schreiben wollen, nicht noch ein extra Soapdatum (SpD) einführen müssen, sind die Taufe und nachfolgende Feier der Einfachheit halber "MD 0".
 
Zur "Mission":
Diese beinhaltet den Flug zur Sternenbasis 621, wo die Galathea Vorräte und weiteres Personal aufnehmen wird, um dann in das Gebiet Oktens Wiege zu fliegen. Die erste Mission dient eher dem Kennenlernen, wobei es natürlich zu kleineren Nicklichkeiten mit der Technik oder einer "Begegnung am Wegesrand" (z.B. ein interessantes stellares Phänomen oder ein Hilferuf) kommen kann.
Im Sinne des stimmigen Spielfluss wäre es schön, wenn ihr nicht gleich zu viele Probleme auf einmal aufmacht und auch das Schiff nicht zur Explosion bringt ;)
 
Oh und wenn ich (Effi) mir etwas wünschen darf: Bitte keine klingonischen Saboteure. Die gab es in letzter Zeit zu häufig.
 
Viel Spaß wünscht eure Spielleitung,
Miri & Effi
 
</NRPG>
 
übermittelt von
 
Christian "Effi" Hellinger
 
aka
 
Cmdr. Aleksander Solowyov
CO USS Galathea
Captain und Vater

... und greife nach etwas Neuem. (RPG zum Spielbeginn 2/3)

Christian
 

<NRPG>
Hier der zweite Teil von dreien.
Vielen Dank an alle, die daran mitgewirkt haben.

Viel Spaß,
Effi
</NRPG>
 
</RPG>
 
# Ort: FKOM Mission Control, Kantine
# Zeit: November 2415, an einem trüben Tag, zur Mittagszeit
 
"Habt ihr es schon gehört?" fragte Lt. Rose Smith in die Runde ihrer Kollegen. "Commander Solowyov soll versetzt werden."
 
"Nein?" Arta Idrix, eine rothaarige Betazoidin, war sichtlich überrascht. "In eine andere Abteilung? Hat er sich etwas zu Schulden kommen lassen?"
 
"Wie man hört, soll er ein eigenes Kommando bekommen" stellte Rose richtig.
 
"Das wäre logisch" meldete sich Sivek zu Wort. Keiner wusste so genau, warum der vulkanische Flottenstatistiker immer mit ihnen gemeinsam zu Mittag aß, aber er tat es. "Commander Solowyov hat Kommandobefähigung und ihm wurde bereits einmal ein Schiff angetragen. Nun, im Krieg, werden alle Kräfte gebraucht und so ist es sinnvoll, die Flotte zu verstärken."
 
"Nun, das kommt Ihnen vermutlich entgegen, Lieutenant Melek? Sie sind so still..." merkte Lt. jg. Steven Fry an. Es war ein offenes Geheimnis, dass der Benzite und der Commander in der Vergangenheit häufiger Differenzen hatten. Egal was der eine sagte - der andere schien es immer anders zu sehen. Das hatte in den letzten Wochen, seit Melek hier war, immer wieder zu Störungen im Ablauf geführt. Viele hatte geglaubt, dass der Benzite die Abteilung bald wieder verlassen würde - nun schien es anders herum zu kommen.
 
"Ich werden ebenfalls gehen" sagte der Benzite da, mit ruhiger Stimme. "Und Cmdr. Solowyov auf sein Schiff begleiten." Er sah in ungläubige Gesichter. Das konnte er den anderen auch nicht verübeln - schließlich konnte er es selbst kaum glauben.
 
***
 
# Ort: FKOM Mission Control, Büro Cmdr. Solowyov
# Zeit: November 2415, an einem trüben Tag, 09:00 Uhr
 
"Sie wollten mich sehen, Commander?" Der 173cm große Benzite stand aufrecht vor dem Tisch seines Vorgesetzten und fragte sich, was für Streitpunkte wohl diesmal auf dem Tisch lagen. Seit er in diese Abteilung versetzt worden war, gab es eigentlich immer nur Konflikte. Dabei schien es ihm nicht so, dass der Commodore oder er besonders streitsüchtig wären. Sie hatten einfach nur verschiedene Meinungen. Unglücklicherweise zu fast Allem.
 
"Ja, danke, Lieutenant. Bitte, stehen Sie bequem oder nehmen Sie Platz, ganz wie es Ihnen lieber ist."
 
"Danke, Sir. Ich bevorzuge es, stehen zu bleiben" antwortete der Benzite und nahm eine bequemere Haltung an. Für einige Momente wurde es still im Raum. Nur das leise Geräusch von Meleks Atemgerät war zu hören, da der Benzite sich geweigert hatte, die genetische Anpassung vornehmen zu lassen.
 
Aleksander brauchte einen Augenblick, um zu überlegen. In seinem Kopf war dieses Gespräch einfacher gewesen. Unwillkürlich strich er seine Uniform glatt und setzte sich noch aufrechter als er eben bereits gesessen hatte, hin.
"Nun, Lieutenant - mir ist bewusst, dass unsere Zusammenarbeit in den letzten Wochen nicht unbedingt harmonisch war..." begann er. "Ihre Analysen und die meinen waren oft sehr unterschiedlich, was einen Konsens über das richtige Vorgehen jeweils schwierig machte. Mir ist auch bewusst, dass ich Sie mehrmals überstimmt habe - vielleicht auch dann, wenn ich es nicht hätte tun sollen..." Er faltete die Hände. "Dennoch bin ich mit ihrer Arbeit zufrieden. In der Tat so zufrieden, dass ich ein Lob für ihre Akte verfasst habe." Er reichte dem Benziten ein PADD, auf dem dieser eine Kopie des Aktenvermerks lesen konnte. "Das soll keine Entschuldigung sein - Sie haben sich dieses Lob ehrlich verdient. Denn auch wenn unsere Ansichten unterschiedlich waren, waren ihre Analysen doch immer fundiert ausgearbeitet und begründet. Auch habe ich unsere Meinungsverschiedenheiten nie als aggressiv, sondern stets als sachlich und konstruktiv empfunden. Ich kann mir vorstellen, dass Sie es hier weit bringen können..."
 
Der Benzite hatte das PADD entgegen genommen, das Dokument gelesen und dann das PADD wieder abgelegt.
"Danke, Sir." antwortete er, in einem eher neutralen Tonfall. Er freute sich, aber irgendwie schien sein Vorgesetzter noch nicht fertig zu sein.
 
".. und so verlange ich vermutlich sehr viel, wenn ich Sie bitte, mich zu begleiten."
 
"Sir?" Nun war Melek doch überrascht. Begleiten? Wohin? Warum?
 
"Ich werde Mission Control voraussichtlich zum Jahreswechsel verlassen. Man hat mir das Kommando über die USS Galathea, einem Schiff der Sovereign Klasse angeboten und ich habe es angenommen. Derzeit stelle ich meine Crew zusammen. Und nach reiflicher Überlegung möchte ich Ihnen die Position des 2O / OPS anbieten."
 
Melek war wie von Donner gerührt. Hatte er sich gerade verhört? Ein Posten als Zweiter Offiziers?
"Aber.. warum?"
 
"Wie ich sagte: Ihre Analysen waren stets fundiert und gut begründet. Und auch wenn unsere Zusammenarbeit in der Vergangenheit nicht einfach war, so war sie konstruktiv. Die USS Sovereign wird nicht an die Front gehen. Stattdessen werden wir in einem viel größerem Minenfeld operieren: der Diplomatie. Und wir werden Zivilisten an Bord haben. Familien. Da brauche ich keinen Ja-Sager. Ich brauche jemanden, der bewiesen hat, dass er selbst denken und eine anderslautende Meinung auch gegenüber Vorgesetzten sachlich, aber bestimmt, vertreten kann. Ich brauche aber auch jemanden, der nicht gleich beleidigt ist und der die Grenze zwischen 'anderer Meinung' und 'Insubordination' kennt. Also sind Sie der perfekte Kandidat."
Er setzte ein schiefes Lächeln auf. Er konnte sich vorstellen, dass nicht viele COs so einen Schritt gehen würden. Lt. Melek würde ihm aber wertvolle andere Optionen und Sichtweisen bieten und sich noch dazu gut mit Lt. Cmdr. Zima ergänzen.
"Ich kann Ihnen nicht versprechen, dass es leicht werden wird. Vermutlich werden wir auch in Zukunft häufig anderer Meinung sein. Und ich kann verstehen, wenn Sie lieber woanders hin wollen. Ich schreibe Ihnen jede Empfehlung, die...."
 
"Wann soll ich mich wo einfinden?"
 
Nun war es an Aleksander für einige Momente überrascht zu sein. Dann wurde sein Lächeln breiter.
"Ich schicke Ihnen alles zu. Willkommen an Bord, Lieutenant."
 
***
 
# Ort: USB Ganymed, eine schäbige Weltraumbar
# Zeit: Dezember 2415
 
"Sie sind hier falsch, Commander" brummte die dunkelhaarige Jüdin, deren Lederkluft sie als 'hart' deklarierte und die mit einem Wall aus Flaschen klar gemacht hatte, dass sie keine Gesellschaft wünschte.
 
"Das sehe ich anders, Ms. Zima" lächelte Aleksander.
 
"Na, Captain Zima reicht" brummte die Polin, starrte Aleksander an. "Ich kenne Sie irgendwoher."
 
"Captain eines auseinanderfallenden Frachters" nickte der Russe. "Ich würde lieber gerne mit Lt. Cmdr. Zima sprechen, die auf der Firebird einen verdammt guten Job gemacht hat."
 
"Pff. Gibt keine Lt. Cmdr. mehr. Bin ausgeschieden. "
 
"Ich weiß. Ich habe den Fall verfolgt. Und ich glaube immer noch, dass Sie richtig gehandelt haben."
 
"Das hätten Sie mal dem Gericht erzählen sollen. ... Jetzt habe ich's - Solowyov. FKOM OPS, richtig?"
 
"Richtig. Aleksander Solowyov. Allerdings nicht mehr lange in Mission Control."
 
"Und was kann ich für Sie tun... Sir?"
 
"Ich suche eine Crew für eine Sovereign Class, die demnächst unter meinem Kommando aufbrechen wird. Und ich möchte Sie dabei haben."
 
"Herzlichen Glückwunsch. Aber wieso mich? Fehlt noch jemand in der Frauenquote? Wollen Sie auch mal meinen Po tätscheln?" fragte sie bissig.
 
Aleksander atmete tief durch: „Es ist mir, mit Verlaub, total egal, ob sie Frau, Mann, ein frisierter Kühlschrank oder ein metrosexueller Efeu sind – ich brauche jemanden, der den Job erledigt. Ich kenne ihre Akte, ich kenne die Missionsberichte und ich weiß, dass sie die Person sind, auf die ich mich im Zweifel verlassen kann. Ich weiß auch, dass Sie den Job hassen werden – jedenfalls den Teil, bei dem sie für die Wehwehchen von Crew und Passagieren zuständig sind. Aber sie werden sich daran gewöhnen. Und sie kommen wieder in den Weltraum, auf ein anständiges Schiff. Also – wollen Sie den Posten als meine EO?“
 
"Do jasnej cholery!" entfuhr es der überraschten Polin und sie richtete sich auf. Beinahe ungläubig sah sie Aleksander an.
"Wenn das ein Scherz sein soll..."
 
"Ich scherze nicht. Ich habe ziemlich freie Hand, was die Besetzung angeht. Und ich kriege sie wieder in die Flotte. Ich kann den Makel in ihrer Akte nicht tilgen - aber ich kann ihnen eine Chance geben, es allen zu zeigen."
 
"Und warum sollte ich das tun?" brummte Ewa.
 
"Weil sie Offizierin sind. Weil sie mehr sind, als die Kutscherin für irgendeinen Kahn. Und weil sie das Abenteuer dort draußen hören können." Er lächelte, schob ihr einen Datenchip rüber. "Ich erwarte Sie zur Einweihung. Ort und Datum finden Sie auf dem Chip."
Er erhob sich, schob den Stuhl an den Tisch und wandte sich um.
 
Die Polin sah ihm nach. Erst als er an der Tür angelangt war, rief sie: "Und was, wenn ich nicht komme?"
 
"Das werden Sie"
 
***
 
# Ort: USB Ganymed, Dr. McCoy Gedächtnisklinik
# Zeit: Dezember 2415

Ein vielleicht 9 jähriger Junge lag in dem einzigen Bett des Zimmers. Seine Eltern standen daneben und ihr Blick hing an den Lippen der Ärztin, welche gerade mit ihm sprach. Sie lächelte dabei. Aleksander betrachtete dieses Bild von der Tür aus. Als er nach Helena Rubis gefragt hatte, war er in dieses Zimmer verwiesen worden. Inzwischen strahlte auch der Junge sie an, obwohl er insgesamt noch recht blass wirkte. Jedoch seine Augen leuchteten und als sie ihm kurz zum Abschied über den Kopf strich, strahlt er, obwohl er sich für solcherlei Zärtlichkeiten doch eigentlich zu cool fühlte.

Nachdem sich Helena von ihrem Patienten und seinen Eltern verabschiedet hatte wandte sie sich zur Tür. Kurz stockte sie, dann erschien wieder ihr Lächeln auf den Lippen als sie zu ihrem Besucher eilte. "Aleksander, was führt dich zu mir!"

Sie schloss die Tür des Patientenzimmers hinter sich und trat auf den Gang, auf dem rege Betriebsamkeit herrschte. Aleksander sah sich um "Hast du einen Moment Zeit für mich?" Helena sah nach der Zeit. "Ich habe noch eine Stunde bis zur Teambesprechung, also... komm mit in mein Büro." Sie wollte in Richtung ihres Büros eilen, da huschte ein besorgter Zug über ihr Gesicht und sie blieb wieder stehen. "Ist etwas mit Ji-Yeong?" Erst als Aleksander den Kopf schüttelte, wandte sie sich wieder um und hieß ihn mit einer Handbewegung ihr zu folgen, als sie mit raschen Schritten vorauseilte.

***
 
# Ort: USB Ganymed, Dr. McCoy Gedächtnisklinik, Büro der Oberärztin Dr. Rubis
# Zeit: Kurz darauf

Helena blickte sich in ihrem Büro suchend um, um für Aleksander einen freien Platz zu schaffen. Kurzerhand nahm sie einen Stapel Bücher von einem Stuhl und packte diesen neben ihren Schreibtisch.

"Möchtest du etwas trinken?" Sie eilte zum Replikator, hob das darin stehende Modell eines denobulanischen Herzes heraus und stellte es auf den Bücherstapel vor ihr und drehte sich fragend zu Aleksander um. "Ich vermute, gelber Tee?"

"Gerne, danke".

Als sie beide mit Getränken versorgt waren, setzte sich Helena und blickte Aleksander an. "Ich freue mich, dich zu sehen. Wie geht es Ji-Yeong?"

Alexander lächelte. "Oh, ihr geht es gut. Auch wenn sie vermutlich gerade wieder mit irgendetwas hadert. Das Leben mit einem Teenager ist nicht immer leicht."

Helena lachte. "Glaube mir, als Teenager ist das Leben mit einem Vater auch nicht immer leicht. Aber das ist normal. Ich fürchte sie wird erwachsen. Und ich vermute fast, sie wird sich vor Verehrern kaum retten können?"

"Das hat zum Glück noch etwas Zeit. Hoffe ich zumindest" winkte er ab. Aleksander glaubte, dass seine Tochter ihm erzählen würde, wenn es da jemanden gäbe. Aber sicher sein konnte man sich dessen natürlich nie. "Und wie geht es dir?" wollte er dann von der Mailänderin wissen.

"Danke. Wie du siehst, habe ich mich eingerichtet. Habe hier, auf Ganymed, eine kleine Wohnung. Die Arbeit im Krankenhaus macht mir Spaß. Nein, es gibt immer noch keinen neuen festen Partner in meinem Leben" arbeitete sie die Frage ab.

Der ihr gegenüber sitzende Russe nickte. Aleksander war nun einmal der beste Freund ihres Ex-Mannes und im Laufe der Jahre auch ihr ein Freund geworden. Manche Themen kamen da zwangsläufig auf den Tisch. Aleksander hatte aber nicht vor, diesen Teil des Gesprächs zu vertiefen. "Könntest du dir eine Veränderung vorstellen?" fragte er dann, aus heiterem Himmel.

Helena erstarrte förmlich, ließ die Tasse für einige Augenblicke in der Luft, ehe sie diese wieder abstellte, ohne erneut davon zu trinken. "Wie meinst du das?"

"Man hat mir ein Kommando angeboten. Die USS Galathea, eine Sovereign Klasse - frisch vom Dock. Wir sollen die Präsenz im Alpha-Quadranten aufrecht erhalten - und dabei Oktens Wiege erkunden. Hunderte von Sonnensystemen, dutzende von Spezies über die wir kaum etwas wissen. Dazu einige Protosterne, intergalaktische Wolken und Vieles mehr. Und ich brauche noch eine Chefmedizinerin."

"Und da kommst du zu mir?" fragte Helena, ein wenig ungläubig.

"Die meisten Anderen könnte ich allein mit der Aussicht auf eine Mission in einem noch fast unerforschten Sektor locken. Alle paar Tage ein neues Phänomen, alle paar Woche eine neue Spezies..." Er sah sie an. "Du bist deswegen zur Sternenflotte gegangen, damals, nicht?" Er strich mit der Hand über die Bücher in ihrem Regal. "Aber du hast auch hier Verantwortung und fühlst dich wohl..." Sein Blick glitt aus dem Fenster hinaus, erfasste die Aussicht von ihrem Büro. "Ich brauche dich, Helena" sagte er dann plötzlich, und drehte sich wieder zu ihr um, lehnte sich an den Schreibtisch. "Das ist mein erstes eigenes, richtiges Kommando. Ich bin nicht nur für Mitglieder der Sternenflotte verantwortlich - sondern auch für deren Familien. Und für Ji-Yeong. Ich brauche jemanden, auf die ich mich verlassen kann, wenn es haarig wird. Jemanden, der sich wirklich um das Wohl aller sorgt. Mit der ich zusammenarbeiten kann. Die mich und meine Schwächen kennt - mit der ich aber nicht wochenlang Kompetenzkämpfe ausfechten muss, weil wir schon wissen, was wir aneinander haben. Bitte."
 
Sie strich sich mit der rechten Hand über den Kopf, zerstrubelte dabei ihre Haare und blickte Aleksander dabei an. "Weißt du eigentlich, was du da von mir verlangst? Ich werde auch hier gebraucht!" Sie schob ihm einen Stapel Paddakten hinüber. "Das hier -" Ihre Handbewegung umfasste nicht nur den Inhalte des Schreibtischs, sondern auch das Chaos daneben - Bücherstapel, ein paar Modelle "...sind meine Patienten! Ich kann sie nicht einfach im Stich lassen!" Sie sah ihm in die grauen Augen. "Hast du denn niemanden sonst den du fragen kannst? Und...." Sie zögerte kurz "...weiß Marcus, dass du mich ausgerechnet auf dein Schiff holen willst?"
 
"Wir sollen in ein paar Tagen aufbrechen. Alle Ärzte, denen ich diesen Posten zutraue sind entweder auf Grund des Krieges unabkömmlich - oder wie du nicht in der Flotte. Von letzteren waren nur sehr wenige auf der Akademie und sind somit qualifiziert." Er schüttelte den Kopf. "Nein, ich habe niemand anderen. Und um ehrlich zu sein: Ich will auch niemand anderen" Er wirkte ernst. "Und natürlich weiß Marcus Bescheid. Er war nicht begeistert. Aber er hat mir viel Glück gewünscht." Er machte eine kurze Pause. "Er wünscht dir immer noch alles Gute, das weißt du, oder?"
 
"Natürlich weiß ich das" Helena seufzte. "Ich kann hier aber nicht einfach so von heut auf Morgen verschwinden. Ich habe Verantwortung für meine Patienten und meine Mitarbeiter übernommen." Sie runzelte verärgert die Stirn. "Ich muss nachdenken... und das klären. Ich melde mich morgen, okay?" Sie konnte und wollte nicht so spontan zusagen. Sie hatte sich hier eingerichtet und es ging ihr gut! Natürlich reizte sie auch ein neues Abenteuer. Aber konnte man sowas nicht etwas langfristiger planen?
 
"Okay." Er erhob sich. "Danke, dass du darüber nachdenkst, Helena" sagte er. "Ich höre morgen von dir" Er beugte sich vor, um ihr - wie gewohnt -je einen Abschiedskuss rechts und links zuzuwerfen, ohne sie dabei wirklich zu berühren. Er wusste, dass er sie nicht drängen durfte. Wenn sie sofort alles stehen und liegen gelassen hätte, wäre sie nicht die Richtige gewesen.
 
***
 
# Ort: USB Ganymed, Flugdeck 11, Wartungshalle
# Zeit: Etwa 45 Minuten nach dem Verlassen der McCoy-Gedächtnisklinik
 
"Was machst du denn da? Njet, njet, njet - so macht man das nicht! Wo hast du das denn gelernt - beim Modellbauer?"
 
Der angesprochene Techniker duckte sich unter den Worten des russischen Riesen, der quasi plötzlich hinter ihm aufgetaucht war.
"Äh, Sir, so steht es im Handbuch für..."
 
"Handbuch? Jeder Scheiß steht im Handbuch. Sogar viel Scheiß. Vor Allem wenn das Handbuch für Revision 17.3.8 geschrieben ist, das Shuttle aber schon Revision 17.4.23 ist. Haben die Platine ausgetauscht." Die riesige Hand des Technikers zeigte auf eine Plantine, deren Steckplätze fast so aussahen wie die im Handbuch. Aber eben nur fast. "Man kann es so machen wie im Handbuch, aber dann bricht man sich die Finger. Und das Teil hat hinterher zu viel Spiel."
Gerade als der Techniker antworten wollte, hörte Sergej, wie jemand näher trat und wandte sich um. Der stechende Blick seiner grauen Augen traf zuerst die Leiterin der Shuttle-Abfertigung, eine junge Ensign aus Tansania, und dann den hinter ihr gehenden Menschen in der Uniform eines kommandierenden Offiziers, der eine zylindrische Schachtel in Händen trug. Drei volle Pins am Kragen, also Commander.
"Dies ist ein Wartungsbereich. Zutritt nur für Befugte" brummte Sergej fast automatisch.
 
"Lieutenant, der Commander hier hat darauf bestanden, Sie persönlich zu sprechen." antwortete die junge Ensign. Sie wirkte nicht nur von der großen, breiten Gestalt des Ingenieurs eingeschüchtert - sie war es auch. Aber dann gab es auch noch Ränge...
 
"Nett, dass Sie den weiten Weg hier runter unternommen haben, Commander. Aber wenn es wegen eines Shuttles ist: Es dauert so lange, wie es dauert..." Was war immer nur mit den Offizieren los? Vor Kurzem hatte er sogar einen leibhaftigen Admiral hier unten gehabt, der geglaubt hatte, er könne mit seinem Rang die Wartungsarbeiten beschleunigen.
 
"Danke, aber mit meinen Shuttles ist, soweit ich weiß, alles in Ordnung, Lieutenant Medvedev" lachte der Angesprochene. "Hoffe ich zumindest - die sind nämlich neu." Er nickte der Ensign zu. "Danke, Ensign, für's herbringen. Sie können gehen." Die junge Frau grüßte und zog sich zurück, froh ihre Pflicht getan zu haben.
 
Sergej runzelte die Stirn und besah sich den fast 20 Zentimeter kleineren Commander noch einmal genauer. "Kennen wir uns?"
 
"Na, ich hoffe doch." antwortete sein Gegenüber. "Aleksander Solowyov." Er wartete einen Moment. "USS Ghandi?"
 
"Oh!" Sergejs Gesicht hellte sich auf und er lächelte breit. "Natürlich! Commander Solowyov! Schön Sie zu sehen. Hätte gedacht, dass Sie schon lange Captain sind! Verzeihung."
 
"Nun, es gab ein paar... Hindernisse." wischte Aleksander diese Bemerkung beiseite. "Aber es freut mich sehr, dass Sie den Ratschlägen offensichtlich gefolgt und Offizier geworden.." In diesem Moment übertönte lautes Maschinengeräusch die Worte des Endvierzigers und ließen ihn kurz zusammen zucken, als der Lärm in den Ohren schmerzte. "Können wir vielleicht an einen Ort, an dem man sich besser unterhalten kann?" schrie er über den Lärm, woraufhin Sergej nickte und in Richtung eines kleinen Büros zeigte.
 
***
 
# Ort: USB Ganymed, Flugdeck 11, Büro des Shuttlepool-Leiters
# Zeit: Kurz darauf
 
"Ah, besser" seufzte Aleksander, als Sergej die Tür des Büros geschlossen und den Lärm damit ausgesperrt hatte. Der Commander sah sich in dem kleinen Raum um, dass neben einem sauberen Schreibtisch mit Terminal vor Allem Regale und Schränke enthielt, die mit allerlei Ersatzteilen vollgestellt zu sein schienen. Während Sergej einen Stuhl für seinen Besucher frei räumte, stellte dieser den mitgebrachten Zylinder auf den Tisch und nahm den Deckel ab. Er griff hinein und holte eine facettierte Flasche mit einer klaren Flüssigkeit heraus, die er auf den Tisch stellte.
 
"Oh, ist das...?"
 
Aleksander nickte. "Ein Gastgeschenk" sagte er, nahm dann Platz.
 
"Dann müssen Sie aber auch einen mit mir trinken!" rief Sergej aus und suchte Gläser.
 
"Danke, nein. Medizinische Gründe."log Aleksander. Nun eigentlich war es nur eine Notlüge, denn traditionell war das so ziemlich die einzige Begründung, wie ein Russe in der Gesellschaft anderer Russen sich dem Vodka-Konsum entziehen konnte.
 
"Das ist ein hartes Los!" brummte Sergej, stellte die Gläser erst einmal unbenutzt auf den Tisch und nahm die Flasche in die Hand, um sie zu betrachten.
 
"Lieutenant junior grade also. Und Leiter des Flugdecks. Nicht schlecht." nahm Aleksander nun wieder das Gespräch auf.
 
"Ach, das ist doch gar nichts. Nur eine Übergangslösung. Ein Gefallen, den ich einem meiner ehemaligen Ausbilder tue" wiegelte er ab. "Eigentlich habe ich hier kaum was zu tun..."
 
"Außer grünen Technikern zu sagen, dass Handbuch und Realität selten zusammen passen" kicherte sein Gegenüber.
 
"Genau. Ich frage mich manchmal, was man den Leuten heute bei bringt. Nur Theorie! Die meisten, die hier anfangen, haben noch nicht ein Mal ein Plasmaüberhitzungsschutzventil getauscht, geschweige denn einen Impulsspulen-Ionenladungsrichtungswechselkompensator auseinander gebaut!" ereiferte sich der in Moskau geborene Techniker.
 
Aleksander hatte keine Ahnung, warum man letzteres tun sollte, nickte aber bei pflichtend.
"Sie wollen also auf ein Schiff?" fragte er, eher beiläufig, als sei man noch im Smalltalk.
 
"да! Natürlich!" sagte Sergej entschlossen.
 
"Was halten sie von einer Sovereign Klasse?"
 
"Mmh?" Sergej war ein wenig verblüfft. Wo kam denn diese Frage her? Er rieb sich ein wenig über das Kinn. "Schöne Schiffe. Aber Wartungsintensiv. Besonders die Schilde und der Antrieb. Brauchen gute Pflege." Er zuckte mit den Achseln. "Soweit ich hörte, werden aber keine mehr gebaut. Ist die Letzte nicht vor ein paar Wochen vom Stapel gelaufen?"
 
"Die Vorletzte" sagte Aleksander. "Die Letzte hat in wenigen Wochen ihre Taufe. Das wird meine."
 
Sergej nickte automatisch, bis ihm dämmerte, was Aleksander da gerade gesagt hatte.
"Ihr Schiff? Also... ein Kommando?"
 
"Ja. Die USS Galathea ist ein nagelneues Schiff der Sovereign Klasse, im Nereus Refit, und wird mein Kommando. Sie soll im Tzenkethi-Raum Präsenz zeigen und die Breen sowie Ferengi im Auge behalten. Und wie es der Zufall will, brauche ich noch einen Chefingenieur. Interesse? "
 
"Chefingenieur, auf einer Sovereign?" Nun war Sergej doch etwas nervös und kratzte sich am Kopf.
"Da gibt es doch sicher besser ausgebildete Kandidaten. Ich habe meistens nur Shuttles..."
 
"Mr. Medvedev... Sergej..." er wurde vertraulicher. "Ich kenne ihre Akte. Und viel Wichtiger - ich kenne Sie. Vielleicht nicht so lange - aber ich habe gesehen, wie Sie sich damals auf Ghandi reingekniet haben. Deshalb habe ich Ihnen damals geraten, die Offizierslaufbahn anzustreben. Und hier sitzen Sie nun vor mir, mit eineinhalb Pins am Kragen. Sie haben sich durchgeboxt, haben Praxiserfahrung - und sind, so ganz 'nebenbei', Spezialist für Antriebssysteme. Und nun versauern Sie hier und warten wieder Shuttles. Teufel nochmal, ich wäre verrückt, würde ich Ihnen dieses Angebot nicht machen! Also, mit wem muss ich....?"
 
Sergej war wie vom Donner gerührt dagestanden, doch nun stürmte er regelrecht auf Aleksander zu, der gerade noch aufstehen konnte, bevor der Moskauer ihn umarmte. "Спасибо!" bedankte er sich und drückte seinen zukünftigen kommandierenden Offizier.
 
"...Luft..!"
 
***
 
# Ort: USS Kirk, Quartier der stellvertretenden CSO
# Zeit: Nikolaus 2415, 19:45 Uhr abends
 
[Beep] [Beep] [Beep]
Nahima blickte genervt zu dem blinkenden Terminal, dass eine eingehende Subraum-Nachricht anzeigte. Sie hatte gerade erst ihre Schicht hinter sich gebracht und war duschen gewesen - zur Feier des Tages nicht unter der Schalldusche, sondern mit echtem Wasser, weswegen sie aktuell nicht viel mehr als ein großes Handtuch trug.
 
Wer konnte das denn sein? Vom Schiff sicherlich niemand - die Nachricht kam von außerhalb. Vermutlich wieder ihre Mutter, die sich erkundigen wollte, wie es ihr ging. Die schlanke Frau mit den rabenschwarzen Haare verdrehte die Augen und seufzte.
"Computer, Gespräch annehmen" befahl sie, nur halb zum Terminal gewandt und dieses mit nur einem Auge betrachtend.
"Hallo, entschuldige..."
Sie stockte, als statt der vertrauten Gestalt ihrer Mutter (oder vielleicht die ihres Vaters) eine gänzlich andere Person zu sehen war.
 
["Ich hoffe, ich störe nicht, Lieutenant?"] fragte Aleksander, der in Uniform an einem Schreibtisch sah und stoisch in die Kamera blickte, als würde er sich nicht gerade einer jungen Frau im Handtuch gegenüber sehen.
 
"Oh, Sir... äh, nein.." Nahima war für einen Moment versucht zu salutieren, stellte aber fest, dass das nur mit einem Handtuch bekleidet eine blöde Idee war. Nur ein beherzter Griff verhinderte Schlimmeres.
 
["Gut. Ich möchte Sie auch nicht lange vom Feierabend abhalten."] fuhr Aleksander fort.
["Ich wurde zum kommandierenden Offizier der USS Galathea berufen, einem Schiff der Sovereign Klasse. Derzeit befindet Sie sich noch in der Werft, die Taufe wird Anfang des kommenden Monats stattfinden. Derzeit stelle ich meine Crew zusammen. Wollen Sie meine Chefsicherheitsoffizierin werden?"]
 
Nahima starrte Aleksander mit großen Augen an. Ihr Mund klappte auf... und wieder zu. Beinahe hätte sie vergessen, das Handtuch weiter festzuhalten. Beinahe.
 
["Lieutenant?"]
 
"Ja..ha." Sie räusperte sich. "Ja, Sir! Sehr gerne!"
Später würde sie in der Aufzeichnung sehen, dass sie genau 23 Sekunden für diese Antwort gebraucht hatte.
 
["Sehr gut. Ich sorge dafür, dass Sie die notwendigen Unterlagen erhalten. Willkommen an Bord. Genießen Sie ihren Feierabend. Solowyov Ende."]
 
Als der Bildschirm schwarz wurde, schlug Nahima beide Hände vor den Mund und stieß ein Juchzen aus.
Jetzt fiel das Handtuch zu Boden. Es kümmerte sie nicht.
 
***
 
# Ort: Erde, Büro von Rear Admiral Marcus Stierer
# Zeit: Dezember 2415, kurz vor dem Jahreswechsel
 
"Möchtest du etwas Trinken, Aleksander?" fragte Marcus seinen vor ihm sitzenden Freund. Dieser war zu ihm ins Büro gekommen, um über die Besetzung der Offiziersposten auf der USS Galathea zu sprechen. Schon bald sollte es losgehen - und es gab noch immer Lücken im Roster. Ein Schiff dieser Größenordnung zu besetzen war nie leicht - und nun, in Kriegszeiten, noch schwieriger. Eigentlich war es bewundernswert, wie viele Posten schon besetzt waren.
 
"Wenn du einen Tee hättest?"
 
Marcus nickte und betätigte das Interkomm. "Christine, bitte einen heißen Hwangcha, Ziehzeit 3 Minuten 15, für den Commander und einen Cappuccino für mich."
["Natürlich, Sir"]
 
Der Admiral nahm Platz und griff sich das PADD mit den Daten für die Besetzung.
"Die Versetzung für Lt. Melek ist genehmigt. Ich habe mich etwas gewundert, aber nachdem ich die Akte gelesen habe, kann ich deine Wahl verstehen..." Er blätterte weiter. "Sorgen macht mir die Wahl deiner Ersten Offizierin - diese hat sich nämlich noch nicht gemeldet. Wir sollten uns nach einem Ersatz umsehen..."
 
Aleksander schüttelte den Kopf. "Sie wird kommen. Da bin ich mir sicher."
Auch Aleksander hatte ein PADD in Händen. Beide waren verlinkt und so konnten beide Offiziere das Gleiche sehen.
 
Marcus hob die Augenbraue. "Gut... aber beschwer' dich nicht, wenn du dich irrst und mit demjenigen Leben musst, der dann verfügbar ist."
 
"Keine Sorge" lächelte der Russe.
"Die Papiere von Ms. Thompson habe ich auch erhalten. Die waren kaum verschickt, hatte sie diese schon ausgefüllt."
 
"Engagiert, die junge Frau. Du scheinst auf der Kirk Eindruck bei ihr hinterlassen zu haben."
 
"Ich glaube, Sie brauchte nur einen Schubs in die richtige Richtung. Sie ist noch etwas Grün, aber sie wird auf diesem Posten wachsen."
 
"Na, wenn du das sagst" nickte Marcus.
"Als COMM würde ich dir gerne Ensign Grwydro Aru zuteilen. Er ist ein vereinigter Trill und hat einiges Wissen über den Tzenketh Sektor. Außerdem beherrscht er die relevanten Sprachen."
 
"Ich habe die Akte gelesen und keine Einwände."
 
"Gut. Der Versetzung deines CINGs habe ich ebenfalls entsprochen, auf einen TO wirst du noch etwas warten müssen."
 
Für einen Moment hielten beide inne, als eine schlanke Blondine im Uniformkleid - ihr Kragen verriet, dass sie den Rang einer Chief Petty Officer hatte - herein kam, die beiden Offiziere anlächelte und die gewünschten Getränke hinstelle.
"Danke, Christine" sagte Marcus. Die Blondine nickte, knickste und verließ den Raum.
"Also, wo waren wir.. achja - du musst auf deinen TO warten."
 
"Das ist dann halt so" seufzte Aleksander. "Was ist mit dem Posten meines Chefwissenschaftlers?"
"Lt. jg. Srivani Mukherjee hat sich auf den Posten beworben."
 
Aleksander überflog die Akte und hob die Augenbraue. "Ein Lob von einem vulkanischen Wissenschaftsoffizier? Wow."
 
"Ja. Sie ist gut. Und sie möchte auf dein Schiff. Noch jemand von deinen Bekanntschaften?"
 
"Nicht dass ich wüsste, Marcus. Ich kann nicht alle kennen."
 
Beide lachten. Am Anfang hatte Marcus darüber gewitzelt, dass Aleksander sich seine Crew vor Allem aus Leuten zusammen suchte, die er von früher kannte. Wenn man allerdings im Auge hatte, wie lange die Galathea geplant unterwegs sein würde, ergab es Sinn, Leute zu wählen, von denen man wusste, dass man mit ihnen arbeiten konnte.
 
"Was hat es mit dem Cardassianer auf sich?" wollte Aleksander wissen.
 
"Dr. Yael Hadar, Glen des Cardassianischen Militärs. Wir möchten, dass du ihn als Austauschoffizier an Bord nimmst. Als stellvertretenden CWI."
 
"Jetzt wo wir alle Schiffe an der klingonischen Front brauchen, treiben wir den Kontakt mit den Cardassianern voran?" fragte Aleksander skeptisch.
 
"Um fair zu sein - das war schon lange im Gespräch. Die Verhandlungen haben sich nur in die Länge gezogen, bis geeignete Kandidaten für das Austauschprogramm gefunden waren. Du hast doch nichts gegen Cardassianer, oder?"
 
"Nein. Nicht im Mindesten. Aber dir muss doch auch klar sein, dass die Cardassianer ein großes Interesse daran haben, was wir vor ihrer Haustier so treiben. Und entdecken. Verbündet oder nicht - er wird alles an sein Oberkommando melden."
 
"Das ist uns bewusst. Und ich glaube, dass du das notwendige Fingerspitzengefühl hast, um damit umzugehen."
 
Aleksander seufzte. Da war sie also, die Politik - noch vor dem Abflug.
"Gut. Wann kann ich Dr. Hadar treffen?"
 
"Er befindet sich auf dem Weg hierher. Sollte übermorgen hier eintreffen, wenn alles gut geht."
 
"Gut. Machst du mir bitte einen Termin mit ihm, Marcus?"
 
"Ich werde es Christine sagen"
 
"Danke"
 
Dann blätterten beide weiter - und Marcus erstarrte.
"Du hast das wirklich ernst gemeint?" fragte der Admiral, als ihm die Akte seiner Ex-Frau entgegen blickte.
 
"Ja, wieso?" wollte Aleksander wissen. "Ist Dr. Jokhun verfügbar?"
 
"Nein, immer noch nicht, aber..."
 
"Dann ist Helena weiterhin meine erste Wahl."
 
"Du willst mich ärgern, oder?"
 
"Nein. Aber ich habe ein Schiff zu besetzen. Und ich bin nicht bereit, auf eine sehr gute Ärztin zu verzichten, nur weil sie zufällig die Ex-Ehefrau meines besten Freundes ist. Ihr kommt doch gut miteinander aus, oder?"
 
"Ja, schon..." Marcus seufzte. "Nun gut. Aber dann wirst du gegen die nächste Besetzung auch nichts sagen können."
 
Aleksander kniff die Augen zusammen und blätterte auf die nächste Seite. 'Olivia Winterbottom' - der Name sagte ihm nichts. Allerdings - halb Vulkanerin, halb Betazoidin. Solche Hybriden gab es nicht viele - schon gar nicht welche, die Olivia hießen. Sein Name suchte den Mädchennamen der verwitweten (wie er feststellte) Frau. Grax.
"Na wundervoll...."
 
"Sie ist die Beste, die verfügbar ist. Will zurück in die Flotte und sucht ein Schiff, auf das sie Familie mitnehmen kann."
 
"Das ist deine Rache für Helena, oder?" fragte Aleksander mit verkniffenen Gesichtsausdruck. Tatsächlich waren er und Olivia einmal zusammen gewesen - vor langer Zeit.
 
"Vermutlich eher 'Karma'" lachte Marcus.
 
"Naja, es ist... 20 Jahre her. Eine lange Zeit. Wird schon schief gehen."
 
"So... dann bleiben von den Abteilungsleitern noch die Posten des TAK und des FLG" ging Marcus zum nächsten Thema über.
 
"Meine erste Wahl als TAK hat leider abgesagt" gab Aleksander zu. Aber man konnte ja nicht überall Glück haben. "TAKs sind derzeit sehr gefragt - und ich brauche keinen schießwütigen Heißsporn."
 
"Aber du brauchst auch jemanden an der taktischen Konsole" gab Marcus zu bedenken.
 
"Dann werden wir vorerst die Posten des CSO und des TAK zusammen legen, wie es früher häufig geschehen ist - und ich hoffe, dass sich bald jemand findet, um Lt. Thompson zu entlasten.
 
Der Rear Admiral wirkte etwas skeptisch, nickte dann aber. "Wie du meinst."
Er überlegte. "Für den Posten an der CON habe ich jemanden im Auge. Ich kümmere mich darum."
 
"Ok. Wäre irgendwie zynisch, wenn wir nicht aus dem Trockendock kämen, weil uns ausgerechnet der Navigationsoffizier fehlt."
 
"Na, die Peinlichkeit werde ich uns ersparen" sagte Marcus und trank von seinem Kaffee.
"Gehen wir dann also die Unteroffiziere durch..."
 
***
 
# Ort: USB Ganymed, Gast-Büro des Flottenkommandos
# Zeit: 31.12.2415, 10:00 Uhr
 
Aleksander stand an der Fensterfront und blickte hinaus, konnte aber nichts ungewöhnliches sehen. Augenscheinlich gab es derzeit Unruhe auf der Station, weil Srday in das System gekommen war. Ein Srday-Kreuzer war ein seltener Anblick - vor Allem, wenn er unerwartet kam. Die Srday waren kein Mitglied der Föderation, hatten aber ein Assoziierungsabkommen unterschrieben und waren Verbündete. Soweit Aleksander wusste, gab es auf der Station sogar eine Botschaft dieses rätselhaften Volkes. Insofern war die Ankunft eines Schiffes nichts besorgniserregendes. Vielleicht wollten Sie ja Neujahrsgrüße überbringen?
 
Als er die Türklingel höre, wandte er sich um. "Herein" sagte er mit warmer, freundlicher Stimme und trat zu dem Schreibtisch, den man ihm heute zur Verfügung gestellt hatte.
Seine Aufforderung blieb auch nicht ungehört, denn gleich darauf öffnete sich die Tür und gab den Blick auf zwei Personen frei. Ein schwarzgelockter, leicht untersetzter Mensch im Range eines Petty Officers geleitete einen schlanken, etwas steif wirkenden Cardassianer in cardassianischer Militäruniform in das Büro. Mit einem "Bitte, Sir" ließ der Petty Officer dem dunkelhaarigen Cardassianer den Vortritt, welcher dies mit einem Nicken quittierte.
 
"Danke, Petty Officer" entließ Aleksander diesen und blickte seinem zukünftigen Austauschoffizier offen entgegen. Er hatte für diesen Besuch das Licht im Büro anpassen lassen, damit dieses für den Wissenschaftler nicht unangenehm war und auch einen Tausch des Dienstplans der diensthabenden Adjutanten veranlasst. Er hielt nichts davon, den Cardassianer ausgerechnet mit einem bajoranischen Unteroffizier auf die Probe zu stellen - auch wenn nun seit vielen Jahren Frieden herrschte.
"Willkommen, Dr. Hadar. Bitte, nehmen Sie doch Platz." Er deutete auf eine Sitzecke, auf die er sich nun selbst zubewegte.
"Kann ich Ihnen etwas zu Trinken anbieten?"
 
"Nein, Danke" antwortete Yael und schien ob der Situation ein wenig überfordert. Mit einer Couchrunde bei seinem zukünftigen CO hatte er nun nicht unbedingt gerechnet. Er wartete, bis Aleksander Platz genommen hatte und setzte sich dann ebenfalls, fast vorsichtig.
 
"Schön, dass Sie hier sind" führte Aleksander das Gespräch fort. "Ich wollte die Gelegenheit nutzen, um Sie etwas kennen zu lernen, bevor wir uns an Bord treffen" erklärte er. "Immerhin haben Austauschprogramme bei der Föderation zwar eine lange und angestammte Tradition - aber jedes Mal ist es ein wenig anders."
 
"Danke für die Einladung, Commander" Die Stimme des Geologen war etwas leiser als erwartet. Er musterte den Menschen vor sich und versuchte zu ergründen, was dessen Motive waren. "Für die cardassianische Flotte ist ein solches Programm eher.. ungewohnt. Verzeihen Sie daher bitte, wenn ich mich noch etwas zurecht finden muss."
 
"Natürlich. Es gibt nichts zu entschuldigen. Ich wollte Ihnen vor Allem auch versichern, dass Sie auf der USS Galathea ein Zuhause haben werden."
 
Die Augen des Cardassianers wanderten etwas näher zusammen.
"Wie meinen Sie das?"
 
"Dass ich Sie als Teil meiner Crew betrachten werden. Nicht als 'den Cardassianer', sondern als Teil der Crew wie alle anderen auch. Ich werde für Sie genauso da sein wie für alle anderen auch. Ich möchte keine Grabenkämpfe, kein 'Wir' und 'Die'. Sollten Sie auf solches Verhalten treffen, möchte ich davon erfahren." Er lächelte, doch irgendwie hatte dies auch etwas Ernstes. "Gleichsam erwarte ich aber auch, dass Sie ein Teil der Crew werden. Dort draußen wird es viel zu entdecken geben - und wir können es uns einen 'Eiertanz' auf Dauer nicht leisten."
 
Yael erstarrte, ließ die Luft aus seinem Mund entweichen. "Sir.... ich bin Glen des Cardassianischen Militärs..."
 
Der Commander hob die Hand. "Ich weiß. Und ich möchte Sie auch nicht in Loyalitätskonflikte bringen. Aber ich wüsste gerne, sollte es welche geben." Er lehnte sich etwas zurück. "Mir ist auch klar, dass Sie dem Oberkommando Bericht erstatten müssen, über das, was wir finden werden. Ist dem nicht so?"
 
Yael zögerte, bestätigte dies dann aber. "Ja, dem ist so."
 
"Dann tun Sie das. Aber bitte offen. Ich möchte nicht, dass der Eindruck entsteht, hier würden Geheimnisse weitergegeben und wir würden einander nicht vertrauen."
 
"... Danke" sagte Yael unsicher. Dieser Mann hatte ihn doch etwas überrumpelt. Und er besaß Charisma - für einen Menschen.
 
"Gut. Dann freue ich mich auf unsere Zusammenarbeit, Doktor." Aleksander reichte Yael die Hand.
"Sie sind hoffentlich bei der Taufe und der darauffolgenden Party dabei?"
 
</RPG>

<SUM>
Im Spätjahr 2415 spricht Aleksander persönlich verschiedene Offiziere an, um sie für seine Crew zu gewinnen. Dabei trifft er auch einige alte Bekannte und Weggefährten.
</SUM>
 
übermittelt von Christian "Effi" Hellinger

aka

Cmdr. Aleksander Solowyov
unterwegs in Personalangelegenheiten