Licht aus 2


Fynn Ansome
 

<NRPG>
Huhuz!
Da wir uns im Discord fuer Variante B entschieden haben und wir der Crew der Galathea etwas zum Tuefteln geben moechten, sobald sie denn ankommt (Wannnnnnn...?!), loese ich den Energieausfall noch nicht auf, gebe aber einen Anhaltspunkt.
</NRPG>
<RPG>
 
# Ort: Am Ende der Welt, SB 621, Deck 66
# Zeit: SpD 02.2250
 
<QUOTE>
Ein tiefes Raunen ging durch den Raum, in dem die einzige Lichtquelle nun ein paar duenn gesaehte Kerzen aus echtem Wachs auf dem ein oder anderen Tisch und die Sterne ausserhalb der Fenster waren.
 
Von einem dieser Fenster erklang eine weibliche, angespannte Stimme.
 
"Energieausfall! Die ganze Station scheint betroffen zu sein!"
 
Das an die Fensterscheibe gepresste Gesicht einer jungen Bajoranerin hatte nach oben gelugt und erkannt, dass auch die sonst so hell glimmende Unterseite der Habitatssektion weit weit ueber ihnen dunkel da lag.
 
Innerhalb von nur etwas mehr als 24 Stunden war es nun das zweite Mal, dass die Bajoranerin Taia sich furchtbar fuerchtete.
 
"Grosses Unheil...", murmelte sie und betete zu den Propheten.
</QUOTE>
 
Wie mit einem Schlag auf eine gigantische Membran, dass sie alle die Vibration bis in ihre Knochen spueren konnten, knallte es ueber ihnen. Nicht in der Naehe, nein. Es fuehlte sich... weiter weg an. Weit oben ueber ihnen. Vielleicht selbst in der Habitatsektion oder, gar darueber und damit ausserhalb der Station? Das konnte nicht sein. Das ewig eisige Vakuum des Alls transportierte weder Geraeusche noch andere Schwingungen. Und doch fuehlten sie alle es.
 
Der ein oder andere spitze Schrei wurde ausgestossen, Mika griff instinktiv nach der Lehne des Stuhls auf dem Adam sass um sich festzuhalten. Adam hatte die Haende flach auf die Tischplatte gepresst dass seine Knoechel weiss unter der Haut hervortraten.
 
"DAS IST DAS ENDE!", kreischte Taia (der die Angst aus der Schwarzsagung des Vissianers noch im Gedaechtnis brannte) und rannte vom Fenster an der auesseren Wand der Bar in Richtung Turbolift, stiess dabei eine Pakled und einen Vulkanier um und haemmerte dann mit zwei Faeusten gegen die Doppeltuer, die sich nicht wie gewohnt oeffnete.
 
"RUHE!", bellte Mikaála und beeilte sich dann mit sanfterer Stimme hinzuzufuegen: "Ruhe bewahren, allesamt. In Panik zu geraten hilft jetzt keinem."
 
Ihr Blick wanderte ueber die Gesichter der Anwesenden, die nun alle Aufmerksamkeit auf sie gerichtet hatten. Als ehemalige Lieutenant Colonel des Starfleet Marine Corps hatte sie eine professionelle Begabung, zu kommandieren. Truppen zu fuehren und die Moral hoch zu halten. Dies hier war nicht anders.
 
"Was ist bloss passiert?"
"Werden wir angegriffen?"
"Mir ist schlecht."
 
Leises Gebrubbel erhob sich erneut unter den Anwesenden und vor allem bei jenen weiter hinten im Raum, in der Naehe der Bar.
 
"Die Schwerkraft...", murmelte eine Stimme in der Naehe und die Trillfrau drehte den Kopf herum, sah den jungen Mann in der Uniform an, der zu ihr aufsah. Dann zuckten ihre Mundwinkel als ob sie laecheln wollte.
 
"Herhoeren, bitte. Es kann kein kompletter Energieausfall sein. Die Schwerkraft ist noch aktiv und es wird nicht kaelter. Die Lebenserhaltung funktioniert also noch. Carey, schauen Sie, ob der Turbolift sich rufen laesst! Hrrrkrtr, kuemmern sie sich um das arme Maedchen da, sonst stirbt sie noch vor lauter Angst."
 
Mika hatte dem Marine Corps vor langer Zeit den Ruecken zugekehrt, ebenso der Sternenflotte. Sie hatte ihre Gruende gehabt. Doch nun bluehte sie erneut auf.
 
Der angesprochene Caitianer kniete sich neben Taia, der wimmernden Bajoranerin nieder und legte ihr eine behaarte Hand auf die Schulter waehrend sein langer, gestreifter Schweif hinter ihm ueber den Boden zuckte. Ein staemmiger Bursche mit zwei-Tage-Bart betaetigte derweil den Rufer neben der Turbolifttuer. Nichts tat sich.
 
"Kein' Mucks!", rief Carey zurueck ueber die Schulter.
 
"Das wird eine lange Kletterpartie.", antwortete jemand vom Fenster aus und erneut brandete leises Murmeln auf. Niemand wollte es auf sich nehmen, ueber 55 Decks in Jeffreysroehren und Zugangsschaechten zu erklimmen.
 
"Die Kommunikation ist auch down.", gab eine weitere fremde Stimme bekannt.
 
Adam seufzte leise. Er war vermutlich derjenige Anwesende mit dem niedrigsten Alkoholspiegel, abgesehen von Mika; die den Aufstieg aller Wahrscheinlichkeit nachjedoch nicht schaffen würde in ihrer derzeitigen Kondition. Er schob den Stuhl ein wenig nach hinten und erhob sich langsam und wie magnetisch richteten sich mehrere Augenpaare auf ihn.
 
Gerade wollte er den Mund oeffnen, als das Licht wieder anging. Erleichtertes Atmen fuellte den Raum. Es flackerte noch etwas an der Decke, stabilisierte sich aber kurz darauf.
Dann knackte etwas und aus den Lautsprechern drang eine Stimme:
 
["Alarmstufe Gelb, alle auf ihre Posten!"]
 
# Ort: SOC, SB-621
# Zeit: SpD 02.2315
 
Die Stimmung in dem grossen, kreisrunden Raum war sichtlich angespannt. Durch alle Turbolifte traten in unregelmaessigen Abstaenden neue Personen ein, andere gingen wieder hinaus. Allgemeine Hektik und Stimmengewirr, ueberlagert von rhythmisch gelb aufleuchtenden Panelen in den Waenden bestimmten die Atmosphaere. Commander T'Vek stand mit hinter dem Ruecken gehaltenen Armen straff gespannt an einer grossen, flachen Konsole in der Mitte des Raumes. Auf der Konsole war ein Schema der Raumstation zu sehen auf dem einige Bereiche in der Maschinen-, Kern- und Habitatssektion rot gekennzeichnet waren. An anderen Stellen blinkten kleine Lichter und links und rechts daneben lief reihenweise Text.
 
Mit fokusierter Miene sah er auf das Schemata und las die hereinkommenden Schadensberichte.
 
"Bericht.", forderte eine Stimme neben ihm. Captain Sofia Radic hatte das Station Operation Center, die Bruecke der grossen Raumstation, betreten und sich dem Vulkanier gegenueber an das Pult gestellt.
 
"Captain.", begann T'Vek und sah seinem CO in die Augen. "Es scheint als waeren wir von einer Art Schockwelle getroffen worden. Wir koennen den genauen Standpunkt bisher nicht ausmachen. Die Schockwelle hatte einen elektromagnetischen Effekt, der die Hauptenergieversorgung fuer 7,3 Minuten unterbrochen hat."
 
"Warum haben wir sie nicht kommen sehen, die.. Schockewelle?"
 
"Es scheint, dass die ausloesende Explosion ihren Ursprung im Subraum hatte. Bis die Schockwelle uns erreichte war sie von unseren herrkoemlichen Sensoren nicht zu orten."
 
"Verstehe. Schadensbericht?"
 
"Es gibt einige wenige Verletzte, vor allem in der Maschinensektion. Vier EPS-Relais wurden ueberladen und explodierten. Keine schweren Faelle und es wurden keine Verluste gemeldet. Auf den unteren Decks fluktuiert das Energiegitter noch immer. Die Technikerteams 1 bis 5 sind unterwegs. Die restlichen Teams und der Chefingenieur kuemmern sich um den Energiekern. Die U.S.S. Ydraziel wurde ebenfalls von der Schockwelle getroffen und ausser Funktion gesetzt. Sie driftet neunhundertzweiundzwanig Meter an Backbord. Bisher konnten wir noch keine Kommunikation herstellen. Ein Technikerteam ist auf dem Weg zu Transporterraum 14, ein weiteres zum Shuttlehangar, da unsere Transporter derzeit Offline sind. Auf Deck 13 ist..."
 
"Schon gut, schon gut. Danke."
 
Sofia rieb sich die Nasenwurzel und warf einen Blick auf das Pult vor sich, dann blickte sie sich im SOC um. Sie war zufrieden mit der Reaktionszeit ihrer Crew und stolz auf deren flexible Bereitschaft. Mit sich selbst war sie unzufrieden. Sie hatte es erst einige Minuten nachdem die Energie wiederhergestellt und die Turbolifte wieder funktionierten auf die Bruecke geschafft.
 
T'Vek hatte kein einziges Wort darueber verloren, das war nicht seine Art. Doch sie hatte den ein oder anderen Blick im Vorbeigehen gemerkt. Oder hatte sie sich das nur eingebildet?
 
"Irgendetwas auf den Sensoren?"
 
T'Vek wusste, worauf sie anspielte.
 
"Es gibt keine Hinweise auf Schiffe in der Umgebung. Die Langstreckensensoren haben einen Ferengimarauder erfasst, dessen Crew die Lage jedoch unter Kontrolle zu haben scheint."
 
Die emotionslose Art des Ausdrucks dieses Vulkaniers haette einen vermuten lassen koennen, es waere ihm egal gewesen ob die Ferengie sich aus eigenem Antrieb helfen konnten.. oder eben nicht.
 
//"Vulkanier..."//, dachte Sofia und verengte die Augen ein wenig in Erwartung, das Spitzohr haette ihre Gedanken gelesen. Sie wusste, dass Vulkanier in den allermeisten Faellen Kontakttelepathen waren und doch hatte sie seit geraumer Zeit den Verdacht, T'Vek konnte mehr.
Dieser Verdacht hatte sich bisher nur nie bestaetigt.
 
Die CO drehte sich herum um in die wissenschaftliche Ecke dieses Kommandokreisels zu gucken.
Dann ging sie hinueber und stellte sich neben den Stuhl des Offiziers mit blauen Schulterstreifen und dem hoechsten, anwesenden Rang.
 
"Lieutenant, finden Sie heraus, woher diese Schockwelle gekommen ist. Analysieren Sie ausserdem saemtliche Sensorlogbuecher des Zwischenfalls. Ich moechte wissen, wieso unsere Deflektoren uns nicht geschuetzt haben und was wir tun koennen, um einem weiteren Zwischenfall dieser Art zu vermeiden."
 
"Aye, Captain.", erwiderte der Benzit und begann fleissig auf seiner Station herum zu tippen, dass es nur so piepte.
 
# Ort: SB 621, Deck 22, Quartier C-22.2.246-1
# Zeit: SpD 3.0045
 
Mit leisem Zischen oeffnete sich die Tuer und ihre beiden Fluegel verschwanden nahtlos in den Waenden links und rechts. Dann, nachdem Adam eingetreten war, schlossen sie sich wieder. Genau so unenthusiastisch zischend.
 
"Jemand Zuhause?", fragte er in das Schummerlicht hinein und oeffnete den Reissverschluss seiner Uniform. Die Tuer zum Schlafzimmer war geschlossen als der Hesperianer hinsah und so erwartete er keine Antwort, schlenderte zur Couch und liess sich darauf fallen. Er hatte nach der Situation im Ende der Welt noch im SOC vorbeigesehen, wo die anwesende Schichtleiterin ihm versichert hatte, dass sie alles unter Kontrolle hatten und er ruhig ins Bett gehen koenne.
 
Doch nach Schlafen war ihm nicht. Noch nicht. So sass er auf der Couch und starrte auf die Tuer ihm gegenueber. Die Stille war beinahe unertraeglich. Doch seine Playlist nun abzuspielen wuerde vermutlich dafuer sorgen, dass sein Mitbewohner aufwachte. 
In diesem Moment oeffneten sich die Tueren des Schlafzimmers.
 
<NRPG: Ball fuer Mo!>
 
<SUM>
# Ort: Am Ende der Welt, SB 621, Deck 66
# Zeit: SpD 02.2250
Mikaála sorgt im Ende der Welt fuer Beherrschung.
Das Licht geht wieder an. (Vorerst)
 
# Ort: SOC, SB-621
# Zeit: SpD 02.2315
Captain Radic erreicht das SOC/ die Bruecke der Station und laesst sich auf den aktuellen Stand der Dinge bringen. Es scheine Subraumexplosion gewesen zu sein, die die Energieversorgung der Station und eines Gastschiffes (USS Ydraziel) ausser Funktion gesetzt hat.
 
# Ort: SB 621, Deck 22, Quartier C-22.2.246-1
# Zeit: SpD 3.0045
# Ball: Mo
Adam kommt nach Hause
</SUM>

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