Wer andern eine Latrine gräbt, der hat ein Latrinen-Grabgerät (Gruppen 3/4)


Fynn Ansome
 

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Hallöle!
Auf Bitten unseres Cäp'n hier schonmal der nächste Teil des Multi-posts.
Auch wenn dieser Teil nun aus dem Pad verschwunden ist, dürft und könnt ihr natürlich selbstverständlich nochmal nachlegen, in eigenständig geschriebenen und abgeschickten Posts :)
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<rpg>
Ort: Holodeck 1, Gruppe 3 (Gelb)
Zeit: MD 1.0943
 
 
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"Welcher Teil davon ist essbar?", fragte Vuul und ließ sich von Gaspar zeigen, wie man die kleinen Stücke entfernte, bevor er sich einen genauer anschaute. Natürlich wusste er grob, was Pilze sind, das Thema kam in der Akademie vor, aber genau hatte er sie sich trotzdem bisher nicht angesehen. Dann kamen sie der Reihe nach in den Rucksack.
 
"Immerhin ein Anfang. Aber für unsere Gruppe werden wir sicher noch mehr brauchen", und damit ging er auch schon wieder los. Der Tag war noch lang, aber sie waren auch viele. Da konnten sie sich nicht zu viel Zeit lassen. Und neben giftigen Beeren und mickrigen Pilzen gab es ja auch noch Kräuter, Früchte, Wurzeln, Knollen und vielleicht sogar Honig zu sammeln.
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"Ah! Ackerminze!", rief Gaspar aus und zeigte auf eine unscheinbare, hochgewachsene Pflanze mit gelbweißen Blüten entlang des Schafts. Begeistert ging er auf den Strauch zu und begann Blätter und Blüten zu entfernen.
 
"Deutlich dezenter als Pfefferminz, gibt besonders Wildbret einen ganz tollen Kick.", referierte der Captain vergnügt drauf los. Dabei waren ihm ein wenig die Zuschauer abhanden geraten. Nur noch Vuul trottete neben dem Captain her. Taras und Sharom hatten sich vor etwa zehn Minuten verabschiedet, sie wollten in einem angrenzenden Waldgebiet nach weiteren Pilzen suchen gehen. 
 
"Was haben wir bisher an Kräutern nochmal?"
 
"Ich glaube.. Sandthymian, roten Salbei und amerikanischen Ginseng." zählte Vuul auf. Parallel dazu beobachtete er aufmerksam den Boden. 
 
"Ach, das wird so lecker.", schwärmte Gaspar vor sich hin, während er weiter den Strauch bearbeitete.
 
"Captain? Was ist mit dem?", sagte der OPS und deutete auf einen sehr niedrigen Pilz mit breitem, braunem Hut, den er bei der Umrundung eines Baumverbunds gefunden hatte. Mindestens 8-9 Exemplare standen hier.
 
"Ah! Sie sind ein Naturtalent, Mr. Helzuc!", sagte Gaspar begeistert und zückte den Spaten. Vorsichtig trennte er den Stiel vom porösen Waldboden.
 
"Ein Maronen-Röhling. Passt perfekt in unsere Pilzpfanne. Hier, ihre Entdeckung - ihre Beute", erklärte der Kanadier und reichte den Spaten an Vuul weiter. Der Rhaandarit grinste schief und machte sich an die Arbeit.
 
Gaspar strich sich die Haare aus der Stirn, während er kurz überlegte ob er Vuul nach seiner Meinung fragen sollte. Seit dem Beginn ihres Gruppen-Abenteuers dachte Gaspar an den mehr oder weniger ungelösten Konflikt zwischen Sharom Ventra und ihm. Sharom hatte ihn an Bord der USS Carver zu Boden geschlagen, auch wenn später klar wurde, dass es sich um ein Missverständtnis gehandelt hatte. Klar war, das letzte Wort war noch nicht gesprochen, auch wenn sich der Andorianer bereits bei ihm entschuldigt hatte. Er hatte sich auf die Haltung verlegt, dass Ganze zu ignorieren und zu warten, ob sich eine Möglichkeit ergab die Situation zu klären.
 
Er wollte gerade vorsichtig in das Gespräch starten, als eine markerschütternde Stimme durch das Unterholz hallte. Was war los?
 
Gaspar und Vuul liefen in die Richtung der Stimme. Sie ging über in ein lautes Lachen. Nach einiger Zeit öffnete sich der dichte Wald und in der Sonne stehend fanden sie die beiden anderen ihrer Gruppe.
 
Die Lichtung, die sich vor ihnen öffnete war mit hohem Gräsern bewachsen. Dort, wo sie jetzt standen, am nördlichen Rand, wuchsen drei Kirschbäume. In der Mitte der Lichtung lag ein großer Fels, direkt daneben wuchs ein einzelner großer Ahorn.
 
Ventra und Taras standen bei den Kirschen und sie näherten sich ihnen. 
Zwar hingen einige Äste weit genug herunter, um davon Kirschen pflücken zu können. Doch um wirklich nennenswerte Mengen zu ernten, müsste man hinaufklettern.
"Ich hatte etwas danach Ausschau gehalten, aber das hier ist mehr als ich gehofft hatte."
Er langte nach einer Kirsche und probierte sie.
"Ausreichend reif, angenehme Süße, köstlich...",
Er warf den anderen jeweils ein paar zu, schaute sich dann um und nickte zufrieden.
"Hast du dafür das Seil mitgenommen?", fragte Vuul.
 
"Ja, und das Tarp. Aber wir hätten doch noch eine Axt mitnehmen sollen.", murmelte Ventra. "Aber es geht auch ohne"
 
"Klären sie uns auf, Mr. Ventra.", sagte Taras, der schon vorher bei der Suche nach (nach was?) bemerkt hatte, wie Sharoms Aufmerksamkeit weniger dem Waldboden als den Baumkronen gegolten hatte.
 
"Energieeffizienz ist wichtig in Überlebenssituationen. Wenn wir da hoch klettern und uns abmühen dauert es ewig. Es geht einfacher und schneller und es macht mehr Spaß, wenn wir uns was bauen. Wir nutzen die Physik - wir bauen eine Art Kirsch-Katapult und lassen das Tarp die Kirschen auffangen....Also, es wird eine Weile dauern, aber dann wird es ganz einfach sein."
 
Vuul legte nachdenklich den Kopf schief.
 
"Ihr könnt gerne helfen oder euch weiter um das andere Zeugs kümmern. Ich werde jetzt eine Weile hier bleiben. Wir brauchen noch mindestens 5 stabile Äste oder dünne  Baumstämme, alle so etwa 2-4 Meter lang." 
Er grinste.
"Der Rucksack wird nicht reichen für die Kirschernte."
 
Sharom nahm den Spaten an sich, suchte sich einen kleinen Fels und bearbeitete diesen so lange mit roher Gewalt des Spatens, bis ein Stück absprang, dass ihm scharf genug erschien. Dann setzte er sich hin die Schulternaht seines rechten Ärmels aufzutrennen. 
 
"Wir haben echt an nichts gedacht... Messer, Axt und Schlafsäcke, Schnur alles wäre einfacher wären wir nur nicht so bescheiden gewesen.", murmelte er, während er schließlich begann aus dem Ärmel einen dünnen, langen Stoffstreifen zu schneiden.
 
Vuul beäugte das Ganze weiter skeptisch, während er etwas näher ging und sich die Dicke des Stamms ansah "Und das Seil wird ausreichen diesen Baum zu beugen?"
 
"Das geht schon. Etwas Mut, Vuul." erwiderte Sharom, während Vuul jetzt skeptisch zu ihm sah, dann aber die Schultern zuckte. "Notfalls bleibt uns ja immernoch die Methode es von Hand zu machen. Also, wie können wir helfen?"
 
 
# Zeit: MD 1.1305 (01.06.2416)
# Ort: Holodeck 1, Gruppe 4 (Orange)
 
Es wurde gegen Mittag unerwartet warm, so dass Fiona bei ihrem Weg zurück zum Lager leicht ins Schwitzen kam. Die Lichtung hatte sich wesentlich verändert. Tatsächlich hatte Gruppe Orange angefangen sowas wie kleine Schutzhütten aus Ästen zu bauen. 
In der Mitte war Holz für ein Lagerfeuer aufgeschichtet, das jedoch noch nicht brannte.
 
"Ihr wart fleissig.", kommentierte sie, als sie näher kam und ihre improvisierten Wasserschläuche an Cal übergab. 
 
"Wir geben uns Mühe.", meinte dieser. "Nichts zum Essen?" fragte er dann neugierig und reichte Fiona die Picke, die er in den Händen gehalten hatte. 
 
"Noch nicht, wir sind dran. Unser Fang wurde von Ottern gestohlen. Ich hoffe die anderen haben mehr Glück. Von ein bisschen Fisch werden wir kaum satt werden.", erzählte sie die Kurzfassung und Cal verzog das Gesicht. Das war in der Tat keine gute Nachricht.
 
Sie folgte Cal und wartete bis er das Wasser verstaut hatte, um ihm die Picke zurück zu geben. 
 
"Habt ihr an eine Latrinenecke gedacht?", fragte sie Cal dann, der sichtlich überrascht aussah. 
 
"Ähm ... bislang nicht.", gestand er und kratzte sich kurz am Kopf. "Immerhin weiß ich jetzt was ich damit tun kann.", grinste er dann und hob seine Picke etwas an. 
 
"Scheint so. Ich muss wieder zurück zu den Jungs, nicht dass die zwei sich noch gegenseitig ertränken.", meinte sie dann und winkte Soy und Thomas kurz zu die sich bei einer der 'Hütten' unterhielten, ehe sie sich wieder auf dem Weg zurück machte. 
 
"Und Sie sind wirklich im Wald geboren worden?," kam es fasziniert von Soraya Alizadeh, die mit dem Masterguns ein Gespräch über dessen Kindheit in Alaska begonnen hatte. 
 
"Eine Siedlung war 10 Meilen entfernt. Diese gilt auch als mein Geburtsort." Der Marine war während des Gesprächs damit beschäftigt einen Stock anzuspitzen, der als Halterung für einen der Tarps dienen sollte. 
 
"Ihre Eltern waren Wildhüter, richtig?" 
 
"Ja, Ma'am. Vielleicht bin ich auch deswegen etwas neidisch in keinem der Teams da draußen dabei zu sein." 
 
Soraya lachte "Wäre das nicht mogeln?"
 
"Wahrscheinlich," Thomas sah sich den Pfahl an und rammte ihn mit der umgedrehten Axt in den Boden. "So, daran können wir das Tarp aufhängen und dort drüben in dem Baum befestigen. Wenn wir es seitlich spannen, haben wir einen schönen Windschutz und können dennoch unter dem Sternenhimmel schlafen." 
 
"Sie sind ja beinahe romantisch, Gunny," scherzte Cal. 
 
"Aber nur beinahe."
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Ort: Holodeck 1, Gruppe 3 (Gelb)
Zeit: MD 1.0943
 
Vuul, Sharom, TaRas und Gaspar wollen Kirschen pflücken

# Ort: Holodeck 1, Gruppe 4 (Orange)
# Zeit: MD 1.1305 (01.06.2416)
 
 
Fiona liefert Wasser im Basislager ab und Cal bekommt Latrinen-Grabungsdienst.
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