The Odyssey Era - Teil 10: Der Plan der Königin


Mortimer Bishop
 

Hey ihr Lieben!
 
Ein kleiner Gruß zur späten Stunde. Hier der zehnte Teil der Odyssey Era! Suprise, Suprise! Nicht der letzte Teil! :D 
 
Da die letzten Szenen sehr lang geworden sind, haben wir uns entschieden die Era nicht auf 10, nicht 11 - sondern auf 12 Teile aufzuteilen. Keine Sorge, das Ende steht kurz bevor, 11 und 12 sind fast fertig und werden in den nächsten zwei Tagen kommen. Danke für euer ehrliches Feedback und Interesse an dem Abschluss dieser langwierigen Mission! Mit dem heutigen Teil wird eine wichtige Brücke geschlagen, bin gespannt was ihr sagt :)
 
Lieben Gruß 
Ratty und Mo 
 
 
<RPG>
 
Zeit: MD 4.2248
Ort: USS Galavant, Bereitschaftsraum des Captains
Fortsetzung von: The Odyssey Era - Teil 6: Das Ende des Weges
https://groups.io/g/USS-Odyssey/message/643
 
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Er lehnte sich zurück. Die Commodore, ihre Erste und Zweite Offizierin und ihre Sicherheitschefin waren also an Bord des sterbenden Schiffs gewesen und hatten die Suche nach dem Chefingenieur abgebrochen und die sylenischen Kreuzer geborgen. Er fragte sich was hinter diesen Schiffen steckte, dass die Commodore höchstpersönlich diese Aktion anführte aber je länger er drüber nachdachte, umso weniger wollte er die Wahrheit wissen. Das grenzte an interstellare Politik - ein Thema aus dem sich Gaspar so weit wie möglich raushalten wollte, auch wenn das im Kontext seines Kommandos auf der Galavant, einem auf Diplomatie spezialisierten Kreuzer, absolut töricht klang. Vielleicht war es gut, dass er den Bericht zusammenfasste und nicht Soraya, der dieses Thema keinerlei Ruhe gegeben hätte. Die Perserin machte aus ihrem Misstrauen der Politik gegenüber keinen Hehl. 
 
Er atmete einmal tief ein und griff zum nächsten Padd.
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** 25 Minuten später **
 
Langsam lehnte sich Gaspar zurück. Sein Nacken schmerzte. Er spürte die Müdigkeit wie einen Schatten, der langsam über ihn fiel. Er legte das Padd, was er gerade in der Hand hatte, ab und erhob sich mit einem leisen Ächzen. 
 
Er ging Richtung Replikator und orderte einen großen Cappuccino mit einem kleinen Schüsselchen Ahornsirup nebst Löffelchen, während er neben dem Gerät ein paar Dehnübungen machte. Er musste dringend ein bisschen fitter werden. Vielleicht lies sich jemand von der neuen Crew zu einer Partie Eishockey überreden? Notfalls etwas anderes, dachte er. Seinen bisherigen Erfahrungen nach hatten die meisten Crewmitglieder genau ein Training lang Lust mit ihm Eishockey zu spielen.
 
Er griff nach dem kleinen Tablett mit Cappuccino und Sirup und setzte sich erneut an seinen Schreibtisch. Gedankenverloren schaufelte er ein wenig Sirup in seine Tasse. In Gedanken war er zurück beim Logbucheintrag. 
 
Ein kurzes Signal wies ihn auf seine Inbox hin, eine schriftliche Nachricht. Er hob kurz den Blick und drückte das entsprechende Symbol seines Homescreens. Die Nachricht stammte von... Commodore Skyla Lyma! Diese Information rüttelte Gaspar wacher als es der Kaffee je gekonnt hätte. Er las die Nachricht zum zweiten Mal. Er musste grinsen und warf einen Blick auf seine Wasserpfeife, die bereits seid geraumer Zeit wieder an ihrem alten Platz auf dem kleinen Seitentischchen stand. Er aktvierte seinen Kommunikator. 
 
"Toussaint an Commodore Lyma." Es rauschte kurz.
 
["Ah Captain! So spät noch wach?"] erklang die arglose Stimme Lymas. Ihr Tonfall klang ein bisschen nach Comic Bösewicht. 
 
"Was hat mich verraten?", fragte Gaspar lächelnd, während er den Kopf ein wenig gequält in der Hand abstützte. 
 
["Der weiße Rauch, der unter der Tür durchsickert."] sagte Skyla mit dem für eine Eiskönigin gebührenden Kälte in der Stimme. Trotzdem hörte der Kanadier dem Satz einen gewissen Humoransatz raus. 
 
"Ich verstehe. Haben sie mich gesucht?", wollte der Kommandant wissen. Sky lies sich mit der Antwort etwas mehr Zeit als geplant.
 
["So in der Art..ja. Sind sie gerade abkömmlich?"] wollte die sie ohne Umschweife wissen.
 
Gaspars Blick schoss zum Chronometer an der Wand. Eine ungewöhnliche Uhrzeit für berufliche Unterredungen. Andererseits gab es hier draußen in der Kälte eh kein morgens und abends, außerdem was war in diesen Zeiten schon gewöhnlich?
 
"Sicher. Wo sind Sie?", wollte der Kanadier wissen.
 
["Am Turbolift. Bin in zwei Minuten bei Ihnen. Lyma Ende"] informierte die Commodore, mit einer Tonlage, die keinen Widerspruch duldete. Gaspar fuhr hoch wie von der Tarantel gestochen und sah sich um. Zwei Minuten? Hektisch blickte er umher und wischte mit dem Handrücken ein wenig Asche vom Schreibtisch. Er musste aufräumen! In Windeseile versuchte der frischgebackene Captain den Raum etwas ansehnlicher zu machen. Nicht, dass es unordentlich war, aber bei einem hochrangigen Besucher, noch dazu der Kommandeurin einer ganzen Flotte, wollte man eigentlich ungern unvorbereitet entgegen treten. Die zwei Minuten vergingen viel zu schnell und Gaspar fuhr herum und stützte seine Arme in eine Denkerpose, als er hörte, wie sich die Türen öffneten.
 
Skyla Lyma. Höchstpersönlich. In Form und Farbe. Wie immer lies die Commodore nicht zu, dass man ihrem Gesicht eine emotionale Regung ablesen konnte. Aber natürlich konnte sich der Kanadier denken, dass der Verlust des eigenen Flagschiffs an keinem noch so abgebrühten Kommandant einfach so abprallte, selbst wenn es durch Fremdverschulden war. Aber wie immer hatte Skyla Lyma ihr Pokerface aufgesetzt. 
 
"Herein mit Ihnen.", kommentierte Gaspar den Auftritt seiner Gegenüber und deutete freundlich auf seinen Besuchersessel. "Bitte setzen Sie sich. Kann ich Ihnen etwas anbieten?"
 
"Whisky auf Ice. Danke.", sagte die Sylenerin nach einem kurzen Zögern. Es schien fast so als wusste sie selbst nicht genau ob ihr Besuch dienstlicher oder privater Natur war. 
 
"Sehr gerne", sagte Gaspar mit einer leichten Verbeugung und schritt ohne weiteren Kommentar zum Replikator. 
 
"Was trinken Sie?", fragte Sky aus reinem Interesse. Gaspar wendete den Kopf und schaute überrascht. Er hatte noch keinen Schluck von seinem Cappuccino genommen, der langsam kalt wurde, anderseits wurde ihm klar, dass es komisch wirkte der Sylenerin Alkohol zu servieren und selbst nicht zu zugreifen. 
 
"Gin...Old Fashioned", sagte er - halb zu Sky, halb zum Replikator. Beide reagierten, wobei Skys Reaktion weniger eindeutig war. Er griff nach dem vollen Glas und kam mit den beiden Getränken zurück.
 
"Was führt sie zu mir?", wollte Gaspar wissen, während er den Whisky vor der Commodore abstellte.
 
"Oh.. Vieles.", lies sich Sky nicht so schnell in die Karten schauen. Sie hob den Drink an und schaute prüfend hinein, bevor sie Gaspar mit einem Lächeln zuprostete. Gaspar erwiderte die Geste zerstreut. Der Gin hingegen war ganz fantastisch. Heimlich hatte er sich aus dem kleinen Schüsselchen zwei Löffel Ahornsirup in das Getränk gemixt. Seine Geheimwaffe für alles.
 
"Zu aller erst einmal, vielen Dank für ihre Hilfe. Ohne Sie und Ihre Crew hätten es die Besatzung des gekaperten Bird of Preys und der gestrandete Ensign Nirrod sehr schwer gehabt.", begann die Commodore. Ihre Stimme klang ernst und aufrichtig. Gaspar nickte und deutete eine weitere kleine Verbeugung an, sagte aber nichts. Abwarten was Lyma zu sagen hatte.
 
"Aber ich muss Sie auch warnen.", die Stimme war eine ganze Nuance dunkler geworden. "Aus Ihrer Perspektive sieht diese Mission hier in Carraya wie ein Erfolg aus. Täuschen Sie sich da aber nicht. Der tragischen Verlust der USS Glorana und das mysteriöse Verschwinden der Odyssey wird eine gründliche Untersuchung des FKOMs nach sich ziehen." 
 
Gaspar wusste nicht so richtig wohin mit seinen Händen, während Sky einen tiefen Schluck aus ihrem Whiskey Glas nahm. 
 
"Haben Sie sich nicht gefragt warum sie erst jetzt in das System beordert wurden?", wollte Skyla wissen, während sie träge die Beine übereinander schlug und sich eine weiße Strähne aus der Stirn blies.
 
"Das FKOM hat die Situation neu bewertet und hat Nachschub angefordert.", sagte Gaspar schulterzuckend. "Kein ungewöhnlicher Vorgang." 
 
"Für einen frisch beförderten Commander der, mit Verlaub, keine eigene Kommandoerfahrung hat?", wandte Skyla ein. Ihre kristallblauen Augen blitzten auf. Sie näherten sich dem Kern ihrer Botschaft. 
 
"Frontbeförderung. Gängiges Mittel im Krieg.", gab Gaspar zurück. Er hatte die Arme verschränkt. Wollte die Commodore ihn beleidigen?
 
"Erinnern Sie sich an ihr Briefing? Direkt im Anschluss an Ihre Kommandoübergabe?", wollte Skyla wissen. 
 
Gaspar lehnte sich ein wenig zurück und umfasste erneut das Gin Glas. "Es enthielt lediglich die Information das Sie, Commodore Skyla Lyma, laut ihrer eigenen Einschätzung die Situation im Carraya Sektor selbst im Griff haben und wir, also die Galavant, die Tyson und die Aktune, die Flotte unterstützen und notfalls evakuieren sollten."
 
Das war es. Die Augen der Sylenerin leuchteten wie zwei Scheinwerfer im Dunkeln. Sie beugte sich weit vor. 
 
"Haben Sie die Nachricht noch? Ich muss es schwarz auf weiß lesen.", sagte Sky. Ihre Stimme klang aufgeregt. 
 
"Eh.. ja einen Moment.", sagte Gaspar und lehnte sich zu seinem Homescreen. Mit wenigen Klicks schob er die gewünschte Information auf ein Padd, was neben ihm lag und reichte es der Commodore. Diese griff danach und las die Nachricht. Gaspar war sich immer noch nicht sicher was hier los war. Er war in der letzten Stunde bei der Sichtung der Sicherheitsaufzeichungen immer wieder mit einigen tollkühnen Aktionen der Commodore in Berührung gekommen, aber dieses Verhalten erschloss sich ihm überhaupt nicht. Dann blickte Sky auf. Auch wenn sie wie üblich die Contenance bewahrte, glaubte Gaspar ein triumphierendes Grinsen hinter der Fassade zu entdecken. 
 
"Das hier, werter Commander Toussaint, ist der Beweis für ein abgekartetes Spiel des Flottenkommandos! Ich habe in so ziemlich jeder Lagebesprechung um Unterstützung gebeten. Jedes einzelne Mal wurde sie mir aus völlig unterschiedlichen, immer ermüdenderen Gründen verwehrt! Glauben Sie wirklich, dass ich so tollkühn bin hier im Nadelöhr des Systems mit einer Handvoll Schiffe einer klingonische Vernichtungsflotte entgegen zu treten? Ich wurde unter fadenscheinigen Gründen dazu verdonnert hier auszuharren. Diese Nachricht von Ihnen beweist, wir, Sie und ich, sollen als Sündenböcke herhalten.", schloss Sky die Beweisführung ab. 
 
Gaspar war immer noch zu perplex, um was zu sagen, aber in seinem Hinterkopf hatte es zu rattern begonnen. Er stürzte einen riesigen Schluck Gin hinunter. 
 
"Sie und die Crew der Galavant sind nichts als die Bestätigung auf dem Papier, dass das FKOM etwas zu unserer Rettung unternommen hat. Es war nicht geplant, dass Sie erfolgreich sind oder ihren tatsächlichen Dienst antreten. Oder gibt es einen anderen Grund, warum das FKOM so darauf bestand, dass Sie ihre Crew aus den Überlebenden der Carraya Offiziere zusammenstellen? Eine ältere Akira, frisch renoviert zwar, aber doch in die Jahre gekommen - eine Skeleton Crew, die wirklich nur aus der aller nötigsten Mannschaft besteht? Kein wirklicher Kriegsverlust, aber das Oberkommando kann sich hinterher nicht vorwerfen lassen, dass sie nicht gehandelt haben. Die haben unseren Frontabschnitt intern einfach abgeschrieben. Wir sind der Verlust.", fuhr Sky fort. Ihre Stimme war immer leiser geworden, fast hypnotisch. 
 
Die gewaltige Faust des Kanadiers donnerte auf die Tischplatte. Gaspars Gesicht war blass vor Wut. Er hatte sich in den sicheren Tod quatschen lassen und nur einem riesigen Zufall war es zu verdanken, dass sie unversehrt bei SB 24 angekommen sind. Mit dem Schlag auf den Tisch hatte er sich Luft gemacht. Mit aller Kraft versuchte er wieder klar zu denken. 
 
"Aber wer steckt dahinter?", fragte er mit belegter Stimme.
 
"Das werde ich noch herausfinden. Gesichert ist nur das diese Ränkespiele von SB 495 stammen.", sagte Sky. Ihr Blick hatte sich nach innen gewandt und es kam Gaspar so vor als rede sie mit sich selbst. SB 495, das wusste Gaspar, war das Hauptquartier der zweiten Flotte. 
 
"Jemand aus der Zweiten?", vergewisserte sich der Kanadier. 
 
"Ja, zweifelsfrei. Ihre achte Flotte hat damit nichts zutun, für Cdor. Taurik verbürge ich mich. Ich denke das war jemand anderes. Höher, gefährlicher...", schloss die Commodore und setzte ihr Getränk an und leerte es mit einem großen Schluck.
 
"Ich werde mich umgehend auf den Weg zur Erde machen. Man hat mich vorgeladen einen ausführlichen Bericht abzulegen, aber ich denke ich werde einen Umweg über SB 495 machen.", sagte Skyla mit fester Stimme. 
 
"Dies ist der letzte Grund meines Besuchs.", fügte sie hinzu, während eine gewisse Körperspannung von ihr abfiel. "Das FKOM hat Ihnen ja bereits nahegelegt ihre Reihen aus Offizieren der Flüchtlingsschiffe zu übernehmen. Da von der Glorana bedauerlicherweise keine Offiziere wechseln können würde ich sie bitten sich um meine Senior Offiziere zu kümmern. Rani Than hat um Versetzung auf die USS Galathea gebeten, CJ Ronis wird sich vermutlich der USS Kensington anschließen. Anna Rosenthal hatte bereits vor längerer Zeit um Versetzung auf die Hammond gebeten und auch Ensign Nirrod bat aus naheliegenden Gründen ebenfalls um eine Versetzung. Mein Adjutant Hagen von Freyberg ebenso. Bleiben: Renard, Ivoin, Emin, Amun, Jade, MacKenzie, Mannix und Tiru."
 
Skyla hatte sich vorgebeugt. Die Augen leuchteten so hell das Gaspar sein eigenes Gesicht in der Spiegelung ihres Augapfels sehen konnte. "Ich bitte sie unter Kommandanten, bringen sie meine Truppe weg von der Front. Der Krieg war für jeden von Ihnen lang genug. Jeder einzelne ist bis zum Äußersten und darüber hinaus gegangen in der Erfüllung seiner Pflicht. Viele Menschen gaben ihr Leben für diese Blockade des Carrayasystems. Diese Crew ist mit allen Wassern gewaschen und ich kann mir keine bessere Gruppe für ihr Schiff vorstellen. Yvonne ist die perfekte Ergänzung und würde gut zu LtCmdr. Alizadeh passen. Panalek wirkt auf mich ebenfalls sehr anständig, außerdem hab ich noch nie einen so penetranten Unteroffizier wie Thomas Reynolds erlebt. Meine Leute passen hier gut rein.", schloss sie langsam. 
 
Für einen Wimpernschlag kam es Gaspar vor als würde er etwas feuchtes in den Augenwinkeln Lymas sehen, aber der Moment war sofort wieder verschwunden und auch die Stimme der Commodore verriet nichts über ihre tatsächlichen Gefühle als sie sich bückte und einen schweren Gegenstand hoch hob. Noch Jahre später fragte der Kanadier sich wie Skyla diesen unbemerkt in den Raum bekommen hatte. Das Licht von Gaspars Schreibtischlampe reflektierte sich im Messingbeschlag der alten Widmungsplakette der USS Odyssey, die Ensign Nirrod unter Einsatz seines Lebens aus dem untergehenden Schiff gerettet hatte. 
 
Skyla Lyma hob den Kopf und fixierte Gaspar ohne etwas zu sagen. Das erste Mal seid ihrem Auftritt herrschte völlige Stille. Sie hob die Plakette mit beiden Händen und reichte sie langsam zu Gaspar hinüber. 
 
"Ich habe mich sehr über diesen Gegenstand gefreut, weil er ein großer Teil meines Lebens ist und immer sein wird. Trotzdem will ich Ihnen das hier gerne schenken. USS Odyssey ist nicht nur ein Name oder eine Bezeichnung eines Raumschiffs. Odyssey bedeutet dagegen zu sein. Ich weiß nicht, ob Sie mit der Historie dieses Namens vertraut sind, aber in der Geschichte sorgte dieser Name immer wieder für Ärger.", fuhr Skyla fort, dabei verzogen sich tatsächlich ihre Mundwinkel und ein weiteres breites Lächeln trat zu Tage. "Viel Ärger..", wiederholte sie. 
 
"Vor 46 Jahren trat das erste Schiff diesen Namens eine völlig hoffnungslose Rettungsoperation im Gamma-Quadranten an, was das Schiff leider nicht überstand. Nun sind wir Zeuge geworden wie auch das nächste Schiff diesen Namens in vollendeter Pflichterfüllung seine Heimreise antrat." 
 
Skyla Lyma sah Gaspar an. "Vielleicht sollte der Name nicht nur in der Vergangenheit auftauchen, sondern das FKOM mit jedem Bericht daran erinnern, was geschehen ist. Das Schiff als solches kann ausgelöscht werden, der Name, die Tradition. Die bleibt."
 
Zum zweiten Mal an diesem Tag hielt Gaspar die schwere Messingplakette in den Händen. Unterschiedlicher konnten die Situationen nicht sein. Andächtig hielt er das kleine Stück Zeitgeschichte in den Händen. Sorgfältig untersuchte er die Plakette. Im Besuchersessel zurückgelehnt beobachtete ihn Skyla dabei. Sein Blick fiel auf die kleine Reliefzeichnung der alten USS Odyssey. Ein Schiff was durch intransparente Flottenführung und Gemauschel einfach so geopfert worden war! Ebenso die Galavant! Ein verbeulter alter Kahn der geopfert werden sollte für die Statistik. In diese Moment schwor sich Gaspar das dieser verbeulte alte Kahn es Ihnen allen zeigen würde!
 
Sein Griff um die Plakette wurde fester. Seine Fingerkuppen waren fast weiß. Dann hob er den Kopf und Commodore Skyla Lyma musste Gaspar Toussaint nicht mehr fragen wie er sich entscheiden würde.
</RPG>
 
<SUM>
Zeit: MD 4.2248
Ort: USS Galavant, Bereitschaftsraum des Captains
 
"Computerlogbuch der Galavant, Captain Toussaint, Sternzeit 24160104.9
 
Die Ereignisse der letzten Tage haben sich überschlagen. Neben dem Verlust der USS Odyssey und der USS Glorana herrscht in der zweiten Flotte Aufruhr. Der Planet Carraya ist samt und sonders nach dem Absturz der Odyssey verschwunden. Es gibt, stand jetzt, keine Erklärung für das Phänomen. Kurz vorher ist allerdings Ensign Nirrod, der bis zu diesem Moment als vermisst galt, ein besonders Kunststück gelungen als er unter dem Einsatz seines Lebens die Widmungsplakette der Odyssey aus dem untergehenden Wrack retten konnte. Eine Tat, die symptomatisch für das Schiff selbst steht. Die Odyssey harrte im Carrayasystem aus als niemand anders zur Hilfe kam. Ohne Murren erledigten Offiziere und Crewmitglieder ihren Dienst, ohne die Sinnhaftigkeit dieser Mission zu hinterfragen. Denn tatsächlich werfen die Umstände der Kommandoweisung immer mehr Fragen auf. Fragen die auch den Marschbefehl der USS Galavant betreffen. Fragen die zur gegebener Zeit an anderer Stelle gestellt und beantwortet werden müssen. Um an dieses Kommando und seine Mission zu Erinnern hab ich, Captain Gaspar Toussaint mich dazu entschlossen das Raumschiff USS Galavant -  Registriernummer NCC-52429-E - in USS Odyssey umzubenennen. Die zuständige Freigabe über die Rechte des Namens übergab mir Commodore Skyla Lyma in Form der bereits erwähnten Widmungsplakette. Die USS Odyssey ist tot, lang lebe die USS Odyssey! 
 
Toussaint Ende.
 
</SUM>
 
 
Submitted by
 
 
LtCmdr. Soraya Alizadeh
EO USS Odyssey
Aka
Ratty
 
Cmdr. Gaspar Toussaint
CO USS Odyssey
Aka
Mo Bishop
 

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