Persisches Temperament

Ratana Tiru
 

<nrpg>

Sascha und ich hatten ziemlichen Spaß daran für die ersten Spannungen im Team zu sorgen. Wir wünschen euch viel Spaß im Erstkontakt mit der neuen EO Soraya Alizadeh. 

</nrpg>


<rpg>


Ort: Servin III, Servin System
Zeit: Kurz nach Jahreswechsel 

Die Sonne stand tief über dem Horizont und würde in weniger als einer Stunde hinter dem Dünenkamm untergehen. Die karge Wüste erstreckte sich über mehrere hundert Meilen in alle Richtungen. Sanfte Hügel aus dunkelrotem Sand wurden von ausgetrockneten, rissigen Flussläufen und einzelnen vertrockneten Oasen durchzogen. Nur an wenigen Stellen ragten verwitterte Baumstämme als mahnendes Zeichen einst vertrockneter Vegetation empor, umrandet von den Ruinen eines alten Karawanenstützpunktes und den gemauerten Rändern ausgetrockneter Brunnen. 

Auf dem Rand einer solchen uralten Brunnenanlage saß Soraya Alizadeh und blickte in die untergehende Sonne. Auch wenn dies eine Wüste war, waren die Temperaturen jetzt aushaltbar. Tagsüber wurde es selten kühler als 40 Grad, dafür waren die Nächte bitterkalt. Aktuell zeigte das Thermometer in ihrer Uhr 36 Grad an. 

Die Perserin war in einen dunkelblauen Tschador gehüllt, mit dem sie sich in den Tagesstunden vor der gleißenden Sonne schützte. Die hiesige Ausgrabung war Teil des "Iconia Research Program", eines zivilen Forschungsprogramms der Universitäten Los Angeles und Helsinki und der Vulkanischen Wissenschaftsakademie. Vor einigen Jahren waren hier Reste eines iconianischen Tors entdeckt worden und die Archäologen von Erde und Vulkan sollten dessen Alter und den Zusammenhang zu der hier untergegangenen Prä-Warp-Kultur untersuchen. 

Soraya hatte von einem befreundeten Archäologen das Angebot bekommen die Ausgrabungsleitung zu übernehmen. Das hatte sie sehr geehrt, denn seit ihrem Abgang aus der Sternenflotte waren einige Monate des geistigen Nichtstuns und der sportlichen Herausforderung vergangen. Sie hatte sich frisch für etwas Neues gefühlt. Diese Arbeit machte ihr Spaß und sie konnte endlich einmal wieder Wissenschaftlerin sein. Außerdem fühlte sie sich in der menschlich-vulkanisch gemischten Truppe wohl. Gerade die Finnen waren sehr witzig und lockerten so manchen Tag auf. 

Das Pad in ihrer Hand piepte kurz und erinnerte sie mit einer Warnung daran bald in den Energiesparmodus zu gehen, dass sie den Tagesbericht noch zu Ende schreiben musste. Momentan würde ihn eh niemand lesen, denn seit Tagen mussten sie strenge Funkstille halten. Das Servin-System war im klingonisch-föderalen Krieg auf die andere Seite gefallen bzw. die Grenzverläufe waren unklar. 

Die ehemalige Lieutenant der Sternenflotte hatte daraufhin beschlossen, alle technischen Geräte bis auf die wirklich notwendigen abzuschalten, Funkstille zu bewahren und möglichst nicht aufzufallen. Da der ganze Planet nicht bewohnt war und einen wertlosen Haufen Dreck darstellte, war die Chance von den Klingonen entdeckt zu werden gering. Darauf spekulierte sie. Der Grenzverlauf würde sich bei Zeiten wieder ändern. 

So lange würden sie die Ausgrabung unter primitiveren Bedingungen fortsetzen. Ihre Lebensmittel- und Wasservorräte würden erst in einigen Monaten zu Ende gehen. Im größten Notfall würden sie den Planeten mit dem kleinen, zivilen Shuttle verlassen, dass ihnen durch die vulkanische Wissenschaftsakademie zur Verfügung stand. 

T'Kar und Sovak hatten das Shuttle im sicheren Abstand von drei Nachtmärschen Entfernung geparkt und waren am heutigen Morgen zurückgekehrt. Sie hatten ihre Spuren sorgsam verwischt und so wurde es ohne den Planeten großzügig zu scannen oder ihr Camp zu kennen aufwendig sie direkt zu finden. 

Soraya nahm die Sonnenbrille ab und schob sich die Kapuze des Tschador etwas weiter aus dem Gesicht. Ihre blaugefärbten Haare leuchteten im Sonnenuntergang. Heute waren sie gut mit der Kartierung des östlichen Ortsteiles voran gekommen. Sie hatten einige alte Haushaltsgegenstände, vorrangig Vasen und Krüge, aber auch eine wunderschöne Brosche gefunden. Sovak hatte sich sobald daran gemacht die alten Schriftzeichen auf dieser zu erfassen und abzugleichen. 
Prof. Rauli Karttunen, eigentlich Lehrstuhlinhaber für experimentelle Archäologie an der Universtität von Helsinki, hatte sich dagegen freudig an das Zusammensetzen der zerbrochenen Keramik gemacht und wurde von Dr. Hellä Isotala unterstützt, die eigentlich an der Universität von Los Angeles skandinavische Geschichte lehrte. T'Kar, eine etwas ältere Geschichtswissenschaftlerin vom Vulkan, und sie hatten die alte Brunnenanlage kartiert. 

Das kleine Team aus drei Menschen und zwei Vulkaniern funktionierte gut. Sie alle waren Experten in unterschiedlichen archäologischen Fachgebieten und sie alle waren auch irgendwie Abenteurer. Sollte der scheiß fucking Krieg doch da oben im All bleiben, dachte Soy im selben Moment in dem hinter hier die Luft zu flimmern begann und sie das Geräusch eines Transporters wahrnahm. Erschrocken drehte sie sich herum, die Hand griff an die Stelle, an der sie natürlich keinen Phaser mehr vorfand. 

Thomas Reynolds materalisierte sich hinter einer doch recht geringgewachsenen Person, welche sich mit einem spontanen Griff an das Becken als ehemaliger Offizier verriet. Skipper sah einmal kurz zu seinem neuen Herrchen hoch und beäugte dann mit scharfem Blick die Frau. 

Die anderen Teammitglieder von Bravo wurden verteilt in der Anlage hinunter gebeamt. Bis auf Arfam, der bolianische Scharfschütze, befanden sich alle in einem 100m Radius um den Kern der ehemaligen Karawanenanlage. Arfam wurde auf einem kleinen Hügel, ca. 500m südwärts gebeamt und hatte die Aufagbe, den Abzug zu decken. 
Er war schon eine Kuriosität. Er schaffte es gerade so, jedes Jahr aufs neue, den Sporttest abzulegen. Jedes mal versagte ihm die Laufdisziplin, das Föderale Sportabzeichen in Bronze zu erhaschen. Er lief einfach nicht schnell genug. Würde er sich wie ein Gürteltier zusammenrollen, wer weiß, vielleicht wäre er schneller gewesen. Aber eines konnte ihm keiner vor und auch nicht nachmachen. Die Geschwindigkeit mit der er Ziele erfasste und traf, so mancher witterte Betrug. Das TR-116B Gewehr im Anschlag, den Lebenszeichenscramler begutachtend, lag er unter der vorbereiteten Tarnung neben einem verdorrten Busch. 

Das TR-116B zeichnete sich durch ein paar Modifikationen aus. Es hatte einen integrierten Schalldämpfer, der soweit überarbeitet worden war, das auch aus 10m nur ein leises Pfiefen zu vernehmen war. Das, des Geschosses. Der Lauf war nun wieder
kaltgehämmert und hatte sechs Züge. Ganz klassisch sozusagen. Der Verschluss war nun leichter ausgelegt, was Geräuschentwicklung minimierte. Per Daumenbewegung konnte ein neues, Zellulose ummanteltes Geschoss in die Patronenkammer geführt werden. Das brachte den Vorteil, dass keine Hülsen ausgeworfen werden mussten. Diese konnten nicht entdeckt werden. Das Schulterstück, war nun wieder etwas modularer auf den jeweiligen Schützen einzustellen und die Visiereinrichtung erlaubte es geübten Schützen, einer Mücke einen zweiten Darmausgang zu legen. 

Theoretisch verstand sich. In der Regel waren Mücken kleiner als das Geschoss. "Bravo 6 in Stellung," kam es kurz und gedämpft über Funk und Thomas nickte. 

Er hatte die ganzen 5 Sekunden seinen Blick nicht von der Frau weichen lassen. "Ich nehme an, Sie sind Ms. Alizadeh. Master Gunnery Sergeant Thomas Reynolds, Marine Bravo Team USS Aktune. Sie packen jetzt Ihre Sachen und zwar das Nötigste. Sie werden evakuiert aufgru..." die Wissenschaftlerin fuhr ihm in die Parade. 

"Und wenn Sie Jesus Christus persönlich wären und Sie der Schah von Persien geschickt hätte, was erlauben Sie sich mir Befehle zu geben!" Die kleine Blauhaarige richtete sich zur vollen Körpergröße von 155cm auf, während sie mit dem Gesäß vom Brunnenrand rutschte und der Tschador ihrer Bewegung nachschwang. Unter dem doch sehr traditionellen Gewand lugten ein enges Top, zerschnittende Jeans und modische Sportschuhe heraus. 
"Sie haben mir gar nichts zu befehlen. Ich bin auf Einladung der Vulkanischen Wissenschaftsakademie hier und das ist ein ziviler Forschungsauftrag!" Soraya raffte den Stoff um sich herum. Der Blick der ehemaligen Offizierin hätte bei einem jungen, unerfahrenen Ensign sicherlich zu Schweißausbrüchen und Herzklopfen bis zum Hals geführt, nicht aber bei einem gestandenen Unteroffizier des Starfleet Marine Corps. 

Thomas sah sie mit eindringlichem Blick an "Ich habe weder die Zeit, noch hätte ich die Lust, Ihnen die Befehlskette bis hinauf zum Föderationspräsidenten zu erklären. Die kennen Sie selbst. Wenn Sie die Klingonische Befehlskette kennen lernen wollen, bleiben Sie halt hier." 
Er schickte Kwaku, den Ghanaischen Fährtensucher, mit einem Nicken zwei Trümmerhaufen weiter. Es wunderte ihn wie dieser Mann, mit immerhin 2,07m Körpergröße, auf dem Boden etwas erkennen konnte. Oder gerade deswegen? Auf jeden Fall, schien er sich hier wohl zu fühlen. Thomas dagegen schwitzte schon wie ein Anwalt bei seinem ersten Prozess, dabei war er nichtmal eine Minute auf dieser Sandkugel.

"Mir wäre es allerdings gelegen, wenn Sie einfach so aus freien Stücken mitkommen würden. Das erspart mir Erklärungen gegenüber meinen Vorgesetzten." Er sah im Augenwinkel, wie Theodor, ein gebürtiger New Berliner, zu den anderen heraus gekommenen Wissenschaftlern ging. //Vermutlich zeigt sich der Vulkanische Geist direkt einsichtig... logisch.// "Und Ihnen den Zwang, den Rest Ihres Lebens eventuell nur noch lebendiges essen zu müssen." Er hatte nie mit Gagh warm werden können, oder Braq'taQul. Es schüttelte ihn jedes mal innerlich, wenn er daran dachte. 

"Sie haben die Wahl, aber mitkommen werden Sie auf jeden Fall!" Hätte er das zu sich gesagt, so hätte er sich geglaubt. Aber wenn Thomas eines von Frauen wusste, die aus Persien stammten, dann dass sie nicht unbedingt einfach waren. Besonders wenn sie sich auf den Fuß getreten fühlten. Vermutlich stand er auf beiden Füßen drauf, so kam ihm ihr Gesichtsausdruck auf einmal vor.

Soraya sah das selbstgefällige Arschloch im Soldatenkostüm an und traf auf sehr entschlossene grüne Augen. Ihre Erfahrungen, insbesondere mit Mitgliedern des Marine Corps, waren nicht die besten. Die Marine Einheit auf der USS Bountless hatte einen noch schlimmeren Ruf gehabt als der tellaritische Captain, der das Schiff befehligt hatte. "Ich unterstehe nicht mehr der Kommandogewalt der Sternenflotte und solange sich die Gesetze nicht ganz drastisch geändert haben und das hier kein unmittelbares Kriegsgebiet ist, können Sie mich zu rein gar nichts zwingen Master_Gunnery_Sergeant," betonte sie jedes einzelne Wort des Ranges überkandiert. "Denn ich bin Zivilistin und Sie keine zuständige Ordnungsbehörde." 

Die Perserin stämmte die Hände erst in die Hüften und verschränkte sie dann vor der Brust. Sie, die auch einige Semester Interstellares Recht studiert hatte, sah sich einer Debatte mehr als gewachsen. Soy wollte gerade zu einer weiteren Paragraphenschlacht ansetzen, als der Hund sie irritierte. Der dünne, langbeinige braungraue Köter, der bis gerade noch ruhig neben dem Marine gewartet hatte, begann die Lefzen hochzuziehen und zu knurren. 

Thomas wollte gerade etwas erwidern, kein Zitat aus einem Gesetzbuch, sondern eher ein paar gepflegte Flüche, doch Skipper zog kurz seine ganze Aufmerksamkeit auf sich, ehe ihn der Funk zurück holte. "Neun Tangos, nähern sich von Süd-Osten,zwei
Klicks" Arfam hatte sie wohl kurz nachdem sie materalisiert waren entdeckt, aber Skipper hatte sie eher gehört. Der Wind stand wohl günstig. Oder gerochen, weshalb er auch so gereizt reagiert hatte. "Sie haben es mitbekommen, es ist jetzt ein mittelbares Kriegsgebiet." 
Warum hatte ihn die Besatzung des Runabouts nicht gewarnt? Er hoffte das sie gerade nicht in Reichweite gewesen waren. Wenn der Klingonische Raumer das Runabout vernichtet hatte, stand es schlecht um sie. 

Er hatte ja selten Antipathie für jemanden in den ersten Minuten einer Begegnung gehegt. Aber hier war es mehr, eher Abneigung. Er tippte auf seinen Komm-Badge. "Bravo 1 an alle, wir evakuieren und weichen nach Norden aus. Dann Sichernungsposition bis beamen. Arfam, Tangos im Auge behalten, bei halbem Klick bekämpfen." Kurzes klicken über den Komm-Kanal zeigte an, das alle ihn verstanden hatten. "Wir müssen und zwar jetzt!"

Die tiefbraunen Augen seines Gegenübers bohrten sich erneut trotzig in seinen Blick. "Sie haben uns die Klingonen doch erst auf den Hals gehetzt! Diese scheiß Kriegstreiberei..." Soraya griff nach ihrem Padd. In ihren Augen flackerte etwas, dass er in den vergangenen Monaten nur all zu oft gesehen hatte. Die Abscheu vor dem Krieg. Wenn Thomas nicht ganz genau die Personalakte dieser Frau gelesen hätte und insgeheim ahnte, warum sie die Flotte verlassen hatte, dann hätte er es in diesem Moment gewusst. "Ich renne nicht mehr weg! Ich bin Wissenschaftlerin! Ich will forschen und nicht kämpfen! Ich bin diesen verdammten Krieg leid!" 

Thomas rollte mit den Augen, darauf hatte er keine Lust mehr. "Und ich bin Soldat. Für Ihre Sicherheit verantwortlich und mir rinnt die Zeit durch die eine Hand und die Möglichkeiten des Handelns durch die andere." Soraya drehte sich bei seinen Worten um, was er nutzte um sich die kompakten 1,55m auf die rechte Schulter zu hieven. "Beschweren können Sie sich, wenn wir Sie gerettet haben." Er drehte sich um und spürte schon die Schläge der kleinen Fäuste auf seinem Rücken, doch das war nicht, was ihm den Atem stocken ließ. Da stand ein Klingone vor ihm. Dieser war wohl gerade hinunter gebeamt worden.

Jung und unerfahren musste dieser Krieger sein, denn er war zur Salzsäule erstarrt. Hätte Thomas die Möglichkeit, würde er mit seiner Hand vor den Augen des Klingonen herum wischen um zu prüfen, ob dieser noch lebte. Das Blinzeln des Klingonen, verlieh dem Menschen die nötige Reaktion. In Sekundenbruchteilen waren Adern und Muskeln von Adrenalin durchzogen. In einer, halbwegs geschickten, Bewegungsabfolge entledigte sich Thomas der schreienden Soraya nach hinten, wobei seine linke Hand ihre Beine über die Schulter hob. Während die rechte Schulter hochspurtete, griff er mit der rechten Hand in flüssiger Abfolge zum Phaser an der rechten Gürtelseite, zog, legte an und schoss.

Der Klingone sackte wie ein Kartoffelsack in sich zusammen, nachdem ihn die Paserentladung getroffen hatte. Schnell checkte Thomas die Einstellung, Betäubung. Er gab zur Sicherheit noch einen Nachschuss und stellte dann auf töten. Erst dann widmete er sich seinem "Lieblingsauftrag". 
Er war davon ausgegangen, dass sie wohl recht gut auf sich aufpassen konnte bei Stürzen. Das hatte er ihrer Akte entnommen, als er las welchen Sport sie gerne ausübte. Wenn sie denn dazu kam, Sand war da sehr hinderlich. Nachdem er sich umgedreht hatte, sah er das Skipper sich schon um die Frau kümmerte. Liebevoll, flutschte die Zunge quer durch ihr Gesicht.

Soraya war für einen Moment zu perplex um zu realisieren was sich in Bruchteilen von Sekunden zugetragen hatte. Sie wusste nicht, was sie zuerst zum Explodieren bringen würde: Die Tatsache, dass er sie über seine Schulter geworfen hatte wie ein Stück Vieh. Die weitere Tatsache, dass er sie wieder hinuntergeworfen hatte oder der alles andere als angenehme Atem und die Zunge des Hundes in ihrem Gesicht. "گه مقدس" entfuhr es ihr. Die Perserin schob den Hund von sich weg und rappelte sich auf weiterhin fluchend auf. "Evakuieren Sie mein Team," kam es entschlossen von ihr. Der Schock hatte sie realisieren lassen, dass sie auch für Andere verantwortlich war, nicht nur für sich selbst. 

Skipper fiepte einmal gequält. Er wollte ihr ja nichts schlimmes, es war seine Art Entschuldigung zu sagen. Thomas sah zu Soraya "Wenn es nach mir ginge, wären wir schon wieder auf unserer Seite hinter der Front." Er zeigte mit der Hand in die Richtung, welche Norden war. "Ist noch irgendetwas unschätzbar wichtiges hier, was sie unbedingt mitnehmen müssen? Und war da das Iconianische Tor drin?" er zeigte auf einen halb verfallenen Steinhaufen.

"Alles Wichtige ist auf diesem Padd.." Soraya ahnte, dass sie keine Zeit mehr hatten die Ausrüstung oder irgendetwas Anderes mitzunehmen. Aus dem Augenwinkel sah sie, wie die anderen Expeditionsteilnehmer ein paar Dinge zusammengerafft hatten und von anderen Marines begleitet wurden. "Das Iconianische Tor befand sich genau dort..." Sie zeigte auf einen halbzerfallenen Steinkreis in der Mitte des verfallenen Oasendorfes. Zu spät realisierte sie, warum er dies wohl wissen wollte. 

"Verstanden." Thomas nickte, zückte eine der beiden Plasmagranaten von der Weste, zog den Splint, zielte und warf. Wie in vielen Trainingseinheiten löste sich auch hier der landläufig Löffel genannte Schalthebel vom Granatenkörper. Die Granate war scharf und würde alles im Umkreis von 10m um sich herum vernichten. So auch die Überreste des Iconianischen Tores. Er hätte es sowieso getan, aber sein Befehl besagte ausdrücklich dem Gegner keinen eventuellen strategischen Vorteil zu überlassen. Manche nannten so etwas 'verbrannte Erde', andere wiederum einen verzweifelten Überlebenskampf. Die zweite Granate landete im Zelt, etwa 25m entfernt von den Beiden. "Wir sollten gehen, zügig!" 

Thomas legte eine Hand hinter ihren Rücken und drückte sie vorwärts, als müsste er seiner Stimme und der gerade herrschenden Situation auf irgendeine Art und Weise noch mehr Nachdruck verschaffen. 

Die Perserin fluchte erneut auf Farsi vor sich hin, drehte sich um und schlug mit beiden Fäusten wütend auf seinen Brustpanzer ein und daran änderten auch die beiden krachenden Explosionen und die Tatsache, dass sie sich wenige Augenblicke später in einem Transporterstrahl auflösten und auf einem Runabout materialisierte nichts. 

"Gunny, wir sind abflugbereit, wenn Sie es sind," meldete der Pilot. "Die Aktune wartet zwei Lichtjahre hinter der Grenzlinie auf uns. Hier wird es jeden Moment richtig ungemütlich." Er deutete an, dass das klingonische Schiff sich um die Krümmung des Planeten herum näherte. 

Soraya sah sich kurz um. Alle Mitglieder ihres Teams waren hier. Das Runabout war jetzt richtig voll. Die insgesamt fünf Wissenschaftler versuchten den Marines, die auf die Kampfstationen eilten, dem Hund und den beiden regulären Mitgliedern der Sternenflotte nicht im Weg zu stehen. 

Thomas sah sich einmal kurz um. Es waren sowohl alle Wissenschaftler, als auch Mitglieder von Bravo an Bord. Erst dann griff er nach den immer noch auf die Brustplatte der Weste einhämmernden Arme Sorayas. "Nehmen Sie Ihre Kollegen, gehenSie nach hinten. Stehen Sie uns nicht im Weg herum und sehr wahrscheinlich können Sie dann woanders im Sand buddeln. Und wenn Sie hinten sind, können Sie auch in Ruhe an Ihrer Beschwerde schreiben." Er drehte sich zum Piloten um. "Ugdar, Kurs aus dem System, bringen sie die Murray auf Maximum Warp." 


< Ball an Mo: Dann lass den Kanadier mal die Wogen glätten....> 

</rpg>


<sum>

Ort: Servin III, Servin System
Zeit: Kurz nach Jahreswechsel 

MGSgt. Thomas Reynolds führt den Befehl aus, den Cmdr. Toussaint ihm gab und evakuiert Soraya und ihr Team vom Planeten. Das Ganze verläuft nicht ohne Spannungen.

Join USS-Odyssey@groups.io to automatically receive all group messages.