Battlefield V. - Dark shades of red

Ratana Tiru
 

Battlefield V. - Dark shades of red

<nrpg>

Ein kleines Vorwort

Mit diesem fünften Teil beenden wir die Reihe um den Marineangriff auf den Bird of Prey IKS Kinzhar, der mit seiner kleinen Flotte die geheime Basis 1212 der Föderation bedroht. Es war mir (Mo) eine wahnsinnige Freude an dieser Geschichte mitwirken zu dürfen. Ich bin auf das Ergebnis sehr stolz :) Und es war mir (Ratty) eine unglaubliche Freude mit Mo schreiben zu können. Es macht immer wieder Spaß so intensiv an einer Story zu arbeiten. Immer wieder kleine Details zu verändern und den großen Handlungsbogen auszubauen. 

Die Erlebnisse dieses RPG haben direkten Einfluss auf den Shady Behavior Zyklus von Linda und Phil, der nun ebenfalls zeitnah beendet wird. Sobald dies passiert ist geht es im Multidokument weiter und wir treiben endlich die ingame Entwicklungen, die uns auf das neue Schiff bringen, an. Danke das ihr mit so viel Geduld so lange mitgelesen habt. 

Mo und Ratty

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<RPG>

Zeit: MD 0.0607
Ort: IKS Kinzhar 

*-* Team Daale Nin/ Röhrensystem *-*

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Langsam machte sich Kido auf den Rückweg. Er wollte das der Vorsprung der Beiden so groß wie möglich war. Langsam, die letzten Reserven mobilisierend, schob er sich den Gang, aus dem sie gekommen waren, entlang. Minute um Minute versuchte er nur immer an die nächste Bewegung zu denken. In Gedanken war er bei seinen Freunden. Immer wieder musste er grinsen. 

Dann - er war etwa 5 Meter vor ihrem Einstiegsloch - stoben einige Schüsse an ihm vorbei. Der Gegner war nah. 

Kido Shunsuke hob den Kopf. Die entsicherte Granate lag in seiner Hand als ihn die ersten Schüsse trafen. Er streckte sich lang aus und legte die Hand mit der Granate so weit es ging nach vorne. Er bereute nichts. Sekunden wurden zu Wimpernschlägen. 

Dann schloss er die Augen und empfing den ewigen Frieden.

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Daale spürte die Detonation bevor er sie hörte. Die Druckwelle übertrug sich auf das gesamte Schiff. Dann kehrte Stille ein. Cody, neben ihm, liefen die Tränen in Strömen übers Gesicht. Daale drehte sich zu der Bajoranerin um und nahm sie in den Arm. Beide schämten sich ihrer Trauer nicht. Der Japaner war viel mehr als ein Kamerad gewesen. Ihn hier zu verlieren war unvorstellbar. 

Eine gefühlte Ewigkeit standen sie einfach nur so da. Am Knotenpunkt in einem Wartungsschacht, tief im Herzen des klingonischen Kreuzers. Der Trill spürte das Cody die Nähe tröstete. Ihm selbst gönnte er diese Zeit nicht. Der Überlebenstrieb hatte sich gemeldet und er wusste das sie höchsten ein paar Minuten Vorsprung hatten. Es war sehr abwegig das die Klingonen sie weiter durch das Röhrensystem verfolgen würden. Aber was nun? 

Ganz vorsichtig löste er sich aus der Umarmung und bugsierte Cody auf eine der Röhren auf der sie halbswegs sitzen konnte. Schluchzend rollte sich die Soldatin zusammen. 

"Wir müssen weiter.", sagte er leise. 

"Was soll das bringen?"

Codys Stimme klang wie der Scherbenhaufen eines kaputten Spiegels. Die Bajoranerin hatte sich völlig der Trauer hingegeben. Es war kein Platz für Hoffnung. Nur Tod. Daale kämpfe gegen das Gefühl der umfassenden Ohnmacht an. 

"Dann verraten wir wofür er gegangen ist." Vor seinem inneren Auge sah er den Japaner an Bord der Odyssey sitzen. Er kicherte, weil ihm Bull von seiner neuesten Liebesgeschichte erzählt hatte. Kido hatte oft gekichert. 

Daale hatte sich entschieden. Sie musste weiterkämpfen. Für Kido. 

Er griff zu seinem Helm, den er wegen der Enge der Röhre abgezogen und an den Gürtel geklinkt hatte. Ohne war sein Blickfeld einfach besser gewesen. Mit einer schnellen Bewegung stülpte er den Deckel über den Kopf. Die Systeme fuhren automatisch hoch. Schnell checkte er alle Positionen und startete die automatisierte Routen Navigation. 

Die Helmdarstellung machte ihm schnell klar, dass er seinen Instinkten gerade mehr trauen sollte als diesen Grafiken. Ungefähr nichts von dem was er sah, stimmte mit ihrem Missionsauftrag überein. Hinzu kam, dass die Routennavigation das Röhrensystem nicht berücksichtigte. Er versuchte sich auf der Karte mit Himmelsrichtungen zu orientieren und markierte eine ungefähre Route. Wenigstens probieren mussten sie es. 

Er zog den Helm ab. Cody war mitterweile wieder aufgestanden. Sie wischte sich gerade über das Gesicht. Sie warf Daale einen langen, traurigen Blick zu, der diesem fast das Herz brach. Unbeholfen trat er auf sie zu und legte ihr die Hand auf den Rücken.

"Wir schaffen es. Hörst du? Er beschützt uns!" Er wünschte sich so sehr das es stimmte! Eine einsame Träne kroch seine Wange entlang. Cody lächelte traurig und legte auch ihre Hand auf seinen Rücken. 

"Wo lang?"


*-* Team Thomas Nicols /Rescue Zone 3 *-*

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 Ruffy lies Bull auf den Boden gleiten. So behutsam es eben ging. Dr. Christopher brauchte den Tricorder nicht aufklappen. Der starre Blick, die weit geöffneten Pupillen. Er legte seine Finger an den Hals des Marine. Kein Puls mehr. Zur Sicherheit klappte er den Tricorder dennoch auf. Bei dem nicht zur Verfügung stehenden Volumen, keine Chance. Er verzichtete auf eine Reanimation. Er hatte hier keinerlei Mittel, den Kreislauf danach aufrecht zu erhalten. "Verdammt...." Er drückte seine flache Hand auf die Augen seines ersten Patienten in dieser Schlacht. 
"Ich muss zu anderen Verletzten...." kam es gebrochen durch seine Lippen. 
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Das Schlimmste war, dass es keine Atempause gab. Er drehte sich von schwerer Wunde zu schwerer Wunde, manchmal war selbst für ein Blick ins Gesicht, des Patienten den er behandelte, keine Zeit. 

Rescue Point 3 war ein einziges Lazarett und Dr. Christopher war als Arzt alleine. Sein Sanitäter war gefallen und die Sanitäterin aus Platoon Beta konnte nicht herübergebeamt werden. Immerhin war Thomas Nicols hin und wieder eine Hilfe. Der Marine packte an wo es nötig war, auch wenn er die meiste Zeit mit funken beschäftigt war. Ein anderer Marine, an der Schulter verwundet, sammelte für ihn das Verbandsmaterial und die Hyposprays von den anderen Marines ein. Irgendjemand hatte Teile seiner  medizinischen Ausrüstung gefunden. Aber ihm fehlten ein paar Hände. 
Keine Ausbildung der Welt hatte ihn auf diese Hieb- und Stichwunden vorbereitet. Sie waren genauso exotisch geworden wie Schusswunden mit Projektilwaffen. Er behandelte was ging, legte Marines unter Schmerzmittel oder, wenn es nicht mehr anders ging, unter starke Beruhigungsmittel. 

"Doc, kommen Sie rüber," riss ihn jemand am Ärmel. Ein Marine hatte einen der Verwundeten von der Brücke zu ihm getragen. Der Mann sah gar nicht gut aus. Ihm fehlte ein Arm. Polternd und mit letzter Kraft wurde der Verwundete auf den dreckigen Boden gelegt. "Er verblutet, wenn Sie sich nicht sofort kümmern." 

Dr. Christopher atmete tief durch. Er hatte nicht mehr viele Medikamente und der Wundgenerator würde nicht reichen. "Ich brauche Licht..."

"W...wie h..heißen Sie?", fragte jemand. Erst als Christopher den Blick hob, registrierte er, dass es der Mann war den er gerade behandelte. Seine Augen waren weit aufgerissen und schauten ihn verzweifelt an. 

In diesem Moment kam Ruffy heran. Der Marine hatte in aller Eile sein Zielfernrohr an ein Bat'leth geklebt. Der obere Ring des Rohrs fehlte und so fiel ein heller Schein aus dem unteren Ende der Röhre. Besser als nichts, immerhin erhellte es den direkten Bereich unter dieser improvisierten Operationslampe. Der Lichtkegel fiel auch auf das Gesicht des Verletzten und Dr. Christopher war klar das er seinen Patienten nicht ignorieren konnte. // Sag was! Irgendwas! Damit er nicht alleine ist.// fuhr es Dr. Chistopher durch den Kopf.

"Ich bin Dr. Christopher und ich werde sie jetzt am Arm behandeln." Während er sprach spürte er wie sein neuer Assistent ihm ein Hypospray in die Hand legte. Beruhigungsmittel - hochdosiert. Der ewige Schlaf. 

"I.. ic... ich ..bin Private Ny....Nydegger. Oder ei..einfach Isss....Isak." brachte der Verletzte unter großen Schmerzen über die Lippen. Seine Augen waren auf Christopher gerichtet. Sie flehten ihn an. 

Der Arzt schob die Hand mit dem Hypospray weg. Isak Nydegger würde es schaffen, schwor er sich.
"Isak, ich möchte das sie jetzt ganz stark sind. Ich muss die Wunde abklemmen und dann veröden. Ich kann ihnen kein Schmerzmittel geben, weil ihr Kreislauf dann absacken würde. Verstehen Sie das?"

Isaks Lippen waren noch eine Spur blasser aber der Soldat war entschlossen. Er nickte leicht mit dem Kopf. "L..legen sie l..los Doc." 

Dr. Christopher atmete tief durch. einmal - zweimal - dreimal. 

Dann öffnete er die Augen. Isak Nydegger würde leben. 



*-* Brücke des Bird of Preys *-*

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Killroy bestätigte und hatte zeitgleich nichts Gutes zu vermelden. [Verstanden Alpha.... Sie werden von der IKS Ikzhar beschossen. Die anderen beiden BoPs docken am Außenposten an....Das wird eng Ma'am.]

***Verstanden Mission Control. Standby. Juliette unterbrach die Verbindung. 

"Räumen Sie die Brücke frei..." keifte sie, während sie auf den Kommandosessel zusteuerte und in diesem Platz nahm.  "Wir greifen die dockenden Bird of Preys an...."
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Das Metallgitter zerbrach in tausend Stücke. Während der Rauch sich langsam verzog lugte Daale mit der Waffe im Anschlag vorsichtig aus dem gerade gesprengten Zugang des Röhrensystems. 

Niemand mehr zu sehen. Er nickte wortlos mit dem Kopf und setzt sich langsam in Bewegung. Das Adrenalin in seinem Blut zirkulierte und schärfte seine Sinne. Er warf einen schnellen Blick auf seinen Lageplan und nickte dann erneut, mehr zu sich selbst.

"Da vorn liegt die Brücke!", flüsterte er Cody über den Voice Channel leise zu. Diese nickte stumm und schloss hinter ihm auf. Sie hatte nicht viel gesprochen. Es gab auch einfach nicht viel zu besprechen. Zögerlich ging Daale los. Wenn seine Berechnungen korrekt waren, hielten sie sich in einem der hinteren Brückenräume auf. Der Bereich um die Hauptbrücke des Bird of Preys war ringförmig aufgebaut, was die Stürmung erheblich erschwerte.

Zur ihrer Erleichterung stießen sie nur auf tote Klingonen. War die Stürmung schon vorbei? Die taktischen Anzeigen von Daales Helm HUD hatten vollständig versagt. 

"Wo kommt ihrrrr den herrr?!", erscholl eine laute Stimme direkt rechts von Daale. Er fuhr herum und hob instinktiv die Waffe, im letzten Moment aber erkannte er das Gesicht von Corp. M'aia, einer Caitianerin mit schwarzem Fell aus LC Birdens Team. Langsam lies er die Waffe sinken, M'aia tat es ihm nach. 

"Wir mussten über die Wartungsröhren flüchten.", erklärte Daale knapp. Wortlos nickte M'aia und deutete den Beiden ihr zu folgen. Gemeinsam betraten sie einen Nebenraum der Brücke. Hier schien nach der Eroberung ein kleines Feldlager eingerichtet worden zu sein. Wobei das Wort übertrieben war. Hier war ein Ort wo sich die Verletzten versorgen lassen konnten und der restliche Vorrat an Waffenakkus, Wasser und Granaten lagerte. Auf einen der kleinen, dreieckigen Stühlen drückte M'aia Daale runter. "Hierrr, rrrruht euch aus. Ihrrrr brrrraucht eine Pause. Ihrrr habts geschafft." , sagte sie und reichte Daale eine Wasserflasche. Ihre dunkeln Augen glänzten.

Währenddessen hatten im Hauptraum der Brücke zwei Marines aus de Moncoeur Team die unangenehme Aufgabe übernommen den Raum, wie von der Platoonleaderin befohlen, aufzuräumen. Ein sehr unangenehmer Teil des Jobs. 

Juliette de Moncoeur strich mit den Fingern über die Lehne des Kommandosessels und schloss einen kurzen Moment die Augen. Ja, das fühlte sich gut an. Damit wäre die Beförderungssperre sicherlich gegessen. 

"MSgt. Thog, gehen Sie ans Steuer. Corporal Birden, Kommunikation. Private Romanes, Übernehmen Sie die Maschinenstation und halten Sie Kontakt zu MacAlister im Maschinenraum. Jukart, schwingen Sie ihren Arsch hier hoch. Ich brauche Sie an der Waffenkontrolle.", befahl sie ohne den Blick vom Hauptschirm zu nehmen. Die angesprochenen Marines beeilten sich ihren Wünschen zu entsprechen. Allen war anzusehen das sie garantiert nicht scharf darauf waren vor Lt. de Moncoeur beim Versuch einen Bird of Prey zu fliegen zu scheitern.

Die Französin drehte sich in Richtung Romanes. "Wie weit ist die Tarnung?" 

"Einsatzbereit Ma'am," antwortete der Mexikaner, während er verzweifelt versuchte die klingonischen Lettern zu entziffern. Blos keine Schwäche zeigen, nicht vor IHR.

"Gut. Thog, Kurs 56,79. Voller Impuls. Jukart - Waffensysteme laden."

"Aye Ma'am," kam es zögerlich von Jurkat. Er hatte keine Ahnung, was auf den Konsolen wofür stand. Thog dagegen, auf einem tellaritischen Frachter großgeworden, konnte alles fliegen. Von der antiken Raumkapsel über eine Sovereign-Klasse bis zum romulanischen Warbird. Das zumindest behauptete er gerne und viel. 

"Kurs liegt an Lieutenant," meldete Thog selbstsicher. Der Tellarit war begeistert davon endlich einmal einen Bird of Prey fliegen zu können. 

"Beschleunigen, Tarnung an....." 

Die Umrisse des Raubvogels verschwammen gerade rechtzeitig, bevor die IKS Ikzhar zum erneuten Angriff anflog. 

"Thog. Fliegen Sie eine weite Kurve.... bringen Sie uns in Richtung Außenposten 1212."

"Aye Ma'am." Die Trägheitsdämpfer des Bird of Prey reagierten als der Raubvogel in einem weiten Bogen um den Asteroiden flog, in dem sich der Außenposten mit der geheimen Basis der Föderation befand. Still und ruhig lag er dort. Von weitem sah der Ort völlig verlassen aus, nicht wie ein Ort dem eine Klingonische Invasion blühte. Aber die Kavallerie war gekommen. Und wie sie gekommen war! 

"Wie ist unser Waffenstatus?," fragte die Marine Leaderin mit steifem Gesicht. In ihren Augen war ihr Jagdfieber dafür umso deutlicher abzulesen.

Private Jukart, vollkommen überfordert mit der Situation, der fremden Schrift und der vollkommen anders gestalteten Konsole, konnte die richtigen Daten nicht finden. "Ich habe....ich habe keine Ahnung Ma'am."

"Reißen Sie sich zusammen Private...." keifte de Moncoeur ihn an. 

Jurkart wollte in seiner Verzweifelung etwas erwidern, als er eine Hand auf der Schulter spürte und herum fuhr. "Ma'am ich bitte darum Private Jukart abzulösen zu dürfen.", sagte Daale mit ruhiger Stimme an de Moncoeur gewandt. 

"MSgt. Nin? Seid wann sind sie hier?", wollte Juliette unwirsch wissen. 

"Gerade eingetroffen Ma'am, waren etwas versprengt.", erwiderte Daale warheitsgemäß und gab Jukart einen kleinen Klaps, den Juliette nicht sehen konnte. Dieser war unglaublich froh als Daale ihn sanft weg schob und die Station ansteuerte. 

"Von mir aus." knurrte Juliette. Der Anblick, den seine Leaderin im Kommandosessel zwischen all dem Blut an Konsolen und Uniformen bot, gruselte Daale kurz. Ihr alabasterweißes Gesicht wurde von der Beleuchtung der Brücke in ein fahles Licht getaucht. Die Blutspritzer auf ihren Wangen und der Stirn kamen umso besser zur Geltung.

"Übernehmen Sie Nin. Wir greifen zwei an die Starbase gedockte Bird of Prey an. Thog, Ankunftszeit für ersten Angriff?"

"Eine Minute Ma'am, ich bring uns tief rein. Wir müssen uns aber zum feuern enttarnen." 

Juliette de Moncoeur drehte den Kommandosessel in die Richtung des Hauptbildschirms zurück. Ihr Blick war fokussiert, ihr Körper angespannt. Ihre Wangenknochen erschienen im Licht wie scharfe Klingen unter brennenden bernsteinfarbenen Augen. 

Der Bird of Prey näherte sich weiter in einem großen Bogen der Basis. 

"Wo ist die Ikzhar?," fragte de Moncoeur konzentriert nach, während ihr Blick den Flug des Schiffes auf dem Hauptschirm verfolgte. 

"Hat sich nach dem abgebrochenen Angriff auf uns ebenfalls getarnt," meldete Romanes. "Flugvektor unbekannt." 

"Wir müssen davon ausgehen, dass die Klingonen wissen, dass wir jetzt die gedockten Schiffe angreifen werden," warf Nin ein. 

"Richtig," kam es von der Marine Leaderin. "Thog, planen Sie das in ihrem Flugmanöver ein."
Sie drehte sich zu Nin "Feuern Sie auf die andockenden Bird of Preys. Wehe das Dock der Station hat einen einzigen Kratzer, ich mache sie persönlich dafür verantwortlich!"

"Aye Ma'am," antwortete der Trill, der sich immer besser an der Konsole zurechtfand. 

"Beginne Anflug," meldete Thog und im nächsten Moment Romanes "Tarnung deaktiviert, Schilde sind oben." 

"FEUER!," kam es eiskalt von der Französin in der Bitte der Brücke. Der nicht versteckte,triefende Akzent ihrer Muttersprache gab dem Kommando zusätzliche Schwere. Daale betätigte den Auslöser. Er schluckte. 

Für einen Wimpernschlag erhellte sich die Brücke im Schein des Disruptorfeuers rot. Der Strahl erwischte das linke der beiden Schiffe mit gewaltiger Wucht. Der Schaden, den das Schiff dabei einsteckte, zeigte, dass die Schilde des gegnerischen Bird of Preys nicht online gewesen waren.

"EINE ZWEITE SALVE! LOS!", die Stimme der Französin überschlug sich so sehr, dass ihr Aufschrei nichts menschliches mehr an sich hatte. Selbst Thog, der von de Moncoeur einiges gewohnt war, drehte fragend den Kopf. Die Platoonkommandatin war völlig im Wahn! DAS ZIEL! ES WAR ZUM GREIFEN NAH! 

Aber Daale hatte bereits vor Juliettes Schrei reagiert und erneut erwachten die mächtigen Disruptoren des Schiffs zum Leben. Der Strahl zischte durchs All und grub sich tief in die Eingeweide des bereits verletzten BoPs. Angstvoll sah Daale dabei zu wie sich die Energie des Aufpralls auf dem ganzen Schiff verbreitete. Dann ohne Vorwarnung brach der klingonische Kreuzer auseinander. Auf der Brücke erschollen Jubelgeschreie, während Thog abdrehte und den Bird of Prey wieder tarnte. Aber Juliette de Moncoeurs bernsteinfarbenen Augen lagen auf einem anderen Detail. 

Das ganz langsam driftete das sterbende Schiff gegen die Verankerung an der Dockingstation und riss den Verbindungsarm zum Shuttlebay ab. 

"NEIN!", de Moncoeur war aufgesprungen und mit drei schnellen Schritten bei der taktischen Konsole angekommen. Sie fasste Daale an den Schultern und schubste ihn einen Schritt zurück. Ihr Gesicht war zur zornigen Fratze entstellt. 

"Ich sagte Sie sollen aufpassen!", zischte sie ihn so giftig an, dass der Trill instinktiv von ihr zurück wich. Die mühsam aufrecht erhaltene Zurückhaltung war dahin. In ihren Augen stand ein kühler Wahnsinn, der jeden auf der Brücke einnahm, der ihr nur ins Gesicht blickte. 

"Wenn mir die Zerstörung der Dockingstation auf die Füße fällt und ich immer noch nicht versetzt werde, mache ich Sie fertig!", fuhr sie keifend fort. Und jeder der Marines hier wusste, dass das keine leere Drohung war. Der ein oder andere kannte genügend Gerüchte, einige kannten ihre Wut persönlich.  

Thog hatte sich nach vorn gelehnt. "Ma'am? Der Bird of Prey hinter uns hat abgedreht. Er wird von unserem Transporter unter Feuer genommen!" Anscheinend hatte Lt. Killroy das Warten satt gehabt. Der Truppentransporter hatte nicht die stärksten Phaser, aber er war robust genug gebaut für ein Ablenkungsmanöver. 

Aber Juliette de Moncoeur hatte nur Augen für Daale Nin. Trill und Französin standen sich Auge in Auge gegenüber. Fast sah es so aus als wolle sie ihn ohrfeigen. Nin wich allerdings nicht zurück.  

"Der zweite Bird of Prey dockt ab," durchbrach Romanes die merkwürdige Szene auf der Brücke. "Er scheint durch die Explosion des anderen Schiffes beschädigt worden zu sein."

Juliette de Moncoeur fasste sich wieder. "Verfolgungskurs. Sofort!" 

Nin, noch immer erstarrt von dem gespenstischen Moment kurz zuvor, verschaffte sich einen schnellen Überblick über seine Anzeigen. "Disruptoren sind ausgerichtet." 

"Tarnung runter und feuern, sobald in Waffenreichweite. Zerstören Sie dieses Schiff!" Das war ein absoluter Verstoß gegen die Kampfdoktrin der Sternenflotte. Unschädlich machen bedeutete nicht vernichten. Beim Marine Corps wurde das oft sehr großzügig ausgelegt, aber hier gab es sicherlich einen genügenden Handlungsspieltaum. 

"Ma'am?," rüchversicherte sich Nin. 

"Feuer!," wiederholte de Moncoeur mit einem Tonfall, der keinen Zweifel offen lies. Auf der Stirn der Französin pochte eine Ader, ihre Augen waren weit aufgerissen. 

Daale schluckte und betätigte die Disruptorensteuerung. Eine Salve erfasste ausströmende Gase des kleineren, defekten Raubvogels. Wie eine Lunte frass sich die Disruptorenenergie durch das ausfließende Kühlmittel und entzündete eine Tragfläche. Eine Explosionskaskade jagte durch den BoP und zerstörte ihn innerhalb von Sekunden. 

Im Gesicht der Französin wich die Anspannung einer befriedigenden Genugtuung. "Geht doch Nin," kam es, als lobte sie einen sonst vollkommen untalentierten Schüler. Sie klopfte ihm auf die Außenseite des Oberarms und wandte sich dann dem Kommandosessel zu. 

"Was macht der letzte Raubvogel?" Sie nahm im Kommandosessel platz. 

"Er verfolgt den Transporter," meldete Ramones eilig. "Wir sollten Lt. Killroy zu Hilfe eilen." 

"Thog, bringen Sie uns dazwischen." Man hörte ihrer Stimme an, dass sie eigentlich keinerlei Interesse daran hatte, dem Schotten für sein Abweichen vom Plan den Arsch zu retten. 

"Die Schilde des verbliebenen Bird of Prey sind auf 15%. Anscheinend haben sie Probleme sich zu tarnen. Ihre Tarnvorrichtung fluktuiert. Und sie scheinen Probleme mit ihrem Zielerfassungssystem zu haben. Sie treffen seit einer geraumen Zeit nicht mehr den Transporter. Sie drehen ab." Ramones konnte ihr Glück nicht fassen.

"Thog, drehen Sie zwischen den Klingonen und dem Außenposten bei. Ramones, Schadensbericht mit MacAlister abstimmen. Nin, überwachen Sie weiterhin das Raumgebiet. Ich will keine bösen Überraschungen. Birden, Informieren Sie Lt. Killroy, dass er Ausrüstung und medizinisches Personal transferieren soll. Anschließend Corporal Birden, erstellen Sie mir eine komplette Verlustliste. Ausführen!" Die Französin trug nun ein breites, befriedigtes Lächeln im Gesicht und lehnte sich im Sessel zurück. Ein Lächeln das Angst machte.  

*-* 30 Minuten später *-* 

[Wir haben mehrere Teams auf den Außenposten gebeamt,] berichtete Lt. Killroy von Bord des Marine Transporters. [Alle dort eingefallenen Klingonen konnten neutralisiert oder festgesetzt werden. Keine weiteren Verluste. Der Außenposten verzeichnet 8 tote Mitglieder der Sicherheit.  Uns wurde vom Kommandanten bestätigt, dass die USS Tereschkowa in etwa 22 Stunden hier eintreffen wird. Unsere Hilfe wird nicht weiter benötigt. Ich ziehe daher unsere Teams wieder ab. Sind in etwa 15 Minuten abflugbereit.]

***Verstanden Lt. Killroy. Gute Arbeit. De Moncoeur Ende. 

Lt. de Moncouer lehnte sich im Sessel zurück. Sie hatte lässig die Beine überschlagen und betrachtete das Treiben auf der Brücke. Mal sehen, was Lyma zu ihrer Beute sagen würde. MacAlister hatte bereits damit begonnen den Computerspeicher auszulesen. Anscheinend waren ihnen auch noch wertvolle Daten in die Hände gefallen. Das schrie förmlich nach einer Beförderung und eine Rückversetzung in den PSY-OPS Stab. Und wenn sie schön trocken dort angekommen war, würde sie den CNS noch ein wenig weiter für sie tanzen lassen. Einen Flottenpsychologen in der Tasche zu haben, fehlte ihr auf ihrer Gefälligkeitsliste jetzt nicht mehr. 

MSgt. Thog drehte sich zu ihr um. "Marine Transporter meldet, dass sie abflugbereit sind."

"Verstanden. Kurs aufs Carraya System setzen. Warp 6." Juliette sah auf ihre Fingernägel. Diese waren dreckig geworden. Sie würde sich gleich zurückziehen , ein wenig frisch machen und eine Runde schlafen. Einen Schiffsrundgang konnte sie machen, wenn ihre Leute endlich fertig mit aufräumen waren. 

"Kurs gesetzt. Geschätzte Ankunftszeit bei Warp 6 ist 17.45 Uhr." Das war die maximale Reisefluggeschwindigkeit des Transporters. Juliette hatte alle Verwundeten darauf transferieren lassen. Dort gab es mehr Platz und der Transporter passte in den Hangar der Odyssey. 

"Energie." 

Die Französin machte sich daran die Brücke zu verlassen und stand aus dem Kommandosessel auf. "Master Sergeant Thog, Sie haben die Brücke." 

Im Zugang zur Brücke stand Corporal Birden. Er war einer ihrer engeren Handlanger auf der Odyssey. Birden machte die Drecksarbeit, das war sein Job, dafür durfte er ab und zu in ihr Quartier kommen und sich für etwas Besonderes halten. Der Australier hatte die Figur einer griechischen Olympia-Ringers, aber das Hirn eines Football-Quarterbacks. 

Sein Auftrag in den vergangenen 45 Minuten war gewesen eine vorläufige Verlustliste zu erstellen und den Transfer der Verwundeten zu überwacht. Jetzt stand er im dunklen Zugang der Brücke als gehöre er dort nicht hin. In einer Hand hielt er einen Haufen dünner Ketten, an denen mehr als ein Dutzend Hundemarken hingen. Die andere hing fast kraftlos an seiner Seite hinab. 

"Ma'am, die Verluste....," sprach Birden sie an. Die Dog Tags klimperten in seiner zitternden Hand. Irgendetwas an seinem Gesichtsausdruck war seltsam.Er wirkte fahrig, abgehetzt, ihm stand Schweiß auf der Stirn. 

Juliette wischte mit einer Hand durch die Luft. "Teilen Sie mir die Zahlen später mit Corporal." Sie sah ihn nichtmal richtig an. 

"Ma'am, es sind so viele Ma'am, überall das Blut, die Toten und Verwundeten.....," setzte Birden an. Seine Stimme zitterte und sein Blick kreiste umher. Er konnte niemanden fixieren außer Juliette. Wie sie dastand, fast gelangweilt. 

"Marines sterben nunmal Corporal...." kam es genervt von ihr. "Und jetzt lassen Sie mich...."

Weiter kam Juliette de Moncoeur nicht. Birden brüllte sie an. "Sie haben Sie umgebracht. . Sie haben uns wie Schachfiguren geopfert! Für Sie sind wir doch keine Menschen, sondern nur Material. Austauschbar...Wegwerfbar..." Der Marine war geschockt von dem, was er bei seiner dreckigen Aufgabe auf dem Schiff gesehen hatte. Viele der Marines, deren Hundemarken er in den vergangenen Minuten eingesammelt hatte, waren seine Freunde gewesen. Verheizt für ihr Ego. Und sie, sie wollte davon nichts wissen. Ihr waren die Toten, die diesen Sieg erst möglich gemacht hatten nichtmal eine Randnotiz wert. In einem Anflug von Aufgebahren warf er ihr die Tags klirrend vor die Füße: 
"22 Tote, Unmengen Verwundete.... und Sie interessiert das einen Scheiß...Sie wollen nur einen weiteren Stern auf dem Kragen und zurück an ihren Kartentisch wo Sie noch mehr von uns verheizen können!"

"Corporal! Mäßigen Sie sich!," keifte de Moncouer. Auf der Brücke war es schlagartig ganz still geworden. Alle Augen waren auf die beiden Marines gerichtet. 
 
Nur Juliettes Blick zielte urplötzlich auf etwas Anderes, dem sie erst jetzt gewahr wurde. Denn ihr Blick wanderte an Birdens verdeckten Arm hinab. Langsam hatte er die im Schatten verborgene Hand gehoben. Die Französin schaute in den Lauf eines klingonischen Disruptors. 

Was dann geschah, passierte im Bruchteil von Milisekunden. Juliette de Moncoeur bewegte sich seitwärts und zog ihren Phaser aus dem Halfter, war aber zu langsam um noch zu feuern, während Birden abdrückte und gleichzeitig Private Ramones ebenfalls seine Waffe zog und auf Birden feuerte. 

Birden traf de Moncouer mit dem Disruptor, anders als geplant, zuallererst in den Unterleib, verriss dann aber von Ramones getroffen, den Disruptor aufwärts, so dass der Disruptorstrahl ihren Körper hinauf pflügte, die Energiezelle des Phasers traf, den die getroffene Juliette Bruchteile vorher aus der Hand verlor. 

Es kam zu einer heftigen Explosion der Energiezelle, bei der die Marine Leaderin wie eine Puppe durch die Brücke flog und gegen die taktische Konsole krachte. Splitter des geplatzten Phasers schossen durch den Raum und trafen weitere Marines. Zu Füßen von MSgt. Nin, der ebenfalls seine Waffe gezogen und auf Birden gefeuert hatte, kam de Moncouer zum liegen. 

Birden, getroffen von zwei durch das Einsatzszenario nicht auf Betäubung gestellten Phasern, sackte augenblicklich in sich zusammen. 

Dies alles geschah im Bruchteil weniger Sekunden. Dann brauch Chaos auf der Brücke aus. 

"Sanitäter!!!"

Wie gelähmt beugte sich Daale runter, während im Hintergrund Thog über Funk Dr. Christopher auf die Brücke beamen ließ. Instinktiv wollte Daale zu ihrem Hals greifen um den Puls zu fühlen, zog aber rasch seine Hand zurück. Sie war so schwer verletzt, dass er es nicht riskieren wollte sie zu verletzten. Oder wollte er das doch? Er hatte während seines freiwilligen Diensts auf der Brücke mehrmals die Zähne zusammenbeißen müssen. 

Er überwandt seine Bedenken und hielt vorsichtig seine Hand vor das, was von ihrem Gesicht übrig war. Erst fühlte er nichts. Aber dann nahm er einen schwachen Hauch auf der Hand wahr. 

Juliette de Moncoeur lebte. Gerade so.

</RPG> 

<SUM> 

Zeit: MD 0.0607
Ort: IKS Kinzhar 
Die Marines greifen mit dem eroberten BoP die anderen Schiffe der Klingonen an und können eine Enterung des Außenpostens 1212 erfolgreich verhindern. Nach der Schlacht läuft ein Marine Amok und feuert auf Juliette de Moncoeur. 

</SUM> 

Submittey by 

Ens. Amun (Mo) und Lt. Juliette de Moncoeur (Ratty) 







































<hepp :) >
Kleiner Doppeldeutige Titelvorschlag: Angels Don't Kill ;)




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Battlefield:
    


- Mission Control = Kilroy und Daale ernten den "Ruhm" der Erfolgreichen Mission.




Notizen: 


Mission Controll bis Phase 2: Lt. Killroy an Bord des Transporters 




Platoon Alpha (Squad 1-3): IKS Kinzhar (Phase 1)  - Kommando: 1stLt. Juliette de Moncoeur 


Squad 1:   Teamleader Juliette de Moncouer - Ziel: Schiff einnehmen und Gegner sichern 


Squad 1, Team 1  : Lt. de Moncoeur +  3 Marines (Brücke einnehmen) --> Privat Jukart wechselt zu Team 2  ( 3/1 Toter) 


Squad 1, Team 2 : Gänge + Brücke sichern MSgt. Zorand Thog, ein Verletzter, Privat Jukart ( 3/1 Toter) 


Squad 1, Team 3:  Schiffsssicherung / Gefangenenbewachung LC Birden + Corp. M'aia (Caitianerin) + 2 Marines (4/1 Toter)  




Squad 2:   Teamleader Mgst. Daale Nin (Trill, m) - Ziel: Waffensysteme übernehmen 


Squad 2, Team 1:  Mgst. Daale Nin + PFC. Chormo "Cody" Owah + PFC. Kido Shunsuke  (Brücke einnehmen und Waffenstation sichern)    (Kido tot) 


Squad 2, Team 2:  WO Richard Bulber + Private Thoral und LC Felicitas (Torpedolager übernehmen und sichern) (alle tot  3/3) 


Squad 2, Team 3:  Sgt. Thomas Nicols + Ruffy + 1 Marine (Disruptorsteuerung übernehmen und sichern) (3/0)


Squad 3, Team 1: GSgt. MacAlister +  (große Verluste) Staff Sergeant Isos Th'qilron (tot) + Private "Whopper" (tot)  3/2)


Squad 3, Team 2: 4 Marines (Verluste)  4/3)


Squad 3, Team 3: 4 Marines (große Verluste)   (4/2)




plus Arzt (im Torpedolager) und Sani Smith (tot)  (2/2)

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