Die Schlacht von Starbase 234


Mac MacKenzie
 




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Betreff: Die Schlacht von Starbase 234
Datum: Tue, 22 Nov 2016 01:53:14 +0000
Von: Luis Alfaia <Luis_alfaia@...>
An: RPG-USS-Odyssey@... <RPG-USS-Odyssey@...>


Servus!

Hier die "Schlacht von Starbase 234"

Luis

PS.: Etwaiges Powerplay bitte ich im Voraus zu entschuldigen.

<RPG>

Zeit: SpD 4.1155
Ort: USS Achilles, Brücke

Afonso hatte es sich an der CONN der Achilles bequem gemacht, zu seiner
rechten stand eine Tasse heißen Kaffees. Gespannt hielt er den Scanner im
Auge. Bolinhas hatte es sich auf dem Sessel des zweiten Offiziers bequem
gemacht und hielt seine Schnauze über die Armlehne, so dass er Afonso immer
im Blick hatte. Der Labrador merkte, dass sein Herrchen angespannt war, auch
wenn er sich mit Moos, der wieder seine normale Form angenommen hatte, eine
Checkliste durchging, als wäre es ein ganz normaler Tag.

Es war kein normaler Tag. Afonso hatte wohl einen "Deathwish", wie es
Admiral Feyerabend ausgedrückt hatte. Alleine saß er auf der Brücke. Afonsos
Argumentation hatte, den sich lange gegen die Idee einen einzelnen Offizier
auf der Achilles zu belassen, Feyerabend schließlich überredet. Afonso hatte
Moos gebeten sich in die Systeme der Station zu hacken und diese komplett zu
übernehmen. Das hatte den Admiral überredet die Station komplett zu räumen
und kein Team zurückzulassen. Eigentlich, da war sich Afonso sicher, hätte
Moos diese Mission alleine übernehmen können, aber Moos hatte mit der
Steuerung der Station und der Koordination mit der Achilles, den
Torpedowerfern, den Minen und allen anderen Spielzeugen, die den Beiden zur
Verfügung standen, genug zu tun, so dass er auf der Achilles verblieben war.

Außerdem war er ein Offizier der Sternenflotte, Moos "nur" ein mit einem
Sternenflottenraumschiff verbundenes Lebewesen. Auch wenn Moos intelligent
war und neuerdings bei weitem nicht so naiv, wie er es früher war, so hatte
Afonso mehr Ahnung von Kampfsituationen, als Moos. Auch, wenn es kein allzu
großer Unterschied war. Da war sich Afonso sicher.

**** Zeitgleich auf der Teutates ****

"Sind die Sonden in Position?"
"Aye, Sir."
"Und die Achilles?"
"Sitzt auf dem Präsentierteller. Wir könnten Sie mit einem Schuss aus dem
Universum blasen", sagte der an der Taktischen Station sitzende Offizier.
"Finger weg von den Waffen. Egal, was da draußen passiert. Die bleiben aus."
Captain Brian Morrigan fuhr sich durch seine leicht ergrauten, roten Haare.
"Ich will nur sehen, was hier abgeht. Yusuf, wir bleiben in diesem
Asteroiden drinnen. Achten Sie darauf, dass wir immer genug Abstand zu den
Wänden haben. Wir müssen im Notfall sofort auf Warp gehen können."

"Aye, Sir."

"Captain. Die Scanner erfassen außergewöhnliche Energieoutputs."
"Die Klingonen?", kam es von der OPS.
"Wenn sie es sind, dann nutzen sie neue Tarnschilde. Diese Energiesignale
tauchen normalerweise nicht in der Kombination mit Klingonen auf."
"Wo tauchen sie auf", wollte Morrigan wissen.
"Das sind eigentlich Hydranische Energiesignaturen. Aber diese arbeiten
nicht mit Tarntechnologie."
"Schon gar nicht mit den Klingonen zusammen."
"Dann tun sie es jetzt", kam es von der taktischen Station, als diese die
Sensordaten aktualisierte und vier Raumschiffe auf der 3D-Karte in der Mitte
der Brücke der Teutates auf flimmerte. Brian blinzelte kurz. "Fügen Sie noch
die Minenfelder und Torpedowerfer hinzu", befahl der Ire und sah, wie sich
das Feld vergrößerte und sich immer mehr Datenpunkte bildeten. "Die
Klingonen schicken nur vier Schiffe", wollte Yusuf wissen und bekam die
Antwort auf dem Fuß. "You wish, wenn ich nach den Signaturschwankungen gehe
befinden sich noch mindestens dreißig weitere Raumschiff im System."

Brian erhob sich aus seinem Stuhl und deutete auf den größten der Punkte.
"Ist das die Bortasqu'? Was sagen unsere Scannersonden?"

"Captain!", kam es aufgeregt von der Wissenschaftsstation. "Ich habe die
Scanner an die Signaturen angepasst. Es ist mir gelungen einige
Energiewolken zu distinguieren, allerdings kann ich keine genaue Zahl
bekommen. Aber eine größere Energiemenge bewegt sich in Richtung Starbase
157 weiter."

"Johanna. Geben Sie die Information, über einen verschlüsselten Kanal, an
die 157 weiter und warnen Sie die Odyssey vor."
Neben der Bortasqu' begannen Datensätze aufzuploppen. Brians Mine
verfinsterte sich. Ungefähr so, musste sich damals Picard gefühlt haben, als
er der Scimitar gegenübergestanden war.

**** Auf der Achilles ****

"Sie sind da", kam es von der Decke, als sich ein Kopf herabfädelte und
Afonso ansprach. "Wo", Afonso versuchte vergebens ein Flirren im dunklen
Raum zu erkennen. "Vier Stück. hunderttausend Kilometer von unserer Position
entfernt. Sieben Stück auf Höhe des Planeten. Noch einmal zehn kleinere
hinter uns. Und ich bin mir sicher, dass zehn bis zwanzig weitere am Rand
des Systems sitzen."

Afonso prüfte seine Sensoren. "Hattest du nicht gemeint, dass du deine
Sinnesorgane mit den Sensoren gekoppelt hättest."

"Wie du schon sagst. Sinnesorgane. Ich kann viele Daten gleichzeitig
einspielen, aber nicht alles. Vor allem nicht, wenn ich die Station auch
noch koordiniere", kam es leicht genervt zurück. "Tut mir leid, so war das
nicht gemeint." - "Schon okay", antwortete Afonso, Afonso.

"Moos. Wir müssen an deinem Avatar arbeiten."
"Jetzt?"
"Wenn wir hier durch sind."
"Einverstanden."
"Computer, öffne einen Kanal." Der Computer tschirpte und Afonso schlürfte
den Kaffee laut in seine Kehle.

"Sehr geehrte Damen und Herren der Klingonischen Flotte. Hier spricht
Commander Afonso Henriques, vom Föderationsraumschiff USS Achilles. Ich
richte mich an die vier Schiffe auf hunderttausend Kilometer Entfernung.
Dies dürfte wohl die Bortasqu' mit ihren Begleitschiffen sein. Ich schätze,
Sie sind hier um Doktor Maray und den leider verstorbenen Hauptmann
abzuholen." Erneut schlürfte er den Kaffee lautstark. "Ich muss Sie leider
enttäuschen. Maray ist bereits abgeflogen und der Hauptmann ist tot."

Stille hallte Afonso aus den Lautsprechern entgegen. Der Kaffee,
mittlerweile nicht mehr ganz so heiß, wie zu Beginn, wurde erneut
geschlürft. "Sie wundern sich sicherlich, wie es uns in der Lage war sie so
punktgenau zu entdecken. Wenn Sie lieb Bitte sagen, verrate ich es Ihnen
vielleicht. Bis dahin befinden Sie sich unerlaubterweise im Föderationsraum.
Dies wird als kriegerischer Akt angesehen. Enttarnen Sie sich und verlassen
Sie den Föderationsraum, oder wir werden Verteidigungsmaßnahmen ergreifen,
die Ihnen nicht gefallen werden."

Erneut erntete Afonso nur Stille und schaltete den Kanal stumm. Er
kontrollierte seine Sensoren und blickte in sein grüngräuliches Gesicht. "Du
bist dir sicher, dass sie da sind."

"Absolut. Die Energiesignaturen, die ich vom Rand des Systems spüre sind auf
jeden Fall geringer geworden. Vermutlich sind ein paar Raumschiffe
abgezogen." Afonso nickte und tippte eine verschlüsselte Nachricht in die
Konsole. Die Odyssey musste verhindern, dass die Klingonen weiter in den von
der Föderation kontrollierten Raum vorstießen könnten. Es war schon genug,
dass dieses System binnen zwei Stunden an die Klingonen fallen würde.

Afonso schaltete die Kommunikationsanlage wieder auf laut: "Damit Sie sehen,
dass ich es ernst meine, werde ich jetzt eine Sonde starten und diese in
neunundneunzigtausendneunhundertneunundneunzig Kilometern Entfernung von
meinem Schiff detonieren lassen und zwar genau einen Kilometer von der Hülle
ihres Flaggschiffes entfernt." Erneut stellte er die Kommunikation auf
lautlos.

**** An Bord der Bortasqu' ****

"bIHeghvIpchugh bIHeghpu´"

[Angst?! Vor einer alten Akira-Klasse?! Was soll die schon gegen unsere
Flotte ausrichten! Wir haben wichtigeres vor! Der Zerstörer der Welten
befindet sich auf der Odyssey! Wir müssen ihr nach. Sie muss unser Ziel
sein!], hallte es durch die Lautsprecher neben der Videowand.

"p'tach!", grunzte der Captain der Bortasqu' Jinbol in den Videobildschirm
und lehnte sich vor. "Du wirst als willige Sklavin von Lyma und ihren
Schoßhunden enden, nachdem sie dich entmannt hat! Aber über den Kampf hier
und heute werden Opern geschrieben! Hier werden Legenden geboren!"

[Nur ein Hom wie du, wird den Kampf gegen ein einzelnes Schiff als
ehrenhaftes Unterfangen ansehen! Nur ehrlose greifen schwächere an! Du hast
es gehört, Maray ist nicht mehr hier. Wir sind im Krieg! Lass uns weiter in
den Föderationsraum eindringen!]

"Genug! Nimm dein Schiff und entehre unseren glorreichen Sieg für das
Klingonische Reich nicht länger mit deiner Anwesenheit!" Jinbol beendete die
Übertragung und widmete sich wieder der Übertragung des
Föderationsraumschiffes. Das laute Rauschen über die Leitung war wieder zu
hören.

[Schiff detonieren lassen und zwar genau einen Kilometer von der Hülle ihres
Flaggschiffes entfernt.]

"Waffen! Funktioniert unsere Tarnung?!"
"Ja, General!"
Vor der Bortasqu' explodierte eine normale Wissenschaftssonde der Achilles
und blendete den klingonischen General. Jinbol ließ seine Faust auf den
metallenen Rahmen des Stuhls sausen. Die Targs zu seinen Füßen begannen vor
Schreck zu knurren. "Woher weiß diese Missgeburt dann, wo wir uns
befinden?!"

"Öffne den Kanal! Bring uns auf fünfzehntausend Kellicam heran!" Der General
lehnte sich zurück und fuhr sich über seine Narbe, die er einst im Kampf
gegen einen Föderationskapitän erhalten hatte.

"Hier spricht General Jinbol. Ich befinde mich an Bord der glorreichen
Bortasqu'. Sie werden uns Doktor Maray und den Hauptmann herausgeben oder
wir werden das Feuer eröffnen und Sie zerstören!"

**** Auf der Achilles ****

"Das hat sie wohl aufgeweckt", lächelte Moos-Afonso den echten Afonso so an,
wie es nur Afonso konnte. Der Portugiese öffnete den Kanal und schaltete die
Bildübertragung dazu.

"General Jinbol. Ihr Ruf eilt Ihnen voraus!" Afonso setzte sich mit der
Kaffeetasse auf den Stuhl des Kommandierenden Offiziers. "Zu einer anderen
Zeit und an einem anderen Ort wäre ich sogar gewillt mit Ihnen einen
Blutwein zu trinken. Aber ich muss Sie leider auffordern den Föderationsraum
zu verlassen."

[Sie und welche Armee? Wie ich sehe, sind sie alleine im System! Sie
scheinen der Einzige mit genug Ehre und Dummheit zu sein, sich einem Kampf
stellen, obwohl er weiß, dass er verliert!] Die Mimik des Generals
verdeutlichte, dass er die Drohung des Sternenflottenoffiziers als Bluff
ansah und ließ seine offene Hand vor sich vorbeifahren. [Die Station ist
geräumt, unsere Scanner sagen uns, dass Sie die einzige Gefahr darstellen
würden, wenn Sie denn eine Gefahr wären.]

Seine Hand schloss sich zu einer Faust und Jinbol grinste. Seine scharfen
Eckzähne erinnerten in Afonso die Assoziation an einen hungrigen Wolf. Die
Schilde der Achilles waren bereits hochgefahren, die Waffen geladen. Afonso
stellte die Kaffeetasse auf den Boden der Brücke und ging in Richtung der
CONN. "General Jinbol." Afonso seufzte, als er von Moos außerhalb der
Kameraerfassung das Zeichen bekommen hat, dass einige Energiesignaturen über
verschiedene Vektoren auf die Achilles zuflogen. "Glauben Sie wirklich, dass
Sie mit drei Bird of Preys gegen die Achilles ankommen?" Afonso setzte sich
ans Steuer und setzte einen finsteren Blick auf. "Ich glaube es war Kahless,
der sagte: Führe dein Schiff alleine und wenn du bedroht wirst, kämpfe! Ich
gebe ihnen die letzte Warnung! Verlassen Sie den Föderationsraum oder ihr
Volk wird viele Opern über mich zu schreiben haben!"

Aus den Lautsprechern dröhnte Gelächter. [Sie kennen Kahless, aber deswegen
sind sie noch lange kein Krieger! Sie sind ein Narr, der im Kriegsgeschehen
vergessen wird!]

"bIjeghbe´ chugh vaj blHegh", warf Afonso den Klingonen an den Kopf. Gebt
auf, oder sterbt!

[Heute ist ein guter Tag zum Sterben, Mensch!] Jinbol öffnete seine Faust
und schloss sie sofort wieder. Ein Zeichen an seine Flotte, die Achilles
anzugreifen. Der Kommunikationsbildschirm wechselte vom Interieur der
Klingonischen Brücke weg und zeigte den sternenbedeckten schwarzen,
Hintergrund. "Der meldet sich gleich wieder", sagte Afonso, als zwei
gleißend helle Explosionen am äußeren Bildrand die Brücke leicht in hellerem
Licht erscheinen ließ, die Dritte Explosion erfassten die Kameras nicht.
"Alle drei Ziele wurden durch das Minenfeld zerstört", meldete Moos, während
Afonso nickte. Seine CONN zeigte ihm den einkommenden Ruf der Bortasqu'.
"Wie steht es um die restlichen Minen?" Am Bildschirm leuchteten weitere
kleine Explosionen auf. Trümmer brachten die umliegenden Minen zur Explosion
und sorgten so für eine kleine, begrenzte Kettenreaktion.

"Wir haben knapp fünfzehn Prozent der Minen verloren", antwortete Moos. "Es
sieht gut aus."
"Das hat nichts zu bedeuten. Wir haben keine hundertprozentige Abdeckung.
Irgendwann finden sie die Lücke." Afonso begann die Achilles ein wenig näher
an die Station heran zu fliegen. Ein Zwiespalt, denn wenn Afonso zu weit von
den Minenfeldern entfernt war, konnten die sich darin befindlichen Shuttles,
die zu Torpedowerfern umfunktioniert worden waren, keine Unterstützung
bieten, andererseits war eine Station, wie die Starbase 234 sie war, auch
nicht zu unterschätzen. Vor allem nicht, wenn Moos die Systeme in
Sekundenbruchteilen koordinierte und damit für die Klingonen nicht
berechenbar war. Erneut leuchtete eine Explosion den Raum um die Minen auf.
Der Ruf der Klingonen auf der Konsole des Portugiesen erschien ihm nun
dringlicher. Er rief noch einige Sensordaten ab und warf diese auf seine
Schemata auf der CONN, ehe er den Ruf annahm.

[Sie Feigling! Sie haben den Raum vermint!] Dem Klingonen waren die
Gesichtszüge mehr als nur entglitten. Es erschien Afonso, als wäre er einem
neuem Klingonen begegnet.

"Ich hatte Sie gewarnt General. Sie können doch nicht wirklich erwartet
haben, dass wir keine Vorkehrungen getroffen haben, um das System gegen sie
zu halten, oder?! Und jetzt müssen wir um die Besatzung von vier Schiffen
trauern, Jinbol. Ich hoffe Sto'vo'kor nimmt unnötig verlorene Kriegerleben
auf." Afonso suchte und fand den Blick des Generals, ehe er ihn anstarrte.
"Verlassen Sie den Föderationsraum! Rufen Sie ihre Schiffe zurück. Dieser
Krieg ist Wahnsinn!"

[Wir haben Sie unterschätzt Commander. Vielleicht wird dies doch
interessanter als erwartet! Bereiten Sie sich auf ihren Tod vor!] Die Erneut
explodierten Punkte im pechschwarzen Weltall. Diesmal hatten die sich
bereits enttarnten Klingonen Plasmatorpedos in das Minenfeld geschossen, um
sich langsam aber sicher einen Weg durch das Minenfeld zu schneiden. Eine
gefährliche Situation, denn zum einen konnte die Achilles die Klingonen im
äußersten Waffenbereich der Station und der Achilles attackieren,
andererseits kamen die Klingonen immer näher. Darunter auch die Bortasqu'.
Das neue Flaggschiff war enorm. Es war eineinhalb mal größer, als die
Odyssey und hatte selbst ohne Waffeneinsatz einen wahnsinnigen
Energieoutput. Afonso wollte gar nicht wissen, was die Waffen für einen
Wumms haben müssten. Die aus den Shuttles abgefeuerten Photonentorpedos
wurden von den akkuraten Punktverteidigungssystemen der Bortasqu'
abgeschossen, ehe sie ihre Abschussrampe richtig verlassen hatten. Die
Shuttles wurden gleich hintendran abgeschossen. Afonso knirschte mit den
Zähnen. Der erste Schlag der Klingonen war in ihr Gesicht zurückgeschleudert
worden, das hatte sie sicherlich nur wilder gemacht, dachte er bei sich und
überlegte angestrengt seine nächsten Schritte.

Plötzlich erzitterten die Achilles. In ihrem Rücken hatte eine Vor'cha
Klasse das Minenfeld passiert und sich an das Heck der Akira-Klasse gesetzt.
[Schilde bei einundneunzig Prozent.] Ein weiterer Treffer schlug ein.
[Schilde bei einundachtzig Prozent.]

Der ehemalige Erste Offizier der Achilles und Odyssey, beschleunigte und
begann in Schlangenlinien, auf z- und y-Achse in einer Ausrichtung von ein
bis vier Grad, den Disruptorstrahlen der Vor'cha Klasse auszuweichen.
"Frontschilde auf Maximum." - "Aber der Beschuss" - "Mach, was ich dir
sage!" Mit dem Fuß auf dem Gaspedal, zog er das Raumschiff so gut es gegen
die vermeintlich wendigere Vor'cha ging, in die relative Rückenlage, zog die
"Handbremse" an, brachte die Akira durch die Hochenergiewende auf Linie mit
dem klingonischen Schiff und aktivierte die Impulskanonen, ehe er mit vollem
Schub den Frontalangriff einleitete. Bei einer Entfernung von
zweieinhalbtausend Kilometer zum Klingonenschiff startete Afonso die erste
Salve Photonentorpedos, die direkt nach dem Auftreffen der
Impulsphasertreffer durch das Schiff schossen. Die Vor'cha-Klasse brach aus
ihrem direkten Kurs Richtung Achilles aus und explodierte kurz darauf.

"Die Station steht unter heftigem Beschuss", mahnte Moos nun an. "Jetzt
schon?!"
"Mehrere D-7, Negh'Vars und die Bortasqu' haben die Minenbarriere passiert.
Die Stationsschilde sind bei sechsundsechzig Prozent! Pass auf, zwei
getarnte Bird of Preys befinden sich auf achtern!"

"Was?! Ein paar D-7 sollten nie und nimmer so viel Schaden produzieren!" -
"Die Negh'Vars und die Bortasqu' machen den Unterschied. Ihre Waffen sind
stärker als frühere Modelle. Ein D-7 wurde soeben zerstört."

"Sehr gut!" Afonso verteilte die Schildenergie so schnell es ging wieder auf
die hinteren Schilde, so dass eine ausgeglichene Energieverteilung da war
und drehte in einer harten Backbord Kurve in Richtung der getarnten
Klingonen. Eine breite Salve an Quantentorpedos später hatte er seine Ziele
unter Zuhilfenahme Moos zwar getroffen, aber nicht zerstört. Er öffnete
einen Kanal.

"Wow! Ihr Klingonen habt dazugelernt. Schilde, die auch bei aktivem
Tarngenerator funktionieren. Ich bin fast sowas, wie beeindruckt." Der
Portugiese flog die Achilles mit halben Impuls zwischen die Bird of Preys,
so dass Moos mit seinen schnell ausfahrenden Ranken eine zu fassen bekam,
während der von Moos geführte Traktorstrahl, den anderen BoP ergriff. Die
Achilles erzitterte unter den wirkenden Kräften. Moos Ranke fraß sich durch
die metallene Hülle des Bird of Prey, das seine Disruptorstrahlen gegen die
Achilles schleuderte, wie eine Schlange ihr Gift im Todeskampf. Während
Afonso mit einer vollen Breitseite das zweite Schiff der Raubvogelklasse
Kampf- und Manövrierunfähig schoss, erlitt der andere Bird of Prey mehrere
Hüllenrisse, ehe eine der Tragflügel explodierte. Moos löste den
Traktorstrahl zeitgleich mit seiner Ranke von den Klingonen. "Aber, wie ihr
seht hilft euch eure Tarntechnologie nicht gegen uns!"

[Du Sohn eines räudigen Targs. Noch bevor die Station zerstört ist wirst du
vor mir Knien und dein Herz in meiner Hand schlagen sehen!]
"Klingonischer Shakespeare?!" Die Achilles flog derweil in Richtung der
Station, um dort für Unterstützung zu sorgen, als ein starker Einschlag
dafür sorgte, dass Afonso aus seinem Sitz geschleudert wurde. Funken
sprühten aus der CONN und anderen Displays auf der Station. Der Portugiese
landete hart auf seinem Kopf und Rücken. Bolinhas war aus dem Sitz des
zweiten Offiziers geschleudert worden. Der Hund lag unweit von Afonso, der
hustete und sich so gut es ging wieder aufrappelte. Das Licht flackerte, als
er sah, wie mehrere Beamvorgänge auf die Brücke begannen. Sich die Rippen
haltend, kroch Afonso hinter die Balustrade, an dessen Ende die taktische
Station, von Moos bedient, weiter die Waffen entlud und das Schiff so gut es
ging versuchte aus dem Feuer der angreifenden D7-Kreuzer zu nehmen, während
es mit seinen Ranken nach den Raumschiffen zu greifen versuchte.

Ein Phaserstrahl durchbrach das flackernde Licht der Brücke und traf den
sich soeben materialisierenden Klingonen auf der Brust. Hinter Afonso hatte
ein Klingone sein mek'leth gezogen, bereit dem Sternenflottenoffizier die
Kehle zu durchtrennen, doch Bolinhas spürte die Gefahr und sprang den
Klingonen mit einem Biss in den Arm nieder. Bevor Afonso reagieren konnte
hatte das mek'leth bereits seinen Weg in die ungedeckte Flanke Afonsos
gefunden. Er drehte sich aufgeschrocken um und schoss den Klingonen, der
Bolinhas mit einem strammen Schlag gegen die Duraniumverkleidung der
Wissenschaftsstation schlug, ins Nachleben. Moos' Afonso-Ranke brüllte:
"Schilde wieder Online!", als ein Disruptorschuss neben Afonso in der
Wissenschaftstation einschlug. Ehe der Portugiese zurückschießen konnte,
hatte Moos den Klingonen mit einer Ranke bereits gegen eine Wand
geschleudert, die mit Moos bedeckt war. Afonsos Gesicht verzog sich mit
Mitleid, als er die Schreie des Klingonen vernahm, als Moos ihn mit Haut und
Haar verspeiste. Mit geschlossenen Augen erschoss er den Klingonen und
erlöste ihn somit von den Schmerzen. Er zog sich das mek'leth aus der Seite
und warf es achtlos auf den Boden.

Afonso blickte zu Bolinhas, der an der Wand kauernd, mit einer Pfote über
den Boden scharte und vor Schmerzen fiepte. "Keine Sorge, es ist bald alles
vorbei", sagte er ihm tröstend, während er sich an die taktische Konsole
stellte und das Steuer und die Waffenkontrolle übernahm. "Wie steht es um
die Station?"

"Schilde sind nicht mehr vorhanden. Mehrere Waffensysteme sind ausgefallen.
Die Systeme laufen auf Energiereserve. Selbstzerstörung in T minus zwei
Minuten. Ich wollt jetzt die Transporterminen und den überladenen Warpkern
aussetzen."

"Sehr gut. Ich versuche unsere Verfolger abzuschütteln", antwortete Afonso
und schluckte ein Husten runter.
"Wir werden gerufen."
Afonso betätigte den Kommunikationskanal und sah den klingonischen General
Jinbol, wie er in seinem Sessel saß. "General. Lang nichts mehr von Ihnen
gehört. Ich glaube das letzte Mal wollten Sie mir mein Herz zeigen,
irgendwie scheint etwas ihren Plan durchkreuzt zu haben."

Ein Treffer erwischte die Achilles. Funken sprühten erneut auf. Es roch nach
verbrannter Haut und Haaren. Afonsos rechte Hand blutete. [Ergeben Sie sich
Mensch. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis sie aus dem Universum
geblasen werden. Sie haben tapfer gekämpft, aber ihre Zeit ist um!] Ein
erneuter Treffer sorgte dafür, dass die Kommunikation abbrach.
"Kommunikationsanlage ist defekt. Wir haben die Kontrolle über die Station
verloren."
"Verdammt!" Afonso schlug mit der bereits maladen Faust auf der Konsole auf.
Blut spritzte ihm als Reaktion ins Gesicht, ohne dass er es merkte. "Hast
du"
"Die Minen und den Warpkern ausgesetzt bekommen? Ja. Du solltest die
Krankenstation aufsuchen. Und wir das System verlassen. Dieser Kampf bringt
nichts mehr. Die restlichen D-7 Kreuzer nehmen nun Kurs auf uns. Die
Bortasqu' hat uns im Visier."

"Keine Zeit", quittierte Afonso und registrierte, dass Moos das MHN
aktiviert hatte und sich dieses gerade Afonso zuwenden und ihn mit einem
Trikorder scannen wollte, als die Achilles erneut durchgeschüttelt wurde.
Ein Torpedo durchbrach die Schilde und rammte ein kleines Loch in Deck
Zwölf. Das MHN fing sich wieder und untersuchte Afonsos Flanke. Es zückte
einen Regenerator und begann die Wunde zu behandeln. "Computer. MHN
deaktivieren." - "Nein, sie haben einen Lu", weiter kam der Mediziner nicht.

"Ach was. Das sind doch alles nur Kratzer. Du kannst dich jetzt eh viel
besser auf die Achilles konzentrieren. Kannst mit ein paar Avataren sogar
schon Reparaturen starten. Die Kommunikationsanlagen zum Beispiel. Und,
meinst du, du kannst nochmal mit deinen Ranken das ein oder andere Schiff in
der Mitte durchtrennen?"
"Wenn du nah genug ran fliegst, sicher. Aber bevor ich die zum Fassen
bekomme haben sie uns eher aus dem All geschossen."
"Das wäre schlecht", antwortete Afonso.
"Das wäre es", grinste Moos.
"Dann tu mir bitte einen Gefallen. Lass ein bisschen Dampf ab." Afonso
grinste sein grüngräuliches Gesicht an, der ihn fragend ansah. "Aus den
Warpgondeln. Das Gemisch ist höchst entzündlich und böse. Beim nächsten
Treffer auf Schildhöhe der Warpgondeln lass es rausfließen. Ich bereite
einen Torpedo vor."
"Meinst du nicht, dass das Manöver schon ein paar Mal zu oft eingesetzt
wurde?"
"Funktioniert normalerweise immer wieder aufs Neue."
"Station explodiert in 45 Sekunden.", kam es von einer anderen Ecke der
Brücke.

"Bringe uns auf Kurs", antwortete Afonso, der Schwierigkeiten hatte sich
festzuhalten. Ein Treffer rüttelte die Achilles durch. Die
Notfallbeleuchtung schaltete sich an. Ein Wimmern durchbrach das
elektrostatische Knistern. Afonso blickte sich sorgevoll nach Bolinhas um,
ehe er die Achilles langsam langsamer werden ließ und sein Radar im Auge
behaltend, die Schildenergie mit Hilfe jeglicher verfügbaren Restenergie
noch einmal um ein paar wenige Prozentpunkte nach Oben pushte. Afonso
erhöhte die Geschwindigkeit auf vollen Impuls und nahm drei D-7 Kreuzer und
eine Negh'Var, welche gerade zum nächsten Angriff ansetzten aus der
Rechnung, als ein Tri-Kobalt-Torpedo das Plasma entzündete.

"Wo ist die Bortasqu'?", wollte Afonso von Moos wissen. "Sie sind außerhalb
der Reichweite geblieben. Hab ja gesagt, dass der Trick alt ist." Afonso
schaltete den Monitor auf die Station. Die Station, die auf dem Bildschirm
erschien, explodierte von innen heraus. Die Selbstzerstörung hatte mit den
Außenbereichen begonnen, die restlichen Schlachtschiffe, die die Station
unter Feuer genommen hatten drehten langsam und flogen gegen die von Moos
ausgesetzten Transporterminen. Die Minen sorgten für genug Schaden, so dass
Afonso einen relativen Anflugwinkel von fünfundzwanzig Grad zum Mittelpunkt
der Station wählen konnte, dabei wurde die Achilles immer wieder von
Disruptorstrahlen der Bortasqu' getroffen und erlitt zusätzlich immer wieder
Treffer von anderen Kreuzern, die sich auf einen seitlichen Angriffsvektor
versteift hatten. Afonso deaktivierte die Freund-Feindschaltung und
schaltete die Phaserrotation aus. Die Station ins Visier genommen, begann
der Commander alles, was die Achilles noch hergab auf die Station und ihren
Mittelpunkt abzufeuern. "Moos. Schnapp dir den Warpkern und Schleuder ihn in
Richtung Bortasqu'. Das wird ihn lehren nicht auf meine kleine Falle
reingefallen zu sein!"
"Ich habe dir gesagt, dass der Trick alt ist."
"Jaja."
"Geschleudert."
"Okay, zerstör ihn mit einem Torpedo sobald die Bortasqu' in eintausend
Metern Entfernung zum Kern steht."
"Wird gemacht."
Die Achilles wurde erneut von einer direkten Breitseite getroffen, die ein
Bird of Prey aus seinen Disruptorkanonen herausschoss.
"Viel länger werde ich die Achilles nicht mehr zusammenhalten können",
informierte Moos den Portugiesen, dem langsam Schweißtropfen auf die Stirn
kamen. "Mit Pech musst du das auch nicht. Feuer alles ab, was wir noch
irgendwie zur Verfügung haben!"
"Warpkern zerstört. Bortasqu' fällt zurück. Und sollten wir nicht langsam
abdrehen?"
"Zumindest sind wir die los", atmete Afonso durch und zog daraufhin scharf
die Luft ein. "Nein. Wieso glaubst du, wollte ich von dir, dass du die
innere Struktur der Station schon vorher zerstörst?", hustete Afonso und
wischte sich etwas Blut vom Mund weg.

Der Habitat Ring der Station war durch die Selbstzerstörung bereits
abgesprengt worden, was der Achilles gut siebenhundert Meter Flug durch
Stationsinnereien eingespart hatte. Was aber auch bedeutete, dass der
schwerste Teil sie noch erwartete. Der innere Stationskern war normalerweise
der Kern, den die Zivilisten aufsuchen sollten, da er den meisten Schutz vor
den Waffen bot. Deswegen hatte Afonso Moos auch beauftragt vor der Ankunft
der Klingonen Bomben innerhalb des Stationskern zu platzieren, damit dieser
schneller in sich zusammenfallen würde. Ursprünglich war die Flucht durch
die Station nicht Afonsos erste favorisierte Wahl, die Klingonen ließen ihm
aber keine andere Möglichkeit. Denn die zehn Schiffe, die sich um die
Station, als auch um die Achilles kümmerten, waren neben den zwanzig
anderen, die nicht in die Schlacht eingegriffen hatten größtenteils so
positioniert, dass Afonso nur die sichere Strecke durch die Minen "hinter"
der Station zu seiner relativen Position im Raum nutzen konnte.

Die Achilles näherte sich parallel zum Planeten der Station, während die
Bird of Preys, die sich einer weiteren Breitseite entledigten, wegen der
Gefahr eines Rammens abdrehten und die Achilles alleine auf die Station
zurasen ließen. "Weil die Station sich dann schneller selbstzerstört."
"Stimmt, aber auch, damit wir auf unserer Flucht besser durchfliegen
können."
"WAS?!"
"Ist dir aufgefallen, dass wir nur noch geradeaus fliegen?"
"Ja, warum eigentlich?"
"Die Klingonen sollen glauben, dass unsere Steuerung im Eimer ist und wir
nur noch geradeaus fliegen können", erneut hustete Afonso.
"Aha. Bist du verrückt geworden?"
"Vertrau mir! Also, wie ist der Zustand des Stationkerns?"
"Ich hoffe schlecht genug."
"Wir werden es wohl rausfinden. Bereitmachen!", rief Afonso von der
taktischen Konsole, an der er begann die Achilles durch die
auseinanderbrechende Station zu fliegen. Der Flug in die Station verhinderte
zwar eine Zielerfassung durch die Klingonen, ein Flugfehler oder die zu
stabile Struktur der Station, die zwar nicht dafür gemacht war den von Moos
verstärkten Phasern stand zu halten, könnte die Achilles in Millionen
Einzelteile zerstören. Andererseits könnte die Achilles auf der anderen
Seite durchbrechen, auf maximalen Impuls gehen und die Explosion jegliche
Verfolgungsmöglichkeit der Klingonen erstmal zunichtemachen, da sie den
Trümmern der Station ausweichen müssten. Geschweige denn davon, dass die
elektrostatische Interferenz, einer solch großen Explosion, den Sensoren der
Klingonen zu schaffen machen würde. Vermutlich, würde die Achilles erst auf
den Scannern auftauchen, wenn die Moosverbesserte Akira-Klasse bereits am
Systemrand den Sprung in den Warp vorbereitete.

Mit den letzten Schüssen, die die Phaserbänke hergaben drang die Achilles
durch die Außenhülle der Station auf der anderen Seite heraus. Sekunden
später erfüllte ein greller Mix aus Orangerotem Feuer und Staubwolken das
Weltall.

"Wir sind durch!"
"Sensoren sind ausgefallen, wir sehen die Minen nicht mehr."
"Zum Glück habe ich mir die Strecke eingeprägt."
"Du hast das geplant?! Wir müssen dringend an unserer Kommunikation
arbeiten!", rief einer der Avatare von der Wissenschaftsstation herüber.
Afonso grinste: "Nicht nur an der Kommunikation."
"Die ist übrigens wieder Online", meldete sich der Avatar an der technischen
Konsole.
"Echt jetzt?!", fragte Afonso verwirrt, während er die Achilles durch das
Minenfeld flog.
"Du hast vorhin gesagt, dass ich sie reparieren soll."
"Moos, wir müssen dringend an deinem Sinn für Humor arbeiten. Bring lieber
die Sensoren wieder Online, wir müssen wissen, wo die Klingonen sind."
Der grüngräuliche Avatar zuckte mit den Schultern. "Kann ich dir sagen, alle
außerhalb der Waffenreichweite, sonst wären wir schon längst unter Feuer
geraten. Wir werden übrigens gerufen. Es ist die Bortasqu'."
"Wer auch sonst?", seufzte Afonso. "Kavallerie wäre mir lieber gewesen",
antwortete Moos.
Afonso lachte. "Ich glaube dein Humor braucht doch nicht so viel Nachhilfe.
Übernimm das Steuer, bring uns an den Rand des Systems und flieg dann mit
Maximum Warp zu Starbase 157."
"Aye, Sir."
Afonso kniete sich vor den fiependen Bolinhas hin und griff ihm in den
Nacken, um ihn dort zu Kraulen, wo es der Hund am Liebsten hatte. Der
Labrador verdrehte seinen Kopf und leckte Afonso über dessen Hand. Afonso
lächelte. "Guter Junge", lobte er ihn. "Du bekommst später einen extra
fleischigen Knochen." Der Labrador, der eben noch tausend Tode zu sterben
schien setzte sich auf und bellte zur Bestätigung. "Funktioniert das MHN auf
der Brücke noch?" Moos Avatar nickte: "Die Holoemitter sind funktionsfähig."
"Computer, aktiviere MHN."
"Medizinische-Holographisches Notfallprogramm. "Bitte definieren Sie die Art
des medizinischen Notfalls." Afonso deutete auf den vor ihm liegenden Hund.
"Er hat ein bisschen was abbekommen. Kümmern Sie sich um ihn."

"Ich bin kein Veterinärmediziner."
"Dann laden Sie sich die Datenbank für Veterinärmediziner runter",
antwortete Afonso gereizt und hustete schwer auf.

"Wir werden wieder gerufen", kam es nach ein paar Sekunden Stille wieder von
Moos.
Afonso straffte sich und seine Uniform, ehe er wieder in die Mitte der
Brücke ging. Er hielt sich kurz an seine Rippen, er schätzte, dass die eine
oder andere gebrochen war vom Aufprall. Seine Kopfschmerzen und der
Geschmack von Übelkeit im Mund deuteten auf eine leichte Gehirnerschütterung
hin. Er setzte sich auf den Stuhl in der Mitte der Brücke und bestätigte den
Ruf über die Steuerung in der Sessellehne. "Die Klingonen sammeln sich im
Orbit des vierten Planeten. Scheint so, als würden sie uns in Ruhe ziehen
lassen", informierte Moos den temporären CO der Achilles über seine
Sinneswahrnehmung.

Vor dem Bildschirm zogen Dunstschwaden durch die Brücke. Afonso blickte um
sich und erkannte jetzt erst das Ausmaß an Schäden. Er las einen kurzen
Statusbericht. Die Schilde hatten kurz vor dem Ausflug aus dem
Stationsinneren versagt, die strukturelle Integrität des Schiffes war auf
einem Level angekommen, dass sich an Bord der Achilles als Duct-Tape und
Moos-Niveau etabliert hatte und dennoch hoch genug, um gefahrlos in den
Warpdrive zu gehen.

[Commander. Sie leben], kam es mit einem Rauschen vermengtem genervten
Unterton durch die Lautsprecher. "Ich hoffe, dass ich Sie nicht allzu sehr
damit enttäusche, General."

[Ganz und gar nicht, Commander. Sie sind ein Krieger, der meiner Achtung
würdig ist. Ein wenig unerfahren, wie ihr Warpgondelplasma-Trick zeigt, aber
der Mut und ihr Wahnsinn gleichen das aus.]
"Danke für ihre ehrenvollen Worte, General. Vielleicht hilft es ja jetzt,
wenn ich Sie im Namen der Föderation darum bitte"
Jinbol hob die Hand und unterband Afonsos weitere Worte. [Sparen Sie sich
ihre Worte, Commander. Die Befehle des Kanzlers waren eindeutig. Wir sind im
Krieg. Wir haben dieses System mit viel Blut erobert. Wir werden es nicht
mehr zurückgeben und den Föderationsraum nicht mehr verlassen. Gehen Sie
Ihre Wunden heilen, Commander.] Jinbol schlug sich gegen die Rippen und
deutete Afonso damit, dass dieser selbst durch die Videoübertragung, die
Schonhaltung des Offiziers erkannt hatte.

"Wenn Sie sich um ihre Wunden kümmern." Afonso fasste sich an die linke
Gesichtshälfte und deutete dem Klingonen damit die Platzwunde an seinem
Kopf. [Der Warpkern war eine Überraschung. Aber nichts, was wir nicht hätten
abwenden können.], grunzte der Kapitän der Klingonen. Aus dem Hintergrund
des Klingonen meldete sich ein junger Krieger zu Wort: [General Jinbol, der
Kanzler verlangt einen Bericht.] Jinbol knurrte den jungen Mann aus dem
Blickfeld der Kamera und sah Afonso fest in die Augen, bei dem sich Moos aus
dem Hintergrund meldete: "Wir können auf Warp gehen."

[Commander. Es wird Zeit. Ich hoffe wir begegnen uns irgendwann mal wieder
in der Schlacht. Dann Mann gegen Mann.]

"Mir wäre der Blutwein immer noch lieber General!"

Ein Lachen durchbrach die Stille auf beiden Brücken. [Vielleicht komm ich
irgendwann auf das Angebot zurück. - Wenn das alles hier beendet ist.]

"Qapla', General", lächelte Afonso und bekam dies mit einem lachenden
grunzen quittiert, als der Schirm wieder die Sterne um die Achilles
herumzeigte.

"Energie!", befahl Afonso, erhob sich aus dem Sessel und fiel in sich
zusammen.

</RPG>

<SUM>

Zeit: SpD 4.1155
Ort: USS Achilles, Brücke

Die "Schlacht" von Sternenbasis 234 wurde geschlagen. Sieben klingonische
Schiffe wurden vernichtet. Vier Bird of Preys durch Minen, eine Vor'cha
durch einen Frontalangriff der Achilles, ein Bird of Prey durch Moos' Ranken
in der Mitte durchgebrochen, sowie eine D7 durch das Feuer der Station. Ein
Bird of Prey und mehrere D7 Kreuzer wurden Kampfunfähig geschoßen, ein
Boarding Team der Klingonen auf der Brücke von Moos, Afonso und Super-Hund
Bolinhas besiegt.

Die Bortasqu' wurde bei ihrer Verfolgung der Achilles mit einem überladenen
Warpkern zum Abbruch der Verfolgung gezwungen, ehe die Achilles mit Afonso
am Steuer, durch die außeinanderbrechende Station flog, um daraufhin aus dem
System zu fliegen.

</SUM>

submitted by

Luis A.
aka
Commander Afonso Henriques
Temp. CO - USS Achilles





























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