Ihr habt Sie doch nicht Alle!


Friedemann Hruby
 

Hi,
ein kleiner Einwurf von mir oder besser gesagt von Jenn, der das ganze gehörig stinkt.
Viel Freude :)

<RPG>
 
# Ort: Besprechungsraum
# Zeit: MD 10.1516
 
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„Ich unterstütze allerdings den Vorschlag, dass Mr. Claton an der
Außenmission teilnimmt. Seine Unruhe bezüglich möglicher Funde würde die
Crew in dieser Situation nur weiter verunsichern und die Anspannung
verschärfen.“ Er nickte Ajur kurz zu, wandte seinen Blick dann aber
wieder zu Shay.
 
Der hatte nur fragend die Augenbraue gehoben.
 
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Jenn hatte gerade einen Schluck aus einer Tasse mit Kaffee genommen und verschluckte sich hörbar, während der Ausführungen des CNS. Sie blickte ungläubig zu Ettore, dann zu Em und dann zu Daniel Claton. Bisher hatte sie  mit dem Wissenschaftler der Heph noch nicht viel zu tun gehabt. Doch die Logik in den Ausführungen des CNS konnte sie nicht erkennen.
 
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„Captain, Sie glauben doch nicht, dass die Leute bezüglich unseres
Auftrags auf den Decks in Freudentänze ausbrechen. Die Situation ist
angespannt, die meisten sehen dies als Himmelfahrtskommando und haben
das Gefühl - entschuldigen Sie diese etwas metaphorische Beschreibung -
, für einen schnellen vermeintlichen Erfolg in diesem Krieg auf den
Altären der Obersten geopfert zu werden. Erst das Vergnügen eines langen
Landurlaubs und dann diese Mission. Wie der Henker, der das letzte Mahl
serviert. Viele haben Abschiedbriefe an ihre Familien geschickt. Wir
sollten also nichts unternehmen, was diese Situation noch verschärft.“
erklärte der Counselor.
 
Als Antwort gab es seitens des Captains einen urschottischen
unbestimmten Grmpf-Laut.
 
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„Skipper,“ begann nun Jennifer und sie spürte mehrere Blicke auf sich ruhen, doch es war ihr egal. „Ich halte es für keine gute Idee unsere beste Technikerin hier auf der Hephaistos zu haben, während wir auf ein womöglich marodes Schiff gehen. Sollten Umstände eintreten, welche es erfordern, dass wir die Baltimore schnell wieder in Betrieb nehmen müssten, brauchen wir Lt. Wells, nicht eine Hotline-Nummer, welche uns dann in die Warteschlange legt.“
 
So mancher fragte sich, was eine Warteschlange war und was für eine Hotlinenummer Jennifer hier meinte.
 
Doch wieder erhielt Jenn unerwartete Unterstützung von Ajur. „Ich muss Ens. Larson beipflichten, so wichtig die Wartung der Hephaistos ist, doch hier gibt es ein eingespieltes Team, welches sich um alle Belange kümmert. Auf der Baltimore brauchen wir hingegen im Zuge einer Rumpfmannschaft ganz andere Qualitäten. Qualitäten, welche Lt. Karx-Wells mit sich bringt.“
 
Ettore mischte sich noch einmal ein. „Sir, es handelt sich hier um meine fachliche Expertise. Ich glaube wir sollten das jetzt nicht in der großen Runde diskutieren.“
 
„Vielleicht hätte Sie sich das vorher überlegen sollen Doc, denn sie haben das in die große Runde geworfen. Verdammt, warum müssen Psychoheini…“ Jenn war zornig, doch sie kam nicht viel weiter in ihrer Wut.
 
„Schluss, wir werden das hier nicht diskutieren. LtCmdr Della Scala hat seinen Job gemacht, mehr nicht!“ erwiderte Shay entschieden.
 
Der Blick welcher Jenn ihm zuwarf sprach Bände. Der CO wusste dass die OPS nicht unbedingt die beste Meinung von Psychologen hatte. Doch warum musste sie das jetzt in dieser Runde ausdiskutieren? Shay wusste, dass es zum Einen auch der Situation geschuldet war. Auch ohne Ettores Bemerkung auf die Abschiedsbriefe und die schwierige Mission der Hephaistos hatte er schon gefühlt, dass es eine seltsame Stimmung auf seinem Schiff gab.
 
„Sir, ich weiß, dass der LtCmdr. seinen Job gemacht hat. Doch ich gebe zu bedenken, wir sind in einer Ausnahmesituation. Und Lt. Karx-Wells hat bereits auf der letzten Mission bewiesen, dass Sie mit solchen Situationen umgehen kann. Im Krieg müssen manchmal taktische Entscheidungen getroffen werden. Ich glaube, dies ist so eine!“ Ajur argumentierte logisch und emotional ruhig. So bildete er den Gegenpart zur OPS, welche immer noch böse Blicke in die Richtung des Italieners sandte.
 
„Sie wollen uns ernsthaft einen Wissenschaftler mitgeben,“ schoss es nun aus Jennifer hervor, „Skipper, ernsthaft. Die Begründung ist, dass er die Crew in Unruhe versetzt, wenn er hierbleibt? Das ist doch Westentaschenpsychologie!“
 
„ENS. LARSON, ES REICHT!“ Shay hatte nun wirklich genug.
 
„Tun Sie doch alle, was Sie wollen. Ich halte es für einen Fehler Emily nicht mitzunehmen. Für einen schweren Fehler.“ Mit diesen Worten stand Jenn auf, nickte in die Runde und empfahl sich. Sollten die doch machen was sie wollten. Sie hatte jetzt einiges vorzubereiten.
 
Als sich die Tür hinter ihr schloss schüttelte Jenn kurz den Kopf. Wie sie den Skipper einschätzte, würde das durchaus Konsequenzen haben. „Was solls! Es war es auf jeden Fall Wert.“ Murmelte sie vor sich hin.
 
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<SUM>
 
# Ort: Besprechungsraum
# Zeit: MD 10.1516
 
Jenn ist nicht begeistert von dem Einwurf des CNS. Sie setzt sich für Emily ein, wird dabei von Ajur unterstützt und handelt sich eher Ärger ein.
 
</SUM>
 
Submitted by
Friddi
Aka
Ens. Jennifer Larson
OPS USS Hephaistos

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