Ausgebremst


v2vc
 

Moin,

hier was von mir, wird Emily sicher nicht gefallen ;) aber das Copost
mit Ela hat mir gezeigt, dass ich da wohl noch etwas aktiv werden sollte.

Die Soapbälle kommen demnächst, ich habe es noch nicht geschafft, mich
u.a. in die Details der Pinguine einzuarbeiten.


<RPG>

# Ort: Botanik
# Zeit: SpD 8.0730

Melody betrat die Botanik, um sich wie immer auf die Aufgaben des Tages
vorzubereiten. Während in einige Gießkannen schon das Wasser einlief
machte sie einen kleinen Kontrollgang. Besonders die angezüchteten
Pflanzen in ihren Reagenzgläsern waren besonders empfindlich. Dort war
aber alles in bester Ordnung.

„Computer, erhöhe Lichtintensität um 70 Prozent.“

Als der Computer nun Tageslicht simulierte, erkannte Mel, dass an einer
anderen Ecke alles ganz und gar nicht stimmte. Dort war die Erde in
einem Beet aufgewühlt und war in großem Umkreis um das Beet
herumgeworfen worden. Hätte man es nicht besser gewußt, sah es aus, als
hätte sich in der Nacht ein Wildschwein durchgewühlt.

Mel seufzte, holte Schaufel und Harke und beseitigte den Schaden so gut
es ging. Eine Pflanzen waren nicht mehr zu retten, andere konnten wieder
an ihren angestammten Ort zurück gesetzt werden. Erst als sie die
Gießkanne auf das Beet hielt, fiel Mel auf, was für ein Beet das
eigentlich war.

„Computer, wer hatte Zugang zur Botanik, nachdem ich um 1700 gestern die
Tür verschlossen habe?“ fragte sie.

[Registrierter Zugang um 0100 Lt.jg. Wells-Karx.]

„Gibt es weitere Einträge?“ fragte Mel nach.

[Negativ. Nächster registrierter Eintrag Melody Loona 0722].

„Hmm. Danke.“

Melody betätigte ihren Kommunikator.

„Wells-Karx bitte in die Botanik.“

Kurze Zeit später traf Emily ein.

„Was gibt es?“ erkundigte sie sich.

Irgendwie klang es in Mels Ohren so, als wäre da noch ein Rest vom
Frühstück zwischen ihren Zähnen.

„Nun vielleicht können Sie mir erklären, warum sie das Beet, das wir
Ihnen freundlicherweise hier zur Verfügung gestellt haben so durchwühlt
haben, dass ich heute morgen hier aufräumen musste?“ erklärte Mel.

„Wie?“ fragte Em überrascht nach.

„Was gibt es denn?“, kam von hinten die Stimme von Ettore.

„Das versuche ich gerade zu klären, Schatz.“ erklärte Mel. „Heute morgen
fand ich das Beet von Miss Wells absolut verwüstet vor. Der einzige vom
Computer registrierte Zugang war von Miss Wells selber heute Nacht.“

„Ich dachte der Hund...“, begann Emily.

„Könnte es vielleicht der Mops gewesen sein?“, erkundigte sich Ettore.

„Liebling, Hunde machen so eine Verwüstung nur, wenn sie jagen oder die
Mondphase sie unruhig werden lässt. Letztere kommt derzeit nicht in
Frage. Und ich vermute auch nicht, dass Hund Schaufeln oder anderes
Werkzeug nutzen. Die Dreckspuren waren zu weit verstreut für „nur ein
wenig Buddeln.“

„Hmm“, Ettore schürzte die Lippen. „Schlafwandeln Sie, Miss?“

„Nein, ich bin mir sicher, dass ich heute Nacht nicht hier gewesen bin“,
verteidigte sich Em.

„Nun, das lässt sich anhand der Sicherheitscodes leicht überprüfen“,
meinte der Italiener. „Wissen Sie, ob einer Ihrer früheren Wirte zum
Schlafwandeln neigte?“

„Nein, ganz sicher ... nun, ehrlich gesagt, weiß ich das nicht.“ meinte
die Trill.

„Gut, wir werden uns morgen Nachmittag in meinem Büro treffen. Ich
schicke einen Termin. Bis dahin sollten Sie versuchen, ihre Finger aus
allem raus zu halten.“ meinte Ettore.

Emily ging in ihr Quartier zurück. Sie dachte über den Vorfall nach. Sie
konnte sich an nichts erinnern. Aber war da heute morgen nicht eine
leichte Spur Erde an ihrer Tür gewesen. Jetzt wo sie es sich recht
überlegte, hatte sie noch gestutzt, wann wohl mal wieder eine
Quartiersäuberung vom Putzdienst stattfand.


# Ort: Büro des CNS
# Zeit: SpD 9.1405

Ettore war die Termine des Tages durchgegangen und hatte erfreut
festgestellt, dass die EO ein Gespräch mit Renal hatte. Nachdem der
Captain sich nur allzu gerne mit psychisch etwas überanstrengten Frauen
zu umgeben schien, war er froh, dass die Aussicht bestand, dass deCoster
bald ausgeglichener sein würde. Ein Fels in der Brandung. Konnte man bei
solchen Unwettern wie der Commodore als Schwester und Vorgesetzte nur
gebrauchen.

Bei dem Gedanken an den Wirbelwind musste er lächeln.

„Ja?“ Emily lugte vorsichtig zur Tür herein.

„Ja, kommen Sie nur, Miss.“ Der Italiener winkte die Trill herein und
deutete auf den Platz ihm gegenüber.

„Was gibt es denn?“, erkundigte sie sich.

„Oh, Sie haben großes Glück, wie es aussieht, ist schon jemand unterwegs
zu K7.“, erklärte Ettore.

„Was? Wer ist unterwegs?“ fragte Em verwirrt.

„Ach, ich dachte, es sei offensichtlich. Nun wohl doch nicht.“

Ettore holte ein Padd hervor, dass er der verdutzten Frau in die Hand
drückte.

„Nach den offziellen Berichten über Ihre Gefangennahme,
Zwangsvereinigung und die Erlebnisse auf der Station im Trill-Center ist
sehr offensichtlich, dass Sie an einer Symbiose-Persönlichkeits-Störung
leiden. Ich meine mal ganz abgesehen von den Dingen, die sonst noch im
Argen liegen....“ bei letztem hatte er den Tonfall mahnend erhoben.

„Aber was die Persönlichkeitsstörung angeht, brauchen Sie sich keine
Gedanken zu machen. Das ist wohl eine völlig normale Reaktion. Ich habe
Kontakt zur Symbiose-Kommission auf Trill aufgenommen. Diese haben mir
bestätigt, dass so etwas vorkommen kann, da Sie ja nicht wie andere
Trill jahrelang auf den Symbiose-Prozess vorbereitet wurden. Sie
schicken einen Fachmann.“ erklärte Ettore.

„Die Trill-Regierung hat aber doch...“, begann Emily sich zu
verteidigen. Dann brach sie ab. Irgendwie war ihr jetzt auch klar, dass
die politischen Entscheidungen vielleicht nicht unbedingt etwas mit
ihrem Zustand zu tun hatten.

„Ich hoffe, Sie schicken einen Guardian, der Ihnen helfen kann, mit den
Persönlichkeiten ihrer vorherigen Wirte und Persönlichkeitkeit des
Symbionten umzugehen.“

„Aber ich möchte nicht einfach so von irgendwem wegen dieses 'Unfalls'
behandelt werden.“ Sie deutete auf ihre Bauchtasche. Nach den
Erfahrungen im Trill-Center hatte sie innerlich eine Mauer aufgebaut
zwischen ihr und allem, was mit dem Symbionten rein technisch zu tun
haben könnte.

„Nun, sehen Sie es so, Miss. Freuen Sie sich, dass die Kommission
jemanden schickt. Wir hätten Sie bis zur endgültigen Heilung auch
beurlauben und nach Trill schicken können.“, erklärte Ettore.

„Wie meinen Sie das?“ fragte Em nach.

„Nun. was Sie in den Händen halten ist Ihre Dienstbeschränkung bis zur
Beendigung Ihrer Symbiose-Persönlichkeits-Störung bestätigt durch einen
unabhängigen Fachmann. Die Ereignisse im Trill-Center und in der Botanik
haben mir mehr als genug bewiesen, dass Sie sich lange nicht so gut im
Griff haben, wie Sie es sich, mir und allen anderen glauben machen
wollen. Aber trösten Sie sich, es ist ein bekanntes Phänomen und sollte
auch vollständig heilbar sein. Es ist nichts, was Ihnen anhaftet.“ er
lächelte ihr aufmunternd zu.

Em schluckte einmal tief. Reichte ja, dass einer sie für verrückt hielt.

„Und was heißt das nun für mich?“ hakte sie nach.

„Oh, von meiner Seite aus, werden Sie sich die nächsten Wochen auf den
Innendienst beschränken und den Dienst für den Anfang mal um ein Drittel
reduzieren.“ Er suchte in einem Stapel Padds herum. „Und hier, richtig.
Sie sollen jegliche Gefühlsschwankung notieren, Dinge, die Ihnen an sich
fremd vorkommen, was Sie tun, tun wollen und was Sie dabei fühlen“, las
er ab.

„Gefühlsschwankung?“, fragte Emily überrascht. Sollte Sie hier als
hormonschwankende Stimmungskillerin dargestellt werden?

„Ja, nehmen Sie es mir nicht übel, aber z.B. wenn Sie vor sich etwas zu
Essen haben und dann doch lieber nicht zugreifen. Das wäre etwas, was
ich an Ihnen sehr ungewöhnlich und damit notierwürdig fände." erklärte
Ettore.

Em machte ein verärgertes Gesicht. Erst jetzt fiel ihr auf, dass der
Counselor ihr nicht wie sonst eine Erfrischung oder einen Snack
angeboten hatte.

Das würde eine triste Zeit werden.


# Ort: Besprechungsraum
# Zeit: MD 10.1515

<QUOTE>

"Damit fallen mir auf die Schnelle zwei potentielle Konfigurationen für ein
Außenteam ein." Ajur blickte zu Shay.
"In Option A führt [...]

"Option B berücksichtigt [...]

Damit lagen seine Vorschläge auf dem Tisch.

</QUOTE>

„Ja?“ Shay reagierte auf die Wortmeldung des Counselors.

„Ich möchte darauf hinweisen, dass Miss Wells-Karx derzeit nicht in der
Verfassung ist, einer Außenmission beizuwohnen.“ erklärte er.

„Ich bin...!“ protestierte Emily, wurde aber von Ettore unterbrochen.

„...derzeit mit der Aufrechterhaltung der Tarntechnologie und der
Bereitschaft des Schiffs insgesamt mehr als ausreichend ausgelastet“,
erklärte Ettore.

„Das ist zu unser aller Wohl, besonders auch des Ihren, Miss.“ ergänzte
der Italiener, als er sah, dass Em Einwände erheben wollte.

Er sah zu Daniel, der unruhig immer wieder von der Projektion zu seinem
Padd sah, auf dem er komplizierte Berechnungen durchführte.

„Ich unterstütze allerdings den Vorschlag, dass Mr. Claton an der
Außenmission teilnimmt. Seine Unruhe bezüglich möglicher Funde würde die
Crew in dieser Situation nur weiter verunsichern und die Anspannung
verschärfen.“ Er nickte Ajur kurz zu, wandte seinen Blick dann aber
wieder zu Shay.

Der hatte nur fragend die Augenbraue gehoben.

„Captain, Sie glauben doch nicht, dass die Leute bezüglich unseres
Auftrags auf den Decks in Freudentänze ausbrechen. Die Situation ist
angespannt, die meisten sehen dies als Himmelfahrtskommando und haben
das Gefühl - entschuldigen Sie diese etwas metaphorische Beschreibung -
, für einen schnellen vermeintlichen Erfolg in diesem Krieg auf den
Altären der Obersten geopfert zu werden. Erst das Vergnügen eines langen
Landurlaubs und dann diese Mission. Wie der Henker, der das letzte Mahl
serviert. Viele haben Abschiedbriefe an ihre Familien geschickt. Wir
sollten also nichts unternehmen, was diese Situation noch verschärft.“
erklärte der Counselor.

Als Antwort gab es seitens des Captains einen urschottischen
unbestimmten Grmpf-Laut.

</RPG>

<SUM>

# Ort: Botanik
# Zeit: SpD 8.0730
In der Botanik wird Ems Beet verwüstet vorgefunden. Es kann nur Em
selber gewesen sein, sie kann sich aber an nichts erinnern.

# Ort: Büro des CNS
# Zeit: SpD 9.1405
Ettore erklärt Em, dass sie wegen der unvorbereiteten Vereinigung an
einer Symbiose-Persönlichkeitsstörung leidet, einer bekannten,
unangenehmen, aber gut heilbaren Nebenwirkung. Als Folge wird sie in der
nächsten Zeit bis zum Eintreffen eines Symbiose-Spezialisten etwas
kürzer treten müssen.

# Ort: Besprechungsraum
# Zeit: MD 10.1515
Ettore weist ohne Details zu nennen darauf hin, dass Emily nicht dem
Außenteam beiwohnen kann. Zugleich weist er auf die angespannte
Situation wegen des globalen Missionsauftrags hin.

</SUM>

submitted by
Kim
aka
LtCmdr. Ettore Ludovico della Scala
CNS – USS Hephaistos

SD 270217.7

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