Teambildung


Christian
 

<NRPG>
Hier erst einmal etwas zur Mission. Antworten auf die Soap-Bälle folgen separat.
</NRPG>

<RPG>

# Zeit: MD 10. 1510
# Ort: Besprechungsraum

"Wenn wir schon diese Pflicht erfüllen" meldete sich nun wieder der TAK zu Wort, dann sollten wir wenigstens versuchen, auch anderweitig Vorteil daraus zu schlagen. Einen der vielleicht dieser Mission dient" sprach er bedächtig. Köpfe drehten sich und diverse Blicke landeten auf ihm. Darunter auch der von Shay und Jennifer.
"Damit ich nicht missverstanden werde: Ich halte eine Untersuchung des Schiffes immer noch für keine gute Idee und für ein hohes Risiko. Aber in meiner Zeit in der Flotte habe ich gelernt, dass man manchmal Dinge tut, weil sie getan werden müssen." Er sagte dies ernst und ohne Zynismus. "Während ich die Situation mental durchgegangen bin ist mir aber noch etwas aufgefallen - das Schiff _sendet_ einen Notruf, korrekt?"

"Dem ist so" erhielt er die Bestätigung der EO.

"Das Schiff befindet sich nicht an dem Ort, an dem es verschwunden ist. Auch Sonden haben wir soweit als möglich ausgeschlossen. Das bedeutet, dass es auf dem Schiff noch Energie geben muss. Zumal ja auch zumindest Teile der Lebenserhaltung und der Deflektorschilde noch zu funktionieren scheinen..."

"Worauf wollen Sie hinaus?" frage Shay, stirnrunzelnd.

"Emily, wie lange halten die energieerzeugenden Systeme eines Schiffs wie der Baltimore ohne Wartung durch?" fragte der Klingone die CING des Schiffs.

Die Trill legte den Kopf schief, rutschte ein wenig auf dem Sessel zur Seite - und schob sich erst einmal ein Nachdenk-Bonbon in den Mund. Sie musste sich erst in Erinnerung rufen, was die Konstrukteure in eine Walker-Klasse eingebaut hatten.
"Also, wenn das Baby jemanden hatte, der es päppelte und gut pflegte... der Warpkern vielleicht 10 bis 15 Jahre. Wenn man ihn kontrolliert in einen Ruhemodus versetzt hat vielleicht auch das Doppelte. Vorausgesetzt es war genug Deuterium an Bord." Die Trill wirkte hochkonzentriert, drehte unbewusst leicht den linken Zeigefinger im Haar.
"Die Impulsspulen sind robuster, erzeugen aber auch weniger Energie. Je nach Baureihe halten die auch 50 oder 60 Jahre durch, wenn sie nur Standbetrieb haben." Sie blickte fast vorwurfsvoll in Richtung Shay und Sam. "Die verschleißen nämlich vor Allem, wenn man mit hohen Impulsgeschwindigkeiten hin und her fliegt."

"Danke" sagte der Klingone artig. "Das ist sogar etwas länger als ich überschlagen hatte - aber wie man es auch dreht und wendet: Ohne Wartung sollte nach 150 Jahren keine Energie mehr auf dem Schiff sein."

"Also folgen Sie der Theorie einer temporalen Anomalie?" fragte Daniel, als der TAK dies so ausführte.

"Nein. Ich denke, dann hätten wir höhere Mengen Chronoton-Partikel gemessen" verneinte der TAK.

"Aber... haben wir die gemessen?" fragte nun Sam, ein wenig verblüffter als sie es vermutlich sein sollte.

"Ich schon, Ma'am" entgegnete Ajur trocken. Doch ohne weitere Erklärung diesbezüglich fuhr er fort:
"Ich gehe eher davon aus, dass vor uns schon andere Schiffe die Baltimore entdeckt haben und technische Teams an Bord geschickt haben, um Reparaturen durchzuführen. Das aber wiederum würde bedeuten, dass man sehr wahrscheinlich den Bordcomputer und die Sensorik aktiviert hat..."

"Ähm, warum?" wollte die Skye wissen, der dieser Logiksprung doch etwas ins Blaue geraten schien.

"Ensign Larson, wenn Sie ein geborgenes Schiff wieder flott machen sollen... in welcher Reihenfolge geht man aus Sicht der OPS vor?"

Jennifer wusste, worauf der Klingone hinaus wollte - und wunderte sich, dass sie hier erneut auf einer Wellenlänge zu sein schienen. Verdammt, sie konnte den Kerl doch nicht leiden - das sollte also nicht zur Gewohnheit werden. 
"Falls keine immanenten Schäden wie ein Strahlungsleck oder Atmosphärenverlust festgestellt werden, fährt die Technik zuerst die Impulsspulen hoch und um Anschluss den Warp-Kern um eine Energieversorgung sowie Gravitation sicher zu stellen. Als nächstes folgt der Bordcomputer, damit dieser die Lebenserhaltung steuert und ein Statusbericht abgefragt werden kann. Im All werden dann die Deflektorschilde in einer Grundkalibrierung gestartet. Sollte eine immanente Gefahr für das Schiff bestehen, haben die Energieschilde die nächste Priorität - ansonsten die Sensoren. Einerseits ist man nicht gerne blind und taub, zum anderen braucht man diese für die Feinkalibrierung und der Steuerung der Navigationsdeflektoren..." Sie blickte Ajur an. "Ich denke, ich kann hier aufhören."

Der Klingone nickte. "Danke."
"Wenn der Bordcomputer aber aktiviert ist - wovon wir ausgehen können, wenn die Lebenserhaltung funktioniert - dann besteht die Chance, dass auch die Sensoren aktiv sind. Was wiederum bedeutet, dass die durch den Nebel treibenden USS Baltimore Aufzeichnungen aus der jüngeren Vergangenheit haben könnte, die für unsere Mission hilfreich sind."

"Oh..." antwortete Daniel, verblüfft.

Der CO wiederum seufzte. "Sie schränken meine Optionen, das Unterfangen doch abzulehnen, sehr ein, Leftenant" brummte der Schotte.

"Das bedauere ich, Sir" antwortete Ajur. "Ich hatte den Eindruck, die Entscheidung sei aus humanitären Gründen bereits gefallen?"

"Pff" machte Shay und ließ das Thema fallen. "Was schlagen Sie aus taktischer Sicht vor, um das Schiff zu untersuchen?"
Wenn dann sollte man wohl gleich Nägel mit Köpfen machen.

"Üblicherweise würde ich weder nur ein kleines Team schicken sondern Umgebung und Schiff erst sichern noch auf das Beamen verzichten. Da in der aktuellen Situation unsere Optionen allerdings limitiert sind und wir nicht riskieren dürfen, uns zu lange hier aufzuhalten, da die Baltimore im Gegensatz zu uns nicht getarnt ist und aufgespürt werden kann, ist eine Teamauswahl zu treffen, die groß und divers genug ist, im Notfall aber auch schnell evakuiert werden kann..." Ajur dachte nach.
"Es werden auf jeden Fall zwei technische Spezialisten benötigt, die sich mit Antriebssystemen, Lebenserhaltung und dem Bordcomputer auskennen. Dazu benötigen werden zwei Personen aus der Sicherheit benötigt - mehr wären besser, aber dann steigt die Teamgröße. Weiterhin werden Kenntnisse im Bereich der OPS benötigt. Lt. Claton möchte, soweit ich das verstanden habe, als CWI hinüber und zur Absicherung des Teams ist auch die Sicherstellung einer medizinischen Versorgung anzuraten. Die Bereitstellung eines Piloten wäre üblicherweise zu diesem Zeitpunkt sekundär, kann sich aber bei Entdeckung durch einen klingonischen Scout als lebenswichtig erweisen. Und natürlich besteht noch die Frage nach der Führung des Außenteams" führte der Klingone aus, blickte kurz auf ein PADD und schrieb etwas auf.

"Damit fallen mir auf die Schnelle zwei potentielle Konfigurationen für ein Außenteam ein." Ajur blickte zu Shay.
"In Option A führt Lt. Cmdr. DeCoster das Außenteam an. Da Sie meiner Kenntnis nach lange Jahre als Technische Spezialoffizierin gearbeitet haben, könnten Sie Lt. jg. Wells-Karx bei den Arbeiten unterstützen" Er im Ton neutral und trocken. "Mir ist natürlich bewusst, dass Sie schon eine Weile aus der Technik raus sind - da wir aber davon ausgehen, dass die wichtigsten Systeme funktionieren, dürfte dies trotzdem ausreichend sein und es reduziert die Teamgröße."
Sam atmete einmal hörbar aus und frage sich, ob der Klingone sie gerade beleidigt hatte, ließ ihn aber weiterreden.
"Mit Lt. LaGroille auf der Brücke wäre jemand an Bord, der sowohl die OPS-Tätigkeiten ausführen als auch die CON bemannen könnte. Für Wissenschaft und Medizin wären Lt. Claton und Lt. jg. Jetsun Pema Teil des Teams. Diese Zusammensetzung hätte den Vorteil, dass durch Aufgabendopplungen Ensign Johnson sogar zwei ihrer Leute mitnehmen könnte, um die Sicherung zu übernehmen. Mit 8 Personen hat das Team eine Größe, um im Krisenfall noch einen Notfalltransport einleiten zu können." erklärte er.

"Option B berücksichtigt die 57%ige Chance, dass Sie das Außenteam anführen wollen, anstatt LtCmdr. DeCoster" 
Auch hier war die Stimme des TAK neutral. Tatsächlich hielt er Shay für keinen unvernünftigen Captain sondern für jemanden, der sich um Schiff und Crew sorgte. Von daher wäre es durchaus nicht ungewöhnlich an Bord der Hephaistos zu bleiben. Allerdings hatte Shay selbst einen Hintergrund als CSO und TAK und würde sich vermutlich als wehrhafter einschätzen als seine EO. Zumal in einer Krise taktische Expertise auch auf der Baltimore notwendig werden könnten.
"In diesem Falle würde ich Lt. jg. Wells-Karx und Ensign Larson als Team mit technischer und OPS-Expertise einsetzen. Falls Ensign Johnson mit ihrer Pilotenausbildung in der Lage ist, eine Walker-Klasse zu steuern, bliebe - neben Lt. Claton und Lt. jg. Jetsun Pema - ebenfalls Platz für zwei weitere Sicherheitsleute. Ansonsten wäre vermutlich auch hier Lt. LaGroille gefragt, womit aber eine zusätzliche Redundanz im Bereich Operations geschafft werden würde."
Ohne Fabi wäre Team B wohl das wehrhaftere Team, mit dem Piloten wäre man andererseits wohl genauso wehrhaft wie Team A hätte aber taktische Kapazitäten an Bord sowie eine Redundanz im OPS-Bereich.

Damit lagen seine Vorschläge auf dem Tisch.

<NRPG>Na, wer will auf das Geisterschiff? *G* 
Hier nochmal die beiden Vorschläge in der Zusammenfassung:
Option A - Sam, Emily, Fabi, Daniel, Jetsun, Skye + 2 Redshirts
Option B.1 - Shay, Emily, Jennifer, Daniel, Jetsun, Skye + 2 Redshirts
Option B.2 - Shay, Emily, Jennifer, Daniel, Jetsun, Fabi, Skye + 1 Redshirt
</NRPG>

***

# Zeit: Ende der Besprechung -  MD 10. 1528
# Ort: Besprechungsraum  

"Dann machen wir es so. Sie können wegtreten." Shay atmete durch.
"Das heißt... Leftenant Ajur, hätten Sie noch einen Augenblick?"

"Natürlich, Sir." Der Klingone hatte sich schon erhoben, nahm nun aber wieder Platz, während alle anderen den Raum verließen und den Klingonen so mit dem Schotten alleine ließen.

"Glauben Sie wirklich, die Baltimore könnte taktisch relevante Informationen besitzen?" fragte Shay dann, als er sich sicher war, dass die Tür geschlossen war.

"Es ist möglich, wenngleich ich zugeben muss, dass die Wahrscheinlichkeit eher dagegen spricht."

"Falls sie da ist, müssen wir davon ausgehen, dass wir sie eventuell nicht bergen können sondern schnell vor Ort sichten und interpretieren müssen."

"Das sehe ich auch so, Sir."

"Mmh..." Shay stand auf, ging einmal um den Tisch herum.
"Es ist aber nicht noch etwas Anderes?"

"Sir?" Ajur wusste nicht genau, worauf sein CO hinaus wollte.

"Sie waren gut informiert, was die Baltimore angeht. Die Theorie mit dem Wartungsteam ist schlüssig, aber da wäre ich selbst nicht drauf gekommen. Wir beide wissen, dass sie Geheimdienstoperationen belegt haben und in einem taktischen Projekt mit Geheimdienstbeteiligung arbeiten... gibt es da noch etwas über die USS Baltimore dass ich wissen sollte?"

"Sie meinen, ob mir Geheimoperationen die USS Baltimore betreffend bekannt wären?"

"Ich meine vor Allem, ob Sie wissen, ob der Geheimdienst da seine Finger im Spiel hat und wir damit rechnen müssen, verschlüsselte Geheimdaten an Bord zu finden, hinter denen die Klingonen her sind?"

"Das wäre mir nicht bekannt, Sir" antwortete Ajur wahrheitsgemäß. Wobei er natürlich nicht aussprechen musste, dass er natürlich nicht alle Operationen des ASDA kannte.

<NRPG> So... das ist die Chance, Ajur doch auf die Außenmission mitzunehmen, wenn man taktische Kapazität oder einen Datenanalysten an Bord der Baltimore haben will *G* </NRPG>

***

# Zeit: MD 7. 0813
# Ort: Bereitschaftsraum des COs

"Herein" bat Shay, nachdem es an der Tür geklingelt hatte. 
Er war dann allerdings etwas überrascht, als er seinen taktischen Offizier in leicht zerknitterter Uniform aber mit drei PADDs bewaffnet hereinkommen sah. Diesen hatte er nun nicht unbedingt erwartet. Eher Samantha, die noch etwas mit ihm besprechen wollte oder vielleicht Elisa. Möglicherweise auch die OPS... aber der TAK?

"Guten Morgen, Leftenant. Nehmen Sie Platz. Wollen Sie etwas Trinken?"
Tatsächlich sah der Klingone ein wenig übernächtigt aus.Ungewöhnlich.

"Wenn es keine Umstände macht, einen Raktajino, Sir." bat der Klingone, während er der Aufforderung folgte. Er hätte sich auch selbst am Replikator bedienen können, aber wenn der CO dies unbedingt tun wollte... Er ahnte ja nicht, dass Shay diesen Gang nutzte, um seine Gedanken zu sortieren.

"Was führt Sie zu mir?" fragte der Schotte dann auch wenig später, nachdem er das Getränk abgestellt, sich hingesetzt und einen Schluck aus seiner eigenen Tasse genommen hatte.
"Ich hoffe, es gibt kein Problem in der Zusammenarbeit mit Cmdr. Careen?"

"Nein, Sir. Die Zusammenarbeit ist akzeptabel" erklärte der Klingone.
"Ich bin hier wegen der taktischen Berichte von der Front." Er reichte Shay eines der PADDs. "Ich habe diese routinemäßig analysiert, auch in Hinblick auf unsere Mission, und dann die Nacht darüber gebrütet. Irgendwie ergibt das keinen Sinn..."

"Was meinen Sie? Was ergibt keinen Sinn?"

"Wir wissen sicher, dass die 1., die 4. und die 6. Flotte der Klingonen durch den Kriegsgesang auf Khitomer dominiert werden. Bei den anderen Flotten ist der Status entweder unbekannt oder es gibt noch Streitigkeiten innerhalb dieser. Bis zu den Kämpfen um Carreya traten hauptsächlich die 4. und die 6. Flotte in Erscheinung."

"Das ist mir bekannt, Leftenant. Worauf wollen Sie hinaus?"

"Nun, aktuell soll sich die 4. Flotte hier im Nebel versammeln um dann in Richtung Briars Patch zu fliegen. Wir vermuten, sie haben es auf den Transwarp Conduit abgesehen. Aber anstatt die Überraschung zu nutzen und schnell zuzuschlagen, wartet man anscheinend auf Teile der 4. Flotte, denen die Föderation vor Neu-Romulus begegnet ist...."

"Sie meinen, das passt nicht zu dem üblichen militärischen Vorgehen der klingonischen Flotte?"

"Das auch. Aber was ich mich viel eher frage... wo steckt die 6. Flotte?"

</RPG>

<SUM>
# Zeit: MD 7. 0813
# Ort: Bereitschaftsraum des COs

Ajur sucht den CO auf, da ihm in den taktischen Berichten über die Klingonen etwas sehr seltsam vorkommt.

***

# Zeit: MD 10. 1510
# Ort: Besprechungsraum

Ajur fällt doch noch ein weiterer Grund ein, weswegen man die Baltimore untersuchen könnte: Sensor-Daten.
Immerhin scheint das Schiff in jüngerer Zeit ja repariert worden zu sein.
Nach Aufforderung seines COs macht er zwei Vorschläge für ein Außenteam.

***

  # Zeit: MD 7. 0813
# Ort: Bereitschaftsraum des COs

Shay bittet Ajur noch kurz zu bleiben und spricht mit ihm darüber, ob an Bord der Baltimore nicht doch noch eine Geheimdienstoperation stattfindet.
Ajur gibt an, keine Kenntnis darüber zu haben.  
  
</SUM>

übermittelt von 
Effi
aka

Lt. jg. Ajur Sohn des Nedek
TAK USS Hephaistos

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