Ein tragisches Ende


Friedemann Hruby
 

Hi,
ein Abschluss an den Plot von K-7 und den Mordfall, auch wenn in diesem Ende ein neuer Anfang liegt. Doch der setzt sich dann später fort. Ansonsten erste Gedanken zur Baltimore.
<RPG>
 
Ort: K-7, Arrestbereich
Zeit: SpD 20.2323
 
Talav saß auf seiner Liege und sehnte das nächste Gespräch mit seinem Anwalt herbei. Er hatte nicht damit gerechnet, dass es so kommen würde. Der Ferengi hatte ihm Stein und Bein geschworen, dass er aus dieser Sache ohne Nachteil herauskommen würde. Nur war der Ferengi schon lange verschwunden. Sozusagen über alle Berge. Stattdessen saß er nun in dieser Zelle und wartete auf seinen Prozess. Doch dieser würde ihm die Gelegenheit geben noch einmal gründlich alles aufzurollen. Er würde die ganze Wahrheit offenbaren. Er würde die Ferengi benennen, er würde den zweifelhaften Charakter dieser Larson vor allen öffentlich machen und er würde dafür sorgen, dass auch die Mitverschwörer der Sternenflotte ihr Fett abbekamen. Sein Anwalt hatte ihm erzählt, dass der Sicherheitsmann einen Deal gemacht hatte. Einen Deal, welchen ihn noch weiter und schlimmer belastete. Es wirkte nun wirklich so, als wäre Talav der kriminelle Kopf hinter allem gewesen. Anscheinend hatte es auch im Trill-Center Probleme gegeben. Offenbar hatte man ihm auch hier eine Teilschuld verpasst. Dabei hatte er nur seine Schulden zurückhaben wollen. Er wollte bei dem Ferengi im Dienst stehen. Dieser Ferengi war so durchtrieben und hinterhältig. Es war eine Ehre, für so einen Mann zu arbeiten. Diese Larson hatte alles zunichte gemacht. Seine Tochter hätte ein gutes Leben bei dem FErengi geführt. Nicht viele Töchter suchte sich der Daimon als Sklavin aus. Doch seine hatte er erwählt. Es war eine Ehre. Eine Ehre welche von dieser Menschenfrau durchkreuzt worden war. Dass seine Familie ihn nicht einmal besuchen kam zeigte, wie schwer der Einfluss dieser Frau gewirkt hatte. Anstatt zu begreifen was für Pläne Talav gehabt hatte, hatte seine Frau die gemeinsame Tochter von ihm entfernt. Sie befand sich nun schon auf dem Weg in die Heimat. Die Ehe würde sie annullieren.
 
Er hörte wie sich die Tür zum Arrestbereich öffnete. Wenig später stand eine Person vor ihm, die er noch nie gesehen hatte. Sie trug schwarze Klamotten. Hatte eine Maske aufgesetzt und einen Mantel mit Kapuze überzogen. Diese Frau, denn zweifelhaft handelte es sich dabei um eine, stand vor seiner Zelle und beobachtete ihn. Ihre Arme hatte sie lässig überkreuzt. An beiden Armen waren mehrere Wurfmesser befestigt. Auf ihrem Rücken trug sie einen Köcher und einen Bogen. Unter dem Köcher schien eine Art Schwertgriff hervorzuragen. Die Augen, welche er kaum erkennen konnte, fixierten ihn. Der Blick war eisig, ja fast schön tödlich.
 
„Was wollen Sie!“ erscholl es wütender und bestimmter, als er sich wirklich fühlte.
 
„Talav, Sie haben Ihre Familie Zugrunde gerichtet!“ Erscholl eine Stimme, welche ihm unbekannt vorkam. Doch innerlich bekam er große Angst und seine Augen wurden immer größer.
 
Dann erlosch das Abschirmfeld. So schnell er konnte war er auf den Beinen. Sein Instinkt sagte ihm, dass er fliehen musste. Nur weg von hier. Etwas anderes gab es nicht. Doch noch bevor er an der Gestalt mit der Kapuze vorbei war, wurde er zu Boden gerissen. Die Luft entrang sich keuchend seinem Brustkorb. Verzweifelt blickte er in das Gesicht. Doch er erkannte es nicht. Panik durchzuckte ihn. War es das jetzt? Holte ihn nun das Gericht ein, bevor er es überhaupt betreten hatte?
 
Die Gestalt zog ein Messer und hob es vor sein Gesicht. Seine Augen weiteten sich immer mehr. Er versuchte sich zu befreien, versuchte mit seinen Füßen nach seiner Angreiferin zu treten. Doch alles blieb erfolglos. Er war gefangen und der Frau schutzlos ausgeliefert. Langsam schloss Talav die Augen. Er wollte es nicht sehen. Er verabschiedete sich innerlich von seinem Leben. Von seinen Träumen. Nein, es war kein gutes Leben gewesen. Lange hatte er gebuckelt und sich den Rücken wund geschuftet. Als er den Laden hier auf K-7 bekommen hatte, war es für ihn ein Wunder gewesen. Ein Wunder verbunden mit der Hoffnung eine neue Zukunft beginnen zu sehen. Doch anstatt der Erfolge, die er sich erhofft hatte, hatte er schnell gemerkt, dass der interstellare Handel eine Mördergrube war. Die Ferengi saßen an allen Ecken und Punkten und hatten den Handel unter ihrer Kontrolle. Die Verträge mit der Sternenflotte waren zwar lukrativ, da diese dem Kapitalismus aus irgendeinem Grund abgeschworen hatte und sich nun an wirklich dumme Einkaufslisten hielt, doch die Bürokratie war ein Moloch und bis er sein Geld bekam, hatte er Schulden anhäufen müssen. Schulden die ihn anfällig für Knebelverträge machten.
 
Dann war Daimon Trok aufgetaucht. Alles war besser geworden. Er gehörte plötzlich ebenfalls zu einem Konsortium. Er hatte eine strahlende Zukunft vor sich und alle Probleme hatten sich gelöst. Doch leider hatte die Freude nicht lange angehalten. Denn dann war diese Larson gekommen und alles war den Bach runter gegangen.
 
„Was tun Sie da!“ erscholl es bestimmt und alarmiert.
 
Talav blickte zum Eingangsbereich. Dort standen zwei Sicherheitswachen der Station. Sie zogen ihre Phaser. Die dunkle Gestalt über ihm rollte sich ab. Ein Phaserschuss traf stattdessen Talav. Sogleich wurde der Tellarite bewusstlos. Die Gestalt grunzte, dann hatte sie den Bogen in der Hand und schoss einen Pfeil ab. Dieser explodierte vor den Wachen in einem Blitz und eine Rauchwolke breitete sich aus. Hustend standen die Wachen da und versuchten ihren Gegner auszumachen. Ein Schemen huschte an ihnen vorbei. Sie hoben die Phaser. Doch bevor sie abdrücken konnten, wurden ihnen diese aus der Hand geschlagen. Dann folgten schnelle Schläge und die beiden gingen ebenfalls bewusstlos zu Boden.
 
Der ganze Spuk endete schneller als er begonnen hatte. Als einer der Männer wieder zu Bewusstsein kam, blickte er sich nach Talav um. Dieser lag regungslos am Boden. Keuchend und hustend ging der Mann zu dem Tellariten und schleifte diesen wieder in die Zelle. Dann aktivierte er den Alarm.
 
Ort: USS Hephaistos, Quartier Larson
Zeit: MD 01.0003
 
Die Tür zu ihrem Quartier öffnete sich. Jenn saß auf ihrem Sofa und las in einem Comic. Sie hob überrascht den Kopf. Skye, Shay und mehrere Sicherheitsleute der Station betraten den Raum. „Ens. Larson, wo waren Sie vor einer Stunde!“ rief Tully erbost, der es sich nicht nehmen ließ, seine Hauptverdächtige zu stellen.
Jenns Augen zogen sich wütend zusammen. Sie blitzte Skye an. Hatte die CSO noch immer nicht gelernt, dass man an eine fremde Tür anklopfte? Dann blickte sie wütend zu Shay. Auch er sollte es eigentlich besser wissen. „Warum wollen Sie das wissen?“
 
„LtCMdr. Tully, wie ich Ihnen schon erklärt habe…“
 
Doch Shay durfte nicht ausreden. Offenbar ging das sogar schon länger so. Tully zog ein PADD hervor, drückte es Shay in die Hand, welcher es nach kurzem Lesen wortlos an Skye weiterreichte. Dieser studierte es länger und kam dann zu Jennifer. „Ens. Larson, hiermit ist LtCmdr Tully ermächtigt, ihr Quartier zu untersuchen!“
 
Jenn riss der CSO das PADD aus der Hand. Dann blickte sie zu Tully. „Tun Sie sich keinen Zwang an. Viel gibt es nicht zu entdecken!“ erklang es ärgerlich von Jennifer. Dann blitzte sie zu Skye und Shay. „Was soll das alles?“
 
„Auf Talav wurde ein Anschlag verübt.“ Erklärte Shay und man konnte die Wut in seiner Stimme hören.
 
„Ach?“ erwiderte Jenn nur kurz. Sie hatte es nicht nötig, mehr darüber zu sagen.
 
Wenige Minuten später waren die Sicherheitsleute von Tully wieder an Ort und Stelle. Sie schüttelten den Kopf. Man hatte nichts gefunden. Gar nichts. Tully blitzte zu Jenn. „Ich weiß dass Sie das waren. Das war das letzte Mal…“
 
Doch dieses Mal wurde er von Shay unterbrochen. „Computer, wo befand sich Ens. Larson innerhalb der letzten vier Stunden?“
 
[Ens. Larson war im Fitnessraum, im Büro der OPS, auf der Brücke, im Fitnessraum und die letzten zwei Stunden in ihrem Quartier!] erklang die Antwort des Computers.
 
„Besteht eine Möglichkeit, dass Sie Deiner Überwachung entkommen ist und sich an Bord von K-7 geschlichen hat?“ fragte Shay nun konkreter.
 
[Dies ist nicht möglich. Es gab keine Anomalien, die auf ein solches Verhalten hindeuten!]
 
Shay streckte die Hand zu Skye aus. Diese drückte ihm nun ebenfalls ein PADD in die Hand. Der CO drückte es Tully in die Hand. „Auf dieser Aufnahme können Sie sehen, dass sich Jennifer Larson an den genannten Stellen befunden hat. Ebenso können Sie sehen, dass auch Lt. Sato das Schiff nicht verlassen hat. Wären ihre Fragen damit geklärt?“
 
Tully grummelte, er kochte förmlich. Dann riss er dem Captain das PADD aus der Hand und blitzte zu Jennifer hinüber. „Ich will Sie nie wieder auf K-7 sehen. Nie wieder!“ schrie er förmlich.
 
So schnell der Raum gestürmt worden war, leerte er sich auch wieder. Nur Shay blieb zurück.
 
<NRPG: Sorry Mac, aber ich glaube hier folgt noch eine Ansprache von Shay, oder?>
 
Ort: K-7, Arrestbereich
Zeit: MD 2.0012
 
Endlich hatte die Hephaistos die Station verlassen. Tully blickte zu Talav. Der Tellarite war sichtlich verängstigt, seit den Vorfällen vor einigen Nächten. Doch in wenigen Stunden würde ein Transporter ihn abholen. Und dann hätte er das ganze endlich los. Zufrieden setzte sich Tully auf den Stuhl. Er würde nicht zulassen, dass in den letzten Stunden noch etwas passierte.
 
Kurz flackerte das Licht. Tully blickte erschrocken in die Zelle von Talav. Doch der Tellarit blickte nicht zu ihm. Seine großen Augen waren auf etwas hinter Tully gerichtet.
 
Schnell wirbelte dieser herum. Zwei Ferengi standen dort. „Ärgerlich!“ sagte der eine, bevor er Tully mit seiner Waffe erschoss. Der LtCmdr löste sich auf, als der Disruptor ihn traf.
 
Dann schritten die Ferengi zu Talav. Zuvor hatten sie sich versichert, dass es keine Aufnahmen ihrer Tat gab.
 
Das Kraftfeld erlosch und die Ferengi blickten zu Talav. „Grüße von Daimon Trok!“
 
Talav kam nicht mehr dazu zu schreien.
 
# Zeit: MD 10. 1510
 # Ort: Besprechungsraum
 
<quote>
 
 "Sir, wir müssen uns das Schiff ansehen. Wenn das wirklich die Baltimore ist dann haben wir die Chance ein Jahrhunderte altes Rätsel zu lösen." beharrte Daniel und wenn Shay die Stimmung im Raum richtig las dann war der Großteil der anderen ebenfalls dieser Meinung.
 
 Dennoch - es war nicht Teil ihrer Mission und er war noch nicht überzeugt davon das dies keine Falle der Klingonen war.
 
 "Wir werden nicht beamen. Zum beamen müßten wir die Tarnvorrichtung ausschalten und dazu bin ich aktuell nicht bereit. Ein Außenteam das dorthin geht muß das mit Raumanzug machen. Die Lebenserhaltung scheint laut den Sensoren zu funktionieren aber ich würde da gern auf Nummer sicher gehen und ich muß hier niemandem sagen was unsere eigentliche Mission ist.
 Wir werden hier nicht tagelang ein Schiff untersuchen während die klingonische Flotte direkt neben uns im Nebel lauert.
 Gibt es irgendwelche Vorschläge dazu?" fragte er in die Runde.
 
</quote>
 
„Skipper, Sie halten das nicht wirklich für eine Idee, oder?“ Jenn hatte entgeistert dem CWI zugehört. Warum mussten Wissenschaftler immer so besessen von Rätseln sein?
 
„Ens. Larson, ich habe doch gerade klar gemacht, dass wir nicht viel Aufwand betreiben werden, wir sind aber immer noch die Sternenflotte.“ Legte Shay sachlich fest. Es ärgerte ihn, das ausgerechnet Larson seine Bedenken teilte.
 
Ajur räusperte sich. Auch er war eher verwundert, dass er einer Meinung mit der OPS war. „Ich kann Ens. Larson nur beipflichten, dies ist keine gute Idee.“
 
Daniel blickte ratlos von TAK zur OPS und wieder zum CO. „Wir können ein Rätsel lösen, welches seit vielen Jahrzehnten eine Legende innerhalb der Sternenflotte ist. Wir haben geradezu die Pflicht…“
 
„Ihr Forschergeist in Ehren, Lt.“ Erwiderte Jenn und sie bemühte sich nicht darum freundlich zu klingen. Jeder im Raum spürte, dass Sie es für eine blöde Idee hielt, „doch wir sind im Krieg. Wir haben eine feindliche Flotte in diesem Nebel und nun sollen wir auf dieses Schiff gehen, welches seit Ewigkeiten verschollen war? Selbst wenn es keine Falle ist, so lenken wir uns mit Dingen ab, die gerade nicht wichtig sind. Ich sage, wir markieren den Punkt mit der Sichtung der Baltimore und kommen zurück, wenn dieser Krieg vorbei ist.“
 
„Ich muss Ens. Larson widersprechen,“ kam es nun von Sam. Sie blickte kopfschüttelnd zu ihrer Freundin. Musste sie so deutlich machen, dass ihr diese Idee missfiel. Man konnte das doch auch freundlicher ausdrücken. Und dabei waren es weniger die Worte, als der Tonfall der OPS. „Die Baltimore wurde immer wieder gesichtet. Doch kurz darauf verschwand sie. Es könnte sich um ein unbekanntes Phänomen handeln. Womöglich sogar temporal. Wenn es temporal ist, dann könnte die Hoffnung bestehen, dass wir der Crew der Baltimore noch helfen können.“
 
Jenn lachte laut auf. „Wir haben keine Lebenszeichen gemessen, schon vergessen?“ fragte sie spöttisch.
 
In diesem Moment schaltete sich Jetsun ein. „Nur weil wir nichts messen, muss es noch lange nicht heißen, dass wir dort niemanden mehr helfen können. Ich schließe mich LtCmdr. DeCoster an. Wir müssen auf das Schiff, es ist schon fast unsere Pflicht.“
 
Jenn sah den Feuereifer in den Augen der Wissenschaftler und ihr Magen zog sich zusammen. Erinnerung an die USS Sibirien kamen hoch. Damals war es auch so gewesen. Alle waren mit Feuereifer an diese Mission gegangen. „Es ist unsere Pflicht Leben zu schützen, vor allem die von uns und hingegen den Feind zu finden. Das ist unsere Pflicht!“ Doch irgendwie hatte Jenn das Gefühl, dass sie hier gegen Windmühlen kämpfte.
 
</RPG>
 
<SUM>
 
Ort: K-7, Arrestbereich
Zeit: SpD 20.2323
 
Talav bekommt Besuch von einer Unbekannten. Diese bedroht ihn. Doch was auch immer passiert wäre, passiert nicht, da Sicherheitswachen erscheinen. Die Unbekannte verschwindet mit Knalleffekt.
 
Ort: USS Hephaistos, Quartier Larson
Zeit: MD 01.0003
 
Eine Untersuchung von Jennifers Quartier erbringt nichts. Offenbar kann man sie nicht in Verbindung bringen mit dem Vorfall an Bord von K-7. Auch das Alibi von Inari scheint wasserdicht.
 
Ort: K-7, Arrestbereich
Zeit: MD 2.0012
 
Tully ist froh, wenn Talav die Station verlässt. Doch soweit kommt es nicht. Zwei Ferengi töten zuerst Tully, dann Talav.
 
# Zeit: MD 10. 1510
 # Ort: Besprechungsraum
 
Jenn und Ajur halten es für eine blöde Idee an Bord der Baltimore zu gehen. Jenn hält sich dabei nicht gerade zurück, was sich weniger in ihren Worten als mehr ihrem Tonfall äußert.
 
</SUM>
 
Submitted by
Friddi
Aka
Ens. Jennifer Larson
USS Hephaistos
 
 

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