unterschiedliche Sichtweisen


Jetsun Pema
 
Edited

Hi!
 
Die Geschichte um die zwei Grim Guardians, Kee Seo Yeon und Aleida Rosario geht weiter
 
 
<RPG>

#Ort: USB Midgard - Krankenstation
#Zeit: MD 3.1530

Aleida fühlte sich richtig gut. Gesund. Keine unterschwelligen Kopfschmerzen, kein Ziehen im Magen oder irgendwelche Verspannungen. Auch ihr unterer rechter Backenzahn drückte nicht mehr. Dafür hatte sie irgendetwas kleines im Mund, eine Art Kunststoffkrümel. Sie spielte mit ihrer Zunge herum, biss einmal vorsichtig auf den Krümel, doch er war zu hart. Also nahm sie ihn vorsichtig mit dem Finger heraus, um ihn sich anzuschauen. Doch als sie die Augen öffnete, war es stockfinster. Sie konnte absolut nichts erkennen. Sie schnippte den Krümel weg, in die Dunkelheit und hörte ihn leise auf den Boden klackern.

"Comandante?" fragte sie leise in die Dunkelheit. Offenbar nicht leise genug. Sie bekam zwar keine Antwort, jedoch ging das Licht an und enthüllte eine ihr völlig unbekannte Umgebung.

Aleida ruckte hoch und sah sich erschreckt um. Wo war sie? Was war das hier für ein Ort? Es musste eine Art medizinisches Labor sein. Tische, Konsolen, Instrumente. Alles recht nüchtern. Sie selbst lag auf einem solcher Tische mit nur einer Kunststoffplatte. Und sie war komplett nackt, nur mit einer Art Tischdecke bedeckt. Ihre gesamte Ausrüctung... auch ihr APADD... alles war weg! Aleida bekam Angst.

Da flog ein Türschott auf und zwei bewaffnete Männer drangen ein. In Sternenflottenuniform. Und richteten ihre Phaser auf sie. Die zwei sahen regelrecht böse aus und Aleida riss beide Arme hoch, fiel dabei aber von dem Tisch herunter und schlug auf den harten Boden auf. Die zwei 'Seguridad' schien das nicht zu beeindrucken, sie positionierten sich im rechten Winkel voneinander und einer rief streng: "Hinlegen. Auf den Bauch. Beine überschlagen. Arme auf den Rücken. Na los!"

Aleida schrie vor Schreck auf, als einer der Beiden ihre Arme packte und sie mit irgendeiner Art von Handschellen fesselte. Dann zog er sie an den Oberarmen in eine sitzende Position.

Im selben Augenblick ging das Türschott erneut auf und ein ein Mann in Blau mit einem weißen Kittel kam herein geeilt. Er sah sie an und blieb wie vom Donner gerührt stehen und wurde blass.
"Haben sie sie gescannt?" fragte der Mediziner.

"Noch nicht, Doktor." erwiderte einer der 'Seguridad'-Typen.

"Dann machen Sie das. Jetzt. Und achten Sie auf irgendwelche Implantate!"

"Implantate?" keuchte Aleida, doch niemand beachtete sie.
Einer der Sicherheitsleute zückte einen Scanner und hielt ihn in ihre Richtung. Dann schüttelte er den Kopf. "Nichts, Doktor. Gar nichts. Nichtmal einen künstlichen Zahn oder sowas."

Der Doktor sah ihn an. "Gar nichts?"

"Nein, Doktor. Wenn ich's doch sage. Nach was suchen wir denn hier?"

"Ich will wissen, ob sie eine verkappte Borg ist. Können Sie Naniten erkennen?"

"Ich bin keine Borg!" jammerte Aleida, wurde aber wieder ignoriert.
Stattdessen wiederholte der Sicherheitsmensch seinen Scan.
"Nichts. Sie ist sauber."

"Okay..." meinte der Mediziner gedehnt und sah Aleida skeptisch an. Dann seufzte er tief und schüttelte den Kopf. "So ein Pfusch!" murmelte er.
"Na gut. Bringt sie rüber in den Untersuchungsraum."

Aleida wurde wieder grob an den Oberarmen gepackt und diesmal in eine stehende Position gebracht.
"Vorwärts" schubste sie dann einer der Sicherheitsleute, dem Mediziner nach, der durch eine Seitentür verschwunden war. Furchtsam folgte sie dem Kommando.

Nebenan sah es schon deutlich freundlicher aus. Der Arzt stand neben einer Diagnoseliege, die er gerade hochfuhr. Nachdem das Gerät funktionsbereit war wandte er sich an Aleida:
"Legen Sie sich darauf! Und halten Sie still!"

Aleide zuckte mit ihren Armen. "So kann ich das nicht."

"Ach ja." An die Sicherheitsleute gewandt meinte er: "Nehmt ihr die Handfesseln wieder ab."

"Sind Sie sicher, Doc?"

"Sie ist keine Borg. Und keine Q. Also sollten sie sie doch sicher in Schach halten. Feuern sie notfalls auf uns beide. Aber bitte auf Stun, ja?"

"Na gut, Doc." Beide Sicherheitsleute schalteten an ihren Phasern und Aleida wurde nachträglich noch übel, als sie erkannte, dass beide Waffen zuvor auf Töten geschaltet waren.
Nachdem ihr die Handfesseln abgenommen waren, legte sie sich rasch auf die Untersuchungsliege. "Doktor? Warum haben Sie solche Angst vor mir?"

"Warum?" Der Mediziner sah sie böse an. "Weil Sie ein Verbrecher sind. Ein Mörder, ein Terrorist, ein Saboteur. Ein Feind der ganzen Zivilisation. Deshalb. Und weil sie eigentlich tot sein müssten. Gestern waren Sie es jedenfalls noch!"

"Was? Aber nein. Ich bin nicht tot. Ganz bestimmt nicht."

Der Arzt schnaubte. "Das glaube ich auch nicht. Wahrscheinlich haben diese Sicherheitsleute sich einfach nur verguckt. Was auch immer. Halten Sie jetzt still."

"Ja, Doktor!" Aleida legte sich zurück. Der Scannerarm der Untersuchungsliege klappte aus und fuhr zweimal über ihren Körper hin und her, ehe er wieder zurückklappte.
Der Arzt sah sich das Untersuchungsergebnis auf dem Display an. Dann zuckte er mit den Schultern.
"Okay. Sie sind gesund. Kerngesund. Wie ein Fisch im Wasser. Sie haben nichts. Gar nichts. Kein Zahnersatz... naja, dazu sind sie auch noch zu jung. Keine Mangelerscheinungen. Keine Operationsnarben. Ihren Blinddarm haben Sie noch und auch ihre Mandeln. Und Sie sind noch Jungfrau. Herzlichen Glückwunsch."
Er schüttelte den Kopf. "Wie jemand wie Sie aber zu einem Terroristen werden konnte, ist mir unbegreiflich."

"Ich bin kein Terrorist, Doktor. Ehrlich nicht." erwiderte Aleida, als sie sich wieder aufrichtete. Sofort waren wieder zwei Phaser auf sie gerichtet.

"Tja..." machte der Arzt. "Das können Sie ja mit dem CSO besprechen. Der... oder die... würde Sie nämlich sehr gern befragen."
Er sah sie an, dann schüttelte er erneut den Kopf. Und griff in eine Schublade und zog einen Overall hervor. "Das sollte Sie dann besser anziehen."

Aleida sah den Overall an wie ein ekliges Insekt.
"Das ist eine Sternenflotten-Uniform. Das ziehe ich nicht an. Nie im Leben! Eher bleibe ich nackt."

Der Arzt sah den Overall an. Es war eine ganz normale Jumpsuit für ziviles Personal. Dann grinste er zynisch. "Ganz wie Sie wollen!"


#Ort: USB Midgard - Wartungstunnel über dem zentralen Deck in der Nähe der Hangars
#Zeit: MD 3.1600

Seo Yeon hatte den ganzen Nachmittag und die ganze Nacht mehr oder weniger in Sorge verbracht. Sie hatte dabei versucht, die Daten auf ihrem APADD zu verstehen, hatte aber bis auf ein paar Begriffe nichts verstanden. Naja, die Daten lagen ja auch als hochkomprimierte Datenbankauszüge vor und waren daher ohne entsprechende Software nicht in Klarschrift zu lesen. Dann hatte sie die Daten über die Station gesichtet. Das hatte sie vor ihrem Einsatz schon getan, machte er aber vorsichtshalber noch einmal. Kurz hatte sie mit dem Gedanken gespielt, sich mit ihrem APADD an einem Wartungsknoten in das Stationsnetz einklinken, hatte sich dann aber doch nicht getraut. Sie wollte jetzt nicht auch nur mehr das geringste unnötige Risiko eingehen. Stattdessen hatte sich sich in den Wartungstunneln weiter bewegt und war dann zu einer Wartungsluke gekommen, die über den Toiletten nahe des Hangars endete. Dann hatte sie weiter abgewartet, gegessen, getrunken und geschlafen.
Jetzt drückte ihre Blase und ihr Darm und sie lächelte bei dem Gedanken, dass sie ja grad über den Toiletten steckte. So konnte sie ganz schnell dorthin, denn das war jetzt auch nötig.
Eine Minute später saß sie erleichtert in ihrer kleinen Kabine und überlegte zum gefühlt hundertsten Male ihr weiteres Vorgehen.

#Ort: USB Midgard - Fußgängerzone in der Nähe der Hangars
#Zeit: MD 3.1630

Seo Yeon saß in einer Art Cafeteria und nippte an ihrem Kaffee. Der war einfach nur ein Kaffee. Nichts dazu, nicht einmal Süßstoff. Aber das brauchte sie auch nicht.
Sie sah sich um. Es hatte sich hier im Grunde nichts geändert, seit hier noch die Guardians geherrscht hatten. Der Kaffee war schlecht aber billig und damals, wie heute, hatten Leute meist kein Geld mehr, um sich etwas Teures zu gönnen. Sie legte eine Münze auf den Tisch und wie der Blitz war die Bedienung da, um sie zu sichern. Nicht, dass sich eines der zahllosen Straßenkinder das Geld schnappte. Seo Yeon hätte es ihm gegönnt. Sie selbst hatte auch so angefangen. Damals... andernorts...

Als nächstes steuerte sie die Bank an. Dort gab es wirklich gut gesicherte Schließfächer. So eines mietete sie an. Das waren andere als in der Nähe des Hangars. Hier lagerten echte Werte im zentralen Tresor. So ein Fach nahm sie, legte die Datenplatte hinein und verschloss es wieder mit ihrem Retinascan. Ohne ihr Auge würde das niemand mehr öffnen können.

Dann betrat sie einen Technik-Markt und kaufte eine gebrauchte, aber gute Datenplatte. In einem kleinen Restaurant aß sie zu Abend, während sie die Daten aus ihrem APADD auf die neue Platte kopierte. Diese verschlüsselte sie noch zusätzlich mit einem Kennwort - einfach, aber wirkungsvoll - und steckte sie wieder ein.


#Ort: USB Midgard - Sicherheitszentrale
#Zeit: MD 3.1600

Ensign Katie Duncan legte das PADD auf ihren Arbeitstisch und fluchte leise vor sich hin.
Das gestern war wieder typisch. Ein Heldenstück. Jedoch nichts, was man irgendjemandem zum Vorwurf machen konnte. Eine Lagerhalle. Unten, im sogenannten Strunk der Station, in der Nähe der Hangars. Da, wo Handelsware gelagert wurde. Und wo inzwischen auch einige der Bewohner der Station wohnten. Da hatte schon dieser Klingone seinen Selbstmord-Angriff der Guardians geführt. Und jetzt hatte man da in einer vermeintlich leeren Lagerhalle ein geheimes Labor entdeckt. Für das sich drei Leute Zugriff verschafft hatten. Und als man sie entdeckt hatte, kam es zu einem Feuergefecht. Mit einer toten Sicherheitsfrau. Dass dabei auch mindestens ein Guardian umgekommen war, scherte Katie nur peripher. Das hatten diese Leute sich selber so ausgesucht. Aber um die junge Frau tat es ihr sehr leid. Die hatte das nicht verdient. Und so war sie auch entsprechend gestimmt auf ein Gespräch mit einer dieser Angreifer.

Dennoch war sie ein wenig erstaunt, als ihr eine junge, recht attraktive Frau vorgeführt wurde, die nur in einen weißen Arztkittel gekleidet zu sein schien. Mit Handfesseln auf dem Rücken. Und zwei schwer bewaffnete Sicherheitsleute, die sie mit ihren Waffen in Schach hielten. Katie sah sie kurz an, dann deutete sie auf den Stuhl vor ihrem Arbeitstisch. "Setzen Sie sich!"

Nachdem die Südländerin sich entsprechend gesetzt hatte, bei Hände nach wie vor hinter der Stuhllehne gefesselt, schickte sie die zwei Sicherheitsleute vor die Tür. Dann setzte sie sich selber hin und fixierte die Frau.
"Ich bin Ensign Katie Joelle Duncan, Chefin der Sternenflottensicherheit hier auf der Sternenbasis 61. Verraten Sie mir Ihren Namen, Miss?"

"Ich bin Comandante Aleida Che Rosario." Aleida beschloss, allein schon aus Respekt vor ihren Kameraden, den ihr zugedachten Spitznamen zu behalten. Außerdem erinnerte sie das an eines ihrer großen Vorbilder der Geschichte.

"Sie gehören zu den Grim Guardians?"

"Ja, Ensign."

"Ihnen ist klar, dass wir Sie als Verbrecher und Terroristen für die durch Sie verübten Straftaten verurteilen können und sicher auch werden."

Aleida hob ihr Kinn.
"Ja, Ensign. Mir ist klar, dass die Sternenflotte immer schon so gehandelt hat. Leute, die ihnen nicht passen und ihre sogenannten Ideale nicht teilen, werden immer als Verbrecher und Terroristen bezeichnet. Und entsprechend behandelt."

Katies Augen wurden schmal. "Im Gegensatz zu Ihnen, handeln wir immer... immer nach Recht und Gesetz."

"Natürlich. Ihr eigenes Gesetz. Sie machen sich das Gesetz so, wie sie es haben wollen, und handeln natürlich auch danach. Und andere Völker oder Gruppierungen, die andere Gesetze haben, werden dann von Ihnen als Barbaren niedergemacht. Oder als Terroristen und Verbrecher angesehen!"

"Nun, dummerweise befanden Sie sich hier auf unserem Gebiet. Diese Station ist Sternenflotteneigentum und so gelten hier natürlich auch die Gesetze der Föderation und die Richtlinien der Sternenflotte. Pech, nicht wahr?"

Aleida lachte leise. "Nein, Ensign. Da irren Sie sich. Diese Station ist keinesfalls das Eigentum der Sternenflotte. Sie haben diese Station nur in Besitz genommen. Erobert haben Sie sie. Mit Feuer und Schwert. Mit brutaler Gewalt. Mit Blut und Tränen! Aber ihr Eigentum ist es deshalb noch lange nicht. Das haben Sie verwirkt, als sie die Station und all ihre Bewohner hier verlassen und im Stich gelassen hatten!"

Katie starrte diese Frau entgeistert an. Dann schüttelte sie den Kopf.
"Egal. Waren Sie an dem Angriff auf die Station gestern beteiligt, oder befanden Sie sich zu diesem Zeitpunkt schon auf der Station?"

"Ich gehörte zum Angriffstrupp."

"Waren Sie an diesem..." fast hätte sie Gemetzel gesagt... "Gefecht beteiligt?"

"Sie meinen den Kampf des Klingonen K'orass? Nein. Zu diesem Zeitpunkt hatten mein Trupp und ich uns bereits abgesetzt. Wir hatten ein anderes Ziel. Das wissen Sie."

"Dieses Labor. Ja, darauf komme ich gleich zu sprechen. Sie haben sich also an dem Kampf selber nicht beteiligt. Gut.
Wie viele Leute umfasst ihr Trupp?"

"Drei Personen. Ross, Becker und ich."

"Das ist gelogen. Wir wissen, dass es vier Personen waren. Einer davon ist tot. Die anderen wurden gefangen. Können Sie mir den Namen der vierten Person nennen?"

Aleida schwieg betroffen. Einer war tot? Und Seo Yeon war auch erwischt worden? Nein, über ihre Comandante würde sie kein Wort verraten. "Nein!" erwiderte sie verkniffen.

"Schade. Na gut. Was war ihr Ziel bei diesem Einbruch?"

"Das war kein Einbruch. Wir hatten die Codes. Vergessen Sie nicht, dass diese Station nach wie vor unser Eigentum ist!"

Katie atmete genervt aus. "Was war ihr Ziel?"

"Finden Sie es heraus. Aber seien Sie sicher, dass wir das Ziel erreicht haben."

"Diese Einrichtung ist romulanischen Ursprungs. Arbeiten Sie mit Romulanern zusammen?"

"Das weiß ich nicht." erwiderte Aleida.

"Wie war ihr Plan, mit ihrem erreichten Ziel wieder von hier zu verschwinden? Gibt es eine Kontaktperson? Sollten Sie abgeholt werden?"

Das hatte sich Aleida auch schon gefragt. Irgendwie waren die Guardians wohl davon ausgegangen, die Station auch gleichzeitig wieder in ihren Besitz zu bekommen. Anders konnte die Argentinierin sich diesen Vorstoß nicht erklären.
"Das werde ich Ihnen nicht verraten!"

"Überlegen Sie es sich noch einmal. Bedenken Sie, dass auch wenn es Ihnen nicht gefällt, hier die föderierten Gesetze gelten. Und nach diesen Gesetzen sind Sie eine Verbrecherin und eine Terroristin. Sie können Ihre Situation aber verbessern, wenn Sie mit uns zusammenarbeiten. Also! Wollen Sie uns etwas dazu erzählen?"

"Würden Sie mit den Klingonen zusammenarbeiten, wenn Sie in deren Händen wären? So wie Sie auf mich wirken, würden Sie lieber aufrecht stehend und mit einem Lächeln auf dem Gesicht sterben, nicht wahr? Ich auch. Für mich ins die Sternenflotte der Feind. Eine diktatorische Organisation, die keinerlei Rücksicht auf die zivile Bevölkerung nimmt, um ihre verbrecherischen Pläne umzusetzen."

Katie starrte Aleida an, dann seufzte sie tief. Dieses Mädchen war ja vielleicht tapfer, aber sie war offenbar auch strohdumm. Oder vielmehr völlig verblendet. Kurz überlegte sie, sich auf eine weitere Diskussion mit ihr einzulassen, verzichtete dann aber darauf. Es wäre wie ein Kampf gegen Windmühlen. Nur eines musste sie noch loswerden:
"Miss Rosario, die Sternenflotte ist unser einziges Bollwerk gegen den Ansturm der Klingonen. Würden Sie deren Herrschaft hier bevorzugen?"

Aleida kniff die Lippen aufeinander. Dann schüttelte sie den Kopf. "Nein. Was ich mir wünschen würde wäre, dass die Sternenflotte nicht mit Waffengewalt hier eingedrungen wäre, sondern gefragt hätte. Wir hätten zusammenarbeiten können, anstatt uns gegenseitig zu bekämpfen. Dann hätten wir alle etwas davon gehabt. Wären die Klingonen gekommen, hätten wir die genauso bekämpft. So aber waren Sie es, die den Frieden gebrochen haben."

Katie zuckte mit den Schultern. "Sie sprechen, als ob sie über eine Nation reden und nicht über eine einfache Verbrecherbande."

"So sehen wir es. Und wir sind nicht das einzige Beispiel. Sylene, wenn ich mich nicht täusche, ist doch ähnlich strukturiert."

Sylene! Katie seufzte tief. Ihr nächster Termin. Und einer, auf den sie sich ebenfalls nicht freute.
"Belassen wir es dabei, Miss Rosario."
Sie sah auf deren Kittel. "Brauchen Sie noch etwas? Sie scheinen nicht gerade adäquat gekleidet zu sein."

"Man wollte mich in eine Sternenflottenuniform stecken. Ich habe erwidert, dass ich lieber nackt bleiben würde. Also gab mir der Doktor seinen Kittel."

Katie runzelte die Stirn. Sie war nackt gewesen? Hoffentlich waren ihre Leute nicht über die Strenge geschlagen. Das würde sie überprüfen.
"Noch etwas? Also außer vernünftiger Kleidung?"

"Ich würde es bevorzugen, mit meinem Rang angesprochen zu werden. Comandante!"

Katie schürzte die Lippen. Dann grinste sie. Das war natürlich ein Trick und würde dieser Frau den Status eines Kriegsgegners anstelle des einer Terroristin gewähren. Aber irgendwie hatte sie grad Lust. Dann könnte Sky sich mit ihr über politische Themen auseinandersetzen. Und genau das gönnte sie ihrer Vorgesetzen gerade sehr.
"Warum nicht? Comandante Rosario."

"Comandante Che Rosario. Aber danke. Ich weiß das zu würdigen."
Katie erhob sich. Aleida tat es ihr gleich.
"Was geschieht jetzt mit mir?"

"Sie kommen in Haft. Wahrscheinlich wird es noch zu weiteren Verhören kommen. Und irgendwann werden Sie wohl ausgeflogen und vor Gericht gestellt werden."

"Gut!" erwiderte Aleida. Bei einem öffentlichen Gerichtsverfahren konnte sie dann noch viel deutlicher ihren Standpunkt klarstellen. Das würde ein Auftritt werden.


#Ort: USB Midgard - Hangarberiech
#Zeit: MD 3.1830

Seo Yeon war frustriert. Offenbar war der Handel und damit auch die Ein- und Ausflüge hier von der Station erheblich Beschränkungen unterlegt. Es gab kaum einen Frachter, der irgendwohin flog. Inzwischen war ihr das Ziel auch schon einerlei. Sie hatte fast zwei Stunden damit verbracht, über die Infoterminals nach Frachtflügen zu schauen und nichts Vernünftiges gefunden. Offenbar suchten alle Händler erst einmal nach Ware, die sie hier mitnehmen konnten, ehe sie wieder aufbrechen wollten. Also beschloss die Koreanerin, das Risiko auf sich zu nehmen und selber auf dem Hangardeck aufzutauchen und sich dort umzusehen.

Das wiederum schien goldrichtig zu sein. Und erklärte auch die Situation auf den Infoterminals. Eine ganze Reihe der Schiffe, die sie auf dem Terminal gefunden hatte, waren entweder doch nicht mehr da und hatten vergessen, ihre Anzeigen zu stornieren - oder es war ihnen egal gewesen. Und einige hatten inseriert, ehe sie überhaupt hier auf der Station eingetroffen waren.
Aber ein Schiff da, das sah verdammt interessant aus. Ein schnelles, kleines Schiff. Seo Yeon kannte den Typ nicht, aber es sah nicht aus wie eines aus der Föderation. Sie umrundete den kleinen... Frachter?.. einmal und schaute ihn sich an. Dann schaute sie auf ihr APADD und versuchte etwas über das Schiff herauszufinden, als sie plötzlich angesprochen wurde.

"Miss?"

Sie drehte sich um und stand einer rothaarigen gegenüber, die - wie sollte sie das definieren? - einen sehr einzigartigen Kleidungsstil hatte.

"Ja?" brachte sie schließlich heraus.

"Kann ich ihnen helfen?"

"Ist das ihr Schiff?" Seo deutete auf CAT, oder die Star of Orion, wie sie hier noch hieß.

Die Rothaarige nickte. "Die Star of Orion. Mein Schiff, ja."

Seo Yeon brachte ein fast schon erleichtertes Lächeln hervor.
"Ich... mmm... nehmen Sie auch Passagiere mit? Also einen Passagier? Ich hätte eine Kurierfracht abzuliefern, die ich persönlich überbringen müsste."

"Ich bin Red." stellte die Frau sich vor. "Theoretisch sind wir zu chartern."
Sie musterte Seo Yeon. "Wenn der Preis paßt und ich die Fracht akzeptiere."

Jetzt war das Lächeln schon satter.
"Danke. Ich bin Kee Seo Yeon." stellte sich die Koreanerin nun selber vor. Es gab keinen Grund, einen falschen Namen zu nennen. Dass ihrer schon bekannt sein sollte, war unwahrscheinlich. Außerdem hatte sie keine Papier für eine andere Identität. Das alles war so nie vorgesehen gewesen.
"Der Preis sollte hoffentlich nicht problematisch sein. Also, wenn er sich in einem normalen Rahmen hält. Und die Fracht... das ist nur ein kleines Paket. Informationen, die nicht gesendet werden sollten."
Sie machte eine entschuldigende Handbewegung. "Ich habe zu lange gezögert. Nur drei Tage früher wäre alles einfach gewesen. Aber jetzt. Nach all dem Trubel hier. Naja. Für Sie ein Vorteil. Da ist der Preis eben etwas höher. Ich hoffe nur nicht zu hoch."

"Das," lächelte Red verschmitzt, "ist eine Frage der Definition. Die Star ist kein Wald und Wiesen Frachter. Wir sind klein, schnell und gut bewaffnet. Und wir bringen unsere Fracht ans Ziel. Immer."

Seo wurde etwas hellhörig. "Wir?"

"Meine Partnerin und ich. Sie ist an Bord." Red deutete auf ein unauffälliges Schmuckstück. "Sie hört aber mit."

Die Koreanerin nickte. Das klang gut. Alles. Es wies ein wenig in die Richtung von Schiffen, die sie selbst bevorzugte. Keine simplen Stückgut-Frachter, die gemütlich die Standard-Routen abgrasten.
"Gut!" sagte sie dann. "Das scheint mir vernünftig. Die Firma, für die ich arbeite, wird das sicher zu schätzen wissen. Ich bin, wie ich sagte, leider schon überfällig. Daher gehe ich davon aus, dass mein Chef sich nicht lumpen lässt. Ich habe ein Spesenkonto. Wenn Sie mir Ihren Preis nennen, kann ich zumindest eine Anzahlung leisten. Je nachdem."

Red schürze die Lippen. "Dazu müßte ich einerseits wissen, wo es hin geht und andererseits die Fracht sehen."

"Warum wollen sie sie sehen?"

"Weil es gewisse Dinge gibt, die ich nicht an Bord des Schiffes lasse. Und auch wenn sie wie jemand aussehen, der dringend von der Station will, so lasse ich sie nicht an Bord, ohne zu wissen, das das was sie transportieren wollen nicht etwas ist, von dem ich die Finger lasse. Sie verstehen sicher, das mir ihr Wort da nicht reicht."

Sie lächelte entwaffnend.

"Außerdem wäre da noch das Thema Unterbringung. Wir sind ein Frachter. Lebendtransporte machen wir selten und sind auch nicht auf Passagiere eingerichtet. Sie müßen also wohl oder übel im Frachtraum wohnen."

Seo Yeon nickte. "Gut. Ich bin einverstanden."
Sie breitete ihre Arme aus. "Die Fracht ist, was Sie hier sehen. Ich sagte ja schon, dass es um Informationen geht." Sie klopfte auf ihre Gürteltasche. "Das ist eine versiegelte Datenplatte. Um die geht es. Sie ist hoch verschlüsselt und mit einem Sicherheitssystem versehen. Nicht einmal ich selbst kann sie lesen. Das ist die Fracht. Und ich bin der Überbringer."

Wieder ein Lächeln. "Das Ziel ist Hadleys Hope. Und was die Unterbringung angeht, so ist mir das nicht wichtig. Wenn ich nur ihre Dusche und ihre Waschmaschine benutzen darf. Ich... nun, die Hotels hier sind wirklich nicht so toll. Oder besser, ich hatte keines bekommen."
Seo Yeon versuchte nun ein wirklich liebes Lächeln. "Nun?"

Red schien zu überlegen. In Wirklichkeit hatte Mara nichts gegen schnelles Geld, aber der Gedanke, eine Fremde auf ihrem Wohndeck zu haben.... Sobald sie das sah, würde sie Fragen stellen. Andererseits... Red grinste. Wenn der angebliche Lebensstil von Maggie und Red schon so extravagant war, dann könnte sie den Preis rechtfertigen. Ihre Augen wanderten zum Cockpit von CAT, oder der Star of Orion.
Maggie saß dort und beobachtete sie. Als sie sah, dass Red zu ihr schaute, machte sie ein paar Handzeichen, was Red mit einem Lacher quittierte.
Dann drehte sie sich zu Seo Yeon und nannte einen absurden Preis.

Jetzt wurde klar, dass Seo Yeon keine gute Spionin oder so war. Sie machte ein etwas entsetztes Gesicht. "Äh... ich wollte das Schiff nicht kaufen..." stammelte sie.

"Keine Sorge. Um den Preis kriegen sie nichteinmal einen der Ramjets. Also?"

Seo Yeon senkte den Kopf und versuchte, etwas betroffen zu wirken. Dann sah sie wieder auf. "Was muss... was kann ich tun, damit Sie mir etwas entgegenkommen?" fragte sie.
"Wenn ich mit DEM Preis bei meinem Boss aufschlage, vierteilt der mich."

Red hatte sichtlich Spaß daran, wie ihre potentielle Kundin sich wand. Aber Yvonne und sie mußten früher oder Später die Station verlassen, und bisher hatten sie bei ihren Fischzügen nach einem Auftrag nur Nieten gezogen. Also zuckte sie mit den Schultern und meinte.
"Kommen sie mit."

"Bitte? Ich meine, das bedeutet..?"
Seo Yeon hatte nicht gelogen. Ihr Vorgesetzter hatte ihr ein Spesenkonto eingerichtet. Und da war schon eine beträchtliche Summe drauf. Aber DIESEN Preis konnte sie nicht bezahlen. Das bedeutete, sie müsste entweder ihrem Vorgesetzten noch mehr Geld aus der Tasche leiern. Und das nach dieser Niederlage... Das würde kaum gehen. Oder sie müsste diese beiden Frauen beseitigen. Und das wollte sie nicht. Das wäre der ganz falsche Weg.

Als die beiden Frauen sich der Star of Orion näherten, legte Red eine Hand auf ein verdecktes Scannerfeld und CATs Rampe begann sich langsam zu senken.

"Wir besprechen das an Bord." Erklärte Red. Preisnachläße muß meine Partnerin mitentscheiden.

"In Ordnung. Einverstanden." nickte Seo Yeon und folgte der Rothaarigen die Rampe hinauf. Für Seo, die - Grim Guardians hin oder her - nur föderative Designs kannte, war der erste Eindruck irritierend. Die Rampe schien einen großen Teil des Frachtraumbodens zu bilden.

Oben angekommen, überlegte Red für ein paar Sekunden, ob sie die Fremde wirklich mit nach oben nehmen wollte, entschied sich aber dann dafür.

Also deutete sie ihr zu folgen, öffnete mit einem weiteren Handabdruckscan den Zugang zum Zentralschacht und deutete Seo an, eine der beiden Leitern nach oben zu klettern.
Die Koreanerin bemerkte die Sicherheitsvorkehrungen und war froh, schon beschlossen zu haben, die beiden Frauen nicht zu töten. Wenn die zwei so paranoid waren, würde es sicher auch Sicherungen dagegen geben, das Schiff zu entführen.

Ihre Überlegungen wurden unterbrochen, als sie den Kopf über die Kante des Oberdecks streckte.
Wo der Laderaum unten streng und nüchtern gewesen war, mit diversen Gebrauchsspuren, von denen einige ihrer durchaus kompetenten Meinung nach Einschläge von Energiewaffen gewesen waren, so was das Oberdeck... Atemberaubend?
Der sichtbare Teil war nicht groß, aber exquisit eingerichtet, mit Kunstgegenständen an den Wänden und allem.
Eine weitere Frau stand oben und beobachtete Seo Yeon, als sie sich fing und die letzten Sprossen hochstieg.
Maggie lächelte wissend und trat zur Seite, um Seo Yeon und Mara herauf zu lassen.

Red, als sie auch oben war, deutete auf die Sitzecke.
"Also, verhandeln wir."

Seo Yeon nickte und nahm Platz. Als sie saß, öffnete sie erst einmal ihre Jacke und zog diese aus. Dann fächelte sie sich etwas Luft zu. Irgendwie hatte sie das Gefühl, dass zumindest diese Red keine brutale, eiskalte Frau war. Und vielleicht das Zeigen von etwas Sensibilität helfen könnte.
Auch die Einrichtung hier ließ Rückschlüsse zu. Und Red hatte nichts gegen die Mitbenutzung einer Dusche gesagt, obwohl sie im Frachtraum nächtigen sollte. Einem Frachtraum, der einfach nur eine Metallrampe war. Naja, vielleicht bekam sie ja wenigstens eine Matratze oder so etwas.

Dann zog sie die kleine Datenplatte in ihrer Schatulle hervor. "Das ist die Fracht. Und das Ziel sollte bei normaler Geschwindigkeit in vier Tagen zu erreichen sein."
Sie atmete einmal tief durch. "Mir ist klar, dass ein Charterflieger teurer ist, als eine Passage auf einem dieser Nahverkehrsschnecken. Und dass dieses Schiff hier schneller ist. Und sicherer als so viele andere hier. Beides gefällt mir sehr gut.
Ich... Ich habe aber einfach nur ein Budget. Und ich... nun, ich glaube, ich kann meinem Chef auch noch mehr Geld aus dem Kreuz leiern. Immerhin will er ja diese Daten. Er braucht sie sogar. Von daher... Nur er wird sehr sauer sein. Sicher, er will die Daten, aber er ist auch nicht wirklich verschwenderisch. Sonst hätte er mir ein eigenes Schiff gegeben."
Wieder ein Seufzer. "Ich weiß nicht, was er mit mir macht, wenn ich sein Budget so weit überziehe. Ob er mich nur feuert, oder ob er... naja... sich dann persönlich an mir schadlos hält. Das will ich nicht, wenn ich es vermeiden kann."
Sie seufzte tief. "Wie wäre es mit ... ," sie überschlug, was ihr Spesenkonto hergab, "20 Prozent weniger? Und einem möglichen Bonus, den ich noch von meinem Chef heraushandeln muß?"

Maggie räusperte sich und warf einen Blick zu Red. Die Beiden schienen kurz mit Blicken zu kommunizieren, dann nickte Maggie.
"Damit können wir leben. Gerade so." Sie warf einen Blick zu Red. "Das bedeutet, du musst auf deine Espressos verzichten." grinste sie.
Red verzog angewidert das Gesicht.

Seo Yeon atmete erleichtert auf. Sie wollte wirklich keine Gewalt mehr anwenden. Nein, sie wollte unbedingt darauf verzichten. Das war gefährlich, aber sie hatte schon bei dem alten Paar auf der Station darauf verzichtet.
"Dann sind wir uns einig?" fragte sie und winkelte ihren linken Arm an, an dem sie ihr APADD trug. "Ich würde dann die Transaktion vornehmen."

"Vielleicht... wenn ich es hinbekomme, würde mein Boß euch ja erneut engagieren.
Wobei, wenn ich's mir so recht überlege, ist das vielleicht doch nicht so gut. Er zahlt einfach nicht so besonders."

Red hielt ein Padd hoch und Seo initierte die Überweisung. Mit einem Fiepen bestätigte das Padd den Eingang. Red tippte auf dem Padd noch weiter und überwies die Credits gleich weiter, wohl wissend, das Cat dafür sorgen würde, das die niemand mehr zurück holen konnte.

"Gut." sagte Red. "Wann wollen sie los?"

Seo Yeon hob beide Arme. "Ich habe keinen weiteren Kram mehr hier. Ich könnte... sagen wir... in einer Stunde? Oder in einer halben."

"Das ist jetzt wieder eine Sternenflottenstation. Die verlangt ein gewisses Prozedere, und da wir wieder herkommen wollen, zumindest vielleicht, will ich keine verbrannte Erde hinterlassen. Schon gar nicht mit einer nervösen Sternenflottencrew am Abzug.
Eine Stunde wird allerdings reichen. Besorgen Sie sich noch was anderes zum Anziehen. Es sei denn, Sie wollen nackt durchs Schiff laufen." grinste Red anzüglich.

Seo Yeon lachte leise auf. "Mal sehen, was mir nach der Überweisung noch bleibt."

Als die Koreanerin das Schiff verlassen hatte, streckte Mara sich.
"Ich schau mir mal die Flugrouten an." meinte sie zu Yvonne, die selbst auf dem Weg nach draußen war.

"Und ich besorge ein Notbett für deine neue Spielgefährtin."

Mara lachte Yvonne hinterher, als diese die Leiter herunter verschwand, um irgendwo auf der Station was aufzutreiben. Oder zu replizieren.


#Ort: CAT a.k.a. Star of Orion
#Zeit: MD 3.1850

Weder Mara noch Yvonne, oder jetzt wieder Red und Maggie, hatten nach dem Crash mit der bissigen CSO noch damit gerechnet, mehr zu machen als mit metaphorisch eingezogenem Schwanz die Station zu verlassen, einen Warp-Rundtrip zu machen und offiziell als Commander Renard und Lt. Jade zur Station zurück zu kommen.

Die kleine Asiatin hatte diese Pläne aber durcheinander gewirbelt.
Die beiden Freundinnen waren sich sicher, das ihre Fracht für die Grim Guardians arbeitete, und selbst wenn sie das nicht tat, würden sie wertvolle Informationen über potentiell gefährliche Nachbarn sammeln.
Generell hatten sich aber Sowohl Mara als auch Yvonne unabhängig voneinander gefragt, wieviel Zeugs die Guardians denn auf der Station zurücklassen mußten als die Flotte kam, das sie an einem Tag Aufträge mit kleiner aber brisanter Fracht angeboten bekommen hatten. Naja, fast zumindest.
Vielleicht konnte das Sky ja gnädig stimmen wenn sie darauf hinweisen, das die CSO die Station einmal gründlich durchsuchen sollte Oder zumindest die abfliegenden Schiffe?

Wie die CSO allerdings reagieren würde.... ?
Mara sah stürmische Zeiten auf Yvonne und sich zukommen. Sehr stürmische. Sie grinste.

Nichtsdestotrotz hatte Yvonne in der kurzen Zeit von irgendwoher ein Bett besorgt und Mara sich tatsächlich um eine offizielle Abflulggenehmigung gekümmert. Nur falls die CSO nachschau hielt. So für alle Fälle.

Als Seo Yeon dann auch erschien hatte sie tatsächlich nicht nur einen zweiten Satz Kleidung mit, sondern sogar ein überdimensioniertes Sitzkissen unter dem Arm.

"Hallo!" begrüßte Red ihren Gast als diese die Rampe betrat. "Gut das sie da sind, wir haben jetzt einen Abfugzeitpunkt. Der ist..." Red schaute auf ihr Armbandgerät "...in genau fünf Minuten. Warte bitte hier, ja?"

Seo Yeon nickte und atmete insgeheim tief durch. Jetzt würde es sich zeigen, ob sie verraten worden war oder nicht. Äußerlich ruhig sah sie den beiden Frauen nach, die durch das Schott zu dem vertikalen Schaft verschwanden. Doch als sich die Rampe schloß, sie die Reaktoren hochlaufen und die beiden Triebwerke aufgrummeln hörte, wurde sie auch wieder ruhiger. Es sah gut aus. Endlich wieder!

</RPG>


<SUM>

<RPG>

#Ort: USB Midgard - Krankenstation
#Zeit: MD 3.1530

Aleida wacht auf einer Art Krankenstation auf, hat aber keine Ahnung, wo sie ist.
zwei hereinstürmende Sicherheitskräfte behandeln sie ausgesprochen feindselig, und ein Arzt untersucht sie dann.


#Ort: USB Midgard - Sicherheitszentrale
#Zeit: MD 3.1550

Aleida wird zur CSO gebracht und von ihr verhört. Katie Duncan beschließt danach, diese GG-Ofizieren der CO vorführen zu lassen, damit die sie ebenfalls noch verhören kann.

#Ort: USB Midgard - Wartungstunnel über dem zentralen Deck in der Nähe der Hangars
#Zeit: MD 3.1600

Seo Yeon betritt nach langer Wartezeit wieder den öffentlichen bereich der Station.


#Ort: USB Midgard - Fußgängerzone in der Nähe der Hangars
#Zeit: MD 3.1630

Nachdem sie festgestellt hat, dass sie nicht direkt gesucht wird, sichert Seo Yeon ihre Datenplatte und deponiert sie in der Bank. Dann kauft sie eine weiter Datenplatt udn kopiert die Daten ihres APADDs darauf.


#Ort: USB Midgard - Hangarberiech
#Zeit: MD 3.1830

Nach langer Suche findet Seo Yeon ein Schiff, dass sie möglicherweise mitnehmen würde.
Sie verhandelt mit dem Besitzerpärchen und man wird sich handelseinig.


#Ort: CAT a.k.a. Star of Orion
#Zeit: MD 3.1850

Mara noch Yvonne, oder jetzt wieder Red und Maggie, sind sich nicht bewusst, wen sie da als Passagier haben, betrachten es aber als praktisch, da ihre Tarnung so noch weiter bestehen bleibt.

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submitted by
Isabelle