Two from outer space, Teil 2: Arrival


Skyla Lyma
 

 


<RPG>

MD -2.0647

CAT, Alfheim System


“Was liest du da?” 


Mara sah von ihrem Tablet auf, unterdrückte ein Gähnen und schob Yvonne ein zweites hin. 

“Lies selber. Man hat offenbar beschlossen, da wir schon fast auf der Station sind uns mit allen Informationen zu versorgen, die die Flotte und offenbar auch der Geheimdienst über die Midgard haben.”


“Uuuund....?” wollte die wissen während sie die Informationen überflog. 


“Kurz gesagt, wir sollen uns zurück halten und darauf warten, das Sky da ist.”


Da CAT schneller gewesen war als die Sternenflotte angenommen hatte waren sie deutlich zu früh im Alfheim System angekommen. 


Yvonne sah Mara zweifelnd an. Sie kannte die Frau ihr gegenüber inzwischen seit Jahren und sie waren durch einige haarige Situationen gegangen. Mara war unruhig. Irgendetwas war.. falsch. 


Sie studierte die Informationen genauer. Und stellte fest, das sie erstaunlich dünn waren dafür, das die Flotte die Station wieder in den regulären Flottenbetrieb übernehmen wollte. Und was drin stand las sich nicht sehr erbauend.


“Da steht nicht viel drinnen.” stellte Yvonne fest als sie das Padd zurück legte. “Der Technikteil scheint Ok zu sein, aber was die Situation auf der Station selbst angeht… die scheinen praktisch gar nichts über die Bewohner der Station zu wissen, außer das sie bis letzte Woche von Piraten beherrscht wurden und die Föderation nicht mögen.”


“Genau das ist mir auch aufgefallen.” schüttelte Mara bestätigend den Kopf als sie aufstand um einen Espresso zu machen.


“Ich frage mich......,” begann Yvonne und Mara hielt inne und sah sie intensiv an.


“Du fragst dich... was?”


Yvonne sah lange auf das Padd. “Ich frage mich ob wir da nicht helfen können?”


Die Espressomaschine begann laut zu pfeifen und Mara zuckte zusammen. “Scheiße!” mault sie und kümmerte sich um den Überdruck der sich aufgebaut hatte weil sie so abgelenkt gewesen war ehe sie das Prozedere des Espresso machens neu startete.


Als sie zwei Tassen gemacht hatte und eine davon weiter gegeben meinte sie: 

“Du denkst wir sollten jetzt schon docken? Und uns ein wenig umsehen?” 


“Warum nicht? Die Station ist nach wie vor offen, und wir werden erst in ein paar Tagen erwartet. Und CAT ist kein Schiff der Sternenflotte. Ich denke auch nicht, das irgendwer auf der Station weiß, wann genau und vor allem womit wir kommen. Wir könnten also die Zeit nutzen, uns unter die Einheimischen mischen und herausfinden, wie sie ticken. Zwei durchreisenden …Freiberuflichen gegenüber werden sie wohl offener gegenübertreten als der Sternenflotte.”


“Damit hast du recht,” gab Mara zögerlich zu. “Aber CAT ist nicht gerade ein Wald-und-Wiesen Schiff.”


Die Menschin grinste schelmisch. “Jetzt erzähl mir nicht, das du da nicht ein oder zwei Möglichkeiten hast.” 


Die Sylenerin grinste zurück. “Aber das wäre ja ungesetzlich, wenn ich die IFF Beacon von CAT verändern würde.” 


“Und das stört dich seit genau wann?” 


“Garnicht.” gab die zu. “Immerhin verletze ich damit ja sylenisches Gesetz”


“Und du stehst über dem sylenischen Gesetz?” 


“Nicht wirklich,” musste Mara zugeben, “aber es gibt Gesetze und es gibt Gesetze. Manche kann ich ohne Konsequenzen beugen, manche.. nicht so sehr.” Dann schnappte sie sich ein Padd. “Aber dieses hier... kein Problem.” 


Während Mara so tat als ob sie etwas programmieren würde bestätigte Cat über das Tablett das sie CATs Kennung auf die eines orionischen schnellen Kuriers geändert hatte. 


“So!” erklärte sie dann, “Wir sind jetzt der auf dem Orion registrierte schnelle Kurier “Star of Orion”.” stellte sie dann fest.


Yvonne runzelte die Stirn. “Du machst aus CAT einen orionischen Schmuggler? Das ist doch nicht weniger auffällig als wenn du als CAT ankommst.”


Doch Mara schüttelte den Kopf. “Auf dieser Hinterwäldlerstation? Ich wette Schmuggler sind hier die Hauptkunden. Außerdem brauchen wir doch eine Tarnung oder?”


“Eine Tarnung? Was bitte soll unsere Tarnung sein? Wir haben außer unseren persönlichen Gegenständen keine Fracht.” Dann wanderte ihr Blick aber durch den Saloon. Von einem der Kunstgegenstände zum nächsten, vor allem den expliziteren Plastiken. “Es sei denn du willst etwas von deinen Staubfängern verkaufen?” 


Mara wurde fast etwas bleich bei dem Gedanken.

“Nein. Ich dachte eher das wir auf der Suche nach einem Job sind. Fracht. Geleitschutz. Menschen. Du hast da doch einen Riecher für, oder?” 


“Ich hatte früher ein paar Kontakte.” druckste Yvonne herum und Mara lachte leise. 


“Ich habe es vermutet.”, gab sie dann zu. 


“Skyla?” riet Yvonne.


Mara schüttelte den Kopf, machte sich aber eine geistige Notiz.

“Nein, Sky hat damit nichts zu tun. Du bist viel zu entspannt damit umgegangen, das ich nicht immer Mrs. Law and Order bin. Außerdem erinnere ich mich noch gut daran, wie du mich damals auf Hendlar um Hilfe gebeten hast…”


“Das war etwas anderes.” wehrte Yvonne ab. “Damals ging es um meine Crew. Aber ich nehme an du spielst auf eine andere Episode in meinem Lebenslauf an?”


“Eher eine die _nicht_ in deinem Lebenslauf steht.” präzisierte Mara. “Man kann heutzutage nicht einfach so 5 Jahre von der Bildfläche verschwinden ohne Kontakte zu bestimmten Personenkreisen.”


“Ich hatte auch Glück. Aber ja, ich habe sowas schon mal gemacht, und ich gehe davon aus du auch. Sonst hätte ich das gar nicht erst vorgeschlagen.”


“Sky hätte dich auch nicht mit nach Hell genommen, wenn sie nicht gewusst hätte das du da zurecht kommst.” ergänzte Mara. “Wie hattest du dich da genannt?

Maggie, richtig?” 


Yvonnes Wangen bekamen tatsächlich einen Hauch von rosa. “Richtig. Und wie soll ich dich nennen? Red?”, lächelte sie schließlich zurück als sie sich an ihre Abenteuer auf/über Hell erinnerte. Damals noch auf der Achilles unter Skyla Lyma. 


Wie sich der Kreis schließt, konnte Yvonne sich den Gedanken nicht verkneifen. 


Mara hatte inzwischen kurz überlegt: “Klar, warum nicht? Red it is!” 


Inzwischen hatte Mara angefangen einen ihrer Schränke im wahrsten Sinne des Wortes zu durchwühlen. Kleidungsstück fielen wie ein Wasserfall auf den Boden und Yvonne wollte garnicht so genau hinsehen, was da alles dabei war. 

Wobei die Netzstrümpfe mehr Sifs Stil waren, wie sie fand. 


Schließlich hatte Mara gefunden was sie gesucht hatte und warf Teile auf das Sofa ehe sie sie begann ihre Mähne zu flechten. 


Amüsiert beobachtete die Menschenfrau wie aus Maras wilder Mähne zwei - man konnte es nicht anders beschreiben - Schulmädchenzöpfe wurden, die ihr trotzdem noch weit über die Schultern gingen. 

Dann öffnete sie ihre Daisy Janes und ließ sie zu Boden fallen, schnallte sich ihren Waffengurt um, den sie von der Wand genommen hatte, und schloß das Ganze mit einem karierten Wickel-Minirock ab, der kurz genug war, das sie freien Zugriff auf die Griffe ihrer Railguns hatte.


Sie hüfte ein paar mal zwischen Schrank und Cockpit hin und her bis sie das Gefühl hatte das sich alles korrekt gesetzt hatte und zog dann ihr Top über den Kopf. Yvonne beobachtete immer noch amüsiert wie ihre Freundin da unbekümmert eine Art Strip vor ihr hinlegte als diese eine weiße Bluse anzog, die Enden unter ihren Brüsten verknotete und die Knöpfe soweit offen ließ, das ein deutliches Dekolteé zu sehen war. 


Als krönenden Abschluß schlüpfte sie wieder in hohe Stiefel, verstaute ein Waffenarsenal an Hieb- und Stichwaffen in den Schäften und an ihrem Körper und seufzte dann zufrieden. 


Schließlich wirbelte sie ein paarmal vor ihr im Kreis und lachte: “Was hältst du von der unschuldigen Red?” 


Den Kopf schüttelnd grinste Yvonne sie an: “Du schaust vollkommen lächerlich aus, das weißt du? Lächerlich, aber auf eine kinky Art sexy.”


“Gut.” nickte die Sylenerin zufrieden. “Ich werde gerne unterschätzt.” 


“Ich weiß.” gab Yvonne zurück und sah ihr in die Augen während sie versuchte nicht darüber nachzudenken, warum Mara wie selbstverständlich so ein Arsenal mit sich herum trug. Und ob sie es einzusetzten wußte, oder besser, wie oft sie es schon hatte einsetzen müßen?


“Willst du so gehen? Du schaust auf ein Lichtjahr gegen den kosmischen Wind nach Sternenflotte aus.” riß die Sylenerin sie dann aus ihren Gedanken und deutete dabei auf Yvonnes Shirt. Sie hatte zwar keine Uniform an, aber trotzdem konnte jeder sehen, das ihre Kleidung von der Flotte kam. 


Yvonne schüttelte den Kopf. 

“Nein, natürlich nicht. Und danke für das Angebot, das dir auf den Lippen liegt, aber ich denke ich möchte mir nichts von deinen Sachen ausborgen. Abgesehen davon das die meisten mir nicht passen würden ist das nicht so ganz der Stil, mit dem ich mich bei sowas wohl fühle. Ich ziehe es vor, unauffällig zu sein."


“Ich oder Sif hätten sicher ein oder zwei Teile die dir passen würden!”, neckte Mara.


Sie griff nach dem PADD und tippte eine Weile darauf herum. Mara reckte ihren Hals um zu sehen was sie tat, woraufhin Yvonne das Padd anders hielt. Schließlich stand die Menschin auf und ging mit dem Padd zum Replikator. Sie übertrug etwas vom Padd, und im typischen blauen Leuchten erschien ein kleiner Stapel Kleidung.


Nun war es an Mara zuzusehen, wie ihre Freundin sich auszog. Yvonne entledigte sich zügig aller Kleidung bis auf die Unterwäsche. Dann drehte sie sich Mara zu, griff mit dem Händen nach hinten zu den Verschlüssen ihres BHs und grinste spitzbübisch. Als sie sicher war die volle Aufmerksamkeit der Sylenin zu haben streckte sie ihre Arme mit leeren Handflächen von sich und schüttelte, immer noch grinsend, den Kopf.


“Gemein.” moserte Mara. Aber sie war trotzdem froh - in den letzten Tagen war Yvonne oft in einer ungewohnt dunklen Stimmung gewesen, es war schön, sie mal wieder lachen zu sehen.


Yvonne ignorierte die Beschwerde und begann die replizierten Kleidungsstücke anzuziehen. Eine großzügig geschnittene stabile Stoffhose mit einem paar bolliger Extrataschen an den Oberschenkeln, ein langärmliges Shirt und darüber eine Jacke mit halben Ärmeln, alles in verschiedenen Erdtönen und einer ‘schon eingetragen’-Optik gehalten. Abgerundet wurde das ganze durch ein paar stabiler knöchelhoher Schuhe, einer Kappe, unter der sie ihre Haare zu einem Pferdeschwanz zusammenband, und drei Ringen, von denen sie zwei an die rechte Hand steckte und den dritten Mara gab. Und einem kleinen Phaser, der in einem Innenhalfter ihrer Jacke verschwand.


“Hm.” meinte Mara anschließend. “Meins gefällt mir besser. Was soll der Ring?”


“Kurzstreckenkommunikator. Falls wir getrennt werden sollten, oder, wenns ganz hart kommt, die Stationssicherheit rufen müssen.”


“Verstehe.” sagte die Sylenin und probierte durch, an welchem Finger der Ring am besten passte. “Und was ist mit dem Dritten?”


“Den werde ich hoffentlich nicht brauchen.” war alles, was Yvonne dazu sagte.



</RPG>

<SUM>

MD -2.0647

CAT, Alfheim System

Yvonne und Mara kommen im Alfheim System früher al erwartet an und beschließen auf eigene Faust zu erkunden

</SUM>