Ein Zeichen gegen die Angst


Friedemann Hruby
 

Hey,

 

auch von mir noch etwas Kleines, spielt vor der Ankunft und ist der Versuch die Bevölkerung etwas für sich zu gewinnen.

 

Viel Vergnügen.

 

<RPG>

 

Zeit: MD -1.1102

Ort: Terrestrische Anlage, Deck 52, USB Midgard

 

Katie Duncan lief mit einem Team der Sicherheit durch die ehemals sicherlich wundervollen terrestrischen Anlagen. Es wirkte fast so, als wäre eine kleine Stadt mit üppigen Grünanlagen auf der Station gebaut worden. Durch geschickten Einsatz mehrerer Decks, die Anlage erstreckte sich tatsächlich über 16 Decks hinweg, konnte man fast das Gefühl haben sich unter freiem Himmel zu bewegen. Früher hatten bestimmt die aufwändig gebauten Spiegel und Holoprojektoren hier auch wunderbare Arbeit geleistet. Doch heute war der Lauf der simulierten Sonne durchbrochen von den vielen fehlenden Projektoren. Auch die Anlage hatte schwer gelitten. Was einmal wie eine kleine Stadt auf der Erde gewirkt hatte, welche sicherlich anmutend und sich auf dem neuesten Stand der Technik gegründet worden war, hatte nun große Ähnlichkeiten mit den Städten einer postapokalyptischen Welt. Aus vielen Fenstern der Gebäuden hingen noch martialische Fahnen herab. Mittlerweile konnte Katie die meisten Symbole den Grim Guardians zuordnen, doch es gab auch noch andere. Berichte von Bewohnern der Station, welche anfingen mit den Föderierten zu reden erzählten von unzähligen Banden, welche die Terrestrische Anlage unter sich aufgeteilt hatten. Diese Banden bestimmten auch, wer in der Anlage wohnen durfte und wer nicht. Wer Lebensmittel und Medikamente zugeteilt bekam und wer unter dem Schutz der Gangs stand. Nur dieser Schutz gewährte ein Leben, welches die Worte sicher, sorglos und Wohlstand aber nicht umfasste. Aus den Fenstern der Gebäude wurden sie von Augen verfolgt, welche sich lieber im Dunkeln aufhielten. Traf Katie mit ihrem Trupp auf Lebewesen im Freien, dann verzogen sich diese schnell in ein Gebäude. In der Ferne lag ein Baseball-Feld. Doch während die Pflanzen eher tot als lebendig waren und die Anlage definitiv ihre beste Zeit hinter sich hatte, hörte Katie trotz der Entfernung, dass es hinter der Umzäunung hoch herging. Sie dirigierte zwei Mann ihres Teams auf die Rückseite und schritt selbstbewusst mit den restlichen drei Mitgliedern auf den schmalen Eingang zum Feld zu. Wieder sah sie aus dem Augenwinkel wie eine Mutter ein kleines Kind zu sich rief und mit diesem dann im inneren eines Gebäudes verschwand.

Die Impfkampagne lief nur schleppend an. Doch Maria Hernandez gab nicht so leicht auf. Sie hatte sich die Daten über die Watchtower Klasse besorgt und war dabei auf dieses Baseball-Feld gestoßen. Es war ein öffentlicher Ort, man hatte leicht Zugang und man konnte den Ort gut absichern. Eine perfekte Location, um ein gut zu erreichendes Impfzentrum aufzubauen. Eilige Recherchen von Katie hatten wiederum ergeben, dass das Feld ein Umschlagplatz der Banden war. Wollten sie beginnen die Herrschaft der Banden über die Terrestrische Anlage, in Gedanken machte sich Katie eine Notiz schnell einen besseren Namen für die Decks von 36 bis 52 zu finden, zu brechen dann war es gut ihnen dieses Statussymbol abzunehmen.
Während sie sich weiter dem Feld näherten zog Katie ihren Phaser des Typ II. An ihrem Gürtel hing der ausfahrbare Schlagstock und sie trug auch zwei Rauchgranaten bei sich, welche gut eingesetzt werden konnten, sollten sie in ein Feuergefecht verwickelt werden. Bridget Atterton, eine rothaarige Irin kontrollierte eine kleine Drohne, welchen ihnen Luftbilder von dem Feld übermittelte. Außerdem hatte die Irin ein Phasergewehr welches sie auf dem Rücken trug. Maximilian Tucker trug ein Phasergewehr welches man auf einen breiten Streustrahl einstellen konnte. Es war bestens geeignet, um über eine größere Menge die Kontrolle zu bekommen, da die Betäubungsstrahlen dann mehrere Ziele gleichzeitig erfassten. Gonja Anaja, eine Bajoranerin, hatte neben ihrem Gewehr welches ein Scharfschützenmodul trug, einen kleinen Jetpack auf dem Rücken. Damit konnte sie zur Not schnell Unterstützung von erhöhter Position liefern.

Aus ihrem Kommunikator erklang ein leises Kratzen. Es war das Zeichen, dass die zwei Mann das Feld umrundet hatten und in Position waren. „Brie, hast Du Zahlen für mich?“ fragte Katie die junge Irin.

„Ja, ich zähle zehn Mann mehr oder weniger in der Mitte des Feldes. Außerdem haben sie drei Personen auf erhöhter Position positioniert. Diese tragen auch offen Waffen zur Schau. Soweit ich es erkennen konnte, handelt es sich dabei um klingonische Disruptoren. Auf der rechten Seite, in einem überdachten Podest sitzen noch einmal fünf Personen. Davon sind vier schwer bewaffnet und eine Person wird fleißig von zwei jungen Frauen bedient.

„PO Gonja, können Sie sich um die drei Wachen kümmern!“

Anaja antwortete mit einem kurzen Nicken, dann aktivierte sie anstatt des Jetpacks eine Greifhaken, welcher dafür sorgte, dass sie einem nahestehenden Gebäude verschwand mit guter Sicht auf das Feld.

„Max, sie kümmern sich um die zehn Mann in der Mitte. Nach Möglichkeit sollten diese schon beim ersten Streich ins Reich der Träume übersiedeln!“

„Die Drohne kann zwei der Wachen des Anführers ausschalten!“ erklärte Bridget ungefragt.

„Gut, bei 5 fangen wir an!“ Katie aktivierte ihren Kommunikator und er gab ein leises Kratzen von sich. Die drei begannen im Laufschritt auf das Feld zuzulaufen. Zwei leise Kratzer erschollen aus den Kommunikatoren, Katie umrundete eine Absperrung und lief so schnell sie konnte zur nächsten Deckung. Drei Kratzer erschollen, sie sah, wie die Drohne aus dem simulierten Himmel herabfiel, vier Kratzer erschollen aus dem nahen Gebäude blitzte etwas auf. Als fünf Kratzer erklangen gingen zwei der Wachen auf dem Anführerpodest zu Boden. Eine der erhöhten Wachen kippte vornüber. Von der gegenüberliegenden Seite erscholl ein: „Hier spricht der SSD, ergeben sie sich, HÄNDE HOCH!“

Katie gab einen Schuss aus ihrem Phaser auf einen dritten Mann auf dem Podest ab, während Brie den vierten Mann mit einem gezielten Schuss außer Gefecht setzte. Max sprang über seine Deckung und schoss mit seiner Waffe in die Mitte. Der Vorteil des Streustrahls war immens, doch hatte er einen Nachteil, man musste deutlich näher an seinen Gegner heran. Leider gelang es ihm deshalb auch nicht, alle zehn Mann zu erwischen. Fünf Gegner gingen zu Boden. Die andern fünf warfen sich in Deckung. Ein Disruptorstrahl zischte an Katie vorbei, kurz darauf hörte sie wie eine Waffe zu Boden polterte. Offenbar hatte Anaja den Mann nach seinem Schuss auf Katie erwischt.

Gegenfeuer zwang auch Katie sich wieder Deckung zu suchen. Die Drohne ging in einen erneuten Sturzflug über und zwang einen der Banditen sich in Deckung zu werfen. Ein Phaserstrahl der Drohne schlug in die Deckung des Banditen ein. Dann wurde das Fluggerät von einem Disruptorstrahl erwischt und ging in Flammen auf.

„Scheiße!“ hörte Katie Bridget schimpfen.

Der Anführer der Banditen war noch auf den Beinen und da er ebenfalls über eine erhöhte Position verfügte konnte er das Sicherheitsteam effektiv unter Beschuss nehmen. Auch die anderen Banditen bekamen nun etwas Überhand. Max hielt sich seinen Oberarm, wo ihn ein Streifschuss erwischt hatte. Der Plan war gut gewesen, doch kein Plan überlebte den Feindkontakt. Deshalb war es immer gut einen Plan B in der Tasche zu haben.

„Anaja, wir brauchen Sie auf einer anderen Position, Jenkins, Timmons, schließen sie zu uns auf und sorgen wir dafür, dass die Banditen ins Kreuzfeuer geraten.“ Katie schoss auf einen Banditen, welcher versucht hatte, sie zu umrunden. Dieser warf sich schnell wieder in Deckung.

Ein Zischen und Fauchen erklang und Anaja erschien am Himmel mit ihrem Jetpack. Sie suchte eine gute Position. Auf diese Ablenkung hatten Katie, Bridget und Max gewartet. Während Katie und Bridget die staunenden Banditen unter Feuer nahmen, zielte Max aus seiner Deckung mit seinem Handphaser auf die Gegner. Ein Aufschrei vom Podest krönte den Erfolg der zweiten Welle. Sie hatten es geschafft den Anführer auszuschalten. Jenkins und Timmons kamen angelaufen und der letzte der Banditen hob die Hände und ergab sich dem Sicherheitsteam.

„Tucker, gehen sie zur Krankenstation und lassen sich versorgen, Timmons Sie begleiten ihn!“ Befahl Katie, dann blickte sie zu Anaja, diese war auf einem der Dächer des kleinen Stadions gelandet und sicherte mit ihrem Überblick die Umgebung. Bridget kniete neben ihrer Drohne, doch diese war definitiv ein Totalschaden, dass konnte Katie auch aus der Ferne erkennen.

„Hier Duncan, das Baseball-Feld ist gesichert. Wir können nun Verstärkung empfangen, damit wir das Feld für die Ärzte sichern können!“ lautete ihr kurzer Bericht an Veronique.

Mehrere Transportersäulen entstanden an neuralgischen Punkten. Eine davon war Veronique Lionne. Sie nickte Katie anerkennend zu als sie die betäubten Gangmitglieder sah. „Gute Arbeit, Duncan.“

 

Zeit: MD -1.1303

Ort: Baseball-Feld, Terrestrische Anlage, Deck 52, USB Midgard

 

Mit Hochdruck hatte die Crew der Adelaide eine medizinische Versorgung aufgebaut. Die Sicherheit unter dem Kommando von Katie Duncan sorgte dafür, dass keine Gefahr von eventuellen Aggressoren ausgehen konnte. Zudem hatte die Crew neben dem Medizinzelt auch noch ein weiteres Zelt gestellt. Während Teile der Crew nun durch die terrestrische Anlage patrouillierten wehte von dem zweiten Zelt ein angenehmer Duft von Suppe. Maria hatte nach dem Gespräch mit Comd. Skyla Lyma entschieden, dass sie noch nicht bereit war, die Station so zu übergeben. Sie hatten eine schwierige Lage vorgefunden, doch man konnte aus jeder schwierigen Lage auch etwas Gutes machen. Die Lebewesen auf Midgard fürchteten sich vor der gleichen Impfung, welche sie von den Piraten bereitwillig entgegengenommen hätten. Schnell hatten sie herausgefunden, dass frei zugängliches Essen auf den Decks der Terrestrischen Anlage eine absolute Mangelware war. Essen war immer ein guter Magnet und ein Punkt an welchem schnell Vertrauen entstehen konnte. Die Trupps welche durch die Straßen der Anlage patrouillierten sprachen deshalb auch eine Einladung zum Essen aus.

Als die ersten Bewohner erschienen musste Katie grinsen. Während sie das Impfzelt mieden wie die Pest waren sie dem Essen offensichtlich zugetan. Beim Essen kamen dann die Psychologen der Adelaide mit den Bewohnern ins Gespräch. Zuerst blickten sich die meisten Bewohner furchtsam um. Vor allem deuteten sie immer wieder auf eine der Fahnen, welche von dem Podest des Anführers herabhingen. Als Katie das bemerkte, ließ sie die Fahnen schnell entfernen, was tatsächlich etwas für Ruhe unter den neuen Gästen der Sternenflotte sorgte.

„Ist das Essen kostenlos?“ wollte ein älterer Mann wissen, an seinem Beinen hingen zwei kleine Kinder welche in Lumpen gekleidet waren und dringend eines Bades bedurften.

„Ja, das ist es. Wir möchten einfach nur helfen.“ Erwiderte Katie und fühlte die Besorgnis welche von dem Mann ausging. Auch die Kindern hatten große Angst. Also winkte sie eine junge Crewman heran. „Elise, bringen Sie dem Mann und den Kindern etwas zu Essen und schauen Sie doch, was wir an Vorräten hinlänglich Kleidung und anderen nützlichen Dingen haben.“

„Aye Ma’am!“ erwiderte Elise und eilte davon.

Der Greis berührte Katies Arm. „Mit den Blood Kings haben Sie kurzen Prozess gemacht. Doch die waren nur Handlanger der Rattlesnakes. Vor denen sollten Sie sich in acht nehmen.“

Elise erschien und reichte dem Mann und den Kindern etwas zu Essen. Außerdem zog sie frische Kleidung und einige Toilettenartikel hervor.

„Für uns?“ fragte eines der Kinder mit großen Augen.

„Ja, für Euch.“ Elise legte auch noch zwei Kuscheltiere dazu, welche schnell den Besitzer wechselten.

„Warum tun sie das alles?“ wollte nun der Mann wissen.

„Wir haben sie vernachlässigt. Diese Station gehört der Sternenflotte doch sie ist in Vergessenheit geraten. Die Sternenflotte ist aber nur ein Arm der Föderation. Wir sind Forscher und Entdecker, doch hier sind wir keinem unserer Aufträge gerecht geworden,“ begann Katie mit ihrer Erklärung und wuschelte dem Mädchen durch die Haare, „denn wir haben etwas begonnen uns es dann vergessen. Doch der Krieg hat uns gezeigt, dass wir angreifbar und verletzlich sind. Genau wie sie. Deshalb nehmen wir unseren Auftrag wieder auf. Wir schützen Leben und die Schwachen.“

„Welcher Krieg?“ fragte der Mann.

Fast wäre der Mund der jungen Frau nach unten geklappt. Doch dann wurde ihr klar, dass Midgard und das Alfheim-System einen eigenen Kosmos bildeten. Mit eigenen Sorgen und eigenen Mächten. Die Grim Guardians waren nicht beteiligt am Krieg der Föderation mit den Klingonen. Vielleicht hatten sie ihren Vorteil daraus gezogen, doch für das Leben auf Midgard hatte der Krieg bisher keine Rolle gespielt.

„Die Föderation ist im Krieg mit dem klingonischen Imperium.“ Erklärte Katie deshalb kurz und bündig.

Das Gesicht des Greisen wurde blass. „Das ist nicht gut. Wenn ihr jetzt hier seid, dann kommen die Klingonen als Nächstes. Ihr bringt den Krieg zu uns. Wir haben schon genug Sorgen.“

„Nein, wir sind mehrere Systeme von der Front entfernt, außerdem werden wir die Vertreter lokaler Mächte an Bord von Midgard bringen. Wir bilden hier einen neuen Stützpunkt, ein neues Zentrum, welches schließlich allen Bewohner an Bord dienen wird.“

„Das sagen Sie, doch auch die Grim Guardians haben viel versprochen. Meine Tochter, die Mutter meiner Enkel ist an dieser grausamen Krankheit gestorben, weil sie nicht bereit war…“ weiter sprach der Mann nicht. Tränen standen in seinen Augen.

Doch er musste es nicht weiter ausführen. Katie spürte seine Emotionen, den Abscheu, den Ekel, den Hass und die Trauer. Sie reduzierte ihre empathische Wahrnehmung und konzentrierte sich darauf nicht alle Gefühle an sich heranzulassen. „Doch jetzt sind wir da. Wir haben Medikamente, wir können gegen diese Krankheit vorgehen. Sie ist behandelbar.“

„Und was wollt ihr dafür? Was fordert ihr von mir? Soll ich meine Kinder hergeben? Niemals.“

Wieder waren da diese mächtigen Emotionen und dieses Misstrauen. Die Emotionen nahmen Katie dieses Mal wirklich die Luft zum Atmen. Also schirmte sie sich nun gegen die Gefühle vollständig ab und atmete innerlich ein und aus. „Nichts. Wir geben unsere Medikamente genauso wie das Essen und die Sachen einfach an sie ab. Wir wollen etwas verändern.“

Der Mann blickte sie skeptisch an. Dann nahm er schnell mehrere Bissen des Essens, welches vor ihm stand und trank dann einen großen Schluck Wasser aus der Flasche. Als er feststellte, dass das Essen trotzdem noch dastand und niemand kam, um es ihm wegzunehmen wagte er es noch einige Bissen zu nehmen. Die Kinder hielten sich nicht so vornehm zurück. Sie verschlangen das kostenlose Essen und strahlten über beide Gesichter, als ihnen Elise auch noch ein Eis zum Nachtisch brachte. Während die Kinder glücklich ihr Eis verspeisten, beendete der Greis ebenfalls seine Mahlzeit.

„Wir können Sie und die Kinder gleich impfen, wenn Sie das wollen!“ schlug Katie behutsam vor.

„Wer sagt mir, dass es nicht ein Stoff ist, welcher uns abhängig macht. Welcher uns an sie kettet?“

„Niemand. Doch wir breiten die Impfdosen vor ihnen aus. Sie dürfen ein Hypospray selbst bestücken und ein Mitglied unserer Truppe nach ihrer Wahl das Mittel verabreichen!“

Der Mann nickte, doch es war eher ein Reflex. In Wirklichkeit brauchte er, um das Gesagte zu verarbeiten. Nachdem er einige Zeit darüber nachgedacht hatte, fixierte er Katie. „Ist das ihr Ernst?“

„Ja, absolut.“

„Gut, dann kommen Sie mit.“

Der Greis stand auf und ließ sich von Katie zu dem Medizinzelt führen. Dort angekommen inspizierte er die Auslage, sah sich die kleinen Phiolen mit der Flüssigkeit genau an, prüfte die Injektionsgeräte, bat um einen Beilagezettel, welcher über eventuelle Nebenwirkungen informierte. Dann bestückte er mit flinken Fingern ein Hypospray und bevor Katie es sich versah, hatte sie die Dosis im Arm. Sie rieb sich über die Stelle, auch wenn es nicht geschmerzt hatte, so war es überraschend passiert und auch ziemlich übergriffig. „Hey, Sie hätten fragen können. Ich wurde erst vor zwei Tagen geimpft.“

Die Beschwerde der jungen Frau nahm der Greis gelassen zur Geltung. Stattdessen beobachte er sie sehr genau, bat um einen medizinischen Tricorder und scannte damit Katie penibel. Überrascht stellte sie fest, dass der Mann sehr wohl mit dem Gerät umgehen konnte.

„Was zum Henker…?“

„Oh, habe ich ihnen nicht erzählt, dass ich Arzt bin.“ Fragte der Mann nun wesentlich aufgeschlossener. Als nächstes nahm er ein weiteres Hypospray und verabreichte es den Kindern, welche sie begleitet hatten. „Ich werde dafür Sorge tragen, dass die Einwohner zu ihnen kommen. Zumindest die, welche mir vertrauen.“

Er wandte sich zum Gehen, die Kinder hielten glücklich ihre neuen Kleider und das Kuscheltier im Arm. Doch dann blickte er noch einmal zurück. „Sie haben nicht auch zufällig eine Dusche hier, oder?“

Katie deutete auf ein weiteres Zelt, welches gerade errichtet wurde. „Wenn Sie noch zehn Minuten warten, dann kann ich Ihnen auch das bieten.“

Der Greis lächelte. „Vielleicht ändert sich doch etwas.“

 

</RPG>

 

<SUM>

 

Zeit: MD -1.1102

Ort: Terrestrische Anlage, Deck 52, USB Midgard

 

Katie Duncan nimmt mit einem kleinen Team der Sicherheit ein Baseballfeld, innerhalb der Terrestrischen Anlage ein. Dabei schalten sie eine lokale Gang aus.

 

Zeit: MD -1.1303

Ort: Baseball-Feld, Terrestrische Anlage, Deck 52, USB Midgard

 

Die Crew der Adelaide benutzt das Baseball-Feld also provisorische Impfstation, dazu bietet sie der Bevölkerung kostenlose Essen an. Ein älterer Greis lässt sich darauf ein und stellt Katie auf die Probe.

 

</SUM>

Submitted by

Friddi

Aka

Ens. Katie Duncan

CSO USB Midgard