CAT on the run (Part I of II)


Jetsun Pema
 

<RPG>

#Ort: CAT a.k.a. Star of Orion
#Zeit: MD 3.1900

Nachdem CAT aus dem Dockingbereich der Station verschwunden war, konnte Mara ihrem Schiff die Zügel schießen lassen. Manchmal musste man die Triebwerke einfach ein wenig durchblasen. Davon abgesehen machte es auch Spaß, selbst wenn man die Reisegeschwindigkeit nicht wirklich wahrnahm. Schon allein die Anzeige im Display machte eben Spaß. Und es gab niemanden hier, der ihr das verwehrte. Schade nur, dass es keine atmosphärische Komponente im Flug gab. Aber Frau nahm, was Frau bekam.

Nach etwa einer halben Stunde Flugzeit meinte Yvonne vom vorderen Sitz aus: "Ich muss mich mal strecken. Außerdem sollten wir nach unserem Gast schauen. Nicht, dass sie sich schon Sorgen macht."

"Schau gern!" erwiderte Mara, die einen Hinweis von CAT auf ihrem Multifunktionsdisplay im Cockpit entdeckt hatte. Wenn das so war, hatte es etwas zu bedeuten. Normalerweise wartete Cat einfach einen günstigen Moment ab. Also etwas, was CAT eben sofort teilen wollte. Vielleicht die Farbe der Höschen ihres Fluggastes?

Yvonne quetschte sich am Pilotensitz vorbei nach hinten und Mara grinste dabei ihr zu. "Na? Zugenommen?" Als Antwort bekam sie nur eine herausgestreckte Zunge.
Nachdem Yvonne hinten verschwunden war, setzte Mara ihr Headset - das direkte neurale Interface zu Cat - auf. Sicher ist sicher. Dann aktivierte sie es. "Cat, was gibt es?"

"Ich war mal neugierig." kam es von der Bord-KI. "Ich wollte gern wissen, was es mit der ominösen Fracht auf sich hat. Immerhin ist das ja ein Datenspeichergerät, also quasi eine Verwandte von mir. Und so habe ich mal versucht, an die Daten zu gelangen, die darauf gespeichert sind. Also... kurz ausgedrückt... es ist mir noch nicht gelungen. Das Ding hat eine military grade Verschlüsselung. Sehr ungewöhnlich für Zivilisten. Soll ich es weiter versuchen?"

"Ja!" erwiderte Mara spontan. Sie hatte ja diesen kleinen, bohrenden Verdacht. Es wäre gut zu wissen, ob der entweder erhärtet und klassifiziert werden würde... oder ausgeräumt. Wenn das hier nur das superstrenggeheime Rezept für bospirinischen Käsekuchen beinhaltet, dann wäre ihr das völlig egal. Aber wenn es um Sternenflottendaten ginge, wäre das etwas völlig anderes.
"Kriegst Du das hin?"

"Also hör mal..." kam die Entrüstung der KI sehr deutlich rüber.
"Ich gebe aber zu, dass es nicht einfach ist. Hier scheint die Verschlüsselung an die Hardware gekoppelt zu sein und an die komme ich eben nicht ran. Kannst Du diesen Datenspeicher vielleicht mal kurz, äh, ausleihen?"

"Heh..." lachte Mara kurz auf. "Nein, glaub ich nicht. Vielleicht in der Nachtperiode. Oder wenn die Asiatin duschen geht vielleicht. Hmm..." Ihr kam ein reizvoller Gedanke. Nur dazu müsste sie Yvonne mit einbeziehen. Hmm...

Bevor sie die Verbindung unterbrach - in der Hoffnung nur eine geringe Form der mörderischen Kopfschmerzen zu haben, die die Verwendung des Headsets immer bei ihr auslöste - meinte sie aber noch:
"Kannst du mir einen Gefallen tun? Kontaktiere Sky und sag ihr was los ist. Sie soll bitte der Resolution Beine machen, wenn es geht?"

"Soll ich mich für dich ausgeben?"

"Das wäre das beste. Sag einfach ich habe keine Zeit alles zu erklären, sie soll bitte einfach das Schiff losschicken."

"Mach ich."


#Ort: USB Midgard, OPZ
#Zeit: MD 3.1935

In den letzten Tagen hatte Sky festgestellt, dass sie das zentrale Podest der Zentrale, sozusagen die Zentrale der Zentrale, gerne hatte. Wenn sie nicht mit ihrem nie enden wollenden Kampf gegen die Bürokratie in ihrem Büro festsaß, stand sie gerne dort, eine Tasse Espresso in der Hand, und beobachtete das Treiben der Brückencrew.
So auch diesmal, als ein eingehender Ruf, der direkt an sie gerichtet war, einging.

Direkt an sie adressierte Nachrichten waren meistens negativ, Zeitverschwendung oder mit viel zusätzlicher Arbeit verbunden. Dann erkannte sie den Absendecode.
Sie grinste, als sich das Bild ihrer noch fehlenden TAK aufbaute. Sky war sich sicher, dass Mara mit einer abenteuerlichen Geschichte kommen würde, warum sie immer noch nicht an Bord der Station war. Immerhin wartete Sky ja nicht nur auf Mara, sondern auch auf ihre neue XO, Yvonne. Ihre Ex, die mit Mara zusammen reiste.

Als Mara (bzw Cat, die einen Avatar von Mara verwendete) schließlich vom Bildschirm lächelte, setzte die CO schon zum Gruß an, als Mara die Hand hoch hielt. Mit einer entschuldigenden Handbewegung unterbrach die Jade ihre CO.
"Hi Sky. Freut mich, dich gesund und munter endlich wieder dort zu sehen, wo du hingehörst. In einem großen Büro." Mara lachte und Sky musste grinsen.
"Es tut mir leid, dass ich so kurz angebunden bin, aber CAT hat gerade die Station wieder verlassen. Du musst uns unbedingt die Resolution hinterherschicken und ihr sagen, sie soll CAT 'aufbringen', wenn ich ihr ein Signal dazu gebe. Ich kann leider nicht länger reden, bin nicht alleine. Ich erkläre alles, wenn wir zurück auf der Midgard sind. Duncan kann dir ein paar Infos geben. Mara out."

Und damit war die Verbindung auch schon wieder beendet. Stattdessen folgte noch ein größeres Datenpaket.
Verdutzt und schon ein wenig verärgert schaute Sky noch einige Sekunden auf den Bildschirm, der wieder Statistiken zur Station zeigte. Dann öffnete sie das Datenpaket. Es enthielt einige Holobilder einer Asiatin,d azu einen Scan, der zeigte, dass diese Frau offenbar eine Art Gerät in einer Seitentasche mit sich herumtrug. Dann las sie schnell den Text quer, der diesen Bildern anhing. Kurz sinnierte sie über das Erfahrene, ehe sie auf dem Absatz kehrt machte und in ihr Büro ging. Sie kannte Mara schon lange genug, um zu erkennen, wann es etwas Ernstes war, und ihr Instinkt sagte ihr, dass das wichtig war. Auf dem Weg in ihren Bereitschaftsraum befahl sie noch Ensign Duncan zu sich.


#Ort: CAT a.k.a. Star of Orion
#Zeit: MD 3.1940

Seo Yeon war einfach erleichtert, dass der Start so unproblematisch gewesen war. Sie hatte nach all dem Schlamassel mit dem Gefecht um und auf der Station mit dem Schlimmsten gerechnet. Doch ganz offenbar hatte es keine Schwierigkeiten gegeben. Sie wurde schlicht nicht kontrolliert.

Der Start war laut. Und ein wenig holprig. Vor allem aber unbequem. Zwar gab es keine Gravitationsschwankungen wie auf dem einen oder anderen museums- oder schrottreifen Frachter, auf dem sie schon mal mitgeflogen war, aber dennoch kamen die eine oder andere Trägheitsspitze schon mal durch und Seo Yeon hatte sich lieber irgendwo festgehalten als sich auf ihrem Feldbett auszustrecken, dass Maggie, wie die eine Frau hieß, ihr mitgebracht hatte. Doch nachdem sie etwa 15 Minuten unterwegs waren, hatte die Koreanerin ihre Halteposition aufgegeben und sich doch einfach hingelegt. Und tief durchgeatmet. Sie war hier raus. Bei diesen katastrophalen Verlusten, so schien es, war sie die einzige Überlebende des gesamten Angriffstrupps. Und wo dieser hirnlose Ochse Krass versagt hatte... haha, Wortspiel... hatte sie wenigstens ihren Spezialauftrag zu Ende bringen können.

Dann verdüsterte sich ihre Miene. Ihr toller Einsatz. Was immer der auch bringen würde. Wahrscheinlich nur Geld. Geld für Crimson Dawn. Vielleicht auch ein wenig davon für die Guardians. Aber mit Sicherheit nichts für sie. Und leider auch überhaupt nichts für ihre Leute. Ross. Becker. Und vor allem Kanja, die ja eigentlich gern jetzt Aleida genannt werden wollte. Aleida Che Rosario. Mist...
Ohne es zu wollen, stiegen Seo Yeon die Tränen in die Augen und sie schniefte heftig. Wenn sie überhaupt Freunde gehabt hatte, dann waren es diese drei gewesen. Allen voran die Argentinierin. Und jetzt waren sie alle drei wohl tot. Im Kampf gefallen oder durch diese scheißverfluchte Probe aus dem Labor vergiftet. Was auch immer!

Seo Yeon zog die Datenplatte aus ihrer Beintasche und starrte sie an. Vielleicht sollte sie dieses Drecksding lieber wegwerfen. Anfangen konnte außer ihr doch niemand etwas damit. Naja, Crimson halt. Aber den hatte sie sowieso noch nie getroffen, und würde es wahrscheinlich auch nie. Blöder heimlichtuender Idiot! Kurz wog Seo Yeon die Platte in den Händen, dann warf sie sie mit äußerster Kraft gegen die gegenüberliegende Wand.

Um sie dann, einen Augenblick später wieder aufzuheben. Weder die Wand noch die Platte hatte auch nur einen Kratzer abbekommen. Seo Yeon seufzte tief, bekam einen kurzen Hustenanfall und steckte die Platte dann wieder ein. Wenn Aleidas Tod... und der von Ross und Becker... wenn all das Blut überhaupt einen Sinn machen sollte, müsste sie diesen beschissenen Auftrag irgendwie zu ende bringen. Denn ansonsten wäre das alles ja völlig sinnlos. Che?

Seo Yeon lächelte bei dem letzten Wort. Aleidas kleiner Tick. Aleida... die Idealistin schlechthin unter den Grim Guardians. Sie sah überall immer etwas gutes und edles. Selbst in diesem Narren Krass.
Sie lachte und bekam einen Schluckauf. Wo Aleida das wohl herhatte. Wo hatte sie noch die letzten Jahre verbracht? Wahrscheinlich war es unter Captain Ruiz gewesen. Auf der Bee. Da war sie dann ja wohl auch ausgebildet worden. Vielleicht war dieser Ruiz ja auch so ein Idealist. Wäre vielleicht interessant, den mal kennenzulernen. Seo Yeon nahm sich vor, nach ihm zu fragen.

Plötzlich hörte sie ein Geräusch und die innere Luke zu dem Kletterschacht öffnete sich. Maggie trat ein und Seo Yeon vertrieb ihre trüben Gedanken mit aller Macht. "Hallo!" rief sie und winkte mit der Hand.

Maggie winkte zurück und kam näher. "Alles in Ordnung?"

"Ja. Danke. Ich bin schon mal auf einem alten Frachter mitgereist. Da ist das hier sehr viel angenehmer. Danke auch für das Feldbett."

"Kein Problem." Maggie winkte. "Möchtest Du mit nach oben kommen? Wir haben da ja doch den Aufenthaltsraum. Du musst nicht die ganzen vier Tage hier unten allein im Frachtraum verbringen. Das ist eher... sozusagen... der Schlafraum."
Sie lächelte. "Außerdem gibt's oben was zu essen!"

"O ja." Seo Yeon stand auf und streckte sich. Dann sah sie sich einmal kurz um.
"Ich glaube, das wäre nett. Ich will nicht aufdringlich sein. Aber so ganz... karg wie hier ist doch ein klein wenig trübe. Ich würds aber klaglos überstehen."

Maggie nickte. Und bemerkte Seo Yeons Augen. Sie kannte die Frau nicht, hatte aber das Gefühl, dass deren Augen leicht gerötet und geschwollen waren. Hatte sie geweint? Irgendwie wirkte sie überhaupt nicht wie eine Terroristin. So gar nicht.

Sie wirkte eigentlich... überhaupt nicht richtig. Sehr leichte Schuhe, die eher Ballerinas ähneln. Eine dünne Hose wie eine Leggins und eine taktische Jacke oder Bluse. Alles sehr eng anliegend, so als ob sie eigentlich noch etwas darüber getragen hatte, was ihr aber jetzt fehlte. Der Gürtel war eher eine Art Kampfgürtel mit Seitentasche links und einen Waffenholster rechts. Darin steckte ein alter Phaser Typ-4. Tatsächlich war das einzige, was an dieser Frau etwas lockerer wirkte, eine Art Schal oder Dreieckstuch, das sie um den Hals trug. Interessant war auch ein Tattoo oder was immer das war, was wie zwei Zacken unter ihrem rechten Augen wirkte. Wahrscheinlich so eine Jugendsünde.

Maggie deutete auf den Phaser. "Könntest Du den vielleicht hier unten lassen? Oder wir können ihn auch in einem der Wandschränke verstauen. Brauchen werden wir den ja hoffentlich nicht."

Seo Yeon sah Maggie kurz intensiv an, dann nickte sie. "Ja. Sicherlich nicht. Hier!" sie zog den alten Phaser hervor und reichte ihn Maggie. "Nimm Du ihn und pack ihn gut weg, damit er nicht herum poltert, wenn es mal ruppig werden sollte."

Maggie grinste breit. "Danke. Werd ich machen. Aber mach dir keine Sorgen. Red kann fliegen." Sie erinnerte sich da an ein oder zwei Vorkommnisse in der Vergangenheit. "Nun komm!"

Und sie ging vor durch das Luk und dann hinauf nach oben. Seo Yeon folgte ihr.

Das Oberdeck erklärte Seo Yeons geschätzter Meinung nach, warum sie so einen astronomischen Preis für ihren Flug zahlen musste. Das erste Mal, als sie da gewesen war, hatte sie noch keine Muße gehabt, sich umzuschauen. Jetzt aber war das anders.
Der Wohnraum war nicht besonders groß, und die zwei hier mussten sich schon sehr gut kennen und mögen, um ihn teilen zu können. Allerdings sah sie achtern noch zwei geschlossene Schotts, die wohl zu Privatquartieren führten.

Was ihm an Größe fehlte, machte das Wohndeck durch Exklusivität wieder wett. Die mit Licht dezent in Szene gesetzten Plastiken an den Wänden sahen echt teuer aus, wie Seo fand. Und die vereinzelten Bilder an den Bereichen der Wände, die nicht durch Monitore oder anderes verdeckt waren... sie hätte schwören können, von einem oder zwei schon einmal gehört zu haben. Ums Haar hätte sie den Kopf geschüttelt. Ölbilder an der Wand eines Raumschiffes? Neben einer Reihe von Monitoren, welche Bilder der vorbeiziehenden Sterne zeigten, oder technische Daten aus denen sie nicht schlau wurde, anzeigten. Naja.

Der Teppich war dick und flauschig, das Sofa mit edlem Alcantara bezogen und die kleine Pantry wurde von einer gefährlich aussehenden Espressomaschine dominiert, hinter der Red sich auch gerade einen zu machen schien.

Da der Durchgang zum Cockpit offen stand, konnte sie da einen Blick hinein werfen und war verwundert, nur militärische Nüchternheit zu sehen. Der ganze Luxus endete am Schott wie abgeschnitten. Der Blick nach vorne verriet ihr allerdings auch, dass sie dieses Schiff wohl nie fliegen können würde. Das gesamte Layout war anders, es gab Schalter und Hebel, wo sie nur die Padds der Föderation gewohnt war und ein Hologramm schien in der Mitte vor dem Sitz, den sie sehen konnte, zu schweben. Von ihren Betrachtungen von außen wusste sie, dass es noch einen weiteren Platz in dem Tandem Cockpit gab, vorne, weiter unten.
Und dann noch die Schrift. Föderationsstandard, die sie für die universelle Schrift gehalten hatte, war das nicht! Aber das Schiff hatte eindeutig militärischen Ursprung, wie sie fand. Wie man an so ein Schiff kommen konnte, wunderte sie sich? Und ob es die Flotte der Grim Guardians aufwerten würde?

Red kam mit einer winzigen Tasse, die einen himmlischen Duft verbreitete, hinter der Pantry hervor und lächelte die Koreanerin an. Kaffee... echter Kaffee war in ihrer Heimat schierer Luxus und zuhause hatte es immer nur Tee gegeben. Sie selbst hatte einmal die Replikatorversion versucht, die aber definitiv nicht so betörend duftete.

Auch Maggie war inzwischen oben angekommen und sah kurz zu Red, die andeutungsweise nickte. "Lust auf ein Abendessen?" fragte die dann und Seo spürte als Antwort sofort ihren Magen, der kniff.
"Gerne." antwortete sie schon fast flehend.

"Na, dann... Leider haben wir fürs Essen noch nicht wieder was kaufen können. Der Markt hier auf der Station war fast komplett ausgeräubert. Aber dafür haben wir den Replikator. Das ist zwar nicht dasselbe, ist aber immerhin gut gefüllt. Kommst Du klar damit?"

"Ja, danke!" meinte Seo Yeon und ging zu der Pantry um sie sich anzuschauen. Die Kaffeemaschine ließ sie in Ruhe. So etwas hatte sie noch nie gesehen und wagte sich nicht daran. Nicht, dass sie noch irgendwas kaputt machte. Der Replikator dagegen war, auch wenn er ein Highend-Gerät war, für sie vertraut. Sie rief das Menü auf und staunte über die Auswahl. Oh! Reis! Wieder kniff ihr Magen fest zu. Sie hatte gefühlt, seit sie aus ihrem Elternhaus fort war, nicht mehr Reis bekommen. Kurz zögerte sie, doch dann tippte sie sich durch die verschiedenen Reisgerichte durch. Da! Kare Bap. Das Gericht hatte sie als Kind schon geliebt. Mit einem köstlich dampfenden Teller auf dem Tablett setzte sie sich zu den anderen beiden, die etwas neugierig auf ihre Auswahl schauten.

"Was ist das?" fragte Maggie dann.

"Das ist Kare Bap. Ein Curry Reis aus meiner Heimat." Sie lächelte wehmütig.
"Das habe ich bestimmt... ach, ewig nicht mehr bekommen." Seo schnappte sich den Löffel und musste sich zusammenreißen, das Curry nicht einfach in sich hineinzuschaufen. Sonst würde sie bestimmt Bauchschmerzen bekommen.


#Ort: CAT a.k.a. Star of Orion
#Zeit: MD 3.2210

Als die Koreanerin recht früh schlafen gegangen war, piepste Maras Kommunikator. Ein spezielles Piepen, das eine spezielle Bedeutung hatte. Cat wollte was von ihr, und das dringend.
"Ich schau mir mal die Flugroute an." meinte sie daher zu Yvonne, die selber auf dem Weg ins Bett war.

"Lass deiner neuen Spielgefährtin wenigstens die Möglichkeit, nein zu sagen!"

Mara lachte Yvonne hinterher, als diese verschwand.

Kaum waren sie alleine, machte Mara sich einen Espresso und setzte sich auf den NAV.
Zur Sicherheit nahm sie noch ihr Kopfgerät, um direkt mit der KI interagieren zu können.
Nachdem sich das Gerät mit ihren Implantaten synchronisiert hatte, schien es, als ob CATs Status auf der Innenseite ihres Schädels projiziert werden würde.
"Was gibt es?"

[Hast du die letzten Datenupdates der Company durchgesehen?]

"Nicht wirklich. War zu beschäftigt." grinste die Menschenfrau ihre elektronische Freundin an.

[Ich weiß. In Bars sitzen und schönen Frauen von zweifelhafter Moral schöne Augen machen ist so anstrengend.] neckte Cat.
[Aber du hast was Interessantes versäumt. Kajira ist auf eine Bedrohung für uns alle gestoßen. Und jagt dieser gerade mit ein paar neuen Freunden nach. Eine neue Form von Naniten. Desmond hat ihr eine Carte Blanche dafür gegeben.]

Mara horchte auf. Das waren besorgniserregende Nachrichten. Ihr Vater war sonst keiner, der seine Kinder amok laufen ließ.
"Und was hat das mit uns zu tun?" fragte sie zurück, hatte aber sofort wieder diesen bohrenden Verdacht.
"Doch nicht unsere neue Freundin?"

[Weißt du, was auf ihrem Datenträger ist?]

"Hast Du die Platte inzwischen doch alleine knacken können?"

[Nein. Und das frustriert mich ziemlich. Aber ich habe immerhin ein-zwei Sätze davon entschlüsseln können. Der Rest scheint irgendein Datensalat zu sein. Hier fehlt mir ein Schlüssel. Ohne den habe ich kaum eine Chance, etwas herauszubekommen.]
Cat klang eindeutig unzufrieden.

"Zwei Sätze. Von wie vielen?"

[Etwa 72 Millionen. Und lach jetzt nicht!]

"Ich lache doch gar nicht. Sagen diese Sätze irgendetwas aus?" bohrte Mara.

[Es sind mehr Satzfragmente. Aber es taucht das Wort Naniten darin auf.
Ich habe das nur geschafft, da ich gleichzeitig auch ihr Armband-PADD ausgelesen habe. Welches übrigens eine Artgleiche Verschlüsselung aufweist. Wenn Du also mal Zeit hast, könntest Du diese Frau ja mal fragen, ob sie den Schlüsselalgorithmus rausrückt. Der würde mich sehr interessieren.
Wie auch immer, ich habe überhaupt nur irgendetwas aus diesen Daten herauslesen können, weil ich nach speziellen Begriffen in Datensätzen gesucht habe. Und dabei eine rein zufällige Übereinstimmung entdeckt habe. Das hat mich eine wahnsinnige Rechenleistung gekostet, weißt Du? Ich hoffe, Du weißt das zu würdigen!]

"Fühle Dich gelobt. Aber Du schweifst ab!"

[Hmm. Ja, stimmt. Irgendwie.
Wie auch immer, ich fürchte, dass deine neue Freundin Informationen über Naniten von der Station zu schmuggeln versucht. Es ist nur ein Verdacht. Mehr konnte ich weder von dem Datenspeicher noch aus dem Padd auslesen.]

"Scheiße."

[Ja. Wenn ich mich nicht irre, und das tue ich nicht, bedeutet das, dass sie dringend von der Sicherheit gesucht wird. Sie ist offenbar das vierte Mitglied des Einbruchsteams, das eine Sicherheitsfrau ermordet hat. Du erinnerst dich an die stationsweite Suchaktion?]

"Nur zu gut." seufzte sie. Das plötzliche Auftauchen eines Suchtrupps der Sicherheit hatte Mara und Yvonne einen möglichen Auftrag gekostet. "Nur zu gut."

Wie es aussah, würde Yvonne ebenfalls noch nicht sofort schlafen können.

</RPG>


<SUM>

#Ort: CAT a.k.a. Star of Orion
#Zeit: MD 3.1900

Nachdem Mara und Yvonne a.k.a. Red und Maggie mit Seo Yeon an Bord von der Station abgelegt haben, kümmert Yvonne sich um ihren Gast. Mara dagegen bespricht mit CAT, ob und wie sie die geheimnisvolle Datenplatte, die Seo Yeon mit sich führt, auslesen könnten..


#Ort: USB Midgard, OPZ
#Zeit: MD 3.1935

Commodore Lyma bekommt von Mara von Bord der CAT eine Nachricht, in der diese darum bittet, ihr die Resolution hinterher zu schicken, um die CAT auf ein Signal hin aufbringen zu lassen. Sky vertraut ihrer TAK und schickt T'Kary mit deren Schiff der CAT hinterher.


#Ort: CAT a.k.a. Star of Orion
#Zeit: MD 3.1940

Seo Yeon lernt die Star of Orion a.k.a. CAT kennen und staunt über deren Inneneinrichtung. Vor allem aber das Essen, selbst wenn es nur aus dem Replikator kommt, hat es der Koreanerin angetan.


#Ort: CAT a.k.a. Star of Orion
#Zeit: MD 3.2210

Cat hat einen Verdacht und teilt diesen Mara mit.

</SUM>
 
 
submitted by Isabelle & Skyla